nachbearbeitung

Ach so, du arbeitest mit dem Computer, damit könnte ich das auch!

Herrschaften das nervt! Seitdem ich mich mit digitaler Bild- und Videobearbeitung auseinandersetze (und das mach ich jetzt auch schon fast 20 Jahre lang) höre ich immer den gleichen Satz:

“Ach so, du arbeitest mit dem Computer, damit könnte ich das auch!”

Warum zur Hölle machst du’s dann nicht? Ist das unter deiner Würde? Komm, bitte, setz dich her, hier an meinen Computer und mach. Mach genau das, was ich mache!

“Ich kenn ja das Programm nicht.”

Dann kannst du’s also doch nicht?

“Klar könnte ich, wenn ich das Programm kennen würde.”

Ist natürlich ein großartiges Argument. Wenn ich das könnte, was du kannst, dann könnte ich das auch…

“Ja aber mit dem Computer ist doch alles einfacher.”

Ja und mit nem Pinsel ist es auch einfacher ein Bild zu malen, als mit einer Klobürste - je nach Bild natürlich. Computer und Software sind Werkzeuge. Genau wie ein Hammer, eine Säge und ein Schraubenzieher Werkzeuge sind. Klar, erleichtert der Computer vieles, aber er ist auch kein (um ein oft strapaziertes geflügeltes Wort aus der Tontechnik zu verwenden) Klärwerk: Wenn ich Scheiße reinpumpe, dann kommt auch Scheiße raus. Da hilft kein Filter.

Und klar, ich hab auch schon zu viele durchschnittliche Fotos gesehen, die mit ein paar Instagram-Filtern aufgehübscht wurden und die trotzdem durchschnittliche Bilder bleiben.

“Genau davon spreche ich doch: Bearbeitung! Die Kunst liegt doch darin, gleich ein tolles Bild zu machen und nicht erst durch Bearbeitung”

Nein! Die Kunst liegt darin, ein tolles Bild zu machen. Punkt. Wie du das erreichst, ist doch erst mal egal! Ob du das gleich mit der Kamera oder durch Bearbeitung machst, ist eine Frage der Herangehensweise. Jeder Bildermacher tut alles, um seinen Bildern etwas Besonderes zu geben. Durch “Warten auf den besonderen Moment”, durch einen “besonderen Blickwinkel”, durch “besondere Filter, die er vor die Linse schraubt” etc. etc. etc.

Kein Bild, das du jemals gesehen hast, ist unbearbeitet. Die Bearbeitung fängt mit der Wahl der Kamera, der Objektive, der Belichtungszeit, der Blende, des Blickwinkels… an.
In “analogen Zeiten” war die Wahl des Films, des Fotopapiers, die Entscheidung ob ich selbst Entwickle oder meine Negative an ein Labor gebe, etc. eine Bearbeitungsentscheidung. Und jedes Labor bearbeitet deine Bilder. Da werden Kontraste verstärkt oder abgeschwächt, da wird an der Farbigkeit gedreht, da wird ggf. zugeschnitten.

Die Bearbeitung, die ich am Computer mache ist eine subjektive, technische und manchmal auch künstlerische Entscheidung. Ich fotografiere meist in RAW, d.h. ich muss sowieso Entwickeln. Und Entwickeln ist Bearbeitung. Und meist fotografiere ich auch so, dass ich möglichst viel Bearbeitungsspielraum habe. Nicht weil ich nicht weiß, was ich mit dem Bild machen will, sondern weil ich ganz genau weiß, was ich mit dem Bild machen will und mir möglichst viel Bildinformationen erhalten möchte, um das mit dem digitalen Negativ machen zu können, was ich machen will.

“Warum machst du das Bild nicht gleich so, wie du es haben willst? Kannst du das nicht?”

Manchmal tatsächlich nicht. Weil manche Dinge mit meinen Werkzeugen Kamera und Objektiven in der Form nicht möglich sind. Wenn ich eine teurere Kamera oder teurere Objektive hätte, würden manche Dinge vielleicht auch gleich gehen. Aber Fotografie (und Video) sind in meinen Augen keine Technikschlacht.
Bei manchen anderen Dingen will ich mich schlicht und ergreifend beim Fotografieren nicht damit aufhalten, die Kamera für ein Billd genauso einzustellen wie ich sie für dieses eine Bild brauche, nur um sie beim nächsten Bild wieder umstellen zu müssen. Oder: Warum soll ich komplizierte Aufbauten machen, um beispielsweise Licht abzuschatten, wenn es in der Nachbearbeitung manchmal schneller und unkomplizierter geht und ich damit die exakt gleiche Bildwirkung erziele? Da fotografiere ich lieber “neutral” und forme das Bild in der Nachbearbeitung genau so, wie ich es mir bei der Aufnahme vorgestellt habe.
Dazu muss ich allerdings exakt wissen, was geht und was nicht geht und ich muss meine Werkzeuge beherrschen. Nicht alles ist in der Nachbearbeitung möglich.
Ein ausgefressener Himmel ist ein ausgefressener Himmel, abgesoffene Schatten sind abgesoffene Schatten, da kann ich auch in der Nachbearbeitung nichts mehr machen. Wenn das Rot des Sonnenuntergangs allerdings in der Aufnahme nicht so knallt, wie ich das haben möchte, kann ich natürlich die Sättigung in der Kamera erhöhen und gleichzeitig riskieren, dass der Moment vorbei ist. Oder ich fotografiere “safe” und drehe danach das Rot in der Nachbearbeitung genau so, wie ich es gesehen habe bzw. haben möchte.

Du könntest das, was ich kann auch (vermutlich sogar besser als ich), wenn du mit dem Computer arbeiten würdest?

Im Ernst: Das glaub ich dir sogar! Ich könnte auch Häuser bauen, wenn ich Architekt wäre. Ich bin aber keiner. Und deshalb erkläre ich auch keinem Architekten, ich könnte das auch.

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Adobe Lightroom 5 für Fotografen

Tipps für Hobby-und Profifotografen

Wer ernsthafter fotografiert, der schießt im RAW-Modus, um sich die größtmöglichen Freiräume bei der Bearbeitung offen zu lassen. Nun steht man an dem Punkt, sich für ein Programm zu entscheiden und genau da ist der Haken.

Photoshop CC oder vielleicht doch eher Photoshop Lightroom 5? Diese Frage stellen sich viele Fotografen. Auf die Fragen „Welche Vor- und vielleicht auch Nachteile bringt es mit sich?“ und „Wie schlägt es sich im Alltag?“gibt Onkel Zoom http://www.onkel-zoom.com Antwort.

Photoshop Lightroom 5 deckt im Prinzip alle Phasen der Nachbearbeitung eines Bildes ab.

Umfangreicher Funktionsumfang

Angefangen von der Dateiverwaltung, wo Metadaten eingesehen und verändert werden können, setzt es sich fort über eine Fotokarte und erreicht schließlich das Entwicklungsmodul. In letzterem Fall können grundlegende und tiefergreifende Einstellungen getätigt werden. Egal ob Weißabglich, Sättigung oder Graustufen-Konvertierung – hier kommt jeder auf den Geschmack. Auch Optionen zum Nachschärfen oder der Rauschreduzierung sind enthalten. Ebenfalls können kleine Korrekturen am Bild vorgenommen werden. So lassen sich mit dem Korrekturpinsel beispielsweise Sensorflecken entfernen und ein anderes Tool ist dabei behilflich, das Bild gerade auszurichten.

Die Dateiorganisation klappt nach ein wenig Einarbeitung sehr intuitiv und ist durchaus komfortabel. So lässt sich ein noch effizienterer Workflow erzielen. Auch lassen sich bei den Metadaten Informationen problemlos ergänzen, wie beispielsweise der Bildtitel oder auch eine Copyright-Bemerkung. Auch eine individuelle Bewertung mit Sternen für einzelne Bilder oder Bildgruppen ist möglich.

Im Modul „Karte“ können Aufnahmestandorte auch im Nachhinein nachvollzogen werden, vorausgesetzt, die GPS-Informationen liegen vor. Ist dies nicht der Fall, so können die Informationen schnell selbst ergänzt werden.

Das Drucken-Modul erlaubt fein angepasste Einstellungen bezüglich des Bilddruckes. Neben Format und Papier-Qualität lassen sich auch noch weitere Einstellungen wie zum Beispiel Wasserzeichen und Ähnliches konfigurieren. Weitere Module erlauben die Ausgabe der Bilder als Diashow oder speisen sie direkt in eine Website ein. Auch die Anlage eines Portfolios ist mit Lightroom möglich.

Fazit: Wer seine Bilder im Nachgang optimieren, verwalten und weiterverarbeiten möchte, ist mit Lightroom gut beraten.

Möchte man allerdings mit Ebenen arbeiten, komplizierte Freistellungen durchführen oder ist im Bereich der People-Fotografie unterwegs, sollte man sich nach einer Alternative wie Photoshop Elements oder gar Photoshop CC umschauen.

Einen Überblick über die besten Software Angebote für Fotografen gibt es bei Onkel Zoom http://www.onkel-zoom.com

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Onkel Zoom hat für viele Produkte spezielle Gruppenrabatte vereinbart, von denen jedes einzelne Familienmitglied profitiert. Durch den Nachlass bei diesen größeren Stückzahlen, die wir bei Hersteller/Lieferanten bekommen, sparst du bis zu 60% gegenüber dem Normalpreis (UVP)!

Kontakt
Zoom Social Commerce GmbH
Sven Umlauf
Münsterstrasse 330
40470 Düsseldorf
02114369123
umlauf@zoom-sc.com
http://www.onkel-zoom.com

anonymous asked:

Da so viele wegen dem Gewinnspiel fragen: Darf man die Fotos im Nachhinein auf noch bearbeiten, also Effekte und Filter oder so? (≧▽≦)

Ein bisschen Nachbearbeitung ist auf jeden Fall in Ordnung. ;)

Frischgebackener Staatsmeister für Fotografie Werner Burgstaller


Meister aller fotografischer Klassen bei der österreichischen Staatsmeisterschaft des VÖAV, das darf sich Werner Burgstaller nun nennen.

Der Meisterfotograf und österreichische Staatsmeister: Werner Burgstaller:

Die Zusammenstellung meiner Fotos und Nachbearbeitung am PC bedeuten den wichtigsten und kreativsten Teil meiner Tätigkeit. So gesehen sind meine Bilder mehr Bildgeschichten als reale Fotos. Überzeugen Sie sich selbst auf meiner Homepage: www.werneraut.at

Werner Burgstaller ist neben seiner Tätigkeit als Fotograf auch Dozent der LIK Akademie für Foto und Design, wie könnte es anders sein als in seinem Spezialgebiet Fotokomposings.



Word!! #photoshop #fixitinphotoshop #nikon #retusche #bearbeitung #nachbearbeitung #goodweatherbutton #zaubern #nikontop #nikonphotography #bildbearbeitung #retuch #retouch #retuschieren #machmaspäter by Instagram User: schelke June 23, 2015 at 09:20AM at #München #Schwabing

Dunkelkammer für die Hosentasche

Manche Smartphones stehen in Sachen Bildqualität klassischen Kompaktkameras in nichts nach. Mit der richtigen App können sogar kleine Kunstwerke entstehen.

Dass Smartphones gute Bilder machen können, haben sie längst bewiesen. Doch wer das Allerletzte aus seinen Aufnahmen herausholen will, kommt um eine Nachbearbeitung nicht herum - am PC/Mac zu Hause oder direkt am Smartphone. Mittlerweile kann der User unter Hunderten derartiger Programme in den jeweiligen App-Stores der Hersteller wählen - teils kostenpflichtig, teils gratis wie Snapseed von Google. Die App ist für Android- wie iOS-Systeme erhältlich.

Zugegeben, die Bildbearbeitung an einem Smartphone ist schon ein bisschen eine Fummelei. Zu den Standardwerkzeugen derartiger Programme gehören die Verbesserung der Schärfe, das Beschneiden und Drehen des Motivs sowie die Veränderung von Helligkeit, Kontrast und Farbsättigung. Jeweils bezogen auf das ganze Bild oder einen bestimmten Bildausschnitt, wobei wir bei der Fummelei wären. Hier arbeitet es sich an einem großen Monitor mit einer Maus einfach genauer. Auf der anderen Seite bieten Programme wie Snapseed dafür aber auch Lösungen in Form von vordefinierten Filtern, mit denen sich fast optimale Ergebnisse erzielen lassen. Mit etwas Übung lassen sich unter Zuhilfenahme zum Beispiel von HDR-, Lichtglanz- oder Schwarz-Weiß-Filtern interessante Effekte erzielen, die aus einem einfachen ein außergewöhnliches Motiv zaubern. Wer will, kann seine Aufnahme anschließend wie ein Foto aus den 50er oder 60er Jahren aussehen lassen oder das Motiv mit Kratzern und Lichtlecks und einem bunten Rahmen versehen.

Bild verzerrt, weil ein Gebäude von zu nah von unten nach oben fotografiert wurde? Kein Problem. Wo früher komplizierte Optiken notwendig waren, reicht heute ein Fingerstrich über das Smartphone und die Hausfassade steht wieder ganz gerade. Googles Bildbearbeitungs-App lässt fast keine Wünsche offen, wie übrigens auch Adobes kostenlose App PS Express. Wer mehr will, findet in den App-Stores der Hersteller alles, was das kreative Herz begehrt: mit ToonCamera (1,99 Euro) oder PaperCamera (gratis) lassen sich normale Bilder in Cartoons verwandlen. Color Splash (0,99 Euro) coloriert schwarz-weiß eingefärbte Farbbilder und Tadaa (gratis) ahmt den Zoomeffekt einer DSLR-Kamera bei großer Brennweite nach.

Mit der App Mein Passbild (0,99 Euro) sollen sich sogar normenkonforme Passbilder für Deutschland erstellen lassen (ohne Gewähr) und mit Juxtaposer (2,99 Euro) oder Union (1,99 Euro) lassen sich mehrere Bilder ineinander kopieren. Übrigens: Auch eine gelegentlich geputzte Linse wirkt Wunder.

CO.  2015 STUTTGARTER ZEITUNG, erschienen am 21. Juni 2015 in Sonntag Aktuell