irgendeinem

Ich weiß, ich habe gesagt, dass wir alles schaffen können, aber anscheinend habe ich mich getäuscht. Das hat mich einfach alles kaputt gemacht und ich denke, ich muss jetzt meinen Weg gehen und du deinen. Es liegt nicht an dir oder an mir oder an irgendeinem von uns. Es liegt einfach an allem anderen. Ich kann wirklich nicht mehr, ich hab’s versucht und versucht, aber es geht nicht. Es tut mir so leid. Ich hoffe, du verstehst mich.
—  Leb wohl
Schneiden.

Bevor du dich zum ersten Mal schneidest, bedenke: Du wirst es genießen. Du wirst den

Schmerz und das Blut erlösend finden. Obwohl du denkst, du kannst nur ein paar flache Schnitte machen, die leicht heilen … sie werden tiefer werden. Sie werden zu Narben. Sie werden einige Monate brauchen, um zu heilen. Und die Narben einige Jahre, um zu verblassen. Wenn du denkst, du könntest das Cutten auf ein Körperteil beschränken, dann denk darüber nach, was passiert, wenn dort kein Platz mehr ist. Bereite dich darauf vor, dich von Anderen zurückzuziehen und dich in einem konstanten Stadium der Scham zu befinden.

Selbst, wenn du die ehrlichste Person bist … du wirst die, die du liebst, belügen.

Du wirst vor deinen Freunden zusammenzucken, sobald sie dich berühren, als wären ihre Hände in Gift getränkt. Du wirst furchtbare Angst haben, dass sie durch die Kleidung etwas fühlen könnten oder es wird schrecklich weh tun, angefasst zu werden.

Sei darauf vorbereitet, so sehr die Kontrolle zu verlieren, dass du den nächsten Schnitt fürchtest, da du nicht weißt, wie schlimm er sein wird. Warte nur, bis aus 10 Schnitten 100 Schnitte werden … dein Leben wird sich nur ums Cutten drehen, und darum, das Cutten zu verbergen. Und warte nur, bis du zum ersten Mal zu tief schneidest. und du wirst durchdrehen weil das Blut nicht aufhören wird zu fließen … und du siehst deine Haut aufklaffen … und du fühlst, wie du am ganzen Körper zitterst. Du bekommst eine Panikattacke und furchtbare Angst, aber du kannst es niemandem sagen. Also sitzt du da und betest, dass es ok ist und du schwörst, dass du nie wieder so weit gehst … aber das wirst du tun. Und noch weiter. Mach dir keine Sorgen. Du wirst dich um deine Schnitte kümmern, so dass du tiefer und tiefer gehen kannst, ohne ins Krankenhaus zu müssen. Und je besser du die Schnitte versorgst umso tiefer werden sie werden. Du wirst dich selbst belügen und dich vor dir selbst rechtfertigen, wenn du dich dabei erwischst, 20, 30 oder 50 euro für Medikamente und Verbände auszugeben. du wirst deinen Herzschlag jedes Mal spüren, wenn du an der Reihe bist, zu sagen, was du brauchst … Klammerpflaster … 3 oder 4 verschiedene Verbände … Wundheilsalbe … Entzündungshemmende Creme … Pflaster … Salben zum Reduzieren der Narbenbildung … du wirst deine Einkäufe schnell einpacken und hoffen, die Schlange löse sich in Luft auf und niemand starre dich an und wundere sich, wofür du das alles brauchst. Und gleichzeitig hoffst du, dass es jemand bemerkt … jemand, der in der Schlange steht und ebenfalls diese Dinge braucht. Jemand, der dich versteht. Aber natürlich wird dies niemals geschehen. Medizinische Dinge werden nicht die einzigen sein, für die du dein Geld ausgibst. Sei darauf vorbereitet, neue Kleidung zu kaufen. Langärmelige Shirts in Sommerfarben, Armbänder, Schweißbänder, Stiefel, Stulpen, die Liste wird immer länger. Du wirst anfangen, alle anders anzusehen. Ihre Körper nach irgendeinem Anzeichen der Selbstverletzung absuchen, hoffen, jemanden zu finden, der so ist wie du … um dich nicht so schrecklich allein zu fühlen. Du wirst sogar daran denken, während deine Augen ihre Handgelenke absuchen … hoffen, einfach hoffen, dass sie sind wie du … aber das sind sie nicht. Du siehst ihre sauberen Arme und wirst dich schämen und allein fühlen. Du wirst anfangen, eine Menge Dinge allein zu tun. Du wirst deine Wäsche zu Hause waschen müssen, damit niemand die Blutflecken auf deiner Kleidung und in deinen Handtüchern sieht. Und du wirst immer das Blut beseitigen. Den Badezimmerboden schrubben, das Blut von deiner Tastatur abtrocknen. Du wirst nicht fähig sein, einen einzigen Tag ohne das Schneiden durchzustehen … das nächste, was du tust, ist, dass du in einer öffentlichen Toilette den Schorf mit einer Nadel aus deinem Notfallpaket aufkratzt. Wenn es wirklich extrem wird, wird alles ein Werkzeug zur Selbstverletzung sein.. Scheren, ein Autoschlüssel, eine Nadel, eine Büroklammer, sogar ein Stift. Es ist egal, was es ist … wenn du dich dringend verletzen musst, wirst du etwas finden. Sag auf Wiedersehen zu den Dingen, die du für selbstverständlich gehalten hast, wie kurze Hosen tragen oder Sandalen. Fußpflegeprodukte oder ärmellose Oberteile. Ein normaler Sommertag am strand oder im Schwimmbad wird für dich eine längst vergessene Erinnerung sein. Und dann wird deine Haut anfangen zu jucken. So sehr jucken und jucken. So sehr, dass du aussehen wirst, als hättest du Flöhe oder eine Hautkrankheit. Du wirst ein Experte deines Körpers werden und du wirst ihn vorsichtig zerstören. Du wirst vom Schneiden träumen … du wirst davon träumen, bloßgestellt zu werden. Es wird dich Tag und Nacht verfolgen und dein Leben steuern. Du wirst dir wünschen, den ersten Schnitt nie gemacht zu haben weil du mittlerweile das Schneiden absolut HASST. Zur gleichen Zeit kannst du ohne es nicht leben. Du wurdest gewarnt.

anonymous asked:

Wie sind Interviews für dich? Bist du angespannt oder gehst du das ganze eher cool an? Stelle mir das nicht so easy vor.

Find’s auch eher schwierig. Ich versuche immer möglichst entspannt zu sein, aber meist sind Interviews einfach keine natürliche Situation für mich. Vor allem nicht, wenn sie bei irgendeinem Event im Backstage geführt werden, wo man gerade sowieso total aufgeregt ist. Dazu kommt noch, dass es häufig eine vorgegebene Maximallänge für die Interviews gibt, die den Interviewer zwingt die Fragen schnell zu takten, weswegen man sich bei jeder Antwort eher kurzfassen muss und nie wirklich viel erzählen kann.

An das Mädchen, das ihn nach mir liebt:

er hat Angst vor Spinnen, also zwing ihn nicht dazu sie zu töten. Wenn er sauer ist, ist er das größte Arschloch das du kennst. Er wird gemein sein und dich ignorieren. Lass ihn in Ruhe, er kommt auf dich zu wenn er sich abreagiert hat. Er kann seine Hände nicht bei sich lassen, du wirst ihn eines Tages mit irgendeinem anderen Mädchen im Club tanzen sehen und er wird so tun als wäre nichts. Er wird dir einreden, dass du überreagierst und zu eifersüchtig bist. Bist du nicht. Du warst vielleicht der Grund warum es ihn und mich nicht mehr gibt. Manchmal wirst du dich fragen ob du ihm wirklich was bedeutest. Er kann so eiskalt sein. Aber an anderen Tagen legt er dir die Welt zu Füßen und du fragst dich wie du je an ihm zweifeln konntest.
Du wirst dich so sehr in ihn verlieben, wie er lacht, wie er schläft. Einfach alles an ihm.
Aber du wirst auch leiden. So leiden wie ich gelitten habe. Er wird anderen Mädchen schreiben wie toll sie tanzen können und ob sie sich nicht mal treffen wollen. Es wird so weh tun wenn du diese Nachrichten siehst. Er macht aus dir jemanden der du davor nicht warst. Du wirst eifersüchtig. Du wirst sein Handy durchsuchen. Du wirst sein Instagram stalken. Alles nur weil du weißt, dass er die Augen immer offen hält. Du willst ihn nicht verlieren und willst ihn davon abhalten solche Fehler zu machen, aber es wird trotzdem passieren. Du denkst du kannst nicht ohne ihn leben, aber das kannst du. Ich kann es auch. Es tut so höllisch weh ihn gehen zu lassen weil er dir plötzlich jeden Grund gibt zu bleiben. Aber irgendwann bist du einfach zu kaputt, zu kaputt um ihm nochmal zu vergeben, zu kaputt um zu vergessen. Ich habe ihn geliebt, so sehr. Aber ich habe ihn auch gehasst, so sehr. Ich habe ihn gehasst dafür, dass er mit irgendeiner Blondine im Club getanzt hat, sie geküsst hat, dass er sie nach ihrer Nummer gefragt hat und ihr sofort am nächsten Tag geschrieben hat wie hübsch uns sexy sie ist. Und ich habe es gehasst, das alles immer von seinen Freunden zu erfahren. Und ich habe es gehasst ihn vor meinen Freunden verteidigen zu müssen, weil sie sein Spiel früher als ich durchschaut haben. Aber am meisten habe ich ihn dafür gehasst, dass er es immer wieder geschafft hat mich zum lächeln zu bringen. Er war nie der Richtige für mich, das weiß ich jetzt.

Also bitte, versprich mir, dass du ihn lieben wirst. Genug um zu vergeben aber zu wenig um zu bleiben.

—  zu viel getrunken.
Es wird von uns als Schüler erwartet, immer 1000% zu geben. In der Schule habe ich das Gefühl, wie ein Roboter funktionieren zu müssen und immer mehr daran zu scheitern. Der Druck in der Schule ist für mich so stark, dass ich immer mehr das Gefühl bekomme, in meinem Leben nichts erreichen zu können. Ich bin in der 13. Klasse berufliches Gymnasium Pädagogik/Psychologie und habe vor 2 Jahren meinen erweiterten Sekundarabschluss I gemacht. Das verlief für mich noch relativ Problemlos und ich habe mich bereits schlecht gefühlt, wenn ich eine 4 geschrieben habe. Aber seit ich auf dem Gymnasium bin und wir keine Noten, sondern Notenpunkte haben, fühle ich mich schlecht wenn ich 07 Punkte (Note 3-) in einer Klausur habe und ein Unterkurs (alles schlechter als 4) ist für mich ein Weltuntergang. Und leider muss ich dazu sagen, dass ich momentan ziemlich viele schlechte Noten bekomme. Ich glaube nicht das es daran liegt, dass ich zu dumm dazu bin oder es nicht schaffen könnte, sondern eher, dass ich dem Druck nicht standhalten kann und mir sowohl bewusst als auch unbewusst einrede, dass ich die Klausur verhaue.
Ich möchte wirklich gerne ein gutes Abitur machen und danach studieren können, aber wie soll ich das schaffen, wenn ich Angst haben muss, keinen Studienplatz aufgrund des Numerus Clausus zu bekommen? Der Leistungsdruck kommt von allen Seiten: Familie, Schule, Ausbildung/Studium, Freundeskreis, soziale Medien etc. und ist für die meisten Schüler erdrückend. Ich lese immer wieder im Internet, wie viele Schüler Zukunftsängste haben und dabei geht es nicht darum, ob sie begründet oder unbegründet sind. Falls ein Schüler weint, weil er/sie eine 2 in einer Klausur geschrieben hat und das persönlich als schlecht empfindet, ist das für viele unverständlich - ich verstehe das. Wir haben alle unser eigenes Empfinden was gut und was schlecht ist.
Wir hören von unseren Eltern doch oft die gleichen Sätze „das haben wir früher auch gemusst“, „die Jugend heutzutage ist überhaupt nicht mehr belastbar“ usw. allerdings bedenken unsere Eltern dabei nicht, dass unsere Generation ganz anderen Einflüssen und Belastungen ausgesetzt ist. Viele Kinder und Jugendliche leiden seelisch unter diesem Druck und es wird vom Umfeld nicht oder erst spät wahrgenommen. Unser Leben ist gezeichnet von Zeitdruck. Die Hausaufgaben müssen zu einem bestimmten Tag fertig sein, dann muss noch das ein oder andere Referat vorbereitet werden, dann wird noch in irgendeinem Fach ein Test geschrieben und möglicherweise folgt noch irgendwo eine Klausur. Unsere sozialen Kontakte sollen nicht zu kurz kommen, wir wollen unsere Freunde treffen und mal was unternehmen, wir wollen in der Gesellschaft akzeptiert werden und es gibt so viele verschiedene Medien, die wir ausprobieren möchten. Aber wann haben wir eigentlich zuletzt bei Oma und Opa angerufen? Ich möchte damit sagen, dass unser Gehirn so auf diese Medien eingestellt ist, dass wir eine Menge vergessen, hinten anstellen und nur das als wichtig empfinden, was direkt vor uns liegt.
Aber nun möchte ich noch mal zurück zum Thema Schule kommen. Heute in der Pause hat einer meiner Lehrer gesagt: „Wenn ich einer Klasse einen Text gebe, der bis zur nächsten Unterrichtsstunde gelesen werden soll, lesen den 8-9 Schüler nicht. Wenn ich zehn Lehrern einen Text gebe und nach drei Tagen frage, wer den Text gelesen hat, haben ihn 8-9 Lehrer nicht gelesen“. Anschließend habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie Lehrer von uns erwarten können, dass wir immer alles bis zu einem bestimmten Datum schaffen, aber die Lehrer es selbst nicht schaffen, weil sie ja „zu viel zu tun hätten“. Ich denke wir kennen doch alle diese Lehrer, die eine Klausur nach 6-8 Wochen zurück geben, die sich um etwas kümmern wollen, es dann aber vergessen haben oder zum Unterricht grundsätzlich 5 Minuten zu spät kommen (dies ist natürlich individuell zu betrachten, spiegelt meine Erfahrung wieder und bezieht sich nicht grundsätzlich auf alle Lehrer). Lehrer bemerken selbst, dass es Umstände gibt, weswegen nicht immer alles gut läuft. Aber als Schüler zählt das nicht, als Schüler zählt die Leistung und wenn man die nicht erbringt, bekommt man schlechte Noten. Wenn man Hausaufgaben vergisst, bekommt man einen „Strich“ oder muss nachsitzen. Und es wundert mich nicht, dass viele Schüler an dem Schulsystem scheitern, wenn die Lehrer nicht mit bestem Beispiel voran gehen können.
Ich denke es gibt viele Menschen die wissen wovon ich rede und sich auch manchmal so fühlen. Ich wollte das gerne einmal los werden und vielleicht geht es dem ein oder anderen ähnlich und ihr wisst jetzt, dass ihr damit nicht alleine seid.
Für jeden von uns gibt es einen Platz auf dieser Erde, wir müssen es nur irgendwie schaffen, diesen Platz auch zu finden.
—  bordsteinpoesie

anonymous asked:

Glaubst du, dass Leute welche permanent am beleidigen sind unzufrieden mit sich selbst sind?

Nicht zwingend unzufrieden mit sich selbst, aber auf jeden Fall unzufrieden mit irgendeinem Teil ihres derzeitigen Lebens. Zorn kommt nicht von irgendwo.

Suizid ist egoistisch? Es ist also egoistisch sein Leben beenden zu wollen, weil einem die Kraft zum Leben fehlt und man sich jeden verdammten Abend die Frage stellen muss “Wozu das alles noch”? Es ist also egoistisch aufgeben zu wollen, wenn einem jeden Tag mit Worten und mit Taten ausdrücklich gezeigt wird, dass man hier nicht gebraucht wird?? Das alles besser wäre, wenn man nicht da wäre? Ihr wollt lieber zusehen, wie sich Menschen quälen, indem sie zwanghaft versuchen müssen sich nicht das Leben zu nehmen, obwohl sie es mit hoher Wahrscheinlichkeit sofort tun würden, hätten sie die Mittel dazu!!!! Ihr wollt lieber zusehen, wie sich Menschen  jede beschissene Nacht alleine in den Schlaf weinen??Ihr genießt es, anderen Menschen in die Augen zu sehen und seid stolz auf euch, wenn sie ausdrücklich zeigen, dass die Person, komplett am Ende ist! Wie krank ist das bitte???! Ihr freut euch zu hören, wie einige morgens so eine panische Angst haben aufzustehen, weil sie wisssen das es wie jeder Tag wird! Das ihnen gleich wieder und wieder gezeigt werden wird, dass sie hier überflüssig sind. Bis sie sich am Ende des Tages wieder die gleiche Frage, wie jeden Abend stellen “Wozu das alles noch”?Warum seid ihr so schlecht und gemein zu deren, die euch nichtmal was getan haben??  - Wahrscheinlich, weil ihr Schweine euch dadurch eure Kraft zieht!! Ihr denkt wahrscheinlich, ihr seid cool, aber was ist bitte “cool” daran, andere Leute so psychisch und körperlich so fertig zu machen, dass sie sich mit der Zeit mit dem Gedanken Suizid anfreunden und sich teilweise schon mit 12 Jahren selbst töten, “nur” weil irgendwelche Monster, die sich aus irgendeinem, für mich unverständlich und komplett ungerechtfertigten Grund Menschen nennen sollen denken, sie wären Gott! Ah ok, so weit sind wir jetzt also schon? Herzlichen Glückwunsch! Kein Wunder, bei so einer hinterfotzigen und falschen Menschheit!!! In dieser Gesellschaft würde ich auch depressiv werden!!
Ich gehöre zu der Art Frauen, die zu laut lachen, zu große Milkshakes schlürfen und sich in einem übergroßen Sweatshirt wohler fühlen als in irgendeinem knappen Kleid von Dior oder Gucci. Ich kann weder schauspielern noch tanzen. Ich bin nicht super dünn und ich bin stolz drauf . Ich bin stolz darauf so zu sein wie ich bin.
—  Lea

An alle die sich Sorgen um mich machen, meinen ich wäre irgendwie abgestürzt oder was auch immer die Leute sich auch gerade so über mich zusammen reimen.

Ich kann euch sagen mir geht’s fucking fantastisch! Ich habe mich in meiner eigenen Haut noch nie so wohl gefühlt wie jetzt. Ich mache das was ich liebe und habe Leute um mich die ich von ganzem Herzen liebe und die mich ebenso lieben. Ich gehe mit offenen Augen durch’s Leben und fühle mich wieder wie ein Kind auf Abenteuerreise. Natürlich ist mein Leben nicht “perfekt”, genauso wenig wie ich “perfekt” bin aber was ist schon Perfektion? Natürlich habe ich meine Downs und meine Aussetzer, vor allem bei all dem Stress, der gerade überall wütet aber das ist in unserer schwierigen Welt wohl leider nur allzu normal. Ich arbeite auf jeden Fall dran mir eine gewisse Ausgeglichenheit zu bewahren und komme der Sache auch langsam aber sicher näher.

Die letzten Jahre waren sehr nervenaufreibend für mich. Aus ner Sache die aus Spaß begonnen wurde und von der niemand wusste in welche Richtung sie wohl geht ist ein riesen Ding geworden und hunderttausende Menschen verfolgen mittlerweile, was ich und die Menschen in meinem Umfeld so tun. 

Leute reden und reden und reden immer mehr und langsam fangen sie an mich und meine Freunde zu behandeln wie fucking Hollywood Stars und Leute denen gerade das nicht passt versuchen noch oben drauf unsere Vibes zu killen. Diesen ganzen Hype-Shit wollte ich nie. Ich wollte immer nur Dinge tun die mir Freude bereiten und damit irgendwie über die Runden kommen.

Es ist ermüdend, dass noch so viele meine Person ausgerechnet nach dem bemessen, was ich zu meiner Youtube Hochphase von mir gezeigt habe, denn genau diese Zeit ist für mich die, in der ich am weitesten von meinem eigentlichen Weg abgekommen bin. Aber diese Phase habe ich hinter mir und ich bin froh, diese Erfahrung gemacht zu haben, weil sie mir viel über mich selbst verraten hat und unendlich wichtig für meine persönliche Entwicklung war. Hätte ich in dieser Zeit andere Entscheidungen getroffen und wäre dem Kopf anstatt dem Herzen gefolgt wäre ich jetzt wahrscheinlich reicher, bekannter und hätte mehr irrelevante Zahlen auf den Plattformen aber wäre wohl auf keinen Fall glücklicher gewesen.

Ich habe alle Zweifel ausgeräumt und bin endlich dazu bereit mich so auszudrücken, wie ich es immer wollte, mich zu kleiden, wie ich es immer wollte und so zu leben, wie ich es immer wollte und selbst wenn ich morgen mein Geld und meinen “Erfolg” einbüßen würde, würde ich immer noch genau den selben shit machen und hätte noch all die Leute, die ich schätze und die mir Kraft geben an meiner Seite. Ich bin zufrieden. Potential für Verbesserungen gibt es immer aber das Leben ist lang und alles kommt schon so, wie es kommen soll.

Auch meine äußerliche Veränderung sollte nicht allzu ernst genommen werden.

Bunte Haare und Spacey Outfits sind nicht dein Ding? Kein Problem Brodi, sei dir sicher, dass es zu 100% mein Ding ist! Mach ruhig, was auch immer du am meisten feierst und womit du dich am wohlsten fühlst und wenn ich sehe das du dich wirklich, wirklich, WIRKLICH fühlst und nicht irgendeinem öden Ideal nacheiferst feier ich’s mit dir, selbst wenn ich es anders machen würde! Unsere Unterschiede machen uns aus und sorgen dafür, dass wir uns gegenseitig inspirieren und auf neue Ideen bringen können. Wären wir alle gleich wäre unsere Menschenwelt noch trister und langweiliger, als sie es sowieso schon ist. Also lass dich nicht unterkriegen, sei du selbst und sei stolz darauf! Und wenn du dich nicht traust, weil der oder der in deinem Umfeld was dummes dazu sagen würde oder es in deinem Kreis nicht als “cool” oder “angebracht” gilt, dann hast du dein Team einfach noch nicht gefunden und du solltest deine Zeit und deine Individualität nicht damit verschwenden dich irgendwo reinzuzwängen, wo du nicht rein passt. Es gibt Menschen, die so ticken wie du und wenn du ehrlich zu dir bist und deine wahre Natur nach aussen trägst werden sie dich finden und du sie, wenn sie es genau so machen!

Naja, das wollte ich einfach nur mal los werden. 

Mir geht’s auf jeden Fall gut und ich freue mich auf die Zukunft! Ich wünsche jedem einzelnen von euch, dass er seinen Weg findet und das beste aus sich heraus holt. Spreaded Love, bleibt positiv, habt Respekt voreinander und helft euch gegenseitig! :)

Peace,

Ardy

Immer, wenn einer von euch ahnungslosen Idioten dieses Wort auch nur in irgendeinem Zusammenhang ausspricht, kommen diese Bilder wieder, dann ist alles wieder so real! Aber immer und immer wieder sprecht ihr es aus, lacht, macht Witze darüber, nehmt es nicht ernst... Für euch ist das ganz ganz weit Weg, weil euch ist das ja nicht passiert. Bei euch kommt nicht jeden Tag und jede Nacht die Erinnerung hoch, ihr träumt nicht jede Nacht wieder davon, wie er euch festhält, euch wehtut, euch nicht loslässt obwohl ihr stundenlang gegen ihn ankämpft, er seine Hände überall hat, er hat ja nicht euch dazu gezwungen Dinge zu tun, die ihr nicht wolltet, sondern mich... Habt ihr ne Ahnung was ihr damit macht über sowas immer und immer wieder zu lachen??
Das Problem ist: Angst machen. Angst machen war schon immer der falsche Ansatz. Wenn jemand versucht mir bei irgendeinem Thema Angst zu machen, dann weiß ich schon, wenn er das versucht, dann fehlen ihm offenbar die Argumente. Wenn er versucht, mich mit dem Mittel der Angst in irgend'ne Richtung zu drängen, dann fehlen ihm die Argumente. Genauso wie Leute, die - wenn ihnen die Argumente fehlen - einfach anfangen zu beleidigen. Das gibt’s auch.
Um ehrlich zu sein, finde ich Politik ziemlich öde. Ich habe bestimmte Ideale. Ich will zum Beispiel nicht, dass Menschen aus irgendeinem Grund ausgegrenzt werden, weil das einfach scheiße ist, aber was manche Politiker von sich geben, ist mir persönlich zu weit weg von der Realität. Da wären manche Rapper schon bessere Politiker – die wissen wenigstens, was die Jugendlichen interessiert.
—  Marteria

Es sind wohl die ­extremsten Tage in der Geschichte von Borussia Dortmund. Am Dienstag wurde der Teambus auf dem Weg zum Champions-­League-Match gegen Monaco Ziel eines Sprengstoffanschlags. Am Mittwoch musste die Borussia gegen Monaco antreten, obwohl die Spieler sich dazu nicht in der Lage fühlten.


Am Samstag spielte sie in der Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt, gewann 3:1 und erhielt dafür von Trainer Thomas Tuchel erneut «das grösstmögliche Kompliment». Nachher redete Roman Bürki, 26, und seit bald zwei Jahren Stammtorhüter der Dortmunder, über diese emotionalen Tage.


DB:Wenn Sie am Morgen erwachen, was denken Sie als Erstes: Hauptsache, ich lebe noch?


RB:Ich habe noch immer Probleme, schlafen zu können. Im Unter­bewusstsein zucke ich zusammen und schrecke darum auf. Das ist das Schlimmste: dass ich keine Nacht durchschlafen kann. Wenn ich dann aufwache, bin ich froh, dass ich daheim im Bett liege. Und dass die Familie bei mir ist, so ­finde ich etwas Ablenkung.


DB:Wie ist das am Dienstag genau abgelaufen?


RB:Wir sitzen im Bus wie immer, ­fahren vor dem Mannschaftshotel los. Und dann gibt es einen Riesenknall. Alle Köpfe wirft es vom Druck zur Seite. Dann ist es einen Moment lang ruhig, und plötzlich schreit einer, also Marc …

DB:…Bartra und Sie sitzen immer nebeneinander im Bus…


RB:…ja, zuhinterst. Die Scheibe ist ­geborsten, als hätte ein Schuss eingeschlagen. Alle werfen sich auf den Boden, ich rufe den Physiotherapeuten, damit er sich um Marc kümmern kann, aber der liegt selbst auch auf dem Boden und schützt sich. Ja, eigentlich war es ein ganz normaler Tag bis zu diesem Moment, der alles verändert hat – auch für den Fussball.
Muss immer zuerst etwas Gra­vierendes passieren, bevor man handelt?


DB:Wie können Sie so etwas verarbeiten?

RB:Wir haben sehr gute Betreuer, an die wir uns wenden können, wenn wir reden wollen oder ein Symptom auftritt, auf das man re­agieren sollte.


DB:Was für Symptome?


RB:Eben Schlafstörungen. Oder wenn man vergisst zu essen. Oder wenn man alles gleich wieder sieht, ­sobald man die Augen geschlossen hat. Solche Sachen.


DB:Was glauben Sie, wie lange es dauert, bis das vorbei ist und Sie den Vorfall verarbeitet haben? Was sagen die Fachleute?


RB:Bis zu drei Wochen kann es normal sein, dass du wegen des Schocks etwas spürst. Ich hoffe, dass es nicht so lange geht.


DB:Als Sie vor diesem Dienstag Meldungen von terroristischen Anschlägen hörten, was dachten Sie? Zum Glück bin ich nicht betroffen?

RB:Ich habe immer alles genau verfolgt, den Lastwagen in Berlin, den Amoklauf in München… Aber dass es einen Anschlag auf eine Fussballmannschaft gibt, das hätte ich nie gedacht. Alles andere war weit weg, und plötzlich bin ich selbst mitten drin. Das ist etwas, das ich niemandem wünsche. Meine Eltern sind sehr froh gewesen, als sie mich sahen. Da merkst du, wie wertvoll das Leben ist.


DB:Ihr Mitspieler Nuri Sahin hat am Mittwoch nach dem Spiel gegen Monaco gesagt, er habe erst richtig realisiert, was passiert sei, als er seine Familie wieder ­gesehen habe.


RB:Das ist so. Für mich war schlimm, dass wir schon am Tag nach dem Anschlag wieder spielen mussten, ich konnte mich gar nicht darauf konzentrieren. Ich nahm auf dem Platz alles immer etwas später wahr – als hätte ich einen Schleier vor den Augen. Nach dem Spiel kamen dann die Emotionen ­richtig raus. Da gab es Tränen bei ­jedem Spieler.


DB:Das Fernsehen hatte Sie kurz vor dem Anpfiff gezeigt, im Tunnel, der auf den Platz führt. War das bei Ihnen nur der übliche Versuch, sich zu konzentrieren? Oder waren Sie derart bewegt?


RB:Ehrlich gesagt, ich hatte Tränen in den Augen. Du musst raus, Millionen Leute schauen wieder auf dich, du musst wieder deine Leistung bringen. Wenn wir hätten wählen können, von uns hätte ­keiner gespielt.


DB:Trainer Thomas Tuchel redete davon, wie ohnmächtig er sich in diesem Moment gefühlt habe. Weil die, die am meisten betroffen waren, nichts zu bestimmen hatten. Ihr Teamkollege ­Sokratis sagte, die Spieler seien doch keine Tiere, sondern Menschen. Wie war das bei Ihnen?


RB:Ich spürte, dass es denen…


DB:…den Leuten von der Uefa…


RB:…ja, dass es denen nur ums Geld geht und nicht ums Menschliche. Wenn ich dann am nächsten Tag von irgendeinem Sprecher der Uefa oder der Fifa eine Aussage höre, das Spiel wäre abgesagt worden, wenn jemand ums Leben gekommen wäre… Also, das ist doch wohl die grösste Frechheit, die es gibt. Muss immer zuerst etwas Gra­vierendes passieren, bevor man handelt? Alle sagen nun, es sei ein Zeichen gegen den Terrorismus gewesen, dass wir gespielt hätten. Das war doch kein Zeichen, das war nur ein Ignorieren der Tatsachen.


DB:Wenn Sie nun trotzdem ver­suchen, etwas Positives aus diesem Spiel zu lesen: Sind Sie nicht froh, dass Sie es hinter sich und überstanden haben?


RB:Ich hoffte schon vorher, dass es nachher ist. Das ist so. Aber wenn ich jetzt auf diesen Match gegen Monaco zurückschaue, muss ich sagen, dass wir diesen Gegner ­hätten schlagen können. Klar, wir hatten noch ein wenig Pech mit Entscheiden des Schiedsrichters. Aber wenn wir schon in der ersten Halbzeit so gespielt hätten wie in der zweiten, dann hätten wir gewonnen. Und darum ist es, wenn man den sportlichen Aspekt betrachtet, nicht fair, dass wir überhaupt ­antreten mussten.


DB:Haben Sie sich seit dem ­Dienstag die grossen Fragen des Lebens gestellt?


RB:Die Frage ist immer: Warum? ­Warum ist das passiert? Bis jetzt ist das nicht geklärt. Ich sehe keinen Grund, wieso ein Mensch so einen Anschlag verübt. Es ist einfach krass, was auf dieser Welt ­abgeht. Und ich frage mich auch: Wieso wir? Wie ich das wahrnehme, hat es etwas mit Politik zu tun. Aber wieso wir Fussballer als Ziel? Wir haben uns doch immer von politischen Themen distanziert, wir haben dazu nie öffentlich Stellung bezogen. Uns anzugreifen, ist doch komplett absurd. Damit will ich nicht sagen, dass es jemand ­anders verdient hätte. So etwas hat niemand verdient.
Ich muss drei Kreuze an die Decke machen, dass ich noch am Leben bin.


DB:Die «Bild»-Zeitung zeigte am Donnerstag ein Bild von Ihrer Mannschaft vor dem Match gegen Monaco und schrieb dazu in riesigen Buchstaben: «Sie sollten alle sterben».


RB:Das habe ich nicht gesehen, aber ja… Ich habe jetzt auch Details erfahren. Dass sich Metallsplitter in Sitze bohrten, dass durch die parkierten Autos noch viel abgefangen wurde. Alle sagen, es ist ein Wunder, dass uns nicht mehr passiert ist. Ich muss drei Kreuze an die Decke machen, dass ich noch am Leben bin. Ich habe Marc ­(Bartra) im Spital besucht, er sagt: Was er hat, ist eigentlich nichts im Verhältnis zu dem, was noch hätte passieren können.
Drastisch gesagt: Zwischen Tod und Leben lagen Zentimeter.
Es ist unfassbar. Das kann ich gar nicht glauben. Auf einmal bin ich ein Ziel, sind wir alle ein Ziel. Das macht es so schlimm.


DB:Steigen Sie jetzt mit einem dumpfen Gefühl in einen Bus?


EB:Ich glaube, das macht jeder nach einem solchen Erlebnis. Jede Kleinigkeit fällt dir auf, die draussen am Boden liegt, du nimmst alles wahr, wenn du irgendwo entlangfährst. Es ist unangenehm. Zum Glück hatten wir heute (gestern Samstag) keine lange Anfahrt vom Hotel zum Stadion.


DB:Die Stimmung gegen Frankfurt war gerade am Ende gewaltig. War das noch ausgeprägter als sonst? War das Dankesagen der Zuschauer noch lauter?


RB:Schon gegen Monaco war es enorm, obschon wir verloren hatten. Es zeigt, wie in dieser Situation alle zusammenhalten. Wie unsere Fans und die von Monaco zusammenhielten, war krass. Und jetzt waren sie wieder enorm. Dass wir nach dem Spiel alle ein ­Leibchen von Marc trugen, sorgte nochmals für Gänsehaut.


DB:Was ist der Fussball in diesen Tagen für Sie?


RB:Etwas vom Wichtigsten überhaupt. Wegen dieses Vorfalls bin ich froh, dass ich etwas habe, auf das ich mich fokussieren muss. Ich spüre keine Leere, mir ist nie langweilig. Wenn ich jetzt heimkomme, ist die Familie da. Dann gehe ich ins Training, komme wieder heim, und die Familie ist immer noch da. Ich gehe mit dem Hund laufen. Am Wochenende ist ein Spiel, nächsten Mittwoch schon wieder eines. Es ist sehr wichtig, dass ich abgelenkt bin und versuche, nicht zu sehr darüber nachzudenken, was passiert ist.
Dass wir nach dem Spiel alle ein ­Leibchen von Marc trugen, sorgte nochmals für Gänsehaut.


DB:War das 3:1 gegen Frankfurt wieder ein Schritt zurück zur Normalität?


RB:Ja, sicher. Es zeigt, dass nichts ­kaputt ist und dass wir nicht auf einmal unkonzentriert werden. Klar, das Spiel war nicht über­ragend, vor allem die zweite Halbzeit nicht. Aber es hat uns weiter Selbstvertrauen gegeben.


DB:So viel, dass am Mittwoch sogar ein Sieg in Monaco möglich ist?


RB: Wenn wir so spielen wie am ­vergangenen Mittwoch in der ­zweiten Halbzeit…

DB:Woher nahm die Mannschaft eigentlich die Kraft, um da so gut zu spielen?


RB:Wir lagen zur Pause 0:2 zurück und hatten nichts mehr zu ver­lieren. Eine gute Aktion reichte schon, um das Selbstvertrauen ­wieder zu finden.


DB:Was wünschen Sie sich?


RB:Für Mittwoch?


DB:Grundsätzlich.


RB:Dass alle gesund bleiben.

—  Roman bürki Interview mit dem Bund.ch 16.04.17

anonymous asked:

Karfreitag ist auch einfach mal der unnötigste Feiertag überhaupt -.- Ich habe kein Essen zuhause weil aus irgendeinem verschissenen Grund alle Geschäfte zu haben, aber Hauptsache die Katholiken sorgen dafür das auch ja niemand tanzen geht oder seine Wäsche draußen zum trocknen aufhängt.

Ich weiß auch nich, warum man nen stillen Feiertag braucht, der Typ kommt doch am Sonntag wieder… also. Ist doch alles im Butter…… …