licht am ende des Tunnels

Ey, ich sitz’ rum völlig dicht, denke an nichts
Und wart’ ungeduldig auf’s Licht
Am Ende des Tunnels und wenn es dann da ist
Verzieh’ ich keine Mine, auch wenn’s hart wird
Für die Familie und Freunde, seid nicht enttäuscht
Denn eigentlich leb’ ich seit Jahren nur für euch
Doch man kommt an ‘nen Punkt an, an dem man sagt:
Ich bin eigentlich gesund, man, doch an sich am Arsch
Durch Schicksal
—  Lance Butters
Lieber Leon,

es ist jetzt ein Jahr her seit wir uns getrennt haben. Es ist viel passiert bei mir. Ich habe jetzt eine weitere gescheiterte Beziehung hinter mir.
Versteh das nicht falsch, ich habe Jonas auch geliebt, aber das mit dir und mir war etwas besonderes.
Und so bin ich also an dem Versuch gescheitert, dich zu ersetzen. Aber das ist OK, denn ich habe schon viel durchgemacht, auch in diesem Jahr, und doch habe ich alles überstanden. Auch wenn ich nach dir niemanden mehr hatte mit dem ich reden konnte.
Aber manchmal frage ich mich, ob ich dadurch irgendwie kälter geworden bin. Es fällt mir schwer Vertrauen zu haben, in die Walt, in andere Menschen… Und auch manchmal in mich selbst. Manchmal erscheinen mir alle Wege falsch, und der Weg, den ich dann beschreite, ist dann der aller falscheste. Und das Licht am Ende des Tunnels ist manchmal da, manchmal aber auch nicht. Und ich hasse diese Momente in orientierungsloser Dunkelheit. Und deswegen, wegen solcher Momente, halte ich mich oft an Erinnerungen fest, und oft auch an unsere gemeinsamen Erinnerungen. Ich wünschte, ich wäre dir die Freundin gewesen, die du verdient hast. Es tut mir Leid, dass ich das nicht war. Aber du warst doch mal glücklich mit mir? Was ist passiert?
Wie konnte ich das alles so kaputt machen?
Naja, inzwischen hat sich vieles verändert. Auch wir beide. Ob zum Guten oder zum Schlechten, man weiß es nicht. Vielleicht finden wir das ja heraus.
Vielleicht verlieren wir aber auch wieder den Kontakt und werden einander egal werden. Manchmal erstaunt es mich doch wieder, wie viel Arbeit es macht etwas aufzubauen, und wie schnell es dann doch wieder kaputt gehen kann. Eigentlich sollte man über sowas gar nicht nachdenken. Und doch grüble ich über zu viele Dinge, die ich nicht verstehe, und stelle mir zu viele Fragen, auf die ich keine Antwort finde. Und irgendwie komme ich nicht weiter.
Ich habe das so satt. Manchmal wünschte ich, ich könnte so viele Erinnerungen einfach auslöschen.
Denn es war die Wahrheit, als ich sagte, ich werde dich immer lieben. Und es tut mir weh die Pläne, die wir hatten, verrotten zu sehen. Wann hast du eigentlich aufgehört mich zu vermissen? Denn ich vermisse dich immer noch.
Weißt du, auch wenn das mit uns nicht einfach war, auch wenn wir uns gestritten haben, wir waren das Paar, mit dem sich kein anderes hätte messen können.
Deshalb war ich nie neidisch auf irgendein anderes Pärchen. Und deshalb wird mich das wohl auch nie ganz loslassen. Ich hoffe du verstehst das.

Tine

Motivation

Da ich gerade gute Laune habe, wollte ich euch mal etwas Mut machen.
Ich weiß, dass viele das vielleicht nicht glauben können, aber es wird besser werden! Es wird nicht auf Dauer schlecht sein. Ich weiß wie schwer es manchmal ist, jeden Tag aufzustehen und weiter zu machen und ich weiß auch wie das ist, wenn man keine Hoffnung mehr hat und glaubt, es wird niemals ein Licht am Ende des Tunnels geben, aber lasst mich euch eines besseren belehren.
Ich hatte auch Selbstmordgedanken, hab mir ausgemalt wie es wäre, wenn ich nicht mehr da bin. Ich lag auch weinend im Bett und wollte nicht mehr aufstehen, weil alles sinnlos erschien. Ich hab auch Narben, weil ich mich selbst nicht leiden kann. Ich wollte so oft alles hinschmeißen. Ich wollte so oft meine Pläne in Taten umsetzen, aber ich habe es nie gemacht und darüber bin ich froh. Denn es lohnt sich zu kämpfen. Auch, wenn ihr das jetzt vielleicht nicht so seht, aber ihr werdet dafür belohnt, wenn ihr jetzt weiter macht!
Verliert bitte niemals die Hoffnung. Es wird besser werden und dann werdet ihr stolz auf euch sein, dass ihr durchgehalten habt.

Du sitzt in deinem Zimmer - die Tür ist verschlossen – mit einem Stift in der Hand und ein leeres Blatt Papier vor dir. Deine Hand zittert und du beginnst wieder, zum fünften Mal in der letzten Stunde, zu weinen. „An meine Familie“ schreibst du oben in die Mitte, aber entscheidest, dass es ein schlechter Anfang für deinen Abschiedsbrief ist. Du versuchst wieder anzufangen, wieder und wieder, aber du weißt nicht, wie du anfangen sollst. Niemand versteht dich, niemand weiß was du durch machen musst, du bist allein, niemand würde an dich denken, egal ob du tot oder lebendig bist. Es ist nachts und du gehst ins Bett. „Auf nimmer Wiedersehen“ flüstertest du in die Dunkelheit und nahmst deinen letzten Atem und damit am Ende alles. Niemanden kümmert es, nicht wahr? Da hast du falsch gedacht. Es ist ein Montag am nächsten Morgen, deine Mutter klopft um 6:30 an dein Zimmer. Sie hört nicht dein alltägliches „Ja, ich komme schon“. Sie klopft ein paar Mal und schreit deinen Namen. Sie bekommt keine Antwort, öffnet die Tür und schreit. Sie bricht zusammen, während dein Vater ins Zimmer gestürmt kommt. Deine Geschwister haben bereits das Haus verlassen, um zur Schule zu gehen. Deine sehr schwache Mutter sammelt all ihre Energie und versucht aufzustehen. Sie beugt sich über deine Leiche, weint, schreit. Dein Vater versucht stark zu bleiben, aber die Tränen kommen aus seinen Augen. Er bedient mit seiner einen Hand sein Handy, um die 000 oder 911 anzurufen, seine andere ist auf dem Rücken deiner Mutter. Sie macht sich Vorwürfe. Sie hat immer „Nein“ gesagt, Sie hat dich immer angeschrien und gab dir wegen etwas dummen Hausarest. Dein Vater war nie für dich da, wenn du um Hilfe gebeten hast, er war immer den ganzen Tag arbeiten. Niemand kümmert sich um dich, nicht wahr? 8:00 Uhr. Es klopft an der Klassenzimmertür, es ist der Direktor. Er sieht sorglicher aus, denn je. Er bittet deine Lehrerin nach draußen, alle Schüler sind besorgt. Sie fragen sich, was los ist und bekommen wenig später die Antwort. Du hast dich letzte Nacht umgebracht. Die beliebten Mädchen, die dir immer dick und hässlich hinterher gerufen haben, sehen nun die Schuld in sich. Der Mitschüler, der deine Hausaufgaben immer abschreiben wollte, aber dich immer wie scheiße behandelt hat, sieht auch die Schuld in sich. Der Junge, der hinter dir sitzt und immer Sachen auf dich geworfen hat, auch er gibt sich die Schuld dafür. Der Lehrer ist selber für alles Schuld, er gab dir Strafen wenn du die Hausaufgaben nicht hattest oder wenn er nicht gehört hatte, wie dich alle fertig machten. Alle weinen, schreien und sind schockiert, in Bedauern von dem, was sie dir antaten. Sie sind alle am Boden zerstört – auch die, die nie ein Wort mit dir gewechselt haben. Niemand kümmert sich um dich, nicht wahr? Deine Geschwister sind nun Zuhause. Deine Mutter erzählt ihnen, dass du jetzt für immer weg bist. Deine kleine Schwester sagte, egal wie oft sie dich auch anschrie, wie oft sie auch ich hasse dich gesagt hatte, deine Sachen genommen und kaputt gemacht hatte, sie hat dich immer geliebt und sie sah dich als Held, als ihr Vorbild. Sie gibt sich nun selber Schuld „Warum habe ich nicht das getan, was sie wollte? Warum habe ich ihre Sachen genommen, ohne sie zu fragen? Das ist alles meine Schuld!“ Dein Bruder, der Junge, der nie weint, kommt nach Hause. Er sitzt in seinem Zimmer, wütend auf sich selbst. Er ließ den Tod zu. Er hat dir immer Streiche gespielt. Er hat jetzt Löcher in seiner Wand, er weiß nicht damit umzugehen, dass du nun weg bist. Niemand kümmert sich um dich, nicht wahr? Es ist jetzt über einen Monat her. Die Tür zu deinem Zimmer war immer geschlossen. Alles ist jetzt anders. Dein Bruder muss zum Aggressions Training und deine Schwester weint jeden Tag, weil du nicht zurück kommst. Die beliebtesten Mädchen sind nun magersüchtig. Sie wissen nicht, wie man mit dem Schmerz umgehen soll. Dein Vater hat Depressionen und deine Mutter kann nicht mehr schlafen. Sie weint und schreit jede Nacht, weil sie sich wünscht, dass du zurück kommst. Der Junge, der dich immer fertig gemacht hat, hat die Schule abgebrochen. Der Junge, der immer deine Hausaufgaben haben wollte, ritzt sich jetzt. Aber Niemand kümmert sich um dich, nicht wahr? Deine Mutter entscheidet sich jetzt, dein Zimmer sauber zu machen, aber sie kann es nicht. Sie hat sich nun in deinem Zimmer für zwei Tage eingesperrt, um deine Sachen aufzuräumen. Aber sie kann nicht, sie kann dir nicht auf Wiedersehen sagen, noch nicht, jetzt noch nicht, wahrscheinlich auch nie. Es ist deine Beerdigung. Sie ist groß, denn alle kommen. Niemand weiß, was er sagen soll. Das schöne Mädchen mit dem süßen Lächeln ist weg, du bist irgendwo anders. Niemand weiß, was sie sagen sollen, denn alle sind noch unter Schock. Jeder schreit innerlich. Alle wünschen sich, sie könnten dich wieder holen, doch sie können es nicht und du auch nicht. Dennoch denkst du, niemand kümmert sich um dich. Denk noch einmal nach. Selbst wenn die Menschen es nicht zeigen, sie lieben dich. Wenn du dich heute oder an einem anderen Tag umbringst, dann weißt du nicht, wie viel du den Anderen bedeutest. Wenn du dich umbringst, stoppst du bei dir den Schmerz, aber es wird allen weh tun, die davon wissen und das für den Rest ihres Lebens. Selbstmord ist die einfachste Lösung – aber die falsche Wahl. Das Leben kann so schön sein. Ja, es hat seine Höhen und Tiefen und jeder hat mal seine schlechten Tage. Manchmal gehen Menschen durch sehr schwere Zeiten in ihrem Leben, wie du wahrscheinlich auch, aber schlechte Zeiten kommen und gehen. Du kannst das Licht am Ende des Tunnels nicht sehen, aber es ist da. Egal wie hart das Leben kommt, gib nie dich selbst oder dein Leben auf. Nehm dir jetzt eine Minute Zeit und denk nach. Wenn du dich umbringst, wie würden dann die Menschen, die dich lieben, fühlen? Es wird sie nicht interessieren? Nun, ich werde es dir sagen: Tränen, Tränen und noch mehr Tränen. Depressionen. Schuld Gefühle. Schmerz. Bedauern. Sie zerbrechen. Ich bin für dich da, wenn du mich brauchst. Ich will dir helfen. Du wirst mich mehr als glücklich machen, wenn ich dir zuhören kann und versuchen kann, dir zu helfen, sich einfach besser fühlen zu können. Ich möchte nur noch drei Dinge sagen: du bist wunderschön, du bist nicht allein und es wird besser, das verspreche ich. Ich liebe dich, bleib stark.
R.I.P. 😢

Heute kam die Nachricht.. Die Nachricht die mein Leben auf den Kopf gestellt hat.. Du hast dir dein Leben genommen… Ich kann nicht weinen.. ich kann das alles nicht glauben, von heute auf morgen bist du weg.. Du warst so ein herzensguter Mensch.. Ich mache mir Vorwürfe.. hätte ich mich bloß mehr um dich gekümmert in letzter Zeit als um mich.. Ich zweifel so sehr an mir selbst. 😢 Wir lernten uns in der Klinik kennen, wir wurden zu eins. Ich verstehe nicht wieso ich nichts gemerkt habe.. Ich vermisse dich. Du warst mein Licht am Ende des Tunnels.. Du gabst mir Kraft in den schlechtesten Zeiten & jetzt bist du weg.. wie soll ich das alles aushalten ? Du sagtest ich soll die Therapie durchziehen und danach ein wundervolles Leben verbringen da ich es so sehr verdient habe.. doch es wird nie wieder das gleiche sein, denn du bist weg. Ich habe dir versprochen stark zu bleiben, doch ich weiß nicht ob ich es kann.. Die Schuldgefühle & Trauer zerreißen mich..
BITTE LASS ES NUR EIN ALBTRAUM SEIN 😔

Ich hoffe es geht dir gut, da wo du nun bist.. Ich werde dich nie vergessen! Du bist ein Engel, der nach Hause musste. 😔
Ich vermisse dich & werde dich immer lieb haben !

Donnerstag, 19 Februar.
Heute ist wieder einer dieser Tage, an denen mir das Atmen schwer faellt. An dem einfach alles schief geht, wobei alles schief geht seitdem du nicht mehr bist. Ich lieg regungslos in meinem Bett, die Kopfhoerer in meinem Ohr, der Blick zur Wand. Mein Kopf platzt gleich. Mir gehen wieder tausende Gedanken durch den Kopf. Ich kann nicht mehr. Ein weiteres Jahr, so wie das letzte? Das ueberlebe ich nicht. Warum mach ich das ganze ueberhaupt noch? Es klingt vielleicht Egoistisch, aber ich muss erstmal an mich denken. Hab die ganze Zeit nur an andere gedacht, meine Zeit an undankbaren Menschen verschwendet. Eines Tages, ganz unerwartet, dann werdet ihr alle bereuen, was ihr aus mir gemacht habt. Immer wieder muss ich spueren, wie wenig ich wert bin. Ich weiss nicht mehr, warum ich noch irgendwas versuchen soll. Ich bin einfach Fertig. Ich halte dem Druck nicht mehr stand, wirklich nicht. Nein, hoert endlich auf zu denken, dass mir mein Leben gefallen wird. Es kann schon sein, dass es irgendwann wirklich besser wird oder ich gefallen am Leben finde, aber so wie es jetzt momentan ist, waere es fuer mich sowie fuer alle anderen die es mit mir aushalten muessen, wenn ich gehe und endlich ein paar Sekunden ganz Mutig bin. Ich will das dieser Alptraum endlich vorbei geht. Vor ein paar Wochen, da war es noch auszuhalten, ich hatte eine Stuetze, es ging mir Gut. Aber jetzt? Auch mein letzter Halt hat mich im Stich gelassen und bemerkt, dass ich eben doch nicht das “beste”, sondern das schlimmste bin, was einem je passieren koennte. Ich will einfach nicht mehr aufwachen, will den morgigen Tag nicht mehr erleben. Es gibt nichts mehr vorauf ich mich wirklich freuen kann, worauf ich hin arbeiten kann. Als du gingst, da ging auch meine Sonne unter. Sie ist seitdem nicht mehr aufgegangen, ich sehe kein Licht mehr. Alles ist Dunkel, alles ist Grau. Wer weiss, vielleicht ist morgen schon mein Glueckstag, vielleicht erblicke ich am Ende des Tunnels das Licht. Vielleicht ist Morgen schon mein Ende in Sicht. Abwarten.
Du sitzt in deinem Zimmer - die Tür ist verschlossen – mit einem Stift in der Hand und ein leeres Blatt Papier vor dir. Deine Hand zittert und du beginnst wieder, zum fünften Mal in der letzten Stunde, zu weinen. „An meine Familie“ schreibst du oben in die Mitte, aber entscheidest, dass es ein schlechter Anfang für deinen Abschiedsbrief ist. Du versuchst wieder anzufangen, wieder und wieder, aber du weißt nicht, wie du anfangen sollst. Niemand versteht dich, niemand weiß was du durch machen musst, du bist allein, niemand würde an dich denken, egal ob du tot oder lebendig bist. Es ist nachts und du gehst ins Bett. „Auf nimmer Wiedersehen“ flüstertest du in die Dunkelheit und nahmst deinen letzten Atem und damit am Ende alles. Niemanden kümmert es, nicht wahr? Da hast du falsch gedacht. Es ist ein Montag am nächsten Morgen, deine Mutter klopft um 6:30 an dein Zimmer. Sie hört nicht dein alltägliches „Ja, ich komme schon“. Sie klopft ein paar Mal und schreit deinen Namen. Sie bekommt keine Antwort, öffnet die Tür und schreit. Sie bricht zusammen, während dein Vater ins Zimmer gestürmt kommt. Deine Geschwister haben bereits das Haus verlassen, um zur Schule zu gehen. Deine sehr schwache Mutter sammelt all ihre Energie und versucht aufzustehen. Sie beugt sich über deine Leiche, weint, schreit. Dein Vater versucht stark zu bleiben, aber die Tränen kommen aus seinen Augen. Er bedient mit seiner einen Hand sein Handy, um die 000 oder 911 anzurufen, seine andere ist auf dem Rücken deiner Mutter. Sie macht sich Vorwürfe. Sie hat immer „Nein“ gesagt, Sie hat dich immer angeschrien und gab dir wegen etwas dummen Hausarest. Dein Vater war nie für dich da, wenn du um Hilfe gebeten hast, er war immer den ganzen Tag arbeiten. Niemand kümmert sich um dich, nicht wahr? 8:00 Uhr. Es klopft an der Klassenzimmertür, es ist der Direktor. Er sieht sorglicher aus, denn je. Er bittet deine Lehrerin nach draußen, alle Schüler sind besorgt. Sie fragen sich, was los ist und bekommen wenig später die Antwort. Du hast dich letzte Nacht umgebracht. Die beliebten Mädchen, die dir immer dick und hässlich hinterher gerufen haben, sehen nun die Schuld in sich. Der Mitschüler, der deine Hausaufgaben immer abschreiben wollte, aber dich immer wie scheiße behandelt hat, sieht auch die Schuld in sich. Der Junge, der hinter dir sitzt und immer Sachen auf dich geworfen hat, auch er gibt sich die Schuld dafür. Der Lehrer ist selber für alles Schuld, er gab dir Strafen wenn du die Hausaufgaben nicht hattest oder wenn er nicht gehört hatte, wie dich alle fertig machten. Alle weinen, schreien und sind schockiert, in Bedauern von dem, was sie dir antaten. Sie sind alle am Boden zerstört – auch die, die nie ein Wort mit dir gewechselt haben. Niemand kümmert sich um dich, nicht wahr? Deine Geschwister sind nun Zuhause. Deine Mutter erzählt ihnen, dass du jetzt für immer weg bist. Deine kleine Schwester sagte, egal wie oft sie dich auch anschrie, wie oft sie auch ich hasse dich gesagt hatte, deine Sachen genommen und kaputt gemacht hatte, sie hat dich immer geliebt und sie sah dich als Held, als ihr Vorbild. Sie gibt sich nun selber Schuld „Warum habe ich nicht das getan, was sie wollte? Warum habe ich ihre Sachen genommen, ohne sie zu fragen? Das ist alles meine Schuld!“ Dein Bruder, der Junge, der nie weint, kommt nach Hause. Er sitzt in seinem Zimmer, wütend auf sich selbst. Er ließ den Tod zu. Er hat dir immer Streiche gespielt. Er hat jetzt Löcher in seiner Wand, er weiß nicht damit umzugehen, dass du nun weg bist. Niemand kümmert sich um dich, nicht wahr? Es ist jetzt über einen Monat her. Die Tür zu deinem Zimmer war immer geschlossen. Alles ist jetzt anders. Dein Bruder muss zum Aggressions Training und deine Schwester weint jeden Tag, weil du nicht zurück kommst. Die beliebtesten Mädchen sind nun magersüchtig. Sie wissen nicht, wie man mit dem Schmerz umgehen soll. Dein Vater hat Depressionen und deine Mutter kann nicht mehr schlafen. Sie weint und schreit jede Nacht, weil sie sich wünscht, dass du zurück kommst. Der Junge, der dich immer fertig gemacht hat, hat die Schule abgebrochen. Der Junge, der immer deine Hausaufgaben haben wollte, ritzt sich jetzt. Aber Niemand kümmert sich um dich, nicht wahr? Deine Mutter entscheidet sich jetzt, dein Zimmer sauber zu machen, aber sie kann es nicht. Sie hat sich nun in deinem Zimmer für zwei Tage eingesperrt, um deine Sachen aufzuräumen. Aber sie kann nicht, sie kann dir nicht auf Wiedersehen sagen, noch nicht, jetzt noch nicht, wahrscheinlich auch nie. Es ist deine Beerdigung. Sie ist groß, denn alle kommen. Niemand weiß, was er sagen soll. Das schöne Mädchen mit dem süßen Lächeln ist weg, du bist irgendwo anders. Niemand weiß, was sie sagen sollen, denn alle sind noch unter Schock. Jeder schreit innerlich. Alle wünschen sich, sie könnten dich wieder holen, doch sie können es nicht und du auch nicht. Dennoch denkst du, niemand kümmert sich um dich. Denk noch einmal nach. Selbst wenn die Menschen es nicht zeigen, sie lieben dich. Wenn du dich heute oder an einem anderen Tag umbringst, dann weißt du nicht, wie viel du den Anderen bedeutest. Wenn du dich umbringst, stoppst du bei dir den Schmerz, aber es wird allen weh tun, die davon wissen und das für den Rest ihres Lebens. Selbstmord ist die einfachste Lösung – aber die falsche Wahl. Das Leben kann so schön sein. Ja, es hat seine Höhen und Tiefen und jeder hat mal seine schlechten Tage. Manchmal gehen Menschen durch sehr schwere Zeiten in ihrem Leben, wie du wahrscheinlich auch, aber schlechte Zeiten kommen und gehen. Du kannst das Licht am Ende des Tunnels nicht sehen, aber es ist da. Egal wie hart das Leben kommt, gib nie dich selbst oder dein Leben auf. Nehm dir jetzt eine Minute Zeit und denk nach. Wenn du dich umbringst, wie würden dann die Menschen, die dich lieben, fühlen? Es wird sie nicht interessieren? Nun, ich werde es dir sagen: Tränen, Tränen und noch mehr Tränen. Depressionen. Schuld Gefühle. Schmerz. Bedauern. Sie zerbrechen. Ich bin für dich da, wenn du mich brauchst. Ich will dir helfen. Du wirst mich mehr als glücklich machen, wenn ich dir zuhören kann und versuchen kann, dir zu helfen, sich einfach besser fühlen zu können. Ich möchte nur noch drei Dinge sagen: du bist wunderschön, du bist nicht allein und es wird besser, das verspreche ich. Ich liebe dich, bleib stark.