monsters,unde

[Verse 1]
Das Nichts und das Licht haben Liebe gemacht
In ihrem Bauch wächst eine liegende Acht
Sie hat tiefen Frieden gebracht
Doch währenddessen hunderttausend Kriege entfacht
Denn die liegende Acht hat Pi mitgebracht
Ein dunkler Zwilling; ein Spiegel der Acht
Unendlich wie sein Bruder, doch mit tieferer Macht
Und so schlossen beide heimlich einen diebischen Pakt
Sie erschufen zyklisches Leben mit sterblichen Wesen
Welche in der Unbegrenztheit der Unendlichkeit leben
Und in diesem Widerspruch wuchsen Formen und Farben
Milliarden starben um die Zahl zu erfahren
Welche ihnen ihre Form gab
Die liegende Acht ist das Monster, das Pi seinen Ort gab
Pi spricht ein niemals endendes Gedicht
Und gibt der Ewigkeit damit ein sterbliches Gesicht
Es wächst Schicht um Schicht und Ziffer um Ziffer
Pi zirkelt um die Wirbel von Buddha bis in die Augen von Hitler
Die liegende Acht ist die umschlingende Schlaufe
Pi ist der Zyklop und die Acht ist sein Auge

[Hook]
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[Verse 2]
Die liegende Acht ist der Geist und Pi ist sein Körper
Schließt sich der Kreis, wird die Acht unzerstörbar
Sie zirkelt durch die Formen, wird durch die Ziffern erfahrbar
Das Nichts ist ihre Mutter, das Licht ist ihr Vater
Sie zirkulier'n in jedem lebenden Wesen
Sie sind in Steinen zuhause, sie sind im Regen zu lesen
Sie weben die Fäden, die durch alle Ebenen schweben
Während unsere Wesen sich durch die Barrieren bewegen
Lassen müssen, bis dessen Wissen unsere Wesen erheben
Auf jene Ebenen, die die Wege der Seele ebenen
Und uns zurückführen in das ewige Morgen
Seine Schwester ist das Gestern und ist heute gestorben
Denn Nichts ist schneller als das Licht
Und weiß damit schon heute, wo das Licht morgen bricht
Und bleibt ewig unbeweglich, denn es ist befreit
Nichts ist unendlich, denn es gibt keine Zeit

[Hook]
3,1415926535897932384626433832

[Bridge]
7 9 5 0 2 8 8 4 1 9 7 1 6 9 3 9 9 3 7 5 1
0 5 8 2 0 9 7 4 9 4 4 5 9 2 3 0 7 8 1 6 4

[Verse 3]
Unbegrenzt Ziffern hinter dem Komma
In Pi sind Flüsse, Berge, Bäume, Monster, Feuer und Donner
Doch Pis Wert wächst nie weiter als 3,1
Innerlich unendlich, doch äußerlich klein
Pi wird gemein, sein Bruder sein Feind
Er wird immer wütender und pflanzt einen Keim
Um ein Wesen zu schaffen, das er ebenfalls begrenzt
Ein blindes Wesen wie ihn, er nennt ihn Mensch
Pi ist getrieben durch eine Kränkung
Und manifestiert seine eigene Beschränkung
Im Geist des Menschen, im Fleisch, im Denken
Um jede lebende Materie in Leid zu tränken
Über die Getrenntheit von Pi zum Licht
Er schuf die Welt, doch er liebt sie nicht
Pi ist ein Kind der Ewigkeit doch sieht sie nicht
Das Licht und das Nichts sie besiegten sich
Durch ihr eigenes Kind; Der Mensch bleibt blind
Solange Pi in seinen Zellen seine Zahlen singt
Wird der Mensch nicht frei, er bleibt sich fremd
Bis er hinter allen Ziffern den Kreis erkennt.

- Pi // Käptn Peng

Was würde das kleine, unschuldige und starke Mädchen von früher über das inzwischen schwache, traurige und kaputte Monster von heute denken oder sagen?

Alles scheiße! Warum? Ich sag’s euch liebe Kinder.
Der Kapitalismus ist ein, in Jahrhunderten Arbeitskampf gefesseltes, Monster das Menschen frisst und Gold scheißt.
Seid einigen Jahren sprengen die Menschen, auf die das Gold geschissen wird, nun die Ketten des Monsters, damit es wieder mehr Menschen frisst und Gold scheißt und man kann nur hoffen das diese Leute von den herabfallenden Goldklumpen erschlagen werden
—  Das Känguru (Marc-Uwe Kling-Die Känguru Chroniken)

Ich sitze im Bus. Ich bin auf dem Weg nachhause. Mein Kopf schmerzt und ich bin so müde. Ich schaue aus dem Fenster und lasse die Welt an mir vorbeiziehen. Meine Stimmen im
Kopf schreien und ich versuche sie wegzudrängen, doch ohne Erfolg. Sie sind stärker als ich. Die Müdigkeit macht meinen Kopf noch schwerer und alles noch anstrengender. Auch die Musik bringt nichts. Ich spüre wie die Maske langsam zerfällt. Ich muss sie aufrecht erhalten. Nicht mehr lange, dann kann ich sie absetzen, dann bin ich zuhause. Ich versuche die Tränen zurückzuhalten. Ich blinzle sie weg. Ich hab Angst davor die Maske abzusetzen. Ich weiss, dass ich mich dann angreifen werde. Ich kann nichts dagegen machen. Nicht mehr lange, dann kann ich aufhören zu kämpfen und das Monster in mir freilassen…

  • Ich kann nicht mehr aufstehen, es tut mir leid. Ich kann meine Maske nicht mehr halten, meine Mauer hat zu viele Risse von den vergangenen Kämpfen davon getragen. Ich habe allen Menschen und mir selbst wochenlang, nein, monatelang vorgespielt das es mir gut geht. Ich habe meine Maske so perfektioniert das keiner mehr in Frage gestellt hat ob es mir wirklich gut geht. Ich konnte monatelang wirklich allen vorspielen das ich 'gesund' geworden bin.. aber niemand hat genauer hin geguckt. In den Nächten die ich mit Freunden verbracht habe war ich 'glücklich', doch kaum war ich alleine habe ich mir wieder die Arme aufgeschnitten. Ich konnte mich und meine Gedanken vor allen perfekt verstecken und verheimlichen. Ich war so stolz auf mich das ich das geschafft habe und meine Freunde sich keine Sorgen mehr um mich machen. Aber in den letzten Tagen wurde alles noch viel schlimmer. Ich konnte mich selber nicht mehr anlügen, konnte mir nicht mehr einreden das es mir doch gut geht. Ich bin explodiert. All' das was sich monatelang angesammelt hat ist in mir explodiert. Jeder Rückschlag kam hoch, jede schlechte Erinnerung und alle schlechten Gedanken. Jeder einzelne schlechte Moment spielte sich vor meinen Augen erneut ab. Alles was mich kaputt gemacht hat, hab ich noch mal gesehen und hat mich mehr zerstört. Diese Explosion hat mich zerstört. Jede einzelne Körperfaser hasse ich, jeden einzelnen Gedanken verabscheue ich. Jedes einzelne Stückchen haut will ich aufschneiden und das Monster in mir befreien. Ich will es raus lassen auch wenn ich dabei sterbe. Ich will dieses Monster nicht mehr haben und der einzige Ausweg es los zu werden ist zu sterben.

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Was ich zum Nahost Konflikt sagen möchte ...

Ich möchte die israelische Regierung für das Bombardement des Gazastreifen kritisieren, ohne dass ich mich sofort in Gesellschaft von fanatischen Judenhassern und professionellen Antisemiten befinden muss.

Ich möchte die deutschen Waffenexporte an Israel verhindern, wie ich alle Waffenexporte der BRD verhindern möchte, ohne mit Nazis, Verschwörungstheoretikern und radikalen Islamisten koalieren zu müssen.

Ich möchte Benjamin Netanjahu scheiße finden, ohne einen autoritären Sultan wie Recep Tayyip Erdoğan an meiner Seite zu wissen.

Ich möchte aufrichtig um die Kinder trauern, die bei den militärischen Operationen der Israelischen Armee ums Leben gekommen sind, ohne befürchten zu müssen, dass diese Trauer zur Kriegspropaganda verkommt.    

Ich möchte aufrichtig um die drei toten jüdischen Jugendlichen trauern, ohne mir gleich anhören zu müssen, dass da bestimmt der Mossad dahinter steckt.

Ich möchte aufrichtig um jeden einzelnen Menschen trauern, der in dieser unsinnigen Auseinandersetzung sein Leben verloren hat.

Ich möchte, dass jeder Mensch in dieser Region seine Nächte im Bett verbringen kann, anstatt im Bunker um sein Leben fürchten muss.

Ich möchte die Irren von der Hamas für ihre Raketen verurteilen, ohne dass mir unterstellt wird, ich hätte kein Herz für die Unterdrückten.

Ich möchte, dass ihr aufhört zu behaupten, dass keiner was zur Unrechtspolitik von Israel sagen darf, weil die Juden ja ohnehin alles machen dürften – das stimmt nicht. Alle reden darüber und meine Timeline ist voll mit Kommentaren zum Gazastreifen.

Ich möchte, dass ihr aufhört, Euren beschissenen Antisemitismus hinter eurem schlecht getarnten Antizionismus zu verstecken. (… und kommt mir jetzt nicht mit dieser Spitzfindigkeit, dass auch Araber Semiten sind blablabla. Ihr wisst genau, was ich meine.)

Ich möchte, dass Ihr ein für allemal aufhört, die beschissene Politik einer einzelnen Regierung immer im Zusammenhang mit irgendwelchen angeblichen Welteroberungsplänen einer Religionsgemeinschaft zu vermengen.

Ich möchte nicht, dass die Anhänger einer bestimmten Religionsgemeinschaft weltweit um ihr Leben fürchten müssen, weil irgendeine nationale Regierung eine beschissene Politik macht.

Ich möchte, dass die beschissene Politik einer einzelnen Regierung als das gesehen wird, was sie ist: Als Brückenkopf einer imperialistischen und kolonialistischen Politik des Westens.  

Ich möchte, dass wir, wenn wir von Palästina und Israel sprechen, auch immer von der ungleichen Verteilung von Reichtum sprechen. Das alles hat viel mehr damit zu tun, dass die einen nur einen Liter Wasser am Tag zur Verfügung haben und die anderen acht, die einen bitterarm sind und die anderen im Durschnitt 30.000 Dollar pro Jahr verdienen, die einen in der Dritten Welt leben und die anderen, 15 Kilometer weiter, in der ersten.

Ich möchte, dass diese Region, mit ihren kulturellen und zivilisatorischen Schätzen, endlich einmal ihr volles Potenzial ausschöpfen kann, ohne ständig in dieser permanenten Selbstzerfleischung zu erstarren.

Ich möchte nicht mit vorwurfsvollem Ton gefragt werden, warum ich mich nicht zum Nahost-Konflikt äußere, wo ich mich doch sonst zu allem und jedem äußere. Manchmal bin ich einfach zu traurig und frustriert, als dass ich mich angesichts des ganzen Irrsinns dazu äußern möchte.

Ich möchte nicht gefragt werden, ob ich mich nur für die Flüchtlinge hierzulande einsetzen würde und die Beschießung von palästinensischen Flüchtlingslagern gutheißen würde. Nein, auch ich finde die Beschießung von Flüchtlingslagern eine Katastrophe, doch am liebsten hätte ich es, wenn es gar keine Flüchtlinge und Flüchtlingslager geben müsste.

Ich möchte mich nicht immer positionieren müssen, nur um auf die Fresse zu bekommen, erstens weil ich sowieso nicht daran glaube, dass wir den Nahost-Konflikt in Berlin lösen können und zweitens weil man in dieser Sache ohnehin immer genau dann richtig steht, wenn man von allen Seiten auf die Fresse bekommt.   

Ich möchte die Unverhältnismäßigkeit der israelischen Militäroperation anprangern, ohne die ganze Zeit Statistiken vorgehalten bekommen, die mir zeigen, in welchem Verhältnis Israelis und Palästinenser getötet wurden. Ich halte nichts von dieser Art von Bodycount, wenn ich befürchten muss, dass die Statistik genau andersherum aussehen würde, wäre Israel nicht dieses zu allem bereite, aggressive, hochgerüstete Ungetüm.

Ich möchte, dass die arabische und muslimische Gemeinschaft uneingeschränkt für die Sicherheit der Israelis und Juden garantiert, so dass Israel nicht mehr dieses aggressive, hochgerüstete und waffenstarrende Ungetüm sein muss.

Ich möchte solidarisch sein mit der geschundenen palästinensischen Bevölkerung, ohne gleichzeitig an das reaktionäre Regime der Hamas denken zu müssen.

Ich möchte, dass die israelischen Soldaten aufhören Kinder und Jugendliche zu drangsalieren, weil mir schlecht davon wird, wenn ich sehe, wie viel Hass dabei entsteht. Hass, der zurück kommen wird.

Ich möchte mich nicht dazu äußern müssen, warum es den Staat Israel überhaupt gibt. Vielleicht war es gemäß des Völkerrechts Recht  ihn dort zu gründen, vielleicht war es Unrecht. Fakt ist, dass es diesen Staat gibt und jeder Mensch ein Existenzrecht hat, egal wo er sich aufhält, ohne Angst haben zu müssen, ins Meer geworfen zu werden.

Ich möchte, dass sich das aus der Not geborene völkische, israelische Apartheidsystem selbst auflöst, weil völkische Nationalstaaten überflüssig werden und eine echte Aussöhnung beginnen kann. 

Ich möchte in einer befreiten Gesellschaft aufwachen, in der die  Nationalstaaten ein für allemal der Vergangenheit angehören und auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgt werden. Nie wieder Deutschland, nie wieder Israel, nie wieder Palästina.

Ich möchte, dass irgendwelche Territorial-Flaggen irgendwann tatsächlich nur noch etwas mit Fußballweltmeisterschaften zu tun haben und ansonsten gar nichts bedeuten.

Ich möchte in naher Zukunft eine Mannschaft aus dem Vorderen Orient oder Mesopotamien sehen, in der Menschen mit kurdischer, arabischer, persischer oder sonstiger Herkunft sowie mit jüdischem und muslimischem oder ganz ohne Glauben spielen.

 Ich möchte, dass dieser Wahnsinn endlich aufhört.

Anmerkung: In diesem Text wurden mehrere Begriffe ausgetauscht, die zu Missverständnissen führen können oder stereotype Vorurteile bedienen. Ich habe mich bemüht, diese zu vermeiden, allerdings ist mir das in einem Text, in dem jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird, nicht immer gelungen. Aus diesem Grund bitte ich um Verständnis.

Du hast nie mich geliebt. Du hast die Art geliebt wie ich zu dir war. Aber nie hast du meine Monster geliebt. Meine Narben und Gedanken akzeptiert. Du hast meine Stimmungsschwangungen gehasst und jetzt, gerade im Moment, hasst du mich dafür. Du hasst mich weil ich einmal die Wahrheit sage, obwohl ich sonst alles herunter schlucken. Und du hasst mich, weil ich wieder gehen möchte, nur weil es mir zu schwierig wird. Weil ich merke wie viel du mir noch bedeutest und ich Nähe nicht ausstehen kann.
Laut einer Studie schläft ein Mensch besser allein, da die Tiefschlafphasen dann länger sind. Doch eigentlich will keiner allein schlafen, wenn in der Nacht all die Monster, schwarze Gedanken und unsere Ängste die Kontrolle haben. Wenn das Vermissen und die Schmerzen unerträglich werden, wollen wir dann nicht alle einen Fels in der Brandung haben ? Jemand der uns hält und beschützt ? Sind wir in den schwärzesten Nächten nicht alle verloren und auf der Suche nach einer Laterne, einem Licht, dass uns aus der Dunkelheit raus hilft ? Laut einer Studie schlafen wir allein besser, doch es fühlt sich oft nicht danach an.

ich konnte mir in diesem Moment nichts schöneres vorstellen als in deinen Armen zu liegen. Für eine kurze Zeit schien die Welt für mich in Ordnung zu sein. Es fällt mir zurzeit schwer im Leben weiterzukommen, ich hab das Gefühl ich steh das erste Mal seit Jahren wieder vor einer riesen Mauer und komm einfach nicht mehr weiter und diese Monster um mich herum versuchen mich zu töten, aber bei dir kann ich für einen kleinen Moment über diese Mauer springen und den Monstern entkommen. Bitte lass mich nicht allein, ich hab schreckliche Angst ohne dich.

entweder du stehst auf und kämpfst oder du gibst dich auf. dir ist nicht mehr zu helfen. du sprichst mit niemandem. deine gedanken terrorisieren dich. es ist deine hand, die die pistole hält und die monster in dir, die dir sagen, dass du das richtige tust, während du den abzug drückst.
—  meine mama zu mir. (ls)