kreuzungen

Kreuzungen

Das Wort Kreuzung wird in verschiedenen Bereichen verwendet, beispielsweise in der Biologie oder im Verkehr. Das Wort beinhaltet ausserdem das Kreuz. Bei meinen Recherchen stiess ich auf ein Zitat von Gerd Dönni: „«Treja» ist für uns Walliser ein kleiner Pfad, ein Viehweg. Dahinter versteckt sich wohl die «trivia», ein oft begangener Weg, eine Kreuzung. Und weil dort viele Menschen vorbeikamen, war das nichts besonderes mehr und diese Stelle wurde richtig «trivial».“ Ausgehend davon, beschäftigte ich mich mit trivialen Bildern und führte sie in eine zusammenhängende Serie über.

Heute über gestern, morgen über heute

Gestern in Esslingen: In der Innenstadt fällt die Straßenbeleuchtung aus, die engen Gassen sind dunkel, nur noch beleuchtet von Ampeln, wenigen Laternen, Schaufenstern und Autoscheinwerfern. Nach einer halben Stunde fangen die Laternen an zu flackern, unrhythmisch, gespentisch, ganze Straßenzüge flackern wie Discolicht, im Kraftwerk schaltet einer immer an und aus, Stroboskop für Esslingen, schön wäre jetzt etwas wie Funken an der Oberleitung, so wie am Berliner Platz, wenn die U-Bahn kreuzt, ein anderer Techniker steuert die Ampeln, lässt sie schneller wechseln, blinken, alles leuchtet in rot, gelb, grün, Menschen treffen sich auf den großen Kreuzungen und tanzen, die gepimpten Cruiser halten an, drehen ihre Anlage auf, endlich werden sie mal gebraucht, immer mehr Menschen kommen, heute ist ganz Esslingen ein Club, sind die Straßen die Floors, blinkt die ganze Stadt, die ganze Nacht, – Wie das wohl von der Burg oben aussieht?
Morgen in den Lokalzeitungen auf der Titelseite: Endlich Frühling! Auf dem Foto darunter sind Menschen im Tshirt zu sehen. Sie sitzen in der Sonne im Freien vor einem Eiscafe und essen zwei Kugeln in der Waffel. Im Hintergrund blauer Himmel. Vielleicht hat noch jemand eine Sonnenbrille auf. In jeder Lokalzeitung im Umkreis ist das die Titelseite, jedes Jahr. Jedes Jahr eine Neuheit, weil die Menschen vergesslich sind. Der Regen am Abend wird verschwiegen. Selektive Berichterstattung ist das Leitmotiv der Lokalzeitungen.  

25. Februar 2010

Vor 70 Jahren

Das Ende des Zweiten Weltkrieges

1945 – der Zweite Weltkrieg geht langsam zu Ende: Die Alliierten sind schon mitten in Deutschland und die Russen nur noch wenige Kilometer vor Berlin. Doch was ist in den letzten Monaten in Berlin passiert?

In Berlin wurden zuerst nur wenige Schutzmaßnahmen wegen der drohenden Invasion getroffen, doch nach und nach wurde die Stadt zu einer riesigen Festung ausgebaut. Es wurden Panzergräben ausgehoben, extrem viel Stacheldraht verbaut und sogar eine Straßenbahn als Straßensperre genutzt. Außerdem wurde der Volkssturm beauftragt jeglichen feindlichen Panzer oder Soldat auszuschalten. Die Verteidigung war jedoch voller Lücken, so dass man lediglich Soldaten an Brücken und an wichtigen Kreuzungen platziert hatte.

Neben lokalen Kommandeuren war auch Joseph Goebels zeitweise für die Organisation verantwortlich. Anfangs April wird Berlin zur Festung erklärt.  Am 16. April 1945 eröffneten die Russen das Feuer an der Oder. Sie möchten die Stadt mit einem Zangenangriff einkesseln. Die Russen hatten etwa 2,5 Millionen Soldaten, 6250 Panzer und 7500 Flugzeuge; während die Deutschen nur etwa 800.000 Soldaten, 800 Panzer und weniger als 100 Flugzeuge hatten, die jedoch fast nicht eingesetzt wurden. Sie mussten fast ohne Unterstützung aus der Luft kämpfen.

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Ich kann alleine sein

Ich kann alleine sein, ich kann alleine sein, seit ich weg bin von der Party und dir sing ich jetzt schon dieses Lied: Ich kann alleine sein.
Die Nacht macht noch vom Dunklen betrunken und ohne mit Gewitter zu zucken, keinerlei Anstalten dem Morgen zu weichen
Ich gehe nach Hause, zwischen Laternen und Funken, in meinem Rucksack trage ich Fragezeichen
Die schwarze Straße hat sich breit gemacht, schläft schweigend ihren Rausch aus und zwischen Kreuzungen und Seitengassen tut sich nirgendwo mein Haus auf und ich merke wie ich gehe, merke wie ich mich bewege, aber mein Leben auf der Stelle steht und bloß unter mir die Welt sich dreht und unter meinen Füßen ist die Erde ein Laufband, ich laufe nach vorn komm trotzdem bloß hier an
Meine Welt ist ein Zelt bloß aus ewigem Treibsand, alles bleibt gleich ohne Ein- ohne Ausgang
Alle Schritte die ich gehe sind der Sand in meiner Sanduhr, alle Straßen, alle Wege, alles kommt mir so bekannt vor
Hier zum Beispiel, genau hier war ich schon mal letztes Jahr, ich weiß noch wie verletzt ich war
Ich dachte ich wär’ weiter, aber jetzt bin ich schon wieder da und was hab ich nicht alles gemacht seitdem
Ich hab neue Berge bezwungen, hab neue Lieder gesung’, bin über Schatten gesprungen, hab mich zum Lachen gezwungen, hab mich zusammengerissen um mich neu zu entfalten, um langen Atem zu haben, hab ich Luft angehalten, hab mich ins Wasser gestoßen, um schneller schwimmen zu lern’, hab meine Sachen verloren, um schneller fündig zu werden
Aber alles bleibt dasselbe, ich zum Beispiel sehe jeden Tag gleich aus, lös’ bei mir selbst kein Hype aus, steh’ dann vorm Spiegel, ganz kleinlaut und verharre mit meinen Augen manchmal ein bisschen zu lange auf dem was hinter mir liegt
Und alles bleibt dasselbe, ich zum Beispiel und alle Phrasen die ich jeden Tag sage und alle Fragen die ich jeden Tag habe, wie die Frage danach, wann endlich alles gut wird
Und alles bleibt dasselbe, ich zum Beispiel, wie eine Spieluhr die tanzend immer wieder und wieder um sich selber kreist, immer müder und müder die Welt anschweigt im Takt ihrer Lieder bei sich und die Selbe bleibt
Und ich singe ich kann alleine, seit ich weg bin von der Party und dir, war ich noch nie so schlecht darin alleine zu sein
Aber du, du bist nicht alleine, nein, du bist unabhängig, du bist dein Peter-Pan-Cowboy-Wolf, dein eigener Instand-Fan, du brauchst kein Zuhause, du kommst überall unter, nämlich, und Hauptsache dein Leben ist nice, via Instagram und du gibst dir nur die harten Bässe, du kippst dir nur die harten Sachen, du zerstreust dich wie Konfetti und du nennst das Ganze Party machen
Mit gesichtslosen Leuten, die sich verzichtlos betäuben und so bist du nüchtern zu schüchtern, und besoffen zu offen und du denkst dir Ey! Wie war das nochmal mit dem Spatz in der Hand und der Taube auf dem Dach? Und so nimmst du lieber den Schmatzer auf die Wange, als die Trauung auf der Yacht
Und dann ziehst du los und paarest dich, aber wer im Rausch mit dir ‘ne Festung baut, stellt dir kein Wurfzelt auf, bei Tageslicht
Du bist und bleibst mein Rätsel, das denk ich aber sag ich nicht und laufe einfach weiter, während die Nacht längst in den Abend bricht und ich singe: Ich kann alleine, seit ich weg bin von der Party und dir denk ich, dass wir doch wenigstens zusammen alleine sein könnten, aber wenn ich dir meine Hand gebe nimmst du sie nicht an, weil du sagst, dass der der nichts hat, auch nichts verlieren kann, das ist sehr clever, ja, wer nichts hat kann nichts verlieren, aber der hat auch nichts
Und klar, was uns Halt gibt kann uns Fallen lassen, wer uns liebt, kann uns alleine lassen, was uns frei macht, schränkt uns doch bloß ein, wenn wir laut sind, woll'n wir leise sein und ich singe: Ich kann alleine sein
Ich kann alleine sein, ja, sogar besser als ich dachte, auch wenn ich glaube, dass ich dafür nicht gemacht bin
Und unter mein Füßen bleibt die Erde ein Laufband, es ist so viel passiert, steht trotzdem alles auf Anfang
Wenn der Weg doch das Ziel ist, dann komm ich vielleicht doch an, ich drossle das Tempo und geh heut’ mal langsam
Und was sonst das Ziel sein könnte, ich wär’ irgendwann gern stark und ein bisschen weniger ironisch, vielleicht ein bisschen mehr bei mir, nicht ganz so melancholisch
Ich wär’ irgendwann gern alt und vielleicht ein bisschen weise, ich weiß noch nicht wie bald und noch nicht auf welche Weise, ich weiß, ich wär’ gern nicht allein und gesund sein wär’ vorzüglich und ich wünsche mir vor allem ich wär’ dann ein bisschen glücklich
Und bis dahin werd’ ich manchmal an dich denken, auch wenn du mich vergisst
Und bis dahin werd’ ich aufhören zu fragen, wann endlich alles gut wird, weil, weil nämlich längst schon alles gut ist, ja, weil nämlich längst schon alles gut ist. (Julia Engelmann)

Kommentar

Moralische Segnung bedeutet nicht mehr viel, meistens geht es nur noch um die eigene Befriedigung im Leben. Und irgendwann steht man dann weniger oder mehr erfolgreich da und hat nichts erreicht, was den Charakter gestärkt hat. Der Schaden ist meist höher als jeglicher Erfolg. Geld kann zur Plage und Liebe nicht zum Glück werden. Doch hoffen wir auf dem Weg die richtige Kreuzungen zu finden. Was, wenn wir nicht nach etwas streben,nicht den Fortschritt aktiv mit gestalten? Würden wir dann auf Strecke liegen bleiben mit unseren wunderbaren Vorstellungen wie es sein könnte? Machen wir uns nichts vor, es kann nämlich nie so sein, wie man es sich erträumt. Die Illusion muss endlich entzaubert werden. Wir könnten uns ändern,jawohl. Dennoch es wird nicht eintreten. Das Arschloch bleibt das Arschloch, die Zicke bleibt die Zicke, der Lügner bleibt der Lügner. Menschen lernen im Alter nur eine Sache. Ihren wahren Charakter besser, geschickter zu kaschieren. Im Grunde genommen sind wir verlogener je älter wir werden.Schau, mit 20 steht uns noch das Tor der Welt offen, wenn wir mit 30  immer noch nichts auf die Reihe bekommen haben,mit 40 es immer noch versuchen und mit 50 ein Einsehen haben, werden wir mit 60 dann zurückblicken auf unser trautes Leben und werden wir dann wissen, welche falsche Abbiegung wir genommen haben? Ich sage nein. Im Unterbewusstsein wird diese essentielle Fehlentscheidung tief begraben über andere nichtigere Fehler.

Tag 13 - Das Supermodel und die Ordnung

Wir legen die Rekordstrecke von fünfzig Kilometer zurück und treffen die wundervolle Leeny in Tallinn. Wir wirken etwas derangiert, sagt sie uns unvermittelt ins Gesicht und im Grunde können wir ihr nur zustimmen. Die Rallye zehrt so langsam etwas an unserem Grundzustand. Frische Kleidung wird als reine Wohltat interpretiert, ein lauwarmes Irgendetwas in unserem Topf ist seit heute eine kulinarische Finesse und was Oswald tief in seinem Bauch für uns aufbewahrt, wollen wir gar nicht wissen. Auf den Straßen werden weiterhin Klischees bedient: Kreuzungen werden hart geschnitten, Überholmanöver mit Vorliebe an Bergkuppen gestartet und Landsleute werden auch gern mal mit 90 km/h vom Fahrrad geholt. Zu mindestens fast. Wobei wir glauben, dass keiner der Beteiligten überhaupt irgendeine Regung zu dem Thema hat. Wir, die unsere piefigen Fahrschullehrer noch im Nacken spüren, schütteln nur verständnislos die Köpfe und reihen sich schön hinter dem Traktor ein. Der ist zwar langsam, aber auch sicher. Rallyegefühle gibt es dann später wieder. Die Road Docs haben gut drei Stunden Vorsprung und navigieren uns per Telefon in den Wald. Dort sollen wir den Lichtern und dem Feuer folgen. Wir folgen eher dem Ruf des Uhu und stolpern mit Oswald durch Pfützen und Wurzelwerk. Hier geht heute noch etwas kaputt. Irgendetwas. Die Stimmung zum Beispiel. Die wird schon mal auf die Probe gestellt, wenn es schon wieder mitten in der Nacht ist und die Eindeutigkeit der Angaben Anderer zu nichts führt, außer zu lustigen Videos in dunklen Volvos. Spaß beiseite, es gibt nichts, absolut nichts, was die Stimmung des Team Heinrich, dass seit dem Nachwuchs aus dem Team Super Sonic, nun Team Super Heinrich heißt, ins Wanken bringt. Jeder hat seinen Platz, jeder bekommt eine Handvoll Nüsse pro Tag und so lange Kaffee fließt, wird gelacht und gefeixt. Gute Nacht Oswald.

Auf der Speisekarte:

Dose 17 - Erbsensuppe
Dose 10 - Spaghetti
Dose 3 - Sauerkraut
Dose 37 - Ragout oder Suppe oder eingekochte Schuhsohle - wir wissen es nicht genau

Autonews: Modelle werden stärker und sicherer

gleichzeitig soll der Normverbrauch um durchschnittlich 15 Prozent sinken. In Deutschland wird der 2,8-Liter-Dieselmotor ab August im Toyota Land Cruiser angeboten. Im Frühjahr 2016 soll die neue Generation des Pick-up Hilux mit dem 110 kW/150 PS starken 2,4-Liter-Diesel folgen.

Frontkamera für Ford S-Max und Galaxy

Die Ford-Modelle S-Max und Galaxy bekommen Weitblick: Eine kleine Kamera im Kühlergrill soll künftig Unfälle an Kreuzungen vermeiden. Die Split-View-Technologie übermittelt dem Fahrer Live-Bilder auf ein 8-Zoll-Touchscreen-Display im Cockpit. Zu sehen ist ein Bereich von 180 Grad vor der Fahrzeugfront, lange bevor der Fahrer die Straße einsehen kann. Die 33 Millimeter große Kamera ist für 900 Euro inklusive Rückfahrkamera und Park-Pilot-System erhältlich.

Mini John Cooper Works tieferlegen

Mini-Fahrer können das Sportmodell John Cooper Works (JCW) mit neuen Gewindefahrwerken ausstatten. Der Fahrwerkspezialist KW bietet das Zubehör aus Edelstahl für den 170 kW/231 PS starken JCW in mehreren Varianten an. Das Modell kann um 20 bis 45 Millimeter tiefergelegt werden. Verfügbar sind vorwiegend auf Dynamik ausgelegte Fahrwerke und eine Fahrkomfort-Variante. Die Preise liegen zwischen 1099 Euro und 2249 Euro.

Lexus erweitert IS-Baureihe um Modell mit Turbobenziner

Nach dem SUV NX bekommt der IS als zweiter Lexus einen 2,0-Liter-Turbomotor. Der leistet 180 kW/245 PS, verfügt über 350 Newtonmeter Drehmoment und ist stets an eine Achtstufen-Automatik gekoppelt. Damit soll der IS 200t in 7,0 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen und im besten Fall 7,0 Liter verbrauchen (CO2-Ausstoß: 162 g/km). Der Marktstart der Mittelklasse-Limousine ist für den 24. Oktober vorgesehen, Preise nennt Lexus noch nicht.