langsamen

an

an diesen langsamen tagen
ist ringsumher nur wasser
nicht einmal ein gedanke
weht einem über das gesicht
so fern ist man dem ufer

es gibt so viele verschiedene arten
sich zu beeilen
und wenn du mir jetzt antworten willst
beende ich einfach deinen satz
und mache eine frage daraus


© 2017 — Freitag ist Rosa

Ich liege im Bett. Ich weiß, der Tag wird schlecht. Ich steh nicht auf. Ein schweres Gewicht liegt auf meinem Kopf und drückt ihn runter. Jemand presst mit beiden Händen, auf meine Brust. Ich habe Schmerzen. Die Zeit schreitet in langsamen und dröhnenden Schritten, während die Welt um mich herum, schon zwei Schritte weiter ist. Ich will, dass es aufhört. Das schlimmste an meinem Zustand ist, ich nehme ihn wahr und das, bei klarem Verstand. Ich fühle nichts. Ich bin leer. Ich bin vollkommend leer.

Nettes Bild, ich muss sagen, ich möchte wirklich versuchen, die Oberschenkel Bänder eines Tages.

Auf ähnliche Weise. Ich schaffte es, in meinem Gürtel zu schlafen. Es war keine sehr angenehme Nacht, aber ich überlebte.

“Ich verstehe nicht die Notwendigkeit dafür Sir”

“Diese Pussy gehört mir?”

“Ja Herr, ganz Ihre”

“Niemand kann es richtig berühren?”

“Ja Herr nur Sie”

“Und du nimmst es nicht an?”

“Gut…. Nicht oft kein Sir ”

“Und du wirst jetzt nicht mehr. Es ist meins”

“Aber kann ich nicht einfach berühren Sir? Bitte? Es ist so unangenehm ”

“Sie werden es schaffen, jetzt fügen wir diese Oberschenkel Bands”

“Aber warum Sir?”

“Weil ich die Beine auch schließen will. Handeln Sie mehr demure in Ihrem Weg und Ihr Sitzen. Arbeiten Sie auf Ihre Körperhaltung und Ihre Ausdauer ”

“Jawohl”

“Jetzt jeden Tag diese Woche Sie verkleiden sich in Ihre besten Kleider, voll Make-up. Sie sitzen wie eine Dame, die Beine geschlossen, aber ungekreuzt. Sie sehen die Porno-Videos, die ich für Sie eingerichtet haben. Viele Muschis lecken, hänseln, Orgasmen, Hahn Anbetung, langsamen Pussy Ficken und Analsex. Sie sitzen still. Sie werden sich vorstellen, es ist alles passiert Ihnen. Keine Winden, kein Stöhnen, kein Wegsehen. Wenn es zu viel wird, können Sie bitten, meinen Schwanz zu saugen. Sie tun dies mit Aufgabe. Mit all den pent up brauchen, haben Sie, lassen Sie es nur auf pleasuring meinen Schwanz. Sobald du mein Sperma geschluckt hast. Sie machen Ihr Make-up und gehen zurück zu Ihrem Porno. Du wirst dich nicht berühren, du wirst nicht von mir berührt werden. Wir werden beide meinen Orgasmus als Orgasmus genießen. Meine Freude als unser Vergnügen. Und diese Pussy wird lernen, leer zu bleiben und wollen. Lassen Sie sehen, wie es funktioniert. Wenn ich es mag. Es wird dauerhaft sein. Jetzt handeln wie eine richtige Dame, was sagst du? ”

Zittern

“Vielen Dank für diese wunderbare Gelegenheit Sir. Ich bin geschaffen und ich werde mein Bestes tun ”

“Ich weiß das du wirst. Ich habe eine Kamera für, wenn ich nicht mit Ihnen bin und ich werde aufpassen. Jetzt laufen und fertig machen. Ich werde deine ersten Videos einrichten. Braves Mädchen”

anonymous asked:

Ich hab erst vor kurzem mitgekriegt dass Joko gar nicht mehr in Berlin wohnt (Ich bin echt von der langsamen Sorte 😅) Glaubst du das ständige hin und her Pendeln war auch einer der Gründe warum er CHG nicht mehr weiter machen wollte ? Und ich frag mich auch was der Grund war warum er nach München gezogen ist. Haben ihn die Fans in Berlin vllt zu sehr bedrängt?

Nee, du bist nicht langsam, ich glaube viele wussten das lange nicht (mich eingeschlossen), da joko es nur einmal oder so in ‘nem Interview erwähnt hat. :D Ich glaube ihm ist es ganz lieb, wenn es nicht so bekannt wird.

Also der Grund war ganz sicher (unter anderem), dass er Berlin nie mochte. Klaas und er haben öfter betont, dass Sie Berlin nicht schön finden und alles viel zu groß und unübersichtlich ist, gerade wenn man eine Familie gegründet hat.

Aber das mit den Fans könnte ich mir auch vorstellen, weil ich glaube, dass es in Berlin doch nochmal mehr Fans gibt, die auf ihn aufmerksam werden, als in München. Und dadurch kam es auch bestimmt zu stalking (was ein anon hier ja auch mal erwähnt hat).

Und ich kann mir auch gut vorstellen, dass das auf jeden Fall zum Ende von Halligalli beigetragen hat. Klar, weiß ich es nicht, aber ich persönlich hätte auch keine große Lust, jedes Mal zu pendeln. Zumal er ja nicht nur montags/dienstags zur Show nach Berlin musste, sondern auch öfter und dann hat man auch keine Zeit mehr für sein Privatleben. Also ich kann mir schon vorstellen, dass das auch ein Grund fürs Ende war und irgendwie ist es auch sehr verständlich.

Du bist das Mädchen mit den langen braunen Haaren. Du bist das Mädchen mit den strahlend grünen Augen. Du bist das Mädchen mit diesem gebrochenen Lächeln. Du bist das Mädchen was mit einem langsamen und unsicherem Gang durch die Schule geht. Du bist das Mädchen, das andere vorm fall rettet, obwohl du selber so nah am Abgrund stehst. Wir haben uns vertraut, haben uns gebraucht. Wir waren alles was wir hatten und brauchten. Du warst immer da, du hast so vieles für mich getan, wo ich nicht weiß, wie ich mich jemals dafür bedanken soll. Ich habe dich immer verteidigt. Das einzige was ich wollte, war dich lächeln zu sehen. Doch ich habe es nicht geschafft. Ich hab dich enttäuscht und verletzt und es vergeht kein Tag an dem ich nicht an dich, ans uns und an das was mal war denke. Und ich denke, dass einzige was mich am Leben hält ist die Hoffnung. Die Hoffnung, dass es wieder so wird wie früher. Vielleicht sogar noch besser. Menschen die füreinander bestimmt sind, werden immer wieder zusammen finden. Auch wenn sie auf diesem weg ab und zu ein paar Umwege gehen müssen. Vielleicht ist es bei uns gerade einer dieser Umwege..fühl dich bitte angesprochen, wenn du das hier liest..
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Sein fester Blick ist entschlossen auf die Ausgangstür des Supermarktes gerichtet. In Minutenabständen verlassen Italiener*innen den Store und der Mann, der auf einem alten Hocker sitzt, verabschiedet die vorbeiziehenden Menschen. Er ist die Freundlichkeit in Person.

David schaut mich lächelnd an, als ich ihm die Hand reiche und mich zu ihm setze. Ich krame mein Handy aus der Tasche und tippe ein paar Wortfetzen in meine Übersetzungsapp, denn David kommt aus Mali und spricht Französisch.

Zwischen dem langsamen Wortaustausch gestikuliere ich mit Mimik und Händen und auch David zeigt mir mit Gesichtsausdrücken und Malbewegungen, dass er mir wohlgesonnen ist. Wir verstehen uns auf Anhieb.

David lebt seit sieben Monaten auf der Straße und derzeit hier, unter dieser Treppe. Er bekam in Italien kein Asyl und fällt somit durch das Raster der hiesigen Gesellschaft. Keine Sozialleistungen, kein Anspruch auf Mindestversorgung, keine Zukunft. David ist nicht erwünscht und hat keine Identität.

Dass er nicht erwünscht ist, hat er längst verstanden und akzeptiert. Auch Zuhause in seiner Heimat hatte David ein schweres Leben: Beide Eltern wurden erschossen. Ich nehme an, dass David um sein Leben rannte, als er sein Mali verließ.

Ich unterbreche kurz das Gespräch und spreche mich mit den anderen vom Projekt Seehilfe ab. Elli nickt, Philipp gibt mir die Karte des Vereins, ich reiche David die Hand und wir machen einen Einkauf im Supermarkt. Früchte, Wasser, ein leckeres Gebäckstück und Creme für die Haut. Und ein Rucksack.

Als wir uns vor dem Supermarkt wieder setzen und ich David sage, dass wir von nun an Freunde sind, fängt er an zu weinen. Ich setze mich neben David und lege meinen Arm um seine Schulter. In diesen Momenten bricht im obdachlosen Geflüchteten etwas auf, das in unbegrenzter Trauer überquillt.

In diesem Moment verlässt ein gut betuchter Mann im Polohemd den Supermarkt und stellt sich zu uns. Er betrachtet David genau und stellt eine Frage auf Italienisch, die ich nicht verstehe. Ich bitte ihn: „Do you want to give some money to this poor man?“

Doch der Mann winkt mit wedelndem Zeigefinger ab „No, no, no.“, und läuft zu seinem fetten Mercedes-Benz. Irritiert und wütend laufe ich dem Mann hinterher und frage ihn erneut, ob er David nicht helfen möchte. Keine Chance. Der Reiche düst ab. Für mich ist dieses Verhalten unfassbar. David wird es täglich erleben. 

Ich setze mich noch einmal zu David. Schaue mit ihm in Richtung Supermarkt. Trotz verweintem Gesicht grüßt er die Italiener*innen, manche werfen ihm ihr Restgeld in den kleinen Plastikbecher. Und langsam beginne ich zu verstehen:

David wird in diesem System keine Chance haben. Er warf sich schutzsuchend in die Arme Europas, wurde fallengelassen und fällt seither jeden Tag. Niemand wird ihm Arbeit geben und David hat kein Recht auf ein Dach über dem Kopf. Kein Recht auf Nahrung, kein Recht auf medizinische Versorgung.

Zudem ist David ein Mensch von tausenden, die sowohl von der europäischen Gesellschaft, als auch von Politiker*innen wohlfeil ignoriert werden. Menschen wie David dürfen nach den „westlichen Werten“ hier nicht existieren.

Mein lieber Freund David. Angesichts Deines Leides fehlen mir die Worte und ich wünsche Dir von tiefstem Herzen, dass Du eines Tages frei, sicher, und behütet sein wirst. Friede mit Dir.

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P.S. Zwei Tage später fuhren Elli, Philip und ich nochmal zum Supermarkt und trafen David dort an. Wir versorgten ihn mit Isomatte und Schlafsack. David strahlte über beide Wangen. Wenigstens wird er nicht auf dem nackten Boden schlafen müssen.

Ich bin einfach fett. Ich will dünn sein. Ich will Knochen sehen. Hüftknochen und Rippen. Ich will mich selbst noch kaputter machen. Ich will einen qualvollen langsamen Tod. Ich will mich zu Tode hungern, mich zu Tode schneiden. Ich will einfach sterben, weil ich mich selbst nicht mehr ertragen kann. Ich hasse mich. Ich hasse mich dafür das ich, ich bin.