i-will-follow-you-into-the-unknown

bluemchenmmaedchen  asked:

Ist der Titel eine Anspielung auf "i will follow you into the Unknown" ? Weil es ja so ziemlich der Gegensatz davon ist...

Mhhh. Ja und nein. 
Ich will dir erklären, warum hier als mein Blogtitel nicht mehr “I will follow you into the unknown” steht, und warum ich stattdessen eine Zeile aus einem neuen Song, Into The Night, der auf dem nächsten Album zu hören sein wird gewählt habe.

Der Song“The Unknown”, als dieser kleine Hoffnungsträger, so.. von mir selbst an mich selbst, den ich damals schrieb als ich etwas brauchte, was mir einen Arschtritt verpasst, ist dann ja doch etwas viel viel positiveres als das Album “The Unknown” als jenes, das es hinterher so als komplettes Dunkeldunkeltraurigtraurigmimimimi Dingsbums war.. Ganz abgesehen davon, dass meine Melancholie und mein ewig schwarzes Gemüt und all meine Sorgen und Zweifel die hinter jeder Ecke lauern immer schon Teil von mir zu sein schienen, bin ich aber doch immer schon von ehrgeiziger Natur gewesen. Ich mochte mir nicht selbst dabei zusehen, wie ich an meiner eigenen nur dürftig gesunden Psyche zugrunde gehe und wollte mir selbst ein Stückchen Musik geben, dass mir gefälligst vor Augen führen sollte, dass ich verdammt nochmal meine Arschbacken zusammen zu kneifen habe und nicht immer meinem eigenen Durchhaltevermögen wie ein Häufchen Elend gegenüber zu stehen habe, wenn meine Knie schon wieder bloß angefangen haben zu wackeln. Dass ich mich meiner Angst und meiner Depression zu stellen hatte und ich aufhören muss mich selbst dafür aufzugeben, bloß weil mein Kräfte nicht genügen um ständig auf dem richtigen, sicheren Pfad zu bleiben und bloß weil ich manchmal verloren gehe und in kompletter Panik ausbreche und mich frage, wie ich hier nur landen konnte und vor allem wie das so schnell gehen konnte, wie ich mich jetzt bitteschön wieder vom kalten Boden erheben und dann auch noch herausfinden soll, wo der richtige Weg liegt. Dass ich mich damit auseinandersetzen muss, unfassbar Angst zu haben und manchmal scheitern einfach so unglaublich ekelhaft unvermeidbar ist. Und darauf zu warten, bis irgendjemand der nichts besseres zu tun hat als genau dein Leben wieder aufzurichten, irgendwann schon mit einem kleinen Licht angetanzt kommt und dir wieder ein Leuchten ins Dunkel bringt, du musst einfach nur darauf warten, vollkommener Schwachsinn ist. Du selbst bist das. Das wollte ich mir sagen, auf alle Zeit. Du selbst bist das, und niemand packt dich bei der Hand und ziegt dir wie du jetzt diese Demonen aus dir herausgezerrt bekommst. Du selbst musst dich bei der Hand nehmen und dir ins Unbekannte folgen. Nicht Mama, die dich umarmt und sagt dass alles gut wird. Oder Freunde, die vielleicht morgen ganz andere Pläne und Termine haben, als sich deinen Tränen zu widmen. Du alleine folgst dir. Und solange du dich nicht irgendwo in irgendeinem dunklen Waldstück sitzen lässt, weil dich die Dunkelheit so verrückt macht und es keinen Spaß macht, immer an Hoffnung zu glauben wenn man vor lauter gruseligen Bäumen nicht einmal den verdammten Sternenhimmel sehen kann und du dann einfach aufgibst und sagst, “Nee… Lauf mal alleine. Ich kann nicht mehr.” Du und du alleine, so als wärst du zwei menschliche Gestalten, zwei Menschenkräfte in einem, ihr folgt einander durch den Sturm. Niemand anderes. Und das war meine Hoffnung. Das gibt mir Mut, bis heute. Das ist immer noch Teil von mir. Aber das Album, an sich; das hat die Dunkelheit gemacht. Die Dunkelheit hat mir all diese Geschichten gegeben und all diese Wochen und Monate und Jahre war diese eine Liebe, dieser eine Mensch, dieses eine Kartenhaus aus Lügen und Feigheit und Irrelevanz und allem Bösen war Teil von mir, noch zwei Jahre nachdem der Auslösermensch verschwunden war.

Und das Album hatte nicht ganz eine so medizinische Wirkung wie ich das immer behauptet habe, um mir das ganze schön zu reden. Vielleicht war es gut, dass das Album so war wie es war. Vielleicht habe ich all das in all diesen Songs besser verarbeitet als ich es getan hätte, wenn ich keine Songschreiberin, keine Musikerin wäre, die durch ihre Musik Luft holt und freien Atem bekommt. Gut, paradoxerweise, dass man mir diesen Schmerz gegeben hat, um aus ihm andere Dinge zu formen, die mich auf Bühnen bringen, die die verschiedensten Menschen zu mir treiben, die mir Umarmungen von Menschen schenken, Worte von Menschen schenken, Tränen und Lachen von Menschen schenken, weil sie sich mit mir und diesen furchtbaren Geschichten verbunden fühlen. Welch ein Glück. Welch eine Ironie. Und seit 4 Wochen fühle ich mich zum ersten mal seit zwei Jahren so, als wasche mich die Zeit rein. Als wasche mich mein Ehrgeiz rein, mein Wille, diesmal das zu tun, was ich liebe, ohne Schmerz der mir zugefügt wird, nein, aus meiner eigenen Kraft heraus, weil in mir doch unter dieser ganzen Dunkelheit die viel zu lange über allem gelegen hat viel viel mehr Emotionen liegen und jahrelang zu Stein verwandelt waren, darauf gewartet haben wieder benutzt zu werden, während ich gedacht habe, mich würde all das nie wieder erreichen. All diese Liebe, die ich doch.. immer geliebt habe zu geben, würde nie wieder zurückkommen um vergeben zu werden. Dieser Wille, mich zu beweisen und Kraft zu zeigen, würde nie wieder zurück kommen. Mein Mut, mich und meinem Kopf, meinen Ängsten zu stellen, würde nie wieder zurück kommen. Meine Lust, Menschen zu sehen und aus meinem Bett aufzustehen und mir nicht wieder Ausreden einfallen zu lassen warum ich auf keinen Fall heute raus kann und auf jeden Fall keine Zeit hab, mich in Gesellschaft glücklicher Menschen zu geben, würde nie wieder da sein.

Und zum ersten mal seit zwei Jahren fühle ich mich, als geben mir diese Menschen die ich getroffen habe, in diesen wenigen Wochen, all das zurück. Ich fühle mich, als komme ich gerade neu auf die Welt und lerne meine verloren gegangene Madeline wieder von ganz neuem kennen, als hätte ich all die vergangenen Jahre im stumpfen Körper einer anderen gesteckt. Und die steht mir so gegenüber und zeigt mir all diese Dinge und sagt “Ja, siehste das hier alles… Du hast wohl gedacht das wäre für immer verloren gegangen, hab ich recht?” Und dann zeigt sie mir, wie sie Songs schreibt, wie sie sie seit Like Lovers Do nicht mehr geschrieben hat und sie zeigt mir, wie sie nachts wach liegt und kaum abwarten kann, wieder arbeiten zu können und unter Strom zu stehen, unter Menschen zu sein. Sie zeigt mir wie sie lacht, wie sie realisiert niemals auch nur einmal darüber nachgedacht, geschweige denn gesagt hat, dass das Leben schön ist. Sie zeigt mir, wie sie jene Worte sogar zum ersten mal laut ausspricht. Dass es wahr ist, dass es stimmt, dass das Leben schön ist. Sie zeigt mir, wie sie sich verliebt, auch wenn es albern und dumm und ziemlich naiv ist. Sie zeigt mir, wie sie schwärmt und träumt und das Gesicht im Kissen vergräbt vor albernen Schmetterlingen, die all die Jahre wie Eisbrocken im Bauch gelegen hatten und nie wieder aufzutauen schienen. Sie zeigt mir, dass sie nicht davon rennen muss, wie sie zwei Jahre lang immer davon gerannt ist, sobald ihr jemand zu nahe kam und ihr all das Angst machte. Und ich rede viel zu viel. Aber genau das wird das nächste Album vom ersten, von The Unknown unterscheiden. Ich folge dieser Dunkelheit nicht mehr länger. Ich gehe alleine, ohne meine Geister, die viel zu lange in mir weitergelebt haben. Ich komme gerade neu zur Welt und diesmal.. Diesmal gehe ich alleine. Diesmal folge ich mir, und niemand anderem in’s Unbekannte.

You were not an ocean that had a name,
But so much,
Your depth was unknown to the skies,
And your power unheard of, by the winds.
They’ve touched everything, but your soul,
Was unknown to the light, yet brighter than all the unknown skies.
You were not a name, that had a face,
You were in everything, and nothing,
Your beauty was so much, and so little,
About you, I wrote and I didn’t,
And when I did, volumes I read, about the volumes of oceans,
Piles I learned, about the piles of life,
And when I did, I read books about writing books,
Yet I wrote nothing but fractions of everything.
You were not a story to an end, or an end with a story,
You were not a city that claimed to forever wake,
You had no direction, and directions followed you,
You had no direction, and I followed you.
My destination,
Destination unknown.
—  iamsaadist

postitnotesandbulletpoints  asked:

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