kaffeepflanze

Coffee Plant

Einleitung

Die Kaffeepflanze ist in der Regel ein 3 bis 4 Meter hoher Strauch oder Baum (der aber auch bis zu 10 Meter hoch werden kann). Er kann jahrzehntelang Kaffeebohnen tragen. Kaffee wird zwischen den Wendekreisen von Krebs und Steinbock angebaut. Die häufigsten Sorten sind Arabica und Robusta.

Vermehrung

Ziehe dir zu Hause deine eigene Kaffeepflanze. Dazu brauchen Sie zuerst einmal Geduld. Bis die Kaffeepflanze ausgewachsen ist und die ersten Früchte erscheinen, dauert es 3 bis 4 Jahre. Wenn du so lange Zeit hast, brauchst du ausserdem Folgendes:

  1. Einen guten Topf mit durchlässiger Blumenerde. l.
  2. Eine Durchschnittstemperatur von 18 bis 24 °C.
  3. Häufiges Gießen, sodass die Erde feucht aber nicht nass ist.
  4. Mindestens 3 Meter freien Raum über dem Topf. Sonst muss die Pflanze ab und zu zurückgeschnitten werden.

Die Früchte der Kaffeepflanze werden nicht gleichzeitig reif. Rote, reife Beeren sollten gepflückt werden.

Arabica und Robusta im Vergleich

Die beiden wichtigsten Sorten, die für die Kaffeeproduktion angebaut werden, sind Arabica (Coffea arabica) und Robusta (Coffea canephora).

Wie der Name sagt, ist die Robusta robuster als die Arabica. Sie kann auch in tiefen Lagen angebaut werden. Robusta-Bohnen zeichnen sich durch ihre intensive Note, einen starken Körper und einen sehr geringen Säuregehalt aus. In der Regel haben sie einen höheren Koffeingehalt als Arabica Bohnen. Sie werden vor allem in Vietnam, Brasilien und Indonesien angebaut.

Die Arabica-Bohnen wachsen in höheren Lagen, in der Regel zwischen 800 und 2500 m. Sie zeichnen sich durch ein feines Aroma, weniger Körper und eine angenehme Säure aus. Zu den wichtigsten Kaffeeproduzenten gehören Brasilien, Kolumbien, Äthiopien, Zentralamerika, Mexiko, Indien und Ostafrika. Arabica-Bohnen machen den grössten Teil der weltweiten Produktion aus.

NESCAFÉ und Setzlinge

Im Rahmen seiner Nachhaltigkeits-Initiativen verteilt NESCAFÉ überall auf der Welt Kaffeesetzlinge an Kaffeebauern. Um für jede Anbaugegend die beste Sorte zu finden, werden viele Züchtungen getestet.

Diese Initiative hilft den Kaffeebauern, die Kosten zu senken und den Gewinn zu steigern. Hier erfahren Sie mehr über unsere Nachhaltigkeitsinitiativen.

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Die Kaffeepflanze

Sie kann – sofern sie nicht durch Stutzen der Äste in Strauchhöhe gehalten wird – bis zu 10 Meter hoch werden. Je nach Anbaugebiet wird die Kaffepflanze ein- oder mehrstämmig kultiviert und trägt nach drei bis vier Jahren das erste Mal Früchte. Wenn nach 20 Jahren der Ertrag zurück geht wird sie durch einen neuen Setzling ersetzt oder der Hauptstamm zur Bildung von ertragreichen Nebenstämmen gebracht. Vermehrt wird die Pflanze durch Aussaat oder Vorzucht von Stecklingen. In den tropischen Breiten ist die Kaffeepflanze keinen Jahreszeitenwechseln ausgesetzt, die Entwicklung und Anzahl ihrer Blüten hängt hier vielmehr von der Häufigkeit der Regenfälle ab.  In einigen Anbaugebieten bedeutet dies, dass es eine Haupt- und eine Nebenernte gibt.

External image

Darstellung - Coffea Arabica

Nach der Befruchtung  – abhängig von der Art durch Selbst- oder Fremdbestäubung – wächst aus den Fruchtknoten der weißen Blüten eine an einem kurzen Stiel hängende grüne Steinfrucht. Dies ist die Kaffeekirsche, in deren Inneren sich zwei, mit ihren flachen Seiten aneinander liegende Kaffeebohnen entwickeln. Bildet sich in der Kirsche nur eine Bohne, besitzt sie eine rundlichere Form und wird als Perlbohne bezeichnet. Die Kirsche erreicht nach sechs bis zwölf Wochen eine Größe von ca. 15 mm, je nach Region braucht sie dann weitere sechs bis elf Monate um zu Reifen. Sie ändert dabei ihre Färbung von Grün über Gelb bis je nach Art zu einem tiefen Rot oder satten Gelb. In einem Zeitfenster von ein bis zwei Wochen kann man sie nun ernten, sonst fängt sie an zu gären und wird zu „Stinkerbohne“ die schwarzbraun zu Boden fällt.

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Der Duft von frisch geröstetem Kaffee steigt uns in die Nase, wir fühlen uns fast wie zu Hause. Wir bestellen zwei Flat White und werden von Rhea begrüßt, mit der wir vorab per Mail Kontakt aufgenommen haben. Wir bekommen eine Tour durch die Rösterei, der nagelneue Probat-Röster, die Säcke voll mit grünen Bohnen, das Zubereitungszubehör hätte in jedem guten Berliner Café zum Verkauf stehen können, ebenso wie die Einrichtung. Im Nebenzimmer werden uns die drei Damen vorgestellt die jede einzelne Kaffeebohne inspizieren und die durch Krankheiten der Kaffeepflanze oder durch Wettereinflüsse beschädigten Bohnen (mit den kleinen schwarzen Punkten) aussortieren. Fürs leibliche Wohl sorgt ein leckerer „indianisierter“ Kuchen, den wir verschlingen, ist er doch um 15 Uhr unsere erste richtige Mahlzeit. Prompt müssen wir für die Social-Media-Bemühungen der Rösterei herhalten und freundlich in die Kamera grinsen. Von Berlin haben wir 3x 250g in Berlin gerösteten Kaffee mitgebracht, einfach damit wir während der kommenden 8 Wochen nicht irgendwo einschlafen. Mit Matt, der die Rösterei vor drei Jahren gegründet hat, haben wir dann — die „superstars“ des Kaffees aus Äthiopien die wir mitgebracht haben gegen eine Auswahl von indischen Kaffees blind verkostet. Matt identifiziert die 3 afrikanischen Kaffees korrekt. Wir sind uns bei einem unschlüssig. Nun ja.. er ist ja schließlich auch vom Fach. Alle indischen Kaffees haben irgendwie etwas gemeinsam, mehr angenehme Bitterkeit, anderer Nachgeschmack, irgendwie ungewohnt. Bevor wir uns verabschieden kaufen wir noch zwei Sorten indische Kaffeebohnen (wir hoffen zum Ende der Reise in Mumbai noch mal ordentlich welche für den Heimgebrauch zu erstehen) und lassen uns ein Restaurant mit Himalaya-Spezialitäten empfehlen.

Mit dem Uber ging es dann nach Hauz Khaz, das empfohlene  „Yeti“ Restaurant dort ist leider „permanently closed“, also gehen  wir kurzerhand zu „Wow Momos“ und bestellen frittierte Momos (eine Art gefüllte Teigtasche), einmal in der Geschmacksrichtung Paneer und einmal mit Gemüse, dazu eine Pepsi ohne Eiswürfel. Von sich aus schon spicy kommen beide mit zwei scharfen Saucen und wir haben erstmals das Gefühl das gefunden zu haben was wir hier erhofft hatten zu finden: Leckeres indisches Essen an jeder Straßenecke. Obwohl das Restaurant nur 6 Tische hat, sind hinter dem Tresen ca. 6 Mitarbeiter damit beschäftigt sich im Weg zu stehen, und 3 Kellner vor dem Tresen die die Bestellung aufnehmen, nur um sie dann dem Kassierer zu wiederholen. Den Kassenbon vom Kassierer bekommt dann der Kellner der direkt neben einem steht und gibt ihn an den Koch weiter, der wieder hinter dem Tresen steht. Erschöpft und ohne warme Jacke nach Sonnenuntergang lassen wir uns vom gleichen Uber-Fahrer der uns schon hingebracht hat nach Connaugh Place fahren, um dort auf dem Markt noch ein paar Besorgungen zu machen: Duschgel, Wasser und zwei Samosas (größere dreieckige frittierte Teigtaschen die wir sofort verspeisen). Eine halbe Stunde später finden wir endlich den Uber-Fahrer der uns ins Hotel bringen sollte.