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METROPOLIS (1927)

Director - Fritz Lang, Cinematography - Karl Freund, Günther Rittau, Walter Ruttmann

“Who is the living food for the machines in Metropolis? Who lubricates the machine joints with their own blood? Who feeds the machines with their own flesh? Let the machines starve, you fools! Let them die! Kill them, kill the machines!”

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Otto Knille - Weimar 1803 (Gemälde von 1884)

V.l.n.r.
Peter Cornelius, Lorenz Oken, Friedrich Christoph Schlosser, Johann Heinrich Voß (mit dem Rücken zum Publikum), Heinrich von Kleist, Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Johann Friedrich Blumenbach (auch mit dem Rücken zum Publikum), Friedrich Gottlieb Klopstock, Johann Gottlieb Fichte, Johann Heinrich Pestalozzi (vornübergebeugt sitzend), Jean Paul, Ludwig Tieck, eine Muse (sehr konkret, ich weiß :)), Zeusbüste, Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm und Alexander von Humboldt, Christoph Martin Wieland (mit Käppi im Vordergrund), Carsten Niebuhr, Friedrich Schleiermacher (den Kopf abstützend), Johann Gottfried Herder, Carl Friedrich Gauß, August Wilhelm Schlegel, August Willhelm Iffland (Fab im Vordergrund mit Ringelsocken), Johann Wilhelm Ludwig Gleim, Johann Christoph Friedrich von Schiller, Friedrich Maximilian Klinger

Weimars nächster Dichterfürst - Teil III

Teil I finden Sie hier: Klick!

Teil II finden Sie hier: Klick!

[dramatischer Blitz-Schnitt zu A.W.Schlegel, der sich stotternd an die Worte zu erinnern versucht]

[Werbepause]

Nach der Werbepause:

A.W. Schlegel (der sich stotternd an die Worte zu erinnern versucht, kurz die Augen schließt und tief durchatmet. Sein Bruder im Hintergrund drückt ihm ganz fest die Daumen. F. Schlegel setzt nochmal neu an und rezitiert dann sicher):

Bei Andernach am Rheine
liegt eine tiefe See;
stiller wie die ist keine
unter des Himmels Höh.
Einst lag auf einer Insel
mitten darin ein Schloß,
bis krachend mit Gewinsel
es tief hinunter schoß.

[Er endet. Schweigen.]

Iffland (schlägt theatralisch ein Bein über’s andere): Das war’s?

A.W. Schlegel (lächelt unsicher, nickt aber bestätigend).

Iffland (zu den Anderen): Puh. Was sagt ihr?

Goethe (tut so, als würde er aufschrecken): Bitte? Oh, entschuldige, ich war wohl eingenickt. (panischer Blick Schlegels) Nein, im Ernst, das war sterbenslangweilig. Fluss, Schloss, Seen, Natur, die das Seelenleben ausdrückt, das ist einfach so Empfindsamkeit, das will doch kein Mensch hören.

Iffland: Da muss ich dem Wolfgang ausnahmsweise mal zustimmen, tut mir Leid.

Anna Amalia (freudestrahlend): Also, ich fands super! Das war wenigstens etwas Angenehmeres, was Leichteres…Herzlichen Glückwunsch, August Wilhelm, hier ist dein Scherenschnitt.

[Jubelgeschrei, das in eine Montage anderer glücklicher Knaben mit Scherenschnitten in den Händen übergeht.]

Anna Amalia: Du bist eine Runde weiter!

[Schiller stolpert beinahe, als er seinen Schnitt abholt.]

Anna Amalia: Jetzt kannst du deinem Bruder mal richtig unter die Arme greifen. In der nächsten Runde.

[F. Schlegel fällt seinem Bruder hüpfend um den Hals]

Anna Amalia: Bei dir ist das alles so locker…und diese Lockerheit ist es, die wir sehen wollen.

[Falk rennt mit seinem Scherenschnitt zu den Schlegels, während Schiller und Scharffenstein im Hintergrund böse gucken.]

Off-Erzähler: Leichtigkeit ist sicher von Vorteil im Literaturgeschäft. Aber nicht alle können diese auch aufbringen.

[Cut zu Kleist.]

Kleist:

Die des Maines Regionen,

der Elbe heitre Au'n,

Die der Donau Strand bewohnen,

Die das Odertal bebaun,

Aus des Rheines Laubensitzen,

Von dem duft'gen Mittelmeer,

Von der Riesenberge Spitzen,

Von der Ost- und Nordsee her!
 

Chor.
Horchet! – Durch die Nacht, ihr Brüder,
Welch ein Donnerruf hernieder?

Stehst du auf, Germania?
Ist der Tag der Rache da?

Anna Amalia (an ihre Mitstreiter gewandt): Und, Jungs? Wie fandet ihr’s?

Iffland: Also ich kann mir nicht helfen, aber eine richtige Ballade war das nicht. Es wirkte auch eher stümperhaft formuliert.

Goethe: Ich bin da leider ganz bei August Wilhelm, dieses deutschnationale, der Tag der Rache… das alles war mir doch etwas zu heftig.

Anna Amalia (zurück an Kleist): Ich seh das leider ganz ähnlich, Heinrich. Deine Leistung hat uns nicht überzeugt. Du wackelst heute leider….

Off-Erzähler: Und da ist er nicht der Einzige.

Schiller (in die Kamera, während die anderen im Hintergrund Wasser trinken und in Decken gemummelt da sitzen): Also, heute wackeln ja der Heinrich, der Georg und der August…Aber wir haben eine Safecard, die wir verteilen können und ich wär ja für Georg, aber ich glaub, die Anderen sind der Ansicht, dass der Heinrich die heute braucht.

Kleist (von der Seite): Hey, ich brauch die echt so dringend, du hast doch gehört, was die gesagt haben, das war denen alles zu politisch, ich schwöre, die kicken mich raus…

Schiller (skeptisch): Meinste?

Kleist: Ich geh heut heim, das spür ich. Macht hier bloß keine Politik, das wolln die echt nicht.

Schiller: Kann ich mir jetzt nicht so vorstellen. Ich mein, der Goethe, der war ja selber Mal Stürmer und Dränger. Hast du gesehen, was der in Straßburg geschrieben hat?

Kleist: Mann, dass is dreißig Jahre her!

[Die Umstehenden lachen über die Übertreibung und schauen sich dabei verschreckt um.]

F.Schlegel: Jungs, is doch auch egal. Wir müssen uns langsam mal entscheiden.

[Betretenes Schweigen. Schließlich:]

Kotzebue: Also, von mir aus könnt ihr meine Card haben. Ich hab das nicht nötig. Wenn ich hier gewinne, dann weil ich’s verdient hab.

[Er geht. Bleiben noch Scharffenstein und Kleist.]

F.Schlegel: Lasst uns doch einfach abstimmen. Wer ist für Heinrich? Okay, und wer für Georg?

[Die Mehrheit entscheidet sich für Heinrich.]

Scharffenstein (halb wütend, halb resigniert): Wenn ihr meint. Aber dann kann ich auch gleich zurück nach Stuttgart. [geht mit Schiller, es bleiben die Schlegels und Kleist.]

A.W.Schlegel: Der soll sich nicht so anstellen, der is eh weiter.

[zustimmendes Achselzucken]

[Werbepause]

[Kleist und Scharffenstein vor der Jury, sie halten sich bei den Händen, Kotzebue daneben]

Anna Amalia: Vor mir stehen drei wunderschöne, talentierte junge Knaben. Drei Knaben, die in den letzten Wochen eine enorme Entwicklung durchgemacht haben. Georg und August, ihr wart von Anfang an unter unseren Favoriten. Ihr habt alles, was ein weltgewandter Dichter braucht, denn ihr bringt nicht nur Motivation und Redegewandtheit mit, sondern auch, was viele oft unterschätzen: Manieren. Aber in letzter Zeit ruht ihr beide euch zu sehr auf deinen Lorbeeren aus und wenn ihr nicht aufpasst, überholen euch die Anderen bald. Und du, Heinrich, du bist roh, ungeschliffen und manchmal echt unflätig (sie lacht). Aber du bringst auch frischen Wind hier herein. Vielleicht zu viel? Wir denken ja, aber deine Kameraden sehen das anders und haben dich gesafed. Es ist jetzt an dir, uns davon zu überzeugen, dass sie recht mit der Wahl hatten. Herzlichen Glückwunsch, du bist in der nächsten Runde. [Verhaltene Freude der Knaben]

[Anna Amalia wartet und lächelt.]

Anna Amalia: Bleibt noch ihr zwei. Die Entscheidung ist uns echt nicht leicht gefallen. Ihr hättet es beide so sehr verdient, weiter zu kommen. Aber ihr wisst: Nur einer von euch kann Weimars nächster Dichterfürst werden. Nur einen von euch erwarten ein Exklusivvertrag mit der Cottaschen Buchhandlung. Nur einer von euch schafft es auf das Cover des Musenalmanachs. Und nur einer erhält 3000 Taler im Jahr bar und einen Adelstitel. Aber wer von euch darf weiter hoffen?

[Dramatische Musik, Schweigen, dieselbe Szene aus drei Einstellungen, alle mit dramatischem Zoom.]

Anna Amalia: Es tut mir Leid, Georg, ich habe heute leider keinen Scherenschnitt für dich.

[Entsetzen bei Kleist und den Schlegels. Kotzebue umarmt mit einem beinahe bedauernden Lächeln Scharffenstein und nimmt seinen Scherenschnitt. Schiller wartet auf Scharffenstein und umarmt ihn dann.]

[Einzelinterview Scharffenstein.]

Scharffenstein: Ich hab’s mir ja fast gedacht. Schade, ich wäre echt gern unter die Top Ten gekommen. Aber jetzt drück ich einfach dem Friedrich die Daumen. Der hat es so verdient und dann schafft es immerhin einer aus der Carlsschule!

[zeigt Daumen hoch und lächelt bedauernd in die Kamera]

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July 14th 1789: Storming of the Bastille

On this day in 1789, French revolutionaries stormed the Bastille fortress in Paris. This event came towards the beginning of the French Revolution which led to the toppling of the monarchy and execution of King Louis XVI. The dramatic events at the Bastille were precipitated by the King’s refusal to approve the reorganisation of the Estates-General, a general assembly designed to represent the clergy, the nobles and the common people. In response to fears of a counter-attack by the King’s forces, revolutionaries planed to seize the weapons in the Bastille. The prison was lightly guarded and the revolutionaries were able to force their way through and the ensuing violence led to the surrender of the defenders. The Bastille was where the French monarchy held their opponents, including figures like the mysterious ‘Man in the Iron Mask’ from 1670 to 1703, and so the mob also released the seven prisoners held there. The Bastille had represented ironclad royal authority and its fall was a major turning point in the revolution. After the Bastille the revolution escalated, with the passage of the Declaration of the Rights of Man and abolition of feudalism in August. A republic was declared in 1792 and the King was beheaded in January of the next year. For its prominent role in the French Revolution, this day is commemorated in France as a public holiday, Bastille Day.

“Is this a revolt?”
“No Majesty, this is a revolution
- supposed conversation between Louis XVI and adviser Duc de Liancourt after the storming of the Bastille

Die Prinzregententorte is a cake from Bayern (Bavaria), consisting of at least 6, usually 7, thin layers of sponge cake interlaid with chocolate buttercream and a topping of apricot jam. The exterior is covered in a dark chocolate glaze. It’s very popular in Bavaria, available in shops and cafes year-round. The cake is named after Prince Luitpold, who was prince regent of Bavaria beginning in 1886. Its exact origin remains in dispute; among those claimed as its creators are the prince regent’s cook, Johann Rottenhoeffer, the baker Anton Seidl, and the baking firm of Heinrich Georg Erbshäuser.

Concerto for Recorder and Traverso in E minor
Georg Phillip Telemann, Aldo Abreu, Suzanne Stumpf, Musicians of the Old Post Road

Telemann’s Concerto for recorder and traverso in E minor is one of the very few pieces from the period that pairs both kinds of flute: the transverse flute and “flute a bec,” the recorder. Here we have the first two movements of the four movement concerto. In the first movement we hear long stretching lines that showcase each instrument and its timbre in turn before they come together. In the vigorous second movement features a loosely fugal ritornello and features each instrument in turn.

This recording is very special as both the traverso and the recorder that are used are 18th century originals. Both are ivory instruments by Georg Heinrich Scherer in the collection of the great recorder maker and innovator Friedrich von Huene. Following restoration by Friedrich the two instruments fortuitously play well together. The opportunity to hear two original instruments by the same maker in such excellent playing condition is indeed rare, and it is incredibly generous of Friedrich to have loaned these instruments to be used in this recording.

When a hermit crab’s shell becomes too small for its body it needs to find a bigger empty shell lying around. The crab may take pretty much a shell of any other gastropod. However, as often more then one crab is looking for a new house to live in, a competition for the shells can become quite fierce. It is common to see many crabs forming what is known as a vacancy chain, in which crabs of different sizes are swapping their shells at the same time. This video shows one such house swapping party (as ever perfectly dubbed by Sir David Attenborough). 

Drawing from Gemeinnüzzige Naturgeschichte des Thierreichs : darinn die merkwürdigsten und nüzlichsten Thiere in systematischer Ordnung beschrieben und alle Geschlechter in Abbildungen nach der Natur vorgestellet werden by Georg Heinrich Borowski