meine zimmer

Ich kann meine Gefühle nicht kontrollieren. Es gibt Momente, in denen ich lache und alles okay zu sein scheint, und dann, ganz plötzlich, verziehe ich mich in mein Zimmer, starre Löcher in die Wand und breche anschließend in Tränen aus.
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Olli Schulz über Jan Böhmermann:
“Seit über 3 Jahren mache ich mit Jan Böhmermann zusammen eine Radiosendung. Ein Satz den ich von ihm gelernt hab ist folgender: Liebe vor Leuten hat nichts zu bedeuten. Deswegen verzichte ich auf Rührseligkeiten. Jan Böhmermann ist sich der Tragödie des Lebends bewusst, er ist Norddeutscher und mit einem klaren Blick auf die Dinge ausgestattet. Und Jan würde, wenn die Karriere irgendwann mal abflaut und nicht mehr der Erfolg da ist, lachend in den Sonnenuntergang reiten und nicht trauernd der Vergangenheit hinterher blicken. Und eine Sache, die ihn wirklich unterscheidet von allen anderen Gestalten aus’m Medienbereich: Jan ist nicht käuflich. Er ist sehr eloquent, kann n’ echter hardliner sein ohne so n dogmatischer Spinner zu sein und dafür schätze ich ihn sehr. Und ich vertraue ihm bei wichtigen Entscheidungen, das mach ich bei sehr wenig Leuten. Und ähm, er ist n’ kompletter Soziopath, er würde mir auch nie Geld leihen und manchmal kann er auch richtig nerven, aber ich kann mir niemand anderes vorstellen, mit dem ich lieber zusammen ne Sendung machen würde…..außer Klaas vielleicht. Oder Palina Rojinski. Oder Joko….ja aber eigentlich Jan, ja, Jan ist schon der Geilste!”

Ich lächle jeden Tag um euch das Gefühl zu geben, dass es mir besser geht. Ich gebe mir jeden Tag so viel Mühe es allen Recht zu machen. Ich tue so viel für euch, aber für euch ist das selbsverständlich. Für mich ist es das nicht. Es braucht so viel Kraft jeden Morgen aufzustehen, zu lächeln, den ganzen Tag stark sein und keine Schwächen zeigen. Habt ihr das Gefühl ich schlafe, wenn ich mich am Abend in mein Zimmer verkrieche? Ich weine und zerreisse innerlich, weil ich es einfach nicht mehr aushalte. Ich sterbe. Alles ist nur noch eine Fassade. Ich kämpfe für euch und alles was zurückkommt ist gemotze, dass ich alles falsch mache und ich mich mehr anstrengen soll. Seht ihr denn nicht wie ich täglich gegen mich kämpfe? Seht ihr nicht, wie ich für euch täglich kaputt gehe und trotzdem lächle, damit ihr fröhlich seid? Seht ihr nicht, wie ich täglich mit dem Tod kämpfe? Seht ihr nicht, wie sehr es weh tut? Versteht ihr das nicht?

Ich kann mich noch daran erinnern als du mich immer angeschrien hast als ich was falsch gemacht habe, ich weiß noch als du mir verboten hast mich Abends mit meinen Freunden zu treffen. Ich sperrte mich stundenlang in mein Zimmer ein und weinte, warf Sachen um mich herum und schrie wie sehr ich dich doch hasse. Ich dachte du würdest mich hassen und mir das Leben zerstören wollen, aber heute weiß ich dass du nur das Beste für mich wolltest. Du wusstest wie meine Freunde sind als ich es selbst nicht wusste. Dass sie mich wahrscheinlich auf ein falschen Weg bringen würden, dass ich kranke Scheisse versuchen würde.
Ich weiß noch als du täglich mein Handy kontrolliert hast um zu sehen ob ich mit Jungs Kontakt hatte. Ich weiß noch wie du mich immer von der Schule abgeholt hast um zu sehen ob ich heimliche Verehrer habe. Auch wenn ich nur ein Blick mit jemanden auswechselte, gabst du mir eine Backpfeife. Ich weinte nicht im Auto, ich schwieg. Ich wollte nicht mehr mit dir reden, weil ich dachte dass du mich hasst, dass du mir mein Leben zerstören wolltest. Aber heute weiß ich es, du wolltest mich mal wieder beschützen weil du wusstest wie diese Männer waren, wie deren Hintergedanken waren. Ich weiß noch als du ausgerastet bist als ich nicht in die Schule gegangen bin, als ich nur schlechte Noten Nachhause brachte und du dich jede Woche mit meinem Lehrer zusammengesetzt hast um zu überlegen mit wie vielen Förderstunden ich mich verbessern könnte. Ich kam stinksauer Nachhause und drohte dir dass ich dich bei Gott irgendwann für das was du mir antust, umbringen werde. Du hast nur gelacht und gemeint, du wirst es bald verstehen, geh in dein Zimmer. Du hast mich jeden Abend, als du nach deiner harten Arbeit Nachhause gekommen bist, gezwungen meine Hausaufgaben zu machen. Ich hörte Musik und meinte ich hätte keine. Du riefst an diesem späten Abend bei meinem Lehrer an um sicher zu gehen dass ich dich nicht belüge, doch ich tat es. Du hast mich nicht angeschrien, auch nicht geschlagen, du hast dich nur neben mich gesetzt und mit mir diese verdammtem Mathehausaufgaben gemacht. Ich erinnere mich noch daran als mein 14. Geburtstag war und ich mich geschminkt habe. Am Abend kamst du Nachhause und machtest mich vor meinen ganzen Freunden fertig, ich solle mich abschminken und mich dafür schämen dass ich mich in meinem Alter schminke. Ich erinnere mich noch heute dass mir nur eine Träne aus dem Auge gefallen hast und noch heute spüre ich das Feuer dieser einzigen Träne auf meiner Haut. Als meine Freunde von ihren Eltern abgeholt wurden, lag ich noch bis 3 Uhr Nachts im Bett und schaute aus dem Fenster. Als du aufgestanden bist um auf die Toilette zu gehen, fragtest du mich wieso ich noch wach bin, welcher Gedanke mich wach hält. Ich schwieg. Ich schwieg nicht nur einen Moment , ich schwieg für eine sehr lange Zeit. Ich redete nicht mehr mit dir und auch nicht über dich weil ich dich so abgrundtief gehasst habe.
ich sah dich nicht mehr ein Teil meiner Familie, nicht mehr als ein Teil meines Herzens. Ich hab all das Schlechte in dir gesehen, und all das Gute in dir übersehen. Ich dachte du würdest mich hassen und mir mein Leben zerstören wollen, aber so war es nicht, nein so war es nicht. Ich hatte leider Nicht die geringste Ahnung wie sehr du mich geliebt hast. Ich wusste nicht dass du es nur gut mit mir gemeint hast, dass du meiner Mutter geschworen hast, als ich geboren bin, dass du mich jeden Tag beschützt und dabei auf deinen Tod geschworen hast. Du hast mich beschützt mein Engel, wortwörtlich bis zu deinem Tod. Ich wusste nicht dass du Nachts wegen mir geweint hast weil ich so schlechte Noten hatte und mit meinen 13 Jahren die Schule geschwänzt habe. Ich wusste nicht dass du immer bis Nachts gearbeitet hast, nur um meine Wünsche zu erfüllen, mir neue Nikes zu kaufen, damit ich nicht das durchleben muss, was du leben musstest. Ich wusste nicht dass du extra in der Nacht aufgestanden bist als ich am Fenster stand, um zu sehen wie stark ich bin, um zu sehen ob ich weine oder nicht. Ich wusste es nicht, ich habe es nie gewusst, dass deine größte Angst war dass es mir nicht gut geht. Ich wusste nicht dass du mit meinem Lehrer über mich und meine Noten geredet hast, weil ich keinen Vater hatte der das getan hat. Ich wusste nicht dass du mich zur Schule gefahren hast und mich abgeholt hast, jeden verdammtem Tag, weil ich keine Mutter hatte die mich abholt. Ich wusste nicht dass du mich auf den richtigen Weg leiten wolltest, weil ich keinen Beschützer hatte, der mich leitet. Ich wusste nicht dass du Nachts meine Hausaufgaben mit mir gemacht hast, nur damit ich nicht wieder Ärger von meinem Lehrer bekomme. Ich wusste nicht dass du mich vor meinen Freunden angeschrien hast, nur weil du an dem Tag eine Kündigung von deinem Chef erhalten hast. Ich wusste nicht dass du mich geschlagen hast, nur um zu sehen wie ich reagiere. Still und stumm, so lehrtest du mich. Ich wusste nicht dass du mir damit den Schmerz des Lebens beibringen wolltest. Ich wusste es nicht, ich wusste nicht, dass du dir so Gedanken über mich gemacht hast, ich wusste nicht dass du mir mehr als dein Leben liebst. Ich wusste es alles nicht, ich wusste nichts mein Engel, bis zu dem Tag an dem du uns verlassen hast. Ich wusste es nicht, ich wusste nie was, bis zu dem Tag an dem du einfach aufgehört hast zu atmen. Ich wusste nichts darüber bis zu dem Tag, an dem mich niemand mehr genervt hast. Ich wusste es nicht, bis zu dem Tag an dem man mir gesagt hast dass du gegangen bist .. und niemals wieder kommst. Bis zu dem Tag an dem man auch mir das Leben nahm.
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@marrcelina ❤️
Ich kann meine Gefühle nicht kontrollieren. Es gibt Momente, in denen ich lache und alles okay zu sein scheint, und dann, ganz plötzlich, verziehe ich mich in mein Zimmer, starre Löcher in die Wand und breche anschließend in Tränen aus.
Ich habe Angst vor den Feiertagen. Ich weiß genau wie sie ablaufen werden. Wie wir so tun als wäre dieses Jahr nicht der reinste scheiß gewesen und als wären wir eine richtige glückliche Familie, ohne probleme und streitigkeiten. Es wird nicht schlecht geredet, die Narben werden versteckt und es wird zusammen gegessen und gespielt. Die Geschenke werden ausgepackt und wir tun so als wüssten wir nicht was wir bekommen. Alles nur reiner fake. Aber Abends, wenn die Familie geht und der Tag vorbei ist, geht jeder seinen weg. Meiner wird in mein Zimmer führen, in dem ich weinend zusammenbrechen werde, weil mich dieses ganze getue so fertig macht das ich keine Kraft mehr habe um die tränen zurück zu halten. Fröhliche Weihnachten…..als ob.

Und ich frag mich, 
ob du dich noch erinnern kannst?
Kannst du dich noch erinnern als wir einander das erste mal sahen?
Da standest du da und man hat mich dich vorgestellt. Wir beide lächelnd nett.
Mehr war da einfach nicht.
Wer hätte gedacht, dass drei Jahre später, wir einander uns wieder vorstellen könnten.
Denn wir sind uns fremd geworden. So fremd waren wir uns nicht einmal beim kennenlernen.
Kannst du dich erinnern als ich dich das erste Mal mit nach Hause nahm?
Hab dir mein Zimmer gezeigt, welches du mehr oder weniger begutachtet hattest. Hast gleich deinen Platz gefunden. Komisch ist, dass ich heute hier drinnen sitz und alles anders ist, wie bei deinem ersten Besuch, aber trotzdem erinnere ich mich an dich, wie du mit einem Lächeln auf den Lippen in meinem Bett saßt.
Wir beide haben zusammen die Wand gestrichen, kannst du dich erinnern? 
Du hast dich über mich lustig gemacht, weil dir die Farbe nicht gefiel und heute gefällt sie mir auch nicht mehr. Zu viele Erinnerungen an dich.
Kannst du dich erinnern, als ich das Erste mal deine Freunde kennen lernte? 
Hab mich wohl gefühlt und paar Wochen später ging ich sogar alleine mit ihnen fort, da habe ich mich vollkommen blamiert und am nächsten Tag dir alles gebeichtet. Ausgelacht hast du mich, weil das ja wirklich nicht neues für mich war, aber du nahmst mich wieder mit. Heute kann ich da nicht mehr hin, vielleicht weil es sich jetzt doch komisch anfühlt, einfach weil ich nicht mehr deine Begleitung bin. 
Kannst du dich erinnern, als wir unser erstes Silvester gemeinsam verbrachten? Das erste Jahr bei mir, das zweite und dritte Mal bei dir. Zuletzt bekam ich sogar einen Silvesterkuss.
Sag mir, kannst du dich noch erinnern, an unseren ersten Kuss? 
Ich war total nervös und du vollkommen ahnungslos. Hatte nichts geplant und du von nichts einen Plan. Danach haben wir beide gelächelt und für mich hat sich alles richtig angefühlt. 
Kannst du dich erinnern, an dein erstes ‘’Ich liebe dich’’ an mich?
Und sag mir, kannst du dich erinnern, wann du gemerkt hast, dass du es nicht mehr tust?