hochgeschwindigkeitszug

19. August 2016 und 29. August 2016

Mit Taschenmesser und ohne Internet in niedriger Reiseflughöhe nach Großbritannien

Wegen einer Weiterbildung reise ich nach London und tue das im Zug. Ich stelle dabei fest, dass der Hauptunterschied nicht im Reisegrundgefühl liegt, sondern im Preis: Die Zugreise ist einiges teurer als ein Flug (konkret: Der reguläre Preis für ein Bahnticket Zürich-London retour beträgt knapp CHF 500.-, während Flüge bereits für CHF 100.- zu haben sind).

Ansonsten gibt es kaum Unterschiede. In Paris respektive London gilt es eine Stunde vor Abfahrt einzuchecken; Gepäck und Reisende werden gescannt und Ausweise kontrolliert. In Sachen Flüssigkeiten und Taschenmesser fällt die Kontrolle lockerer aus als an einem Flughafen, ansonsten aber sind Prozedur und involvierte technische Gerätschaften identisch. Nach dem Check-in wartet man auf die Öffnung des Gates; die Atmosphäre und das Konsumangebot sind von dem in einer Flughafenwartehalle nicht zu unterscheiden.

Im Hochgeschwindigkeitszug Eurostar gibt es wohl auch Internetzugang. Mir gelingt es allerdings nicht, ihn zu aktivieren, aber immerhin habe ich Onboardentertainment, kann auf einer Livejourneymap verfolgen, wo wir gerade sind, könnte mir endlich mal Shaun the Sheep anschauen oder einen Dokumentarfilm über Frösche neben anderem mehr. Eigentlich alles wie im Flugzeug und viel länger dauert das alles auch nicht.

(Franziska Nyffenegger)