komodowaran

#WorldTripPart2 - Tag 102: Komodowarane und Mantarochen...
Früh um 07:30 ging es für uns mit dem Boot los - mit dem Ziel Rinca Island, Teil des Komodo Nationalparks und eine der nur 4 Inseln, auf denen diese angsteinflößenden Kreaturen leben. Angekommen in der Crocodile Bay, Loh Buaya machten wir uns gemeinsam mit unserem Guide (er hatte einen Holzstab zur Verteidigung dabei, falls uns ein Tier zu nahe kommt/uns angreifen will) für den rund einstündigen Rundweg bereit. Die höchste Wahrscheinlichkeit, einen Komodowaran zu sehen, liegt direkt bei der Küche des Camps. Die Tiere hören zwar nur sehr schlecht, haben dafür einen ausgeprägten Geruchssinn, der ihnen erlaubt, angeblich bis zu 5km weit Nahrung zu riechen. Wie schon erhofft, lagen 4-5 Warane um die Küchenhütte herum, in der Hoffnung (vergeblich) etwas zu futtern zu bekommen. Manchmal bekommt man schon ein bisschen Schiss, wenn so ein Viech dich mit seinen schwarzen Augen anstarrt, als würde er dich gleich attackieren.

Auf dem Weg erklärte unser Guide uns so ungefähr alles, was man über Komodowarane wissen sollte. Irgendwie hatten wir wohl großes Glück, denn auf dem Pfad entdecken wir noch ein paar Affen und einige andere Komodowarane, einen davon konnten wir sogar auf der Futtersuche beobachten. Er grub im Wald ein Loch, erblickte kurz auf, buddelte weiter, checkte wieder kurz die Umgebung und so weiter - sehr amüsant für uns!

Nach den Komodowaranen widmeten wir uns nun der submarinen Schönheit Komodos, denn jetzt hatten wir noch 2 Tauchgänge vor uns. Zuerst ging es zum vielversprechenden Manta Point, von dem alle nur schwärmen. Buddy Check Time! BCD? Ok! Weightbelt? Ok! Releases? Ok! Air? Ok! Final ok! Alles startklar, let’s go diving! Kurz nachdem wir den Grund erreicht hatten, erblickten wir einen Manta in der Ferne, wow - ein atemberaubender Anblick! Ansonsten haben wir zwei Schildkröten gesehen und gegen Ende des Tauchganges einen weiteren Manta einige Meter entfernt, gar nicht mal so übel, oder? Die Strömung war für unsere Verhältnisse recht stark, sodass wir leider nicht so lange wie die anderen Gruppen tauchen konnten, die noch zwei weitere Mantas gesehen haben. Noch besser als der Manta Point war dann die letzte Divesite des Tages: das “Aquarium” namens Batu Bolong. Wir wurden an einem unscheinbaren aus dem Meer herausragenden Felsen herausgeworfen; waren jedoch nach wahrscheinlich nicht mal einer Minute Tauchen von der Schönheit und vor allem der Anzahl an Korallen und Fische gnadenlos überwältig. Ich kam gar nicht mehr aus dem Staunen und Fotografieren heraus, so wundervoll war es hier unten. Abertausende Fische in allen Größen schwammen teilweise nur wenige Zentimeter an uns vorbei; die in die Tiefe herabreichende Steilwand auf der Seite war atemberaubend und mit allen erdenklichen Korallen bewachsen - zusammen ein unvergesslich spektakuläres Bild. Gesehen haben wir Fische von einer Größe eines Fingernagels bis hin zu größeren wie etwa Sweetlips oder eine über 1 Meter große Napoleon Wrasse. Dazu kamen noch so 2 Schildkröten und eine fette Moräne. Absolutes Highlight für mich war neben dem Gesamtbild der Divesite ein ungefährlicher Weißspitzen-Riffhai (fast so groß wie ich), der wenige Meter neben uns am Riff chillte. Wow, einfach nur wow! Allein heute konnte ich mit den Mantas und den Komodowaren 2 Punkte meiner Bucketliste streichen ;)
5

1.) Japanischer Garten
2.) Pagode und Mulan my Love
3.) sweete Kassettendecke
4.) Schnappschuss, überhaupt nicht gestellt. Da habe ich gerade aufs Wasser hinaus geschaut und über ganz ernsthafte Dinge nachgedacht.
5.) Komodowaran oder auch Komododrache. Wird bis zu 3m groß und frisst Wildschweine und Hirsche. Bei der Paarung beißt das Weibchen häufig. (Weiß man, hab auch ich natürlich nicht recherchieren müssen.)

10

Am Donnerstag gings mir einigermaßen besser, deshalb haben wir die Komodotour da gemacht. Wir sind mit einem recht kleinen Fischerboot den ganzen Weg bis zu den Dragons getuckert, wo wir dann gleich etwas harsch von den Rangern angesprochen wurden, die wohl von der Masse an Rentnertouristen von dem dort angelegten Kreuzfahrtschiff etwas überfordert waren. Danach sind wir durch den Dschungel gelaufen, wo wir auf dem Weg bestimmt 12-15 Komodowarane gesehen haben, wahnsinnig imposante Tiere, denen man dann doch lieber nicht zu nahe kommen mag. Die Tour war dann doch schneller rum als gedacht und zurück bei der Rangerstation kamen wieder die ganzen Verkäufer daher, die einem alle irgendwelche Holzwarane andrehen wolltesn oder sonstigen Mist, den man auch schon überall sonst auf Bali kaufen konnte. Diversifikation ist deren Stärke! 💪🏼
Aber wo ich anfangs die noch mit Nettigkeit irgendwie abgewimmelt habe, nerven mich die langsam nur noch und wenn ich sarkastisch werde und sie das nichtmal am Tonfall verstehen…Naja. Danach sind wir mit dem Boot noch zum Pink Beach, der dank roter Korallen wirklich so rosa war, meega schön da. Und nach ca. 1h waren wir quasi alleine am Strand und haben das Augustiner, das Max mitgebracht hat,endlich getrunken - soooooo gut 🍻👌🏼. Nach diesem Highlight ging es zurück Richtung Labuan. Auf dem Weg dahin hab ich einen der schönsten Sonnenuntergänge überhaupt gesehen, soo schön rot und im Hintergrund die Komodo NP Inseln.
Abends waren wir noch richtig lecker Essen und dann ab in die Heia. Insgesamt hätte ich mir von Komodo etwas mehr erwartet, aber wahrscheinlich habe ich meine Erwartungen einfach zu hoch gespusht und nach 3,5 Monaten Reisen hat man dann halt doch auch schon einiges gesehen und ist dann wohl etwas verwöhnt von schönen Orten. Wobei Labuan wirklich ein schlimmer Ort war, an den ich nicht nochmal möchte.