nachfragen

Du kannst nicht mehr lachen, aber solange du unter Menschen bist geht es. Aber dann bist du allein, du starrst ins leere. Du kommst zu Hause an & dein kompletter Körper fühlt sich mit diesem bedrückenden depressiven Gefühl. Du bekommst schlecht Luft, es fühlt sich wie ersticken an. Du kannst nichts essen, nichts trinken, nicht Fernsehen, keine Musik hören. Du kannst nichts mehr tun um dich abzulenken. Und dann sehnst du dich noch so stark nach dieser einen Person & es raubt dir jeden funken Hoffnung. Du weißt du bist auf dem besten Weg alles zu verlieren, alles zu versauen & dich zu verlieren. Aber du weißt nicht wie du dieses Gefühl los wirst, wie du es schaffen kannst das die Tränen nicht mehr laufen. Du weißt nicht wie du deine Gedanken im Kopf abschalten kannst. Du schläfst damit ein & du wachst damit auf & egal was passiert du lächelst nicht mehr. Du schaust immer ins Leere. Du siehst das sie ihre Lippen bewegen, aber du hörst nicht was sie sagen. Du vergisst soviel & kommst dadurch in Schwierigkeiten. Du machst Fehler, immer mehr Fehler. Du rutscht immer tiefer in dieses Muster rein & du weißt nicht wie du damit umgehen sollst. Reden hilft nicht. Schweigen hilft nicht. Weinen hilft nicht. Es gibt nur eine Sache die hilft, aber du weißt es ist falsch. Niemand würde es verstehen oder akzeptieren. Denn niemand weiß wie es in dir aussieht. Niemand wird je nachfragen wie es dir wirklich geht.

Sauna - Treffen

Ich war noch ganz am Anfang meiner Laufbahn im Begleitgeschäft, meine Treffen hätte ich noch an meiner Hand abzahlen können. Ein Interessent hatte sich beworben, ob ich nicht mit ihm einen Aufenthalt in einer Sauna verbringen möchte. Und ich war noch so unerfahren, dass ich meinte es wäre eine gute Idee für 100€ ein 5Stunden Treffen auszumachen, für welches ich auch noch jeweils 5h hin und zurück zu fahren würde… Aber es wäre bloß ein Tag in der Sauna. Ich würde ihm Gesellschaft leisten und ich hätte endlich die Miete für diesen Monat zusammen…

Ich war natürlich super nervös und zippelte, als ich wartete ständig an meinem kurzen Kleidchen herum und trat in meinen ziemlich hohen Schuhen von einem Bein aufs andere. Er holte mich mit dem Auto ab und ganz offensichtlich gefiel ich ihm auf Anhieb. Wir stellten uns kurz vor: Ich eine Schülerin, welche gerade ihre mittlere Reife nachholte und nebenbei ihre Miete finanziert, aber das hier natürlich nur aus Leidenschaft machte. Und er ein Mann, welcher sich vor einem Jahr von seiner Frau getrennt hatte, weil er ansonsten das Gefühl hatte von jener eingeengt zu werden…

Er erzählte mir, dass er sich schon sehr freut mit mir diese Sauna zu besuchen, er sei dort sehr oft, aber bisher immer alleine gewesen. Ich mochte ihn, er war nett. Jedoch fand ich es etwas seltsam, dass wir irgendwann in einem Industriegebiet ganz offensichtlich an unserem Ziel angekommen waren. Ist das für eine Sauna nicht ungewöhnlich? Egal. Das erste dumpfe Gefühl bekam ich an der Rezeption. Ich bin sehr empfindlich was Blicke angeht, aber diese waren eindeutig… Ich war unerwünscht. Es wurde auch nicht besser, als mir gesagt wurde, dass meine Größe nicht geführt wurde und ich deshalb in einem viel zu großen Bademantel und Badeschuhen Größe 40 gesteckt wurde.

Ich schalte manchmal etwas spät und wenn ich nervös bin, vllt noch ein bisschen mehr, aber der Groschen viel, als ich das innere dieser Sauna betrat. Ich war tatsächlich unerwünscht… Als Frau unerwünscht. Jedenfalls als eine, die von außen kam. Weil hier offensichtlich genügend umherliefen. Welche, die man ansprechen und auf die dafür oben vorgesehenen Zimmer gehen konnte. Vielleicht hatte man davor noch Lust in einem Filmraum einen Porno anzusehen… Das hier war eine Pornosauna. Aber mit meinem damaligen, nicht anzusehenden, geringen Selbstbewusstsein dafür aber mit erhobenen Hauptes betrat ich die warmen Räume und entschied mich, dass ich nicht in einem albernen, viel zu großen Bademantel hier rumlaufen würde, während die Mädchen strahlend aussahen. Ich war also nackt, den ganzen Tag (bis auf die Badelatschen aus Stoff. Wo ich es fast noch süß fand, wie ich damit rum schlurpte.)

Wir tranken erst einmal ein Getränk an der Bar, während sich vor uns eine nackte Frau um eine Stange schlängelte. Er hatte offensichtlich das Gefühl, dass man nun endlich den Smal Talk komplett abhacken konnte. „Was macht dich den eigentlich so richtig geil?“ Die Frage fühlte sich für mich an, wie seine Faust in meinem Gesicht. Aber ich wollte ja, dass er eine schöne Zeit hat, ich bekam mein Geld von ihm… Also dachte ich mir etwas aus, was ich ihm ungeschickt erzählte, weil wenn ich etwas nicht kann, dann lügen… Aber eine ehrliche Antwort, nämlich das Sex mich nicht großartig interessierte, aber er mir Freude bereiten konnte, wenn ich ihn mit einer Person hatte die ich liebte, erschien mir in der Situation einfach als, zu unspektakulär… Aber es schien ihm zu gefallen, jedenfalls eröffnete er mir anschließend jeden Bereich seines Sexuallebens. Ich hing an meinem Strohhalm und schaute auf die Uhr… Wir besuchten ein paar mal die Sauna Räume, bis er mir gestand, dass er eigentlich gar nicht so gerne in die Sauna geht und nur hier so oft sei um an der Bar zu sitzen und gegen Ende mit einem Mädchen aufs Zimmer zugehen… Also legten wir uns auf das große kitschige Bett, welches mitten im Raum stand und ich bot ihm eine Massage an… Ich massiere tatsächlich sehr gerne, sogar fast einen Ticken lieber, als das ich massiert werde. „Ich liebe es wie du deine Pflaume an meinem Rücken reibst, wenn du dich vor und zurück lehnst. Kannst du so kommen?“ Okay, nun war „Ich mochte ihn, er war nett.“ völlig für mich abgehackt… Dieser Mann war einfach primitiv und meinte, weil er mir am Abend einen 100er zustecken würde, könne er sich wie ein Schwein aufführen. Ich sah auf die Uhr. Noch 3h… „Nein, ich glaube nicht…“ „Ich weiß wie du kommen kannst, ich lecke für mein Leben gerne.“ „Du weißt aber, dass ich mich bei Treffen nicht lecken lasse?“ Fragte ich unsicher. „Es würde dir aber gefallen. Glaube mir, so gut wie ich das mache, wirst du es von niemandem mehr bekommen. Das haben schon ganz viele gesagt.“ Es entwickelte sich für mich zu einem Spießrutenlauf… Wie blieb ich höflich ohne ihn komplett vor den Kopf zu stoßen? Ich schaffte es endlich mit ihm auszuhandeln, dass wir es zumindest für das heutige Treffen mal sein lassen würden. Aber beim nächsten Mal würde er mich lecken. Und es würde mir gefallen! Ich frage mich bis heute, wie ich es 2h in einer Konversation mit ihm ausgehalten habe, weil sein einziges Thema war… Sex. Er konnte und wollte offensichtlich über nichts anderes reden. In der letzten Stunde fiel noch einmal der Satz. „Ach wenn ich jetzt nicht mit dir hier wäre, dann würde ich jetzt mit einem der Mädchen aufs Zimmer gehen.“ Ein kleiner Funken Hoffnung glühte in mir auf, ich könnte ein paar Minuten verbringen ohne mir die Frage zu stellen, wie groß zu groß und wie klein zu klein sei… „Also wenn du möchtest, ich kann hier warten. Das macht mir nichts aus.“ Bot ich ihm an. „Nein, dass wäre doch blöd…“ sagte er zögerlich. Er wirkte fast so, als ob der kleiner Funken Anstand, zurückkehren würde, auf welchen ich seit 4Stunden wartete. Nun bloß zum falschen Moment. Darum war ich auch froh darüber, als dieser Funken verglühte. „… Würdest du mit kommen und zu schauen wollen?“ An dieser Stelle: So sehr ich mich dagegen stäube meine Sexualität auszuleben und überall anzuprangern, finde ich das Thema Sex, mit samt seinen Fetischen und seinen Auslebungen unglaublich spannend! Ich habe kein Problem damit, dass mir jemand von seinem Sexualleben erzählt, oder mich zuschauen lässt… Vielleicht finde ich das zu einem Teil sogar spannend, bloß das Nachfragen „Findest du es nicht auch geil…“ oder die Sätze „Dir wird das auch gefallen…“ machen mich aggressiv.

Ich sagte also zum ersten Mal an diesem Tag zu etwas wirklich mit Freude JA. Wir suchten uns sein Mädchen aus und sprachen sie an. (Keines der Mädchen konnte im übrigen deutsch.) Dafür das ich zusehen wollte, wolle sie den doppelten Preis, erklärte sie uns. Und im Nu saß ich auf einem unfassbar kitschigen Stuhl in einer Ecke im Zimmer. Die beiden zogen sich aus und fingen an. Ich hätte eigentlich gedacht, dass man sich zuerst einmal Küsst und sich langsam aufgeilt, aber als wäre es Standard, wanderte das Mädchen sofort nach unten und saugte an seinem (noch nicht harten) Schwanz, nachdem sie diesen mit einem Kondom bestückt hatte. Als dieser allmählich hart wurde legten sie sich aufs Bett und sie ließ ihn in sich eindringen. Die unterschiedlichsten Stellungen wurden durch probiert. Was mir jedoch am meisten hängen geblieben war, waren zwei Sachen: 1. Der Satz: „Don’t touch inside!“ Welcher ständig durchdringend erklang. Aber HEY der Vorteil war ja auch, dass es keine romantische Stimmung gab, welche damit gekillt worden wäre… und 2. beobachtete ich beide mit einem so unglaublichen Interesse! Und nicht nur den Akt an sich, sondern auch das was sich dazwischen abspielte. Der Mann beleidigte das Mädchen in einer Tour um sich selber aufzugeilen. „Du dämliches Stück Scheiße bück dich nach vorne!“ Ich weiß nicht wie viel deutsch sie verstand, aber wenn sie es nicht verstanden hätte, dann hätten seine Blicke als Dolmetscher gedient. Aber klar, wenn man da eine Nutte vor sich hatte, welche nur dafür da ist meinen Trieb abzubauen, dann muss diese ja auch so behandelt werden… Aber viel eindrücklicher war die andere Seite. Während der Mann hinter ihr stand und sie in ihrem Arsch im Doggy-Styl penetrierte und dabei verzweifelt versuchte nicht abzuschlaffen (passierte ein paar Mal, aber ich glaube das war auch weil ich zusah.) Warf das Mädchen immer wenn sie wusste er sah ihr Gesicht nicht, mir Fratzen zu. Sie zeigte mir damit, dass sie sich gerade über den Typen lustig machte, welcher meinte er würde am längeren Hebel sitzen, wobei sie doch diejenige war, welche am Schluss mit 150€ für knapp 15min das Zimmer verließ. Sie steckte sich auch einmal den Finger in den Hals und tat als würde sie würgen. Ganz offensichtlich wusste sie, dass ich nicht seine Freundin war :D Viel mehr kann ich nicht zu den knapp 15 Minuten sagen, sie hatten halt Sex. Ich wechselte irgendwann vom Stuhl auf das untere Eck des Bettes und muss sagen, dass diese 15Minuten mich für die 4Stunden, in welchen ich mich wirklich überwinden musste nicht zu sagen, ich gehe! entschädigten. Ich fand es unglaublich aufregend. Aufregend, nicht anregend! Wie gesagt, ich habe nicht ein bisschen sexuelle Erregung verspürt, aber es war eines der spannendsten Treffen, welche ich je hatte…

Nach getaner Arbeit (meinte auch Er im Nachhinein) stand ich noch mit dem Mädchen im Flur und unterhielt mich mit ihr, weil er noch etwas holen musste. Eigentlich war es eine ganz liebe. Sie erzählte mir kurz wie ihre „Arbeit“ so aussah und das ich doch blöd sei, bloß Begleitung anzubieten, weil es die Mühe nicht wert wäre. Die Männer sehen mich im gleichen Licht, ob mit oder ohne Sex. Ich muss sagen, dass mich dieses Gespräch tatsächlich ein wenig beeinflusst hat… 

Ich hatte wirklich versucht irgendwas sympathisches an ihm zu finden und es gibt wirklich nur eine Handvoll, wo mir das bisher nicht gelungen ist, aber herzlichen Glückwunsch, er hatte es geschafft.

Er hat noch ein paar Mal angefragt, ob wir uns wieder sehen würden… Aber es sollte unser erstes und letztes Treffen gewesen sein… 

jmoony24  asked:

Hey ☺ wollte mir heute dein Buch in Nürnberg besorgen. Hatten es aber nirgendwo mehr und im Thalia zB. konnten sie es mir nicht nachbestellen weil sie gar nicht wissen ob sie auf Grund der großen Anfrage überhaupt noch welche bekommen. Ich soll nächste Woche noch einmal kommen und nachfragen ich hoffe ich bekomme dann eins bin schon sehr gespannt 🙈

Die Special Edition oder die Standard Edition? :0 denn das signierte Hardcover wird es so nicht mehr geben, das Taschenbuch müsste aber jede Buchhandlung unbegrenzt nachbestellen können!

Was soll ich nur schreiben
zu Sturm und Drang?
Wo misch ich mich ein?
Wo schau ich hin?

Ich habe zu tun,
mit Paradigmen und Menschenbild,
mit Diffusion und endoplasmatischen Retikulum,
mit Satz von Bayes und Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Mein Kopf ist gefüllt,
mit Wissen über Goethe und Schiller
und ich hab das Gefühl,
jeden Tag wird es schlimmer.

Was nützen alle binomischen Formeln,
alle Klausuren
und Projektarbeiten?

Ein Wissen muss sein,
das sehe ich ein,
aber anwendbar
sollte es doch sein.

Ich frage, wo bleiben für mich
meine wertvollen Zeiten?
Zeit um mich wohl zu fühlen, zu genießen
die Natur, die Freude am Leben.
Denn ein Leben hier auf Erden
ist mir doch nur ein einziges Mal gegeben.

Es ist doch auch wichtig,
Rücksicht zu nehmen,
auf die, die nicht immer aufrecht gehen.
Eine Hand zu reichen, wenn jemand sie braucht.
Sonne zu schenken und nicht nur an sich zu denken!

Mein Wunsch nur für mich allein,
ich muss diese Abiturprüfungen schaffen!
Und will wieder glücklich sein.

Ich möchte gesund bleiben,
ein Leben lang!
Was soll ich nur schreiben
zu Sturm und Drang?

— 

Mein Sturm und Drang -

Im Rahmen des Deutschunterrichts der 11. Klasse erhielten wir die Aufgabe, in unseren zweiwöchigen Ferien ein Gedicht zu schreiben. Thema sollte sein, “schau hin, misch dich ein“. Schreibe über eine Thematik, die dich berührt. Und das alles im Rahmen des Sturm und Drang. Diese Literaturepoche hat mir immer gefallen. Ich habe mich mit den Dichterinnen und Dichtern identifizieren können. Doch die Schule hat es mir versaut. In meinem Kurs schrieben alle über die Themen, die sie berührten. Klimawandel, Weltkriege, Welthunger, Artenaussterben. Ich schrieb darüber, wie sehr es mich ankotzte, dieses Gedicht zu schreiben. Mit einer offensichtlichen Kritik an den Unterricht meiner Deutschlehrerin. Ich präsentierte, wie ich auf diese Zeilen gekommen bin. Dass ich schockiert war, über diese Aufgabenstellung während der Klausurenphase. Dass LehrerInnen wirklich nach einer fünfstündigen Matheklausur nachfragen, warum die Mitarbeit so schleppend ist. Dass ich mich am Wochenende vor einen vollen Schreibtisch gesetzt habe und nur aufgestanden bin, um eine Mahlzeit zu mir zunehmen. Dass ich spät ins Bett gegangen bin, weil ich so viel lernen musste. Dass ich nach einem vollen Stundenplan weiter zur Nachhilfe gerannt bin. Dass sich mein Pferd in der Woche so verletzt hatte, dass das Lernen für mich ausfiel, weil ich diesem Tier helfen musste. Dass meine Matheteste der absolute Horror sind. Dass mir in dieser Zeit, in der ich dort nur rumgesessen habe, wertvolle Lebenszeit geraubt wurde, in der ich schon wieder dieses Gedicht hätte schreiben können. Dass die Dinge, die ich sonst als angenehm empfand, plötzlich zur Belastung wurden. Dass mein ganzer Körper nur noch schmerzte.
Das Gedicht wurde von der besagten Lehrerin mit einer 3 abgestempelt. Ihr habe die Lyrik gefehlt. Mein Abitur habe ich inzwischen geschafft.

Podcasts

Podcasts are amazing for pracising listening on the go..but they are also just FUN! I hope you can find something you like in this list (I totally included A LOT of podcasts in English because I know there’s some fellow non native speakers here!!)

NOTE: I listen to my podcast on the apple Podcast app so you can find all of them on there although I am quite sure you can find most of these on websites as well. ALSO: some of these unfortunetely don’t get updated anymore but you can totally listen to the old episodes.

Spanish:

  • Notes in Spanish (there’s different podcasts for different levels)
  • Coffe Break Spanish (not really my personal fave but I know it’s well loved by some people)
  • Del Mundo al Plato
  • Noticias de América (by RFI)
  • HistoCAst
  • La historia del mundo por Diana Uribe
  • Spanish Vocabulary Lessons from Light Speed Spanish

French:

  • RFI - Journal en français facil
  • Real Deal French
  • Mot du jour Podcast
  • Advanced Podcast - French Etc.
  • Learn French with daily podcasts
  • Coffe Break French
  • Ö1 Infos en français

Portuguese:

  • Learn Brazilian Portuguese - BrazilianPodClass
  • Learn Portuguese PortuguesePod101.com
  • Caixa de histórias (recommended by a friend)
  • Lado Bi (recommended by a friend)

German:

  • Langsam gesprochene Nachrichten (recommended by a friend)
  • Top-Thema mt Vokabeln (recommended by a friend)
  • Ö1 (loads of different Podcasts about different topics)
  • Nachfragen - Der Interview-Podcast von Andreas Sator

English:

  • The English We Speak
  • Global
  • English Vocabulary for Business
  • The world in words
  • TEDtalks
  • Queens Podcast (I am totally obsessed with this one atm)
  • Presidential
  • BrainStuff
  • Good job, Brain!
  • Stuff You Missed in History Class

Italian:

  • Let’s Speak Italian! (recommended by a friend)

Dutch:

  • Learn Dutch DutchPod101.com

Please feel free to reblog and add podcasts or send me a message and I can add it to the list. I always love finding new ones.

Prolog //

Letztens saß ich nachts mit meinem Freund im Auto auf der Autobahn auf dem Weg in seine Heimat. Wie das so ist, wenn man in seiner Heimat ist, denkt man an seine Vergangenheit zurück und an das, was sich alles verändert hat. Sowohl bei einem selbst als auch bei den Menschen, die Teil dieser Vergangenheit waren/sind. So haben natürlich auch wir darüber nachgedacht und uns ausgetauscht und ich habe im Laufe des Gesprächs meinem Freund dafür gedankt, dass er mein Leben und meinen Horizont so erweitert hat. Er hat sich danach für genau das Gleiche bei mir bedankt und bevor ich nachfragen konnte, in wie fern ich seinen Horizont erweitert hätte, hat er die Frage bereits selbst beantwortet: „Durch dich bin ich auf Themen wie Vegetarismus/Veganismus, Sexismus und Homophobie aufmerksam geworden. Also ich wusste natürlich schon, dass es diese Dinge gibt und dass sie wichtig sind, aber du hast mir gezeigt, wie wichtig sie sind.“

Dieser Satz ging mir den Rest des Abends nicht mehr aus dem Kopf. Mir war gar nicht klar, dass ich so einen starken Einfluss auf ihn habe und dachte darüber nach, ob er der Einzige ist, den ich beeinflusst habe. Und das ist er nicht. Ich habe schon oft Blogs angefangen, auf denen ich über Themen geschrieben habe, die mich beschäftigen und zum Nachdenken und Hinterfragen anregen. Und ich liebe es mich schriftlich auszudrücken, das merke ich jedes Mal, wenn ich es tue (auch wenn ich es vielleicht nicht so gut kann, aber Übung macht den Meister), aber ich habe bisher niemanden damit erreicht. Das ist jetzt anders. Ich habe mir in den letzten 1,5 Jahren eine kleine Zuschauerschaft aufgebaut, die offen für Themen aller Art ist und die sich tatsächlich für meine Ansichten und Meinungen in Form eines Blogs interessieren würde. Eine Zuschauerschaft, die mir bisher schon viele neue Perspektiven gezeigt und zu interessanten Diskussionen angeregt hat. Dieses Potential möchte ich nutzen. Um meine Stimme zu nutzen, mich auszudrücken, mich zu bilden und meinen Horizont zu erweitern - und um vielleicht etwas zu verändern, wenn auch nur ein kleines bisschen.

Wann und wie oft ich hier etwas posten möchte weiß ich noch nicht. Wann immer ich eben das Bedürfnis dazu habe. Vielleicht teile ich auch hin und wieder etwas anderes, wie Filme, Videos, Fotos oder Musik oder ich beantworte Messages von euch. Wie gesagt: alles, was mich beschäftigt, werde ich hier irgendwie umsetzen. Ich bin gespannt und voller Vorfreude auf dieses „Projekt“ und ich hoffe ein paar von euch sind es auch.

Bis bald!

✌︎

Mir reicht es. Ich will nicht länger deine Freundin sein. Von mir aus sag jetzt dass ich diese Freundschaft weg werfe, aber das stimmt nicht, denn man kann nichts wegwerfen was nicht da ist. Ich hab es satt mich von dir und von den anderen so behandeln zu lassen. Ich hab es so satt mich wie die unwichtigste Person im Raum zu fühlen. Und ich hab es satt, so verdammt satt dass immer alle auf mich scheißen. Ich hab lieber keine Freunde als welche die nie nachfragen ob es mir gut geht, oder wenn sie fragen, nicht sicherheitshalber ein zweites Mal fragen ob wirklich alles okay ist. Denn Menschen die mich kennen wissen dass ich meistens sage dass alles okay ist, auch wenn es dass nicht ist. Sie wissen dass ich gerade wenn ich alle weg stoße in Wirklichkeit jemanden brauche der mich in den Arm nimmt und mir sagt, dass alles okay wird. Und Gott ich hab es so verdammt satt immer Dinge für Andere Leute zu tun, nur um ihnen zu helfen um am Ende mit leeren Händen dazustehen. Ich hab es so verdammt satt dass man mich wie Dreck behandelt. Auch wenn es mich einsam macht, ich bin lieber einsam als von Menschen umgeben für die ich nichts weiter als ein Zeitvertreib bin wenn gerade niemand anderes Zeit hat. Auch wenn es mich so verdammt einsam macht, habe ich lieber niemanden zum Reden, als Menschen die es sowieso nicht interessiert was ich zu sagen habe. Auch wenn mich das alles so einsam macht… ich hab das alles so satt… Von mir aus sag jetzt, dass ich kindisch bin, aber ich habe auch Gefühle, und das ist was ich fühle.
—  Alte Gedanken voller Wut und Traurigkeit über Freundschaft, die ich nie ausgesprochen habe.
„Nimm dir das doch nicht so zu Herzen.“ Wie an Schulen über Beleidigungen/Gewalt gesprochen wird, ist teils immer noch untragbar. Philosophieunterricht, 5. Klasse. Thema Gefühle: „Wie gehen wir mit Beleidigungen um?“ Klasse sammelt Vorschläge an Tafel: „Weinen, ignorieren, abhauen, lachen, beleidigt sein/zurück beleidigen, alles kaputt machen…“ Bei der Bewertung der Vorschläge streicht der Lehrer als erstes „Weinen“ durch. „Denn das bringt ja nichts, das provoziert nur.“ Als GUTE Reaktionen auf Beleidigungen bleiben „lachen“, „nachfragen“ und – besonders hervorgehoben – „IGNORIEREN“ an der Tafel stehen. Kein Wort dazu, sich an Autoritäten zu wenden. Mit Freunden darüber zu sprechen. Sich Verbündete zu suchen. Rat einzuholen.
Können wir Kindern bitte NICHT eintrichtern, dass sie Unrecht überhören und weglachen sollen? Und können wir Unrecht bitte NICHT immer von Seiten der Opfer aufarbeiten? „Fühl dich doch nicht so angegriffen.“ „Da musst du drüber stehen!“ „Lass das nicht an dich ran!“ „Bloß nicht ernst nehmen!“ Viel lieber als die Gewalt selbst korrigieren wir das Verhalten von Betroffenen. Klar. Ist ja auch viel einfacher. Und das fängt so früh an!
Was mich dabei besonders ankotzt: Es ist gerade eine rechtspopulistische Partei als drittstärkste Kraft in den Bundestag eingezogen. Und in diesem Philokurs sitzt genau ein Kind ohne Zuwanderungsgeschichte. Die Kinder kriegen das politische Klima gegen sie genau mit. Mit dem Einzug der AFD werden sie sicher nicht WENIGER Vorbehalten und Verachtung ausgesetzt sein. Ihnen gerade jetzt einzutrichtern, dass man Beleidigungen ignorieren und belächeln soll, ist geradezu grausam. Auch „nachfragen“ ist ganz schön viel verlangt und kann sogar gefährlich sein. Bringt Kindern bei, dass es okay ist, all the fucks zu geben. Bringt das vor allem Jungen bei, denen eh viel zu oft vermittelt wird, dass es schwach und schlecht ist, zu weinen und Gefühle zu zeigen.
Und um Gottes Willen bringt ihnen bei, dass es okay ist, sich Hilfe zu suchen.
—  Twitter-Thread von Milly Michaelson

Ein Tag. Eine Woche. Ein Monat. Ein Jahr. Ein Jahr? Es kommt mir nicht vor wie ein Jahr, eher so wie gestern. Aber nicht dein Tod, sondern die schönen Zeiten. Die Zeiten, in denen wir im Wald spazieren gingen und soviel redeten, dass wir vergaßen, dass wir noch was vor hatten. Die Zeiten in denen ich hinten auf deinem Motorrad saß, und dir komplett vertraue. Die Abende, an denen wir zusammen auf Konzerte gegangen sind. Die Nächte, in denen wir zusammen gefeiert haben. Die Morgende, an denen ich in der Schule gerätselt hab ob du verschlafen hast oder krank bist. Die Jahre, in denen wir zusammen in der Schule waren. Die kurzen Wochen, in denen uns die Lehrer nebeneinander haben sitzen lassen. Unsre Gespräche über Zombies. Über Serien und Filme. Über Musik. Ich könnte ewig weiter machen, aber wichtig ist, diese Zeiten vermiss ich. 

 Korbi, ein Jahr bist du weg. Ein Jahr bist du jetzt schon im Urlaub. Ein Jahr bereist du jetzt schon Länder von denen ich noch nichts gehört hab. Ein Jahr hast du schon nicht mehr mit mir geredet. Dich nicht mehr gemeldet. Warst nicht mehr online. Ein Jahr lang haben dich nur ganz wenige gesehen. Du scheinst glücklich zu sein, da wo du bist. Sonst würdest du dich öfter melden, oder?

 Das sagt mein Herz über dein Fehlen, aber sobald ich drüber nachdenke fällt mir auf, was wirklich passiert ist. Ich hab Gänsehaut und mir wird kalt. In diesen Momenten möchte ich mich einfach nur ins Bett legen und nichts tun. Nicht weinen. Nicht ins Kissen schreien. Nur daliegen und an dich denken. 

Ich hab aufgehört zu weinen, ich hab aufgehört zu schreien, ich hab aufgehört nach dir zu suchen. Aber ich hab noch lange nicht aufgehört, dich in Menschenmengen zu sehen, ich habe nicht aufgehört dich zu vermissen, ich habe nicht aufgehört an dich zu denken. Ich rede vielleicht nicht mehr viel darüber, aber ich denke jeden einzelnen Tag an dich. In der Arbeit, in der Schule, daheim. Ich vermisse dich jedes Mal wieder. Nur, weil ich nicht mehr weine, heisst das nicht, dass nicht immernoch ein Teil fehlt. Nur, weil ich dich nicht mehr suche, heisst das nicht, dass ich dich nicht mit ganzer Kraft finden will. Ich habe nur aufgehört Tränen zu weinen und einen Menschen zu suchen. Nicht aber Splitter zu verlieren und neue zu suchen. 

 Plötzlich bin ich in einem Umfeld, wo man mich wieder nach dir fragt, wo ich wieder neue Spuren finde, die du hinterlassen hast. Wo ich wieder merke, dass du Menschen fehlst, dass du einen Platz hattest, dass man dich gemocht hat auch, wenn man dich kaum kannte. Ich finde alte Dokumente von dir. Finde Fotos von dir, die irgendwo hängen. Noch ein Platz an dem man merkt, dass da jemand fehlt. Überall fehlt etwas. An so vielen Orten. An allen Ecken und Enden merkt man’s.

Wie oft ich da stehe und dir eine Nachricht schicken will, bis mir einfällt, dass du nicht antworten wirst. Es ist so vieles passiert in diesem Jahr, es hat sich so viel verändert. Ich hätte dir so gern alles erzählt, aber dazu kommt es nicht mehr. Wie oft ich gesagt habe, ich würde so gern in der Vergangenheit leben, um dich noch ein letztes Mal zu sehen. Erst vor ein paar Tagen dachte ich mir, es wäre mal wieder Zeit was mit dir zu machen. Es wäre mal wieder Zeit dir zu schreiben, mal nachfragen wies dir geht. Ich dachte, es wäre schön dich mal wieder zu treffen, mal wieder zu reden. Mal wieder hinten auf deiner Maschine mitfahren. Ich dachte kurz daran und dann fiel mir ein, dass du nicht reden wirst, du wirst nur zuhören. Und mir fiel ein ich werde dich nicht treffen, aber du vielleicht mich. Und mir fiel ein, dass du weg bist. Aber wir sehen uns morgen wieder. Doch das Morgen von dem ich spreche, ist weiter als nur eine Nacht entfernt und näher als ein Herzschlag.

Jedes Mal, wenn man über Motorradunfälle redet, würde ich mir am liebsten Blumenkohl in die Ohren stecken. Nicht, weil ich es nicht aushalte, sondern weil ich einfach nicht wieder alles von vorne im Kopf haben will.
Jedes Mal, wenn ich ein Weißbier trinke, denk ich an dich. Jedes Mal, wenn ich nicht nackt kacke, denke ich an dich. Jedes Mal, wenn ich an meine Wand gucke, seh ich deine Bilder und denk an dich. Jedes Mal, wenn ich Kraftklub, Prinz Pi, Casper, Parkway Drive, Eskimo Callboy, usw. höre, hab ich zu jedem einzelnen mindestens zwei Szenen mit dir an die ich denke. Ob ich will oder nicht. Jedes Mal, wenn ich American Pie gucke, denk ich an dich. Jedes Mal, wenn jemand meinen Witz nicht versteht, weiß ich, du hättest es verstanden. Jedes Mal, wenn ich in der Arbeit rauche, fällt mir wieder ein was du damals zu mir darüber gesagt hast. Jedes Mal, wenn ich Dickmanns esse, denke ich daran, wie du Jenny an meiner Party einen ins Gesicht gehauen hast. Jedes Mal, wenn jemand seine Saufgeschichte erzählt, muss ich an eine ganz bestimmte von dir denken. Auch hier kann ich ewig weitermachen, aber ich glaub du verstehst meinen Punkt, ich denke oft an dich. 

 Lena hat mal gesagt, dass ich nur bei dir wirklich ich selbst bin. Dass ich nur bei dir wirklich frei wirke. Sie meinte, dass man mich nur richtig kennt, wenn man mich mit dir erlebt hat. Das ich nur bei dir mein wahres Ich zeige. Stimmt. Wenn ich mit dir geredet habe, habe ich mich gefühlt, als könnte ich fliegen. Als wären alle Sorgen weg. Nur dann wurde mir richtig bewusst, dass auch andere meine Sorgen haben. Dass meine Sorgen so unendlich klein sind. Die Last fiel ab und ich war schwerelos. Das beides fehlt jetzt. Ich bin selten frei. Nie schwerelos. 

 Korbi, ohne dich wäre ich niemals die Person geworden die ich heute bin. Ohne dich wäre so viel anders gewesen. Ich wäre niemals da im Leben, wo ich jetzt bin. Ich bin froh, dass es nicht anders war. Ich bin dankbar. Und ich bin dankbar dafür, dass du mit mir befreundet warst. Und ich bin dankbar dafür, dass ich dich kennelernen durfte. Du fehlst an so vielen Ecken. Du fehlst überall. 

Bruder ich liebe und vermisse dich…
Komm mal ausm Urlaub wieder… 

Danke für alles.

5 Fehler, die wir Übergewichtigen machen

….und was man dagegen tun kann.

1. Wir hinterfragen nicht

Wenn wir eine dünne Person sehen, egal ob auf dem Bild oder in Realität, denken wir:”SO würde ich auch gerne aussehen.” Gefolgt von dem Gedanken “Die kann ja bestimme ALLES essen” oder “Die isst bestimmt nie was, warum schaffe ich das nicht?” Enden tut das ganze meist damit, dass man sich selbst oder die eigene Familie verteufelt, weil man nicht auch “so gute Gene” hat.



2. “Es gibt immernoch dickere Leute als mich.”


Bis der Arzt etwas wegen dem Gewicht sagt, ist es bei vielen sogar noch lange hin. Gerade in der Übergewichtsphase oder in Adipositas I bewegt man sich ewig auf dünnem Eis, bevor andere Leute in unser Leben treten und uns höflich auf unsere Gesundheit hinweisen.



3. Wir arbeiten gegen uns selbst


Essen ist ja bekanntlich unser Hobby. Es gibt so ein Phänomen, das übergewichtige Menschen zwar gerne kochen, aber noch viel lieber backen. Ich habe das in meiner eigenen Verwandtschaft erlebt und an mir selbst. Ich kenne natürlich auch dünne Menschen, die gerne und regelmäßig backen und sogar Blogs darüber führen. Aber meistens sind das dann Leute, die sich viel mit Ernährung befassen, z.B. wie man Karottenmuffins macht oder Müsliriegel. Alternativen eben. So habe ich es zumindest erlebt.


Kommen wir aber wieder zur anderen Gruppe zurück. Die, die immer die ersten sind, wenn es um einen Kuchen für einen Geburtstag geht. Die gerne “einfach so” was in die Arbeit oder Schule mitbringen - für alle - um dann zu sagen “Ja, ich hab gedacht ihr freut euch bestimmt.” “Ja ich hab gedacht wenn ich eh backe…” Mal abgesehen davon, dass diese Menschen tatsächlich sozial sind, herzensgut und gerne anderen eine Freude machen wollen - so ist es auch ein Wunsch nach Selbstbestätigung. Das muss nichtmal sein, wenn andere einen übermäßig loben, es reicht schon ein “Danke!” und ein Lächeln. Dann geht es uns wieder gut. Wir haben was sinnvolles gemacht. Wir haben einen Wert.



4. Wir geben die Kontrolle ab


An Dr. Oetker, Maggi, Knorr, Ristorante, Wagner, McCain,….die werdens schon richten! Ich habe in meiner schlimmsten Phase, wenn ich mal tatsächlich gekocht habe, mich auf Fertigtütchen verlassen (Soßen) oder mit viel Öl und auch mal mit Sahne gekocht. Als ich es nicht gemacht habe, hatte ich abends trotzdem das Gefühl, nicht satt zu sein. Irgendwas hat gefehlt. Dann hab ich mir ja doch noch ne Pizza bestellt oder Süßigkeiten gegessen.



5. Wir hoffen auf ein Wunder


Was soll uns je ändern? Ein Film, ein Song? Ein einschneidendes Erlebnis in dem wir von Leuten umkreist werden die mit uns auf den Finger zeigen und sagen “FETT!”? Was müsste jetzt, in diesem Moment, konkret passieren, damit du dein Leben änderst? Das Problem ist, wir sind abgehärtet. Wir könnten heulen vor dem Spiegel machen es aber nicht mehr, deshalb sehen wir uns gar nicht mehr an oder wir sind zu gewohnt an das Bild. Wir sehen unsere Fettschicht beim Anprobieren von neuen Klamotten und sehen es eben als das: als Fett. Machen uns fertig und kaputt und entwickeln einen Ekel gegenüber uns selbst. “Nur noch ein Wunder könnte uns helfen”, sagen wir, und legen uns mit der Chipstüte auf die Coach.



           STOP    !


Was man dagegen tun kann:


  • Hinterfragen: Bei einem Bild können wir das nicht machen, aber wenn es um eine Bekannte ist und kein Size 0 Model ist also ganz normal Kalorien zu sich nimmt, dann hilft nicht, sie beim Essen zu beobachten. Sie wird wahrscheinlich Salat essen. Wir müssen aus unserem Schneckenhaus rauskommen und aktiv nachfragen, was diese Person anders macht als wir und das ist in vielen Fällen einfach Sport, den die Leute gar nicht mehr als Sport aufzählen. Fahrad fahren. Inliner. Joggen. Für uns Sport, für die Leute HOBBY. Noch häufiger wird die Antwort ein Schulterzucken sein. Dann überlegt euch, was für einene Lebensstil die Person hat. Geht sie oft feiern? Tanzen ist auch Bewegung! Geht sie oft raus sich mit Freundin treffen? Das ist der Grund warum sie keine Langeweile Fressattacken kriegt, wie wir. Was macht sie so um 16-20 Uhr unter der Woche im Gegensatz zu uns?


  • Realisieren: Eine Waage darf uns nicht verrückt machen. Aber sie kann am Anfang einer Reise stehen, damit wir wissen, woran wir überhaupt sind. Viele Menschen finden es einfacher, mit einer Zahl zu arbeiten, man kann z.B. auch ein Maßband nehmen und den Umfang der Tailie etc. messen. Ganz egal was man macht, man sollte die Zahl nicht als Entschuldigung dafür nehmen, gefrustet zum Bäcker zu gehen. Wiegen sollte nicht die Funktion haben, in Selbstmitleid zu versinken. “Ich habe schon wieder zugenommen, toll.” wie oft habe ich das gedacht und das benutzt um meine Augen zu schließen. Deshalb ist es auch besser, sich 1x zu wiegen und dann erstmal nicht mehr. DANN gerät man in Panik und das soll man auch mal mit Adipositas! Man gerät ja sonst nie in Panik! Man fängt an, auf seine Ernährung zu achten und kontrolliert sich selbst anhand von z.B. Kalorien zählen und Gefühl für gesunde Lebensmittel. Und wenn man das schafft ohne Angst sondern mit Verstand, hat man die halbe Miete.


  • Erkennen: Backen ist ein schönes, kreatives Hobby. Meine Freundin meinte mal, sie kann dabei entspannen (sie ist übrigens dünn). Ich sage nichts gegen einen Geburtstagskuchen, es geht eher um die ständige Suche nach Bestätigung DURCH das Backen + dazu hinzu kommt, dass wir ja dann auch noch mitessen. Ihr kennt das ja, der zerbröselte Muffin, das unschöne Kuchenstück, wir sind die Ersten, die die “schlechten” Stücke nehmen um den anderen das Gute zu lassen. Nicht nur wegen der Ästhetik, nein, auch weil wir dann viel einfacher sündigen können. Wir essen ja “das Kaputte, was niemand will, was weg muss”. Es sind also 2 Faktoren, die uns zumindest ganz am Anfang davon abhalten können, unser Leben kontrolliert gesünder zu gestalten. Und das wichtigste dabei: Wir sind auch ohne diese Bestätigung etwas wert! Wir könnten z.B. als Geschenk gesunde Snacks mitbringen oder einfach mal NICHT für das Essen zuständig sein? Wir könnten ein Spiel mitbringen oder einfach nur unser normales Geschenk. Wir müssen anderswo Erfolge verbuchen, damit wir in unserem Alltag nicht ständig doppelt Bestätigung suchen.


  • Dagegensteuern: Kennt ihr das, ihr sitzt zusammen beim Essen, jeder ist eigentlich voll…. und plötzlich fragt jemand “Jetzt noch ein Eis?!” so als sehnsüchtiger Wunsch, halb Spaß, halb Ernst. Dann wisst ihr: diese Person ist genauso zucker/fettsüchtig wir wir, egal wie das Gewicht aussieht. Diese Person ist es auch nicht gewohnt, gesund zu essen. Etwas FEHLT. Dieses etwas, ist aber einfach der fehlende Zuckerschock in der Cola, die nicht dasteht, oder dem Geschmacksverstärker Fett, der im Gericht nicht vorkommt. Ich habe das vor allem erlebt (auch an mir selbst) als ich angefangen habe, gesund zu kochen. Der Körper muss sich erstmal umstellen bzw. auf andere Ressourcen zurückgreifen, die ihr ihm geben könnt, wie Obst.


  •  Beginnen: Es funktioniert nicht, dass man aufgrund von anderer Personen abnimmt. Weil sie einen zu dick finden oder einen beleidigen. Eher das Gegenteil passiert. Man fühlt sich wertlos und sonst nichts. Und auch wenn der Arzt es ist, der es ja nur gut meint, würden wir wirklich aufgrund von ihm unser Leben ändern? Weil er uns ein Gewicht nennt, das wir ja eh schon kennen? Weil er uns eine BMI Tabelle zeigt? Deswegen würden wir also von einem Tag auf den anderen plötzlich gesund leben? Wegen Dr. so und so? Würden wir wirkich denken “Ohja meine Gesundheit, die ist jetzt wichtig.”? Denken vielleicht, aber umsetzen ist fraglich. Unsere Motivation sollten immer wir selbst sein und das ist gar nicht so einfach. Das ist ehrlich gesagt am aller aller aller schwierigsten. Selbstdisziplin ist ein entscheidendes Stichwort. Wir haben es verlernt über die Jahre. Vielleicht über 18, vielleicht über 30 Jahre hinweg.

Darum funktioniert folgendes nicht:

Ich muss

Ich soll



sondern nur:

Ich will.



Willenstärke

lässt Leute, die vorher 0 Kondition hatten, 30 min Joggen. Sie lässt Leute, die vorher jeden Tag Pizza gegessen haben, 1 Jahr darauf verzichten ohne groß darüber nachzudenken. Sie lässt Leute desinteressiert an Süßigkeitenregalen vorbeigehen, als würde darin Babynahrung liegen. Oder eben das, was man nicht braucht. Sie treibt Leute zu neuen Zielen an, belohnt mit Erfolgen und mit Stärke.



Und auch wenn das total nach YogaZenIrgendwas klingt, ist es nicht. Wir alle haben den Willen in uns, wir haben es nur verlernt. Durch andere Menschen, druch Misserfolge, durch Frust, durch gescheiterte Beziehungen und so weiter.



Willenstärke kriegt man, wenn man

sich selbst wieder als wertvoll betrachtet,

das denke ich zumindest, weil es bei mir geklappt hat. Weil ich kleine Erfolge hatte die dann zu großen wurden und ich allein, ohne Trainer, ohne Studio, ohne es jemand groß zu erzählen, habe das geschafft. Nicht nur die inzwischen

10 kg Abnahme,

nein, es geht um so viel mehr.

Um Gesundheit, Stärke, Selbstwertgefühl.



Ich frage dich also, was müsste passieren, dass du dein Leben änderst?



Warte nicht auf ein Wunder.



Sei das Wunder.

Deine Kim <3

stxprtin  asked:

Hast du Tipps für extrem schüchterne Leute die immer ausgegrenzt werden wegen ihrer Schüchternheit? Ich muss schon länger damit kämpfen und bin langsam echt sad davon :(

Ich war eine sehr lange Zeit meines Lebens unglaublich schüchtern und konnte mit niemanden reden der nicht mit mir geskyped oder ein Teil meiner Familie war. Hauptsächlich lag es daran, dass ich zu diesem Zeitraum keine Erfahrung hatte was Gespräche mit Fremden anging, da ich die meiste Zeit nur zuhause vor Videospielen verbracht habe. Irgendwann hat es mich genervt und ich wollte daran arbeiten, also habe ich immer mehr Zeit draußen verbracht und bewusst keine Situationen in die ich normalerweise nicht eintreten würde ausgelassen. Ich habe mir Dinge gekauft statt zu bestellen, ich habe, wenn ich eine Frage hatte, sie gestellt und war allgemein ein offenerer Mensch der sich in sehr viele schwierige Situationen geschmissen hat wie das Nachfragen für Bewerbungen etc. Mit der Zeit und vielen Treffen von Internetfreunden weiß ich wie ich Schüchternheit überbrücken und das beste aus solchen Situationen machen kann. Meine Nervosität ist damit leider nicht beseitigt, haha.

Also ist der einzige Tipp den ich habe: Wirf dich in unangenehme Situationen bis es nicht mehr unangenehm ist. So stumpf es klingt es funktioniert wenn man es nur versucht.

Sozialwissenschaften. Der Studiengang, den ich seit 2 Jahren besuche und keine Sekunde bereut habe. Doch fangen wir mal von vorne an. Jeder, der kurz vor dem Schulabschluss steht, kennt dieses Problem “was mache ich dann?”. Diese Frage ist ganz normal und falls du grad auch damit zu kämpfen hast, eins möchte ich dir ans Herz legen: mach dich nicht verrückt, entspann dich, trink ‘ne Tasse Tee und wenns sein muss, 100 Tassen, schau Lieblingsfilme- oder Serien, besuch Freunde, mach verrückte Sachen, bestell deine Lieblingspizza, hol Dinge nach, die du schon lange tun wolltest und genieß einfach den Moment. Dann, und erst dann, solltest du dir Gedanken darüber machen, mit welcher Beschäftigung du bis zum Ende deines Lebens verbringen möchtest. Wenn du soweit bist, lass uns über mein Studium sprechen, vielleicht hilft dir das etwas weiter. Ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen, dabei sind es schon fast 4 Jahre her. Ich hatte mein Abi und begann mit Jobben an. Dann kam Australien, dann mein halbjähriges Praktikum bei der Zeitung. Dann wieder arbeiten. Ich wollte mich ausprobieren, finden, was mir gefällt. Plötzlich war schon über ein Jahr vorbei und ich hatte immer noch nichts. Die meisten meiner damaligen Freunde, die ich noch von der Schule kannte (wo ich übrigens noch mit 2 Kontakt habe und das sehr wenig), hatten schon etwas, ob das nun Jobben oder sonst etwas war. Ich hab zwar noch gejobbt aber das wollte ich nicht länger. Dann, als ich die Stelle bei der Zeitung nicht bekam, überkamen mich die Selbstzweifel. Eines der schlimmsten Gefühle überhaupt. Wo möchte ich im Leben hin, was kann ich auf dem Weg dahin tun, um diesem Ziel näher zu kommen, kann ich das überhaupt, was möchte ich eigentlich, will mich überhaupt jemand, will ich das überhaupt, wird mich das weiterbringen. Die Antwort wird immer lauten: du weißt es NOCH nicht. Auch ich habe lange gebraucht, um das zu akzeptieren. Ein langer, steiniger Weg und doch einer, der gegangen werden muss. Nach etlichen Tests im Internet, Recherchen, Befragungen und verrückt machen, kam ich zu dem Entschluss, ich möchte studieren. Für mich war klar, ich möchte “was mit Medien” machen. Ich wage es zu behaupten, dass dieser Satz heutzutage zu den meistgesagten Sätzen gehört. Auch ich habe es vor knapp 4 Jahren schon sehr oft von anderen gehört. Doch was ist “irgendwas mit Medien”? Sind es diese Dinger, wo Bewegtbilder laufen, auch “Fernsehen” genannt? Und wenn ja, was macht man da? Moderieren? Wenn ja, was braucht man dafür? Oder sind es diese Dinger aus Papier, auch Zeitung genannt, was viele Jugendliche wohl niemals in der Hand hatten (ich übrigens auch ganz selten, leider). Und was macht man da? Texte schreiben? Kann man das? Kannst DU das? Alles Fragen, die für mich auf eines hinausliefen: ein Privat-Studium, da die meisten staatlichen Unis wenig sinnvolle Studiengänge anbieten, die Medien als solche vermitteln können. Wie denn auch? Soll diese zich Kameras anschaffen? Von welchem Geld? Genau. Das einzige, was ich zu Medien fand, waren Medienwissenschaften. Nachdem ich aber einen kurzen Ausschnitt aus einer Vorlesung angesehen habe, war mir klar: Nein, das möchtest du nicht. Trockenes Gelaber über Medien braucht wohl kein Mensch. Ich erst recht nicht. Aber was tue ich nun, wenn ich keine Privatuni besuchen, von denen die meisten über 30.000 Euro kosten und gleichzeitig keinen Studiengang in der Richtung Medien staatlich besuchen möchte? Blöd. Dann kam wieder der Gedanke einer Ausbildung. Ich verwarf diese aber schnell wieder. Wenn ich gefragt wurde, lautete meine Antwort: “ich möchte mein Wissen erweitern und später dieses Wissen in mein Beruf einbringen”. Und ich meinte es todernst. Und das bis heute. Somit stand ich wieder am Anfang. “WAS IN ALLER WELT WILLST DU? DU WILLST WEDER DAS, NOCH DAS. WAS SOLL NUR AUS DIR WERDEN”. Und so verabschiedeter sich ein guter Freund von mir, auch Selbstwertgefühl genannt und ich hatte keine Ahnung, was ich machen sollte. Und dieses Gefühl wurde sehr dadurch bestärkt, dass ich in meinem Umfeld ständig darauf angesprochen worden bin, was ich denn endlich machen wollen würde. Wenn du gerade diesen Text liest, lass dir bitte eines von mir sagen: bitte, bitte lass dich niemals durch solche Nachfragen verunsichern. Meistens werden diese von deinen Eltern kommen und es ist auch völlig okay, dass sie sich Gedanken um deine Zukunft machen. Doch bitte vergiss nie, letztendlich ist es DEIN Leben, DU und nur DU ganz allein musst diesen Weg später gehen, den du gewählt hast und nur DU musst damit zufrieden sein und sonst niemand. Bitte niemals vergessen. So, nun weiter mit den Menschen, die mich verunsichert haben. Ich muss sagen, ich kann bis heute diese Nachfragen nicht verstehen. Ich habe bis zu dem Zeitpunkt, wo ich mich an den Unis beworben habe, keinen einzigen Monat zu Hause mit nichts-tun verbracht. Das wäre auch niemals eine Option für mich gewesen. Umso mehr haben sie mich gestört und gingen mir teilweise sehr auf die Nerven. Ich muss glücklicherweise sagen, dass sowas niemals (bis heute nicht) von Seiten meiner Familie kam. Meine Mutter vertraut mir schon seitdem ich denken kann. Ob das nun in der Schulzeit war (sie war niemals böse über irgendeine Note), ob es während der Zeit in Australien war (wo sie mich wo es nur ging supportet hat) oder ob es darum ging, mir einen Studien- oder Ausbildungsplatz zu suchen. Sie hat niemals nachgefragt, nicht weil es sie nicht interessiert hat, sie wollte mich wohl einfach nicht unter Druck setzen oder mir niemals ungewollt das Gefühl vermitteln, ich habe ihr gegenüber eine Pflicht zu erfüllen. Ich bin sehr dankbar dafür und weiß, dass nicht jeder da draußen dieses Glück hat. Aber auch euch sei gesagt, die meisten meinen es nicht so, wie sie es vermitteln. Alle (besser gesagt die meisten) Eltern wollen nur das Beste für ihre Kinder. Die einen zeigen es so und die andern eben anders. Und wenn sie nicht an euch glauben: es wird immer wen da draußen geben, der es tut. Früher oder später. Vertrau mir. Aber sprechen wir weiter über meine Selbstzweifel und den letztendlichen Schritt, an der Uni zu landen. Der Entschluss stand ja bereits fest “Ich mache etwas, um mich selbst weiter zu bilden, einfach, um ein besserer Mensch zu werden”. Und auch darauf habe ich meine Studiensuche aufgebaut. Psychologie war direkt meine Erstwahl. Doch sind wir ehrlich, jemand mit einem Durchschnitt von 2,7 (oder war es 2,8? Ich weiß es nicht. Ist mir ehrlich gesagt auch egal) kann Psychologie schnell vergessen. Schade, dachte ich. Doch was soll’s, es ist nicht das Ende der Welt. Ich schaute weiter. Nach langer Recherche fand ich meinen Studiengang: “Sozialwissenschaften”. Wie langweilig. Wie trocken. Arbeitet man damit beim Sozialamt. Was bringt das. Bekommt man damit einen Job. Alles Fragen, die mich mir ständig anhören musste und es immer noch tue. Damals haben diese mich sehr verunsichert, heute lächle ich und freue mich darüber. Das zeigt, wie eingeschränkt einige Denken. Schade, aber so ist das nunmal. Aber gut, weiter geht’s. Ich bewarb mich an mehreren Unis und bekam eine einzige Zusage. Immerhin. Zwar viele Hunderte Kilometer von meiner Familie weg, aber man muss für seine Träume und Ziele auch bereit sein, im Notfall etwas anderes, Kostbares aufzugeben. Doch sie waren nicht aus der Welt. Und ich auch nicht. So schnappte ich mein Klavier und Bett und war weg. Das sind die einzigen zwei Sachen, die ich mitgenommen habe. Paar andere Dinge, wie Schreibtisch, Kleiderschrank und Kühlschrank kamen noch später dazu. Mit diesen, an einer Hand abzuzählenden Möbeln ging mein erstes Semester los. Die ersten Tage an der Uni sorgten mehr für Verwirrung, als waren sie eine Hilfe. Ich hatte keine Ahnung, was ich wählen muss, kann oder soll. Nach etwas hin und her war er fertig, mein erster Stundenplan an der Uni: Einführung in die Sozialwissenschaften, Anthropologie, Psychologie, Methoden der Sozialforschung und paar andere Seminare und Übungen standen dort drauf. Ich muss dazu sagen, dass wir Basismodule und paar andere Module haben, die abgedeckt werden müssen und sonst vieles frei wählbar ist. Leider gehören zu diesen Pflicht-Fächern auch Dinge wie Statistik, Wirtschaft und noch ein, zwei Vorlesungen zu, die ich mir jedes Semester in den Stundenplan packe aber mich nie überwinden kann, die dafür notwendige Klausur zu schreiben. Doch hey, kommen wir wieder zum ersten Semester. Es war sehr aufregend und gerade während der Klausurphase auch sehr anstrengend. Und das bis heute noch. Zum Beispiel schreibe ich nächste Woche zwei Klausuren aber sitze stattdessen hier und verfasse diesen Text. Ich hänge sicher auch mindestens ein Semester hinterher, sodass ich niemals in den drei Jahren Regelstudienzeit fertig werde. Regelstudienzeit bedeutet,  dass vorgesehen ist, dass man sein Studium in der Zeit schafft. Dazu habe ich vor kurzem gelesen, dass nichtmal die Hälfte aller Studenten es schaffen, wie witzig. Ich hätte es geschafft, wenn ich mich richtig reingehängt hätte. Das habe ich aber nicht und mindestens genauso wenig bereue ich es auch. Ich genieße die Freizüge, die Freiheit, viel nebenbei machen zu können, wenig Pflichtveranstaltungen zu haben. Das alles hat mir geholfen, ein Stück mehr zu mir selbst zu finden und zu wissen, was ich kann und was nicht. Dieser Studiengang hat mir geholfen, ein besserer Mensch zu werden. Und warum das, würden einige fragen. Ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht, ich fühle es einfach so. Zum Beispiel erwische ich mich oft dabei, wie ich Dinge, die ich zum Beispiel in Psychologie gelernt habe, im Alltag anwende und gezielt (oft unbewusst, steht das im Widerspruch? Ich weiss es nicht) auf gewisse Dinge achte. Ich habe auch in bei ganz vielen Themen meine Ansichten geändert. Oder habe ich tief in mir verankerte Ansichten endlich gefunden und dadurch zu mir selbst? Ich weiß es nicht. Ich wohne übrigens alleine. In keiner WG, in keinem Studentenheim. Ganz alleine, in meiner Wohnung. In den mittlerweile zwei Jahren gab es sehr viele Momente, wo ich mich sehr einsam und alleine gefühlt habe. Wenn nicht sogar öfter als es sein sollte. Doch ich fühle mich fast angekommen. Fast angekommen dort, wo ich immer sein wollte. Nämlich an einem Punkt, wo ich sagen kann, ich habe gefunden was ich immer wollte, es hilft mir auf meinem weiteren Weg und dazu, ein besserer Mensch zu sein. 

In dem Sinne: lass dich niemals verrückt machen. Du wirst deinen Weg schon finden. Ob früher oder später. 

Sie sagten zu mir, dass es besser wird. 
Das bräuchte Zeit, haben sie gesagt.
Aber diese Zeit geben sie mir nicht, sie sind genervt davon, dass ich noch immer nur von dir rede. 
Aber ich kann es nicht ändern, du bist noch immer überall. Hätte nie gedacht, dass das alles so schwer werden wird, so ganz ohne dich. 
Wie schwierig es für mich ist alleine einzuschlafen.
Wie schwierig es ist, dich nicht mehr um Rat fragen zu können.
Dich nicht einfach anrufen zu können, weil mir gerade deine Stimme fehlt.
Wie schwierig es ist, deine Stimme nicht mehr zu hören.
Wie du mir leise ins Ohr flüsterst ‘’Ich liebe dich, wir werden das gemeinsam schaffen.’’
Wie schwierig es ist deine Freunde zu sehen und nicht nachfragen zu können, wo du gerade steckst und wie es dir denn so geht und ob du manchmal nach mir fragst oder ob du mich manchmal sogar vermisst. 
Wie schwierig es ist nicht mehr über deine Witze lachen zu können. 
Wie weh es tut von meinen Freunden zu hören, dass ich endlich drüber hinweg kommen muss und dass ich dich doch schon lange nicht mehr interessiere.
Du doch nie wieder zurück kommen wirst. 

Ein depressives Mädchen wird dich niemals so glücklich machen können wie du es eigentlich verdienst, sie wird immer die Angst haben dich unglücklich zu machen, schlimmere Angst als andere Mädchen das sie dich verliert, sie wird mehr Selbstzweifel haben, sie wird mehr nachfragen und sich öfter entschuldigen und wird dich oft gehen lassen wollen, nur damit DU glücklich sein kannst. Sei zur Hölle nicht so ein Drecksarsch und nutz so etwas aus, wenn du mit so einer Person nicht klar kommst lass es lieber gleich bleiben. Du kannst dir nicht vorstellen wie sehr das solche Personen in ihre Depressionen zurück zieht.