lausch

i'll never forget your face/ there's a feeling i can't describe

schwere dunkle worte lauern zwischen meinen brauen und du flüsterst “sprich es aus”, als ich die stirn in falten lege.
ich grabe mich ein bei dir im schwebezustand und nehme, wovon ich nie genug haben kann. erkläre mich.
im dunkeln vergisst du die namen der farben, aber nie den meinen.
baumgeflüster vor dem balkon. wir legen die waffen nieder, verwerfen den vorwurf, der auf unseren zungen wartete.
du hast nicht. ich weiß. du hättest. verzeih.
wir verschweigen in der stille, was du vor meine füße wirfst, ohne dass wir es bemerken. es sind immer die anderen. immer die anderen.
gegen den schmerz empfehle ich dir den roten wein, der glas für glas durch meine kehle rinnt.
zu sprechen wird schmerzhaft, der rauch nimmt den atem. ohne das glimmen zwischen meinen fingern fühle ich mich schwach vor dir.
dir fallen die sterne auf und lächelnd lausche ich dem nichts. der frieden fragt nach freiheit. ich lasse ihn laufen.
er bleibt vor dir stehen.
die frage nach dem “warum nicht” fällt sanft von deinen lippen. meine antwort ist kopfschütteln. warum doch.
wir sehen uns an und alles ist so ungerecht, ist falsch und so richtig. umarme mich. versprich, dass alles so bleiben kann.
ich spüre dein kinn an meiner schulter, an meinem hals, deine warmen hände auf meinem rücken. der weg von dir zu mir ist nichts gegen die distanz zwischen unseren körpern. so nah bist du unerreichbar und kannst mich nicht berühren.

bald ist der boden von laub bedeckt und wir warten auf ein jahresende des wiedersehens. heute stillstand. trockener husten. erschwerende müdigkeitslast und die blaue tinte vor meinen augen. deine handschrift an jeder wand. ich frage nicht. mein weg zurück war augustkalt und viel zu dunkel.