hallts

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“Ich wollte rennen, einfach davon, doch etwas hielt mich hier, an diesem Ort. Dein Lachen, es hallt in meinem Kopf wieder. Ich weiß nicht weiter, rennen oder stehen bleiben? Hier erinnert mich alles an dich, an diesem Ort, es ist als wäre alles verflucht, du bist der erste der es bemerkt hat, du hast den Fluch versucht zu brechen, dabei bist du selbst gebrochen. Du wolltest diese Stadt verlassen, leben, du selbst sein, doch sie hat dich gebrochen. Seitdem lacht niemand mehr, es ist grau, gleicht einem Film aus den 80ern. Willst du nicht ein letztes Mal lachen, für mich? Ich vergesse täglich, das du bereits fort bist, vielleicht ist es das was ich lernen muss, Menschen gehen zu lassen, die nie bleiben wollten, doch du hälst mich gefangen, es ist als würde deine Hand noch immer meine halten, als wärst du noch immer hier. Hier bei mir, mit meiner Hand in deiner. Du fehlst mir, auf hunderttausend verschiedenen Arten, doch weißt du was das aller schlimmste ist? Ich drehe mich im Kreis, das grau färbt auf mich ab, dieses Leben scheint nicht mehr genug, ich will mehr und dennoch bin ich eingeschlossen, wie hinter Gittern. Meine Mauern sind hoch, dank dir. Wie soll ich hier weg kommen, ohne dir zu folgen? Wie soll ich dir folgen, ohne zu wissen wo du bist? Woher soll ich wissen wo du bist, wenn der Himmel so unendlich weit ist?”

Eigentlich war vor dir nie irgendwas echt. Ich habe vor dir Liebe gespürt, gefühlt und gesagt aber erst als du kamst, wusste ich, was es heißt, Liebe zu leben. Lieben zu lieben, lieben zu hassen, lieben zu leiden, lieben zu halten, lieben zu lassen, liebe zu geben, liebe zu nehmen, liebe zu leben, lieben zu sterben.
Die Zeit mit dir war die lehrreichste, schönste, schlimmste und zu gleich beste Zeit. Und auch wenn du nun weg bist, ich dir nichts mehr bedeute, du gut ohne mich leben kannst, und all deine Versprechen nichts mehr an wert haben, hallt dein Lachen in meinen Ohren wieder, ich schmecke deine Küsse in meinem Mund, und mein Herz schlägt, wenn auch gebrochen, in Gedanken an deine Nähe einen Takt schneller. Dein Name wird ab nun immer bitter schmecken, aber Baby, ich liebe dich für immer.

Israel: Über den Dächern von Jerusalem - ein Reisebericht

gmx.net meldet:
Ich bin irgendwo zwischen Jaffator und Damaskustor, als über dem muslimischen Viertel der alten Stadt der Ruf des Muezzins hallt. Es ist das erste Mal auf meiner Reise durch Israel, dass ich dem Ruf aus dem Minarett lausche. Kurz verweile ich auf den Stufen der Mauer und schaue über das dichte Häusermeer Jerusalems, aus dem die goldene Kuppel des Felsendoms auf dem Tempelberg herausragt…
Quelle: http://www.gmx.net/magazine/reise/blog/madlen-brueckner/daechern-jerusal… http://dlvr.it/9tS71r traveLink, its all about travel & news…

Und endlich liegen wir hier
Vereint.
Ich mag das Liegen mit dir
Zu zweit.
-
Der Atem, die Stille
In Hülle und Fülle,
So ganz nah bei dir
Vertraust du nur mir
Und ich mag das.
-
Die Liebe schlägt Funken
Bei unsren 12 Stunden,
Wir tanzen bergauf und bergab.
Das Echo hallt los,
Wie sag ich es bloß?
Ach weißt du? Ich liebe dich!
-
Trotz fauchen und zanken
Müssen wir Liebe tanken,
Und tun das,
Allein unter uns.
-
Ich dank dir für alles,
Und frag mich nochmal es
Wir immer gleich sein was ich sag:
Ich liebe dich.

anonymous asked:

Ich hab mich in einen sehr guten Freund von der Berufsschule verliebt und wir syehen und extram nah (auch körperlich) doch er hat eine Freundin.. soll ich es ihm sagen? Das geht jetzt schon seit September so und ich hallte es mittleweile einfach nicht mehr aus.

Er hat eine Freundin? Heißt ja iwie das er einen Menschen von ganzem Herzen liebt. Denke ich jedenfalls, das man das sollte. Und was ist wenn er dir sagt Nein geht nicht? Dann ist deine Welt noch mehr kaputt und diese paar Worte machen dann vllt eure ganze Freundschaftliche Beziehung kaputt.

Ein Schritt an die Pforte

Was tu ich hier? Ich weiß es nicht.

Seh direkt vor mir helles Licht,

es sieht mich an, ich lauf drauf zu,

ganz ohne Plan und ohne Schuh

spür ich so feucht und kalt Asphalt,

der meine Füße schwarz verfärbt,

durch Scherben lauf ich, plötzlich hallt

ein Schrei durch’s Dunkel! Ewig währt

der Hall noch nach. Ich laufe weiter,

werde schwach, seh einen Reiter.

Kopflos auf mich zu er trabt,

zieht hinter sich schwer einen Sarg

so schwarz wie Pech und doch sehr schön,

ich will mich betten. Es ertönt

ein Knall so laut! Nicht zu erdenken,

dass ein Solcher Leben schenken,

eher wohl zerstören kann!

Ich dreh den Kopf, sie seh’n mich an.

In Engelsweiß dort bei mir steht

ein Arzt und spricht: „Welch Glück, er lebt!“

Der Trompetenklang hallte durch den ganzen Raum. Mein Blick folgte seinen Fingern. Er war hochkonzentriert, trotzdem bemerkte er mich.  Er stand da auf der Bühne. Ich konnte den Blick einfach nicht abwenden und mein Herz spielte im Einklang mit seinem Instrument. Als ich ich wieder den Raum betrat, spielte er ein leises, zuckersüßes Lied. Zufall? Keine Ahnung. So etwas Schönes habe ich noch nie in meinem Leben gehört.

6.5.15

-E.

mondfvnsternvs asked:

Vermisse?

“Ich vermisse deinen Geruch, die Art wie du mich angesehen hast, dein lachen das meine Welt einen Moment zum stehen brachte, ich vermisse alles an dir. Ich weiß noch, wie wir gemeinsam durch die Stadt liefen, als wären wir betrunken, dabei waren wir einfach verdammt glücklich, du hielst meine Hand fest in deiner, unser Gelächter hallt noch heute zu mir rüber. Es ist schwer all diese Gedanken aus seinem Kopf zu verbannen, denn du bist einfach immer da, egal ob morgens im Bus, oder Abends im Bett, selbst in meinen Träumen lässt du nicht von mir ab. Unsere Erinnerung scheinen so nah, so präsent, doch sie sind unreal, weit weg und lange vergangen, du bist fort, ich noch hier. Mein Atem wird schwer, ein letztes Mal Blick ich zurück, bevor ich schritt für schritt weiter geh, mit deinen Augen vor den meinen und deinem lachen im Ohr. Ich vermisse dich, jeden Tag ein Stückchen mehr.”

Meine Gefühle rauschen ungehindert durch mich durch wie ein Wasserfall, jedes Wort meiner Liebsten rauscht durch mich hindurch und hallt an den Felswänden meines Kopfes wider, jede kleinste Variation von Intonation und Stimmfarbe kann ich spüren. Aber ich kann sie nicht richtig deuten, weil da mein Borderline eben dazwischengrätscht und die Interpretation übernimmt. Viel mehr fühlen als zu fühlen sein sollte. Phantomgefühle werden das, Geister, die eigentlich nicht sichtbar, spürbar sein sollten.
Ich habe das allsehende Auge – für Scheiße. Früher habe ich das erfolgreich mit Alkohol geblendet. Da aber permanenter Suff nun auch keine Lösung für irgendwas ist – musste ich lernen, dass ich selber zu viel denke. Und ich muss das immer noch. Ich sehe zu viel, höre zu viel, spüre zu viel – und ziehe daraus falsche Schlüsse.Das ist ein wunderbarer Quell der Inspiration, ohne Frage, die Welt anders, direkter sehen zu dürfen als manch anderer Mensch. Zusammenhänge herstellen zu wollen. Am Leben aller teilzunehmen, Stimmungen direkt aufzufangen und aufnehmen zu müssen.
Stimmungen in einem Raum überrollen mich wie eine Flutwelle. Manchmal macht mich das glücklich. Manchmal wirft es mich um. Ich bin in allem direkt da und beteiligt. Und direkt getroffen.Denn ich merke schnell, wenn etwas „off“ ist. Wenn etwas nicht stimmt. Ich bin ganz sicher in diesen Momenten. Und erst später begreife ich wieder, dass ich zu viel interpretiert habe. In diese subtile Tonverschiebung in der Stimme, die mir aufgefallen ist. Die aber nichts aussagen sollte. Aber nicht in diesem Moment. Da weiß ich nur ganz sicher, mein Gegenüber „durchschaut“ zu haben. Ein Gefühl, das von der Depression kommt. Die interpretiert jeden verrutschten Tonfall auf diese Art und Weise. Nur eben, dass mir durch die Hypersensibilität gefühlt Zehn mal häufiger diese verrutschten Tonfälle auffallen. Es ist zum verrückt werden. So entsteht Paranoia.Und dann sage ich mir im Kopf immer wieder: Denk doch nicht so viel. Andere Menschen sind nicht wie du. Sie können die Frequenzen auf denen du zuhörst – die können sie selbst nicht hören. Und wenn sie da nicht hören können – wie sollen sie da verständlich sprechen?
Leider, leider, klappt das viel zu selten.
Und dann bleibt mir nichts, als diesen Ärger zu schlucken. Mir immer wieder einzureden, dass all das was ich sehe, höre, was ich dazudenke und dazufühle, dass das alles nicht so gemeint und gedacht ist von der Welt und den Menschen. Dass ich einfach nur Muster sehe, weil ich mir die Welt erklären muss. Ich muss mir das einreden, damit mein Kopf das nicht vergisst.
Mein Kopf versteht das alles nämlich, wenn man ihn erinnert.Und der, der kann dann zum Herz sagen: “Hey Herz, lass uns später wütend sein. Dann, wenn uns niemand verstehen oder aushalten muss.”
Und dann bin ich wütend. Obwohl niemand mir was Böses will.

Hoi – Willkommen in Liechtenstein! Erlebnis-(S)Pass im Kulturjahr 2015
Ein besonderes Kulturjahr im Fürstentum Liechtenstein lockt mit Historischem,Kostbarem sowie Ungewöhnlichem und entführt Neugierige bis ins All. Stressfrei und günstig entdecken Gäste ihre Höhepunkte mit dem Museums- und Erlebnispass.

bfs Vom Fürstentum über die Welt ins Weltall hallt es noch i…
http://aussenden.com/hoi-%c2%96-willkommen-in-liechtenstein-erlebnis-spass-im-kulturjahr-2015/ | http://k.ht/m1z

Ideensumpf: Drachenland

Auszug

„Deimos! Phobos!“, hallte die Stimme der Drachendame Shela durch den dunklen Wald suchend nach ihren beiden Kindern. Sie suchte jetzt schon eine ganze Weile nach den Beiden und fing langsam an sich Sorgen zu machen. Phobos war immer ein sehr liebes Kind und würde sicherlich von jeglichen Schwierigkeiten fern bleiben. Sein Zwillingsbruder Deimos im gegenzug allerdings schaffte es immer wieder sich in die unmöglichsten Situationen zu bringen und das auch noch ohne große Anstrengung. Da die Beiden meist auch noch unzertrennlich waren, wurde Phobos leider immer in die Schwierigkeiten seines Bruders mit hinein gezogen. Shela war ziemlich oft mit den Nerven am Ende. „Mama!“, hörte sie dann eindeutig Phobos Stimme ihr entgegen hallen. So schnell es ihr möglich war, eilte sie mit ihrem stemmigen Drachenkörper durch die dicht aneinander gewachsenen Baumstämme. Normalerweise mied sie es lieber sich so hindurchschlängeln zu müssen, denn fliegen war um einiges einfacher. Jedoch würde sie den Boden, dank der dicht bewachsenen Baumkronen, nicht sonderlich gut sehen können. Sie war ja schon froh, dass das Starten und landen gerade so funktionierte.

sparcode-- asked:

😁

“Ich habe diesen einen Wunsch, diesen einen Traum, ich will raus aus diesem Ort, weg von diesen Menschen. Er ist nicht groß aber auch nicht klein, sie versuchen ihn mir auszureden, doch ich höre nicht, ich will es schaffen. Mein Lachen hallt schon lange nicht mehr durch die Gassen, dieser leeren Stadt, der Hass auf mich selbst ist mir auf den Körper geschrieben, die kalte stets in mir drin und ich weiß, sie wissen es alle, doch niemand tut etwas. Sie sehen mich an, reden mir meine Träume aus doch versuchen nie zu helfen, manchmal Frage ich mich, ob ich wirklich so allein bin, wie ich oft tue, doch im nächsten Moment sehe ich niemanden hinter mir stehen. Egal wie oft ich mich drehe, in alle Richtungen, dort ist niemand. Ich will schreien, weinen, weg rennen doch bleibe stehen, an diesem Ort an dem die Masken der Menschen, nicht nur zum Maskenball getragen werden. Und ich sag euch, ich bin kein Verlust, also lasst mich gehen, lasst mich leben, lasst mich schreien, lasst mich endlich frei, euer Käfig gefällt mir nicht, auf euere Regeln scheiß ich, man wir leben nicht im 18 Jahrhundert, hier ist jeder gleichberechtigt also nervt mich nicht, meine träume sind nicht unrealistisch, nur in euren Augen so nichtig.”

Seite 1

Gwen.
Mittlerweile hatten wir April 2015 und ich musste zugeben: Mein Leben lief gerade fantastisch und es ging mir echt ausgezeichnet. Es ging echt in sämtlichen Bereichen meines wirklich alles gut. Meine Eltern waren die ersten Monate offiziell getrennt und ich hatte meine Mutter auch nicht mehr sehen müssen. Zwar wohnte Carolyn noch bei uns, aber die blendete ich weitestgehend aus und außerdem kamen wir ja eigentlich auch recht gut miteinander klar. Außerdem schwankte mein Durchschnitt in der Schule jetzt immer mal zwischen 1,1 und 1,15 weshalb ich gar keine Sorgen mehr besaß, dass irgendwas schiefgehen könnte - Immerhin besaß ich ja schon meinen Studienplatz in London, freute mich riesig und war fast am Durchdrehen, dass das klappte. Nur gab es da einen kleinen Hacken: Die Diskussion mit Darren, der ja eigentlich nicht nach London wollte, hallte aber immer noch in meinem Hinterkopf und wir hatten erstmal beschlossen, meinen Abschluss abzuwarten. Darren war nämlich mittlerweile auch ein fester Bestandteil meines Lebens, auch wenn wir ja eigentlich nur ein Jahr und drei Monate zusammen waren. Wir hatten in der Zeit echt schon viel miteinander durchgemacht, aber eben auch viel Gutes hinter uns. Seit letztem Sommer war er jetzt eigentlich nur am Arbeiten und Geld für’s Studium zusammenkriegen. Beworben hatte er sich bislang aber noch nicht und hatte für die nächste Woche einen Termin bei einer Studienberatungsstelle. Ich hatte mich ja seit Jahren auf Medizin versteift und jetzt sah ich da keinen anderen Weg mehr. Nur wollte ich auf keinen Fall alleine nach London gehen und Darren hier in Seattle lassen. Ich wollte ihn weiterhin an meiner Seite sehen.
Heute hatten wir darüber aber noch nicht diskutiert und uns auch nur heute morgen gesehen. Es war Montag und ich hatte bei ihm geschlafen, aber er war schon früher aufgestanden und gut eine halbe Stunde früher zur Arbeit gefahren als ich. Ich war mit Jack zusammen zum Bus gelaufen, dann eben zur Schule gefahren und wir hatten in Mathe geschwitzt, danach noch ein bisschen Englisch gehabt und die Schule war vorbei gewesen. Zuhause hatte ich gegessen, mit Darren geschrieben, als er Mittagspause hatte und jetzt fuhr ich gerade in die Stadt. Ich hatte in einer halben Stunde einen Termin beim Frauenarzt und sorgte mich eigentlich nicht sonderlich. Es handelte sich nur um eine Routineuntersuchung und die musste ich eben über mich ergehen lassen.
Im Vorzimmer wurde ich von einer der Arzthelferinnen freundlich begrüßt, zeigte meinen Bestellschein und auch meine Krankenkarte. Danach setzte ich mich ins Wartezimmer und hängte meine Jacke noch an der Garderobe auf, ehe ich kurz eine Nachricht auf Whatsapp beantwortete. »Was geht heut so ab in Seattletown? Mir ist langweilig. Machen wir heute was?« Carter hatte anscheinend nichts zutun? »Ich könnte shoppen vertragen.«, schrieb Stella. »Oh ja!«, hatte ich noch getippt. Danach wurde ich ins Zimmer zitiert und schaltete mein Handy auf stumm.

Darren:
Seit dem ich meinen Abschluss hinter mich gebracht hatte, der sogar ziemlich gut war, da die schlechteste Note B mit „good“ war. Eigentlich würde ich, sofern ich kein Medizinstudium anstrebte, wie Gwen, überall ganz gut reinkommen, weil mein Schnitt mit 1,7 noch okay war. Ich konnte weder Latein noch Chemie oder Literatur oder Kunst, aber in allen Bereichen hatte es für B gelangt und damit war ich absolut zufrieden.. was wahrscheinlich daran lag, dass mir Gwen mehrmals Macbeth oder lateinische Grammatik erklärt hatte. Sonderprüfungen hatte ich in Physik, Geschichte und Sozialkunde ablegen müssen, weil meine Note auf der Kippe stand. Aber sonst kam ich gut davon. Jedenfalls hieß es jetzt schon monatelang arbeiten. Früh aufstehen, mit der Bahn zum Discounterlager fahren, Kisten und Waren sortieren, eintragen und in die Kühlhalle bringen lassen. Manchmal musste ich auch, nachdem der Laden dicht war, Lebensmittel durch die Gänge karren. Im Grunde machte mir der Job nichts aus, weil Bexton hier auch rumlief. Zwar blödelten wir zu oft rum und hatten ab und an Mist gebaut, den man dann kurz vor knapp beseitigen konnte, ehe es einer mitbekam, aber das Klima gefiel mir. Das Beste an der Sache waren immer noch großzügige Raucherpausen und McDonalds war nebenan. Theoretisch hätten sie das System von Kundenkarten einführen können. Mum und Dad pumpten mir zwar nicht mehr so viel Kohle rein, weil ich ja selbst verdiente, aber das Geld ziemlich vereisend und mit Maulkorb auf einem Konto anlegte. Sie würden mir die vollen Studiengebühren bezahlen. Aber immerhin wohnte ich noch daheim, aß und schlief dort, womit die Kosten für eine Wohnung und benötigte Lebensmittel schon mal flach fielen. Dass Gwen dann aber unbedingt nach London wollte um zu studieren lag mir abermals quer im Magen und ich wollte mich nicht damit anfreunden. Zumindest dachte ich noch nicht 24/7 daran. In den nächsten Tagen stand eine Studienberatung an, bei der ich vorlegen würde, was ich mir dachte zu studieren, würde mich beraten lassen, ob es möglich war, was ja immerhin funktionierte und wo die bestbestimmte Uni dafür lag. Immerhin hatte ich mir schon Pläne und Ziele gesetzt. Jack wusste immer noch nicht, was er machen wollte.
Nachmittags ließ ich mich von irgendeinem Kerl der mit dem Gabelstapler fahren durfte, denn ich hatte immerhin keinen Schein dafür, durch das Lager karren, trug blaue Arbeiterlatzhosen, ein Achselshirt und Handschuhe. Dabei hielt ich mich an einer der Stangen fest und sah geradeaus, während wir jetzt in Richtung aufgereihter Kästen fuhren, in denen volle Flaschen lagerten. Bruce und ich sollten sie verlegen, wobei er die ganze Zeit übertrieben laut Lil Wayne hörte, versuchte mit zu rappen, was aber mehr als nur schräg klang. Bexton hatte die heutige, von allen unbeliebte Assi-Aufgabe bekommen, denn er durfte wischen. Sie hatten das Kühllager runtergeholt und die Lebensmittel in Haus 2 verlegt, weil irgendeine Sicherung durch war und der Elektriker drin war. Bexton musste jetzt den Dreck wegräumen. Der biestige Chef von der Warenannahme drüben war heute zu irgendeiner Frischetagung in Vancouver, sodass wir eigentlich nicht wirklich zu einem Ergebnis kamen und den halben Nachmittag mit dem Gabelstapler irgendwelche Vergnügungsfahrten durch die Hallen machten…

Gwen.
„Guten Tag, Miss Shepherd? Geht es Ihnen gut?“ Sie lächelte mich freundlich an, trug einen Arztkittel und saß schon vor einer aufgeschlagenen Akte an ihrem Schreibtisch. Die Akte gehörte anscheinend zu mir und sie überflog kurz die letzten Zeilen, danach tippte sie etwas in ihren Computer ein. „Sehr gut, danke.“, erwiderte ich. Ich war vor zwei Wochen hier gewesen und hatte mir einen Termin geholt, außerdem hatte ich noch ein paar Proben abgeben müssen. Sie hatte eben gesagt, dass das einmal im Jahr ganz normal war. Dann zog sie noch einen Umschlag aus der Akte und mit einem mal schien sie nur noch zufriedener. Was war das denn? „Oh, Miss Shepherd. Es sieht ganz so aus, als hätte ich heute eine frohe Botschaft für sie.“, versicherte sie mir amüsiert und danach legte sie auch diese Zettel wieder ordentlich auf den Tisch. Das Strahlen konnte ich nicht so recht deuten, denn allein dafür, dass ich gesund war, war es schon fast zu viel. „Ach ja?“, hakte ich kritisch nach und sie lächelte nur noch mehr. „Ich darf ihnen heute mitteilen, dass sie schwanger sind!“ Mit einem Mal fiel mir der Unterkiefer ein Stück nach unten und ich starrte sie aus immer größer werdenden Augen an. „Schwanger?“ Nicht ansatzweise so erfreut wie sie bebte mit einem Mal mein ganzer Körper und es rauschte mir bis in die Ohren. „Das geht nicht!“, erwiderte ich noch und sie wirkte sofort erschüttert, ehe sie mit ihren warmen Händen nach meinen Fingern griff und diese leicht drückte. „Machen Sie sich bitte keine Sorgen. Das ist doch etwas Schönes.“ - „Aber ich bin Schülerin und stehe kurz vor meinem Abschluss, danach möchte ich Medizin studieren. Da habe ich doch gar keine Zeit für Kinder!“ Ich kam mir so machtlos vor und tupfte mir jetzt mit einem Taschentuch die Lider meiner Augen ab, damit ich keine schwarzen Schlieren im Gesicht hätte. „Oh…“, säuselte sie nur und ich nickte. „Ja, genau!“
In den nächsten Minuten sammelte ich mich nur wenig. Wir sprachen darüber, ob ich denn wissen würde, wer der Vater wäre und ob ich auch immer regelmäßig verhüten würde. Sie ging davon aus, dass ich erst seit wenigen Wochen schwanger war und demnach konnten wir auch noch eine Abtreibung in Angriff nehmen. Bislang durchzog mich deshalb auch noch kein schlechtes Gewissen. Sobald wir dann aber eine Ultraschalluntersuchung „Oh … Oh, nein. Das … Miss Shepherd, wie sah das denn in den letzten Monaten mit Ihrer Periode aus? Ich stelle nämlich fest, dass dieses Kind schon mehr als nur ein paar Wochen alt ist.“ - „Wie meinen Sie das?“, wollte ich wissen und hatte die Augen nur noch mehr aufgerissen. „Urteilten wir über die Größe und das Gewicht, dann sind sie womöglich schon um fünften Monat.“ - „Im fünften?“ Ich griff mit meinen Händen in meine Hose und hielt den Stoff mit der schwitzigen Haut umschlossen. „Sind Sie sich da ganz sicher?“ Sie nickte nur. Ich hatte nicht zugenommen. Nicht einen einzigen Kilo. Ich hatte mich viel eher schon fast krampfhaft darum bemüht, endlich abzunehmen, denn ich hätte für den Sommer lieber wieder eine schlankere Taille gehabt. Als sich dann aber herausstellte, dass ich schon im Dezember schwanger geworden war und es nicht bemerkt hatte, weil ich meine Regel sowieso so gut wie nie bekam - Sie fiel einfach so schwach aus, aber ich hatte mich auch nie gesorgt. Bislang war ich ja auch nie schwanger gewesen! Jedenfalls machten wir uns dann einen neuen Termin aus und ich verließ die Praxis am Boden zerstört und schluchzend. Meine Hände waren zittrig, als ich Darren’s Namen auswählte und danach auf seine Handynummer tippte. Hoffentlich würde er rangehen. Ich wusste ja, dass er arbeitete, aber er hatte sein Handy manchmal auch mit im Lager.

Darren:
Nachdem wir ein bisschen rumgekarrt waren, verschwanden wir zur Raucherpause, tranken dann ein bisschen Kaffee. Der Chef war nicht da, sodass wir locker im Büro Kaffee holen konnten. Immerhin war sonst jeden Tag McDonalds drin und wir investierten haufenweise Kleingeld in den Automaten hinter der Theke. Sonst musste ich um 6 aufstehen und das täglich, sofern ich nicht frei hatte, was so gut wie nie passierte. Bexton musste weiter ackern und wir zogen ihn auf, nachdem wir wieder drinnen waren. Er stank höllisch nach dem Kleber der isolieren sollte und Frühlingsfrische, die er in den Eimer zum Wischen gekippt hatte. Er lief die ganze Zeit mit einem Besenwischding rum, das unten eine flache Klappe besaß, an dem man einen Lappen einspannen konnte. Dazu hatte er noch einen Wischwagen, den die Reinigungstunten immer hinter sich herzogen, wenn sie im Supermarkt die Gänge wischten. „Ihr seid so.. ist ja nicht so, dass ich auch mal Pause machen will!“, rief er noch uns nach, war wohl ein bisschen wütend, aber Bruce lachte nur und verzog sich dann wieder. Ihm schien der Job zu gefallen, auch wenn ich mir für den Rest meines Lebens spannendere Tätigkeiten vorstellen konnte. Aber bis dahin hatte ich noch ein bisschen Zeit und die Studienberatung kam auch nicht etwa zu früh.
Gegen 4pm hatte ich Schluss, musste aber noch eine gute halbe Stunde Zug fahren, damit ich von Northern Seattle in die Mitte kam, wo ich etwa westlich in Queen Anne wohnte. Hunger hatte ich auch, aber meine Mutter bestand darauf, dass ich zum Essen nachhause käme und mir zwischendurch nicht den Magen zuschlug. Außerdem hatte sie neuerdings einen europäischen Fimmel und neigte ab und an ab Russisch zu kochen. Die letzten paar Tage hatte ich Überstunden machen müssen, weswegen ich heute eine Stunde eher aufhörte. Am Wochenende würde ich auch nicht kommen, weil meine Überstunden für die Arbeitszeit ausreichen würden, damit ich nicht die neue Ware verfrachten müsste. Nachdem wir fertig waren, ging ich noch duschen und zog mich dann wieder um, warf meine Arbeitsklamotten in einen Spind und schloss ab. Danach schnallte ich mir die Kopfhörer um und verkabelte die Klinke mit meinem iPhone, ehe ich Musik auswählte und zur Ubahnstation lief. Wir waren mitten in der Rush Hour und sie wäre rappelvoll. Aber das war von 4-6pm immer so. Unten im U-Bahntunnel saßen irgendwelche Musiker, teilweise auch Maler, die sich etwas verdienen wollten oder einfach nur irgendwelche Spinner, die vorgaben betteln zu müssen. Allzu groß war mein Interesse aber nicht, ehe mein Handy klingelte und meinen momentanen Song störte. Als ich bemerkte, dass es Gwen war, zog ich die Kopfhörer raus und ging auf den grünen Annehmen-Button. „Was gibt’s?“, meldete ich mich, sah mich dabei noch nach meinem Zug um, den ich hier bald erwartete. Ich kaute Kaugummi und hatte auf dem Weg zur Station eine Zigarette geraucht. Heute Abend wollten Jack und ich eigentlich noch ein bisschen trainieren, was mir so einfiel. Aber das war eher nebensächlich. Als ich Gwens Stimme hörte, die nicht ganz klar und irgendwie komisch klang, als sie sich meldete, verging mir all das.

Gwen.
Ich musste jetzt erstmal ein bisschen laufen, bis ich dann die S-Bahn erreicht hätte und mich in meinen Zug setzen könnte. Ich trug schwarze Vans aus dem vorletzten Jahr, die schon den Eindruck machten, als könnte ich bald mal neue gebrauchen. Dazu hatte ich eine Jeans an, trug ein Sweatshirt und darüber eine schwarze Jacke aus Kunstleder. Für April war es schon recht warm, aber im Vergleich zum Sommer frisch und ich wollte nur ungern frierend durch die Straßen Seattle’s laufen. Den Schal hatte ich mir auch nicht sparen wollen und jetzt hielt ich mit einer Hand die Träger meiner Handtasche und mit der anderen mein Handy. Ich gab mir die größte Mühe, jetzt nicht zu schluchzten, aber ich war wirklich am Boden zerstört. Ein „Hi“ brachte ich noch zustande, selbst wenn es irgendwie unsicher klang. „Darren, es ist was passiert.“, gestand ich ihm sogleich und war total verunsichert. Ich wusste echt nicht, wie ich mir helfen konnte. Jedenfalls wollte ich ihm das auch nicht sofort gestehen und wir machten uns also ein Treffen aus. Es schien, als wäre es ihm am liebsten gewesen, hätte ich trotzdem schon sofort gesagt, was Sache wäre. Jetzt wischte ich mir einfach nur immer wieder die Augen, damit das Make-up noch sitzen und nicht wahllos über meine Wankens schmieren würde und legte mit den Worten, dass ich nachher vorbeikommen würde auf. Wahrscheinlich war Caro zuhause und dann würde sie am Ende noch spitz bekommen, worum es eigentlich ging. Darren und ich hätten eben über der Garage in seinem Zimmer ein bisschen mehr Privatsphäre.
Auf dem Weg nachhause zerbrach ich mir den Kopf darüber, warum zum Teufel mir die klassischen Anzeichen nie aufgefallen waren. Normalerweise kotzte man doch die ganze Zeit oder hatte Heißhunger, nahm eben zu oder hatte Stimmungsschwankungen - All das war mir nicht aufgefallen und jemand anders hatte auch nie etwas bemängelt. Außerdem rauchte ich wie ein Schlot und trank auch mindestens einmal die Woche relativ viel! Dennoch hatte sie gemeint, dass bislang alles gut wäre. Ich hatte ja auch gekifft und all sowas … Keine guten Vorraussetzungen? Zuhause aß ich aber nichts mehr und hatte eigentlich auch keine Lust darauf, jemanden zu sehen. Für Tränen wollte ich mich nicht rechtfertigen und in meinem Zimmer musste ich mich erstmal wieder sammeln. Im Bad schminkte ich mich einfach ab und achtete eben darauf, dass meine Haut noch ein wenig mattiert war. Gegen sechs stand ich dann auch schon bei Darren vor der Tür, aber ich zog eher mein Handy heraus und schrieb ihm, als dass ich klingelte. »Bin unten«, reichte für gewöhnlich aus, denn somit öffnete er die Tür zur Garage und wir konnten zusammen nach oben, ohne dass ich jetzt ihrer Mutter ausgesetzt war. Meistens wollte ich diese aber nur nicht sehen, wenn ich eben ein bisschen aufgeweicht und vorheult aussah. Mein Herz schmerzte dabei in meiner Brust und ich fühlte mich irgendwie taub und so verloren. Keine Ahnung, was wir jetzt tun könnten, um dem aus dem Weg zu gehen.

Darren:
Ich schob mir die Kopfhörer ein bisschen bequemer um den Hals, weil der Kragen meiner Jacke noch im Weg war. Dabei hörte ich ihr zu und war reichlich verwirrt. Bestenfalls wollte ich mir gar nicht einbilden, was jetzt los war. Aber immerhin meinte sie auch noch, dass jetzt etwas „passiert“ wäre. Kein Grund, dass mir der A*sch gleich auf Grundeis gehen würde. Vielleicht war jemand gestorben und deswegen heulte sie? „Was ist ‚passiert‘?“, hakte ich kritisch nach und zog automatisch meine Augenbrauen zusammen. Wissen, was jetzt los war, wollte ich dann aber schon. Gwen wollte mit der Sprache dann nicht mal herausrücken und versicherte mir später vorbeikommen zu wollen um mir zu erzählen, was los war. Langsam machte ich mir schon Gedanken, wollte aber nichts rechtes vorspinnen. Einfach nur besorgt sein. Auf einen richtigen Gedanken, was ich ihr am ehesten zutrauen würde, wollte ich mich gar nicht beschränken. Das war alles eine Nummer zu hoch. Aber es schien immer noch wichtig zu sein und zu groß, dass sie es mir am Telefon sagen wollte und konnte.
Als ich dann zu Hause war, war Essen relativ uninteressant, weil ich mich gar nicht darauf konzentrieren konnte und mein Magen nicht so recht annahm, was Mum mir da hingestellt hatte. Jack war von der Schule schon zu Hause und sein italienischer Liebling, Giulia, die mittlerweile ganz gut Englisch konnte, saß auf der Couch und sah sich die alten Folgen von Serien an, die Mum bunkerte wie sonst was. Wir hatten noch ein altes Videogerät, das man durch haufenweise Kabel und Verschlüsse wieder mobil machen konnte. „Hallo Darren!“, begrüßte sie mich sofort. Irgendwie hatte Jack es auch durchgebracht, dass sie hier wohnen dürfte. Wo er jetzt steckte, wusste ich nicht. „Hey.. wo ist ‘n Jacky?“, wollte ich dann von ihr wissen und sah mich in der Küche nach Getränken um, die in Wasser endeten, weil nichts anderes hier war. „Oh, ich glaube er ist in seine Zimmer.“ „Und warum bist du dann hier?“, hatten die beiden in ihrer unintimen Beziehung etwas Streit.. nein sowas. „Oh ick glaube, er iste.. mh.. er macht sein Hausarbeit?“, überlegte sie und tippte sich nachdenklich ans Kinn. Mittlerweile war Giulia blond und wollte amerikanisch sein. Aber das Haus hier war mindestens genauso wenig amerikanisch, wie sie es war.
Als es dann gegen 6 war, schrieb mir Gwen, dass sie bei mir wäre. Ich war solange in meinem Zimmer und hatte zur Ablenkung ein bisschen Playstation gespielt, kam aber nicht wirklich weit, weil ich immer wieder die Konzentration verlor. Nachdem mein Handy das typische Whatsapp-Rasseln von sich gegeben hatte, stand ich gewissenhaft und eilig auf, lief die Treppe nach unten und öffnete Tür der Garage, ehe ich Gwen sah. Die Frage, was jetzt eigentlich los war, stellte ich erst gar nicht und ließ sie reinkommen. Aber Gwen schien auch nicht wirklich Zeit verlieren zu wollen, ehe wir die Treppe nach oben liefen und ich dann hinter mir meine Zimmertür verschließen konnte. Und jetzt? „Was ist denn jetzt los? Ist irgendwas passiert?“, redete ich jetzt auch schon auf sie ein, hatte wenige Zentimeter hinter mir meine Zimmertür und das Christy Mack Poster, was ich nachwievor nicht abgenommen hatte, im Hintergrund. So langsam verschränkte ich die Arme vor der Brust und rechnete mit einer Antwort.

Gwen.
Darren ließ mich rein und wir liefen schweigend nach oben, ehe er sich dann demonstrativ schon gegen seine Zimmertür lehnte. Ich trug noch meine Jacke, hatte keine Tasche dabei, aber mein Handy noch in der Hand. Nachdem ich ein wenig Abstand genommen hatte, wollte ich reden. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, mich einen Augenblick zusammenzureißen, aber total unverhofft schossen mir schlagartig Tränen in die Augen und ich hatte Mühe, meine sorgfältig zusammengelegten Worte noch zu finden. „Ich war vorhin beim Arzt und sie hat mir erzählt, dass ich schwanger wäre.“ Nur leider hatte ich damit ja noch gar nicht alles auf den Punkt gebracht, denn Darren dachte sich wahrscheinlich auch, dass mir ja mit einer simplen Abtreibung schon geholfen wäre. „Und ich würde so gerne abtreiben, aber das geht nicht.“, schob ich noch nach. „Es geht nicht, weil ich schon seit Dezember schwanger bin und es nicht gemerkt habe. Ich hab’s nicht bemerkt.“ Jetzt war die Sache wirklich ausgesprochen und ich zitterte beim Sprechen, außerdem liefen die Tränen nur noch so und ich sah ihm gar nicht mehr ins Gesicht, weil ich es einfach nicht auf die Reihe bekam. „Und ich will dieses Kind gar nicht. Außerdem hab ich geraucht und getrunken und gekifft und keine Ahnung, ob ich jetzt ein Spastenbaby bekomme. Ich meine, ich will doch gar keins und erst recht kein Spastenbaby.“ Das klang nach purem Horror und jetzt überkam es mich recht. Wahrscheinlich konnte ich mir mein Studium gerade schön abstreichen und am Ende wäre ich dann erstmal von meinem Vater abhängig. Ich wollte Medizin studieren und Ärztin werden, dann irgendwann mal Mutter … aber doch nicht so herum! Das war alles einfach gar nicht mein Ding und ich war so verzweifelt. Ich kam mir so hilflos vor und das Problem war, dass ich wirklich die Einzige darstellte, die da direkt mit drin steckte. Jetzt könnten sie sich doch alle von mir abwenden. In dem Moment sah ich alarmiert und total betroffen in sein Gesicht. Ich wollte ihn doch gar nicht verlieren. Ich wollte, dass Darren an meiner Seite hieb und mit mir zusammen nach London ging, selbst wenn ich da schon ein paar Kompromisse eingegangen und vielleicht in Seattle geblieben wäre. Ich wollte nichts lieber als ihn, weil Darren verdammt nochmal die Person war, für die ich echt meine ganzen Pläne umschmeißen würde. Zwar wünschte ich mir London so sehr, aber ich wünschte mir seine Anwesenheit noch viel mehr. Nur konnte ich jetzt anscheinend auch noch daran zweifeln, ob er überhaupt bei mir bleiben wollte. Ob nun in Seattle oder London… „Bitte lass mich nicht allein, Darren.“ Ein nur noch viel bittereres Schluchzen verließ meine Kehle. Ich wollte ihn nicht verlieren.

Darren:
Als sie von Arzt faselte, dachte ich an diverse Krankheiten, konnte aber keine richtige ausmachen, da sie mir schon die Hiobsbotschaft entgegenbrachte. Einen Moment, einen kurzen, war ich gar nicht in der Lage eine Regung zu zeigen oder aneinander zu reihen, was das bedeutete, was das vor allem für mich gerade hieß. Meine kritische Miene verließ mich wieder und der restliche Ausdruck schwand auch noch aus meinem Gesicht, während Unglauben und Schock in meine Mimik traten. Sie war schwanger? Ich blinzelte einen Moment irritiert und hatte einen unglaublichen Schock überwunden, ehe sich mein Verstand in Antihaltung abneigte. Mir blieb gar nichts anderes übrig. Sie war schwanger? Von potentiellen Babys wollte ich noch gar nicht reden bzw. nur darüber nachdenken. „Du bist schwanger?“, entkam es mir dann aber schockiert und mit gebührender Schärfe. Ich zog ein bisschen wie Wangenknochen nach oben zog meine Brauen zusammen. Ich war gerade nicht in der Lage irgendeine mitfühlende Reaktion zustande zu bringen, selbst wenn Gwen schon wieder anfing zu heulen. Den Gedanken, dass das.. Ding wegmusste, bevor irgendwas passierte, hatte ich auch noch, aber sowas machte sie zunichte. „Wie, das geht nicht?!“, entkam es mir perplex und relativ abgeneigt. Mein biologisches Wissen stellte ich mal in Frage. Warum zur Hölle.. solange konnte sie doch noch gar nicht schwanger sein, wenn sie nichts bemerkt hatte!!! – Sie hatte es nicht gemerkt, einfach nicht gemerkt.. Mein Kopf spielte verrückt, meine Gedanken, die sich nicht noch mehr dagegen stützen konnten, konnte ich kaum noch ordnen. Ich war gar nicht in der Lage oder fühlte mich breit mit 19 Vater zu werden! Wir hatten April, noch 4 Monate.. Juli.. heilige Scheiße. Das war die absolute Hölle und ich stand mit einem halben Bein drin. Scheiße.. Fúck.. verdammte Scheiße. Auf ihre Worte, die nur noch kläglich in meinen Ohren ankamen, reagierte ich gar nicht und neigte meinen Kopf, ehe ich mir durchs Gesicht fuhr. Ich rechnete gar nicht, dass das ein richtig schlechter Scherz war und Gwen eine zu gute Schauspielerin. Dann hätte sie mich kalt erwischt und so abgeneigt kam ich mir schon lange nicht mehr vor. „Ich will das nicht..“, brummte ich säuselnd und setzte mich dann gegen meine Zimmertür, streckte die Beine aus und knallte ein bisschen mit dem Kopf gegen die Holztür. Wir hatten die letzten Wochen so unglaublich viel gesoffen, gekifft und sonst was eingeworfen, woran ich mich nur trübe erinnern konnte. Das war jetzt die Quittung. Ich wollte nicht mal wissen, was es war, wie, wo und wann. „Und was jetzt?“, ich hob den Kopf und prustete angespannt die Luft aus. Die Sache zog mich gerade reichlich nach unten und alles, was ich kommend erledigen und planen wollte, ging ins Leere, ins Aus. Sie konnte es nicht mal mehr.. entfernen lassen. Auch wenn das ganze kalt und stumpf klang, irgendwelche Vaterfreuden konnte ich unmöglich aufbringen. Ich würde mir nichts lieber wünschen, als das es nicht so wäre. Ich hatte nur einen Job, der für das Studium gedacht war, weil ich von irgendwas leben wollte, als meinen Eltern auf der Tasche zu hängen. Und dann kam Gwen und redete von Schwangerschaften.

Gwen.
Vielleicht hätte ich mir lieber eine richtige Reaktion von ihm gewünscht, aber er schwieg anfänglich einfach nur und sagte nichts dazu. Er machte mir eben in seiner Mimik und Gestik klar, wie es um ihn stand und wie genau er jetzt dachte und fühlte, aber genau wusste ich das eben nicht. Jetzt blieb mir nichts mehr übrig, als dass ich ihn mit zitterndem Kiefer ansah und hoffte, er würde noch irgendeine Regung von sich zeigen. „Ich will das doch auch nicht.“, versicherte ich ihm fast schon panisch und hoffte, er sah ein, dass wir beide ja auf der gleichen Seite standen. Nur gab es eben für mich keinen Ausweg mehr. Er hatte leider noch immer die Wahl und ich konnte ihn gerade kaum noch einschätzen. Ich hatte ihn nie in einer solchen Situation erlebt und sollte es wirklich dazu kommen, dann wäre ich am Boden zerstört, tief getroffen und irgendwie sogar richtig verletzt. Nur musste man eben zwischen Loyalität zu einem selbst und zu anderen noch einen Unterschied machen. Unser ganzes Leben stand doch noch vor uns und jetzt hatte ich mich da eben in eine scheiß Situation verfangen und wusste keinen Ausweg mehr. „Ich will das wirklich nicht.“, fügte ich noch hinzu. Ich wusste nicht einmal, wie es dazu hatte kommen können. Was war schon passiert, dass ich vergessen hatte, meine Pille zu nehmen? Ich weinte nur immer mehr, desto mehr ich darüber nachdachte und je mehr mir klar wurde, dass ich mich total in den Mist verstrickt hatte. Kein Medizinstudium mehr, keine rosige Zukunft mehr, kein Darren mehr? „Ich weiß es doch auch nicht … Ich hab doch keine Wahl.“, gestand ich und war mir auch dessen bewusst, dass ich mich meinem Schicksal stellen musste. Ich hatte einfach keine andere Chance mehr und musste jetzt die Zähne zusammenbeißen, aber so recht gelang mir das nicht. Außerdem kam ich mir vor, als hätte ich eben keine Unterstützung und die brauchte ich eben. Darren hing da doch genauso mit drin, wie ich es tat! Aber er hatte ja die Möglichkeit, mir den Rücken zuzukehren und so weiterzumachen, wie zuvor. Nur wie bereits erwähnt: Ich wäre dann tief getroffen und total fertig. Das war ich ja eigentlich ohnehin schon und verspürte gerade Unwohlsein, Schwindel und Übelkeit. Ich konnte mir das alles doch gar nicht vorstellen und für gewöhnlich war ich ein rauchender Teeanger, der sich das Maul darüber zerriss, wenn man in meinem Alter oder mit ein paar Abweichungen schon schwanger wurde. Jetzt befand ich mich in genau der gleichen Situation und konnte mir nicht anders helfen, als dass ich meinen Freund darum bat, mir beizustehen und das eben mit mir zu machen. Aber ich war mir einfach nicht mehr sicher, ob mir das überhaupt etwas bringen würde. „Lass mich bitte nicht allein damit…“ Ich war so ungemein verzweifelt.

Darren:
Gwen machte mir mit der ganzen Sache einen Strich durch die Rechnung. Ich wusste gar nicht, was ich als nächstes tun oder denken sollte. Fakt war, dass ich das nicht konnte. Ich mochte kleine Kinder nicht und sofern sie nicht mehr in die Windel machten und schrien, waren sie mir noch halbwegs recht.. eben solange, wie sie auf der anderen Seite des Bürgersteigs liefen und ja nicht zu mir gehörten. Wann hatte ich die Chance gehabt, nie und wenn, dann hätte ich es nicht gewollt. Jack machte nicht den Eindruck, als würden er und Giulia baldigen Familienzuwachs erwarten. Wäre die Sache Jack zuzuordnen, wäre ich ganz anders gestrickt, aber so? Ich wollte dieses Kind nicht und falls Gwen es behalten wollte, ohne es wegzugeben.. dann wüsste ich nicht, wie ich dazu stehen sollte. Sie konnte ja nicht anders, als es auf die Welt zu bringen. Sofern war es doch illegal in den Staaten Föten nach einer gewissen Anzahl an Wochen zu entfernen. Mehr wusste ich aber auch nicht, weil mich das ganze nie interessiert hatte oder ich hätte damit rechnen müssen, dass es mich mal er erwischte. Ich war kein Vater, kein guter zumindest. Ich fühlte mich zu jung, nicht bodenständig genug.. Was hatte ich erreicht? Vielleicht hätte ich Kinder mit 40 gewollt, weil ich genug Kohle hätte und auch nötige Arroganz um mir aller 10 Jahre eine neue Frau zu leisten, die hoffentlich je meines Alters, immer jünger wurde. Bestenfalls kinderlos.
Ich prustete die Luft aus, sah stur auf meine Knie und versteifte mich in dem Gedanken zwingend, dass ich der Sache aus dem Weg gehen musste. Ich wäre damit unglücklich und ich war.. erst 19. Das war egoistisch, aber wenn ich mich selbst vor einer Sache, die ich nicht gebrauchen konnte, schützen wollte, es zumindest glaubte tun zu müssen, dann war ich kein netter Zeitgefährte. Und das war de Anbeginn, in dem es ein bisschen mit mir durchging. Als sie mich, was ich gut gehört hatte, darum bat ihr beizustehen, rappelte ich mich auf und sah sie aus meiner Perspektive, viel größer als sie, zunehmend missbilligend an. Meine Mimik verschärfte sich und ich verkrampfte den Kiefer ein bisschen aufeinander. „Und woher weiß ich, dass es überhaupt von mir ist?“, warf ich ihr dann vor und sah sie, versteift und nicht gerade bereit, mich darauf oder mehr, einzulassen, an. Ich presste die Mundwinkel aufeinander und tat automatisch jede nicht besonders bewilligende Reaktion ab. In was für eine Scheiße hatte ich mich reinreiten lassen? Ich wollte schon gar nicht wissen, wie es passiert war. Meine Schuld konnte es doch gar nicht sein! Gwen versicherte mir doch, dass sie die Pille nahm und mit dem Ding sollte doch nichts zuschulden kommen. Aber der Gedanke, dass sie mit jemand anderem in der Kiste gewesen war, ging mir gar nicht aus dem Kopf und ließ mich innerlich schäumen. Andererseits regte es die Sache wieder ab, wenn ich daran dachte, dass sie schwanger war. Wenn sie das Kind behalten würde, sah ich mein Leben den Bach runtergehen. Und wie es zwischen uns beiden weitergehen sollte, konnte ich auch nicht bestimmen.

Gwen.
Darren’s Worte waren der absolute Gipfel des Eisberges und ich schnappte erst einmal nur perplex und unbeholfen nach Luft, ehe ich ausholte und ihm mit der rechten Hand eine saftige, schallende Ohrfeige gab. „Du bist so ein widerlicher Idiot, Darren.“, murrte ich noch zornig und danach rauschte ich nur nach unten. Ich verließ die Garage und sein Dad stand jetzt auch noch hier draußen und sprach mit dem Nachbarn. „Ich wusste ja gar nicht, dass du hier warst.“, meinte er und ich nickte nur. „Ich bin ja schon wieder weg.“, waren meine letzten Worte. Die beiden Männer sahen mir wirr nach, aber ich konnte mich auch nur sehr schwer zusammenreißen. Ich war wütend und verzweifelt, aber auch so verletzt und betroffen. Ich hatte echt nicht damit gerechnet, dass Darren sich sowas leisten würde. Ich verstand, dass ihm das alles zu viel wurde, aber woher nahm er sich das Recht, mir so etwas vorzuwerfen? Er wusste doch ganz genau, dass ich nicht so war und ich hatte sowas auch nie von ihm geglaubt. Außerdem verbrachten wir doch die meiste Zeit zusammen und wahrscheinlich wäre ich - wäre alles wie beim Alten - heute Abend noch vorbeigekommen und hätte die Nacht hier verbracht. Zeitweise war es anfangs echt nicht leicht gewesen, denn wir waren es ja gewohnt, uns unter der Woche sowieso immer täglich in der Schule zu sehen, aber jetzt arbeitete er eben und ich lief dort sozusagen ‚alleine‘, jedenfalls ohne ihn auf. Nur verbrachten wir doch die meiste Freizeit, die wir eben hatten, miteinander. Manchmal machte ich was mit Freundinnen, manchmal ging er zum Beispiel mit Jack oder anderen ins Fitnesscenter, aber dennoch sahen wir uns weiterhin oft und wir vertrauten einander doch auch? Bislang hatte ich nicht das Gefühl gehabt, dass wir einander nicht mehr vertrauen konnten. Jetzt wollte ich aber, das mir das egal wäre, selbst wenn es mir gerade unmöglich schien
Carolyn und Dad waren beide ratlos, dass ich so durch das Haus stürmte und weinte. Ich schloss mich im Bad ein und lag mindestens eine Stunde in der Badewanne, danach schlüpfte ich in eine lockere Jogginghose von Nike und ein enges Top mit Spagettiträgern. „Gwen, alles gut bei dir?“, fragten sie immer wieder und sahen auch in mein Zimmer, aber ich schickte sie meistens weg und sagte, dass ich jetzt noch nicht reden wollen würde. Aber viel mehr Chancen blieben mir gar nicht mehr, als dass ich bald mal den Mund aufmachen würde. Das tat ich dann am nächsten Morgen. Ich war immer noch mies gelaunt, hatte Augenringe und war fertig mit Gott und der Welt. Caro war bereits weg und Dad saß an meinem Bettrand. Er hatte gesagt, er würde heute später zur Arbeit fahren, damit ich mit ihm reden könnte. Anfangs zierte ich mich noch, aber dann beichtete ich ihm alles und fiel fast mit der Tür ins Haus. Erst schien er entsetzt, dann betroffen und mitleidend, dann kam auch noch Wut hinzu. Den Part mit Darren’s letzten Worten hatte ich ausgespart. „Ich will nicht zur Schule. Ich kann da jetzt nicht hin.“, erklärte ich auch meine Entscheidung, weshalb ich jetzt erstmal das Bett hütete. „Ruh dich aus, Süße. Schlaf noch ein bisschen und ich kümmere mich darum, dass du dir keine Sorgen machen musst. Wir bekommen das hin, versprochen. Ich lass dich nicht allein.“, versicherte er mir. Aber das wollte ich doch auch von Darren hören…

Darren:
So dreist und vollkommen geschmacklos meine Worte auch waren, so sehr hatte ich nicht damit gerechnet, dass mir Gwen eine Ohrfeige verpassen würde. Zumindest rüttelte es mich gerade wach und ich versteinerte meine Mimik umso schneller nachher wieder, als sie auf einmal ausgeholt hatte. Die linke pulsierte und ich spürte, wie sich nach einem Schmerz unerbittliche Wärme ausbreitete. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Aber Gwen mit meinen Worten auch nicht. „Dann geh doch!“, brüllte ich ihr nach und war vollkommen verdattert, irgendwie nur noch mehr gegen dieses Kind und all das.. ich war vollkommen verwirrt und sauer. Außerdem hatte ich keine Ahnung, wie damit umzugehen war, ohne dass ich dazu neigte alles und jeden eintreten zu wollen. Ich musste mich ablenken und das so schnell wie möglich. Es ging zunehmend mit mir durch, aber darüber reden wöllte ich auch nicht. Sie würde jetzt gehen und das war mir gerade recht. Ich wollte sie nicht sehen, mir war absolut nicht danach und ich hatte einen verdammten Hass auf sie. Am Ende hatte sie wirklich noch mit anderen Kerlen gev_gelt und das brachte mich um den Verstand. Das könnte sie gar nicht! Aber ob sie es würde? Zuvor war sie doch auch keinen Meter prüde gewesen und hatte halbe Nacktbilder von sich ins Internet gestellt.. was sollte ich da schon denken? Ich wollte es nicht denken, aber gerade kam es mir so vor, weil ich mehr als nur einen Grund haben wollte um sauer und wütend zu sein.
Jack musste dann noch mit mir im Fitnesscenter Überstunden schieben, weil ich besessen ein Gerät nach dem anderen auf höchster Stufe durchzog, ordentlich ins Schwitzen kam und jeden, der mich dumm ansah, gedanklich zerreißen wollte. Fakt war, dass es aber nicht dabei blieb und ich auch einen gereizten Spruch laufen ließ. Jack hatte schon fast Probleme damit gehabt, dass ich mir mit keinem den Kopf einschlagen würde, weil mir so dermaßen danach war. Was mein Problem war, wollte ich ihm aber nicht erklären. Jackson laberte die ganze Zeit davon, dass ich sicherlich nicht fahren würde, womit er sich hinter das Steuer setzte und ich damit begann in Dads Wagen, weil Jack kein Geld für einen eigenen hatte, eine Zigarette zu zünden. Mir war alles so scheiß egal und ich wäre glücklich, wenn Jack das beschissene Auto gegen irgendeine Wand fahren würde. Dann hätte ich nie wieder Sorgen und Probleme gehabt..
Geschlafen hatte ich nicht gut und mit meinen Eltern auch kein Wort geredet, nachdem sie mich beide gefragt hatten, was losgewesen war. Aber ich sah sie nur an, als ob sie Witze machen würden, ehe ich mich auf mein Zimmer verzog. Der Gedanke, was vorgefallen war, quälte mich. Ich wollte nicht etwa Vater werden, jetzt schon ein Kind großziehen. Am liebsten wollte ich mich davor drücken und nie wieder darauf angesprochen werden. Aber so leicht würde es mir wohl niemand machen. Demnach stand ich auch schon eher auf und machte mich dann aus dem Staub, damit ich niemandem über den Weg laufen würde, weder Mum noch Dad. Dad schien von der Schicht wiederzukommen war auf dem Weg nachhause, als ich mir mittlerweile schon Kaffeetasse zwei reindrückte. „Du hast in meinem Auto geraucht..“, stellte er fest und sah mich müde, ausgelaugt, aber entgeistert genug um mir über seinen blöden Wagen Vorschriften zu machen, an. „Hab ich.“, erwiderte ich bloß. Theoretisch könnte ich auch Gras rauchen, weil das Zeug neuerdings legal war. Allerdings tat mir das Kreuz weh, weil ich es gestern wohl ein bisschen übertrieben hatte. „Und was habt ihr schon wieder angestellt? Was ist mit Gwen? Streit?“, Fragen über Fragen, die ich nicht beantworten wollte. Mein Blick richtete sich einen Moment lang ermüdet in Dads Richtung, der direkt alarmiert die Brauen nach oben zog und sich an den Tisch setzte. „Ist es was Ernstes?“, hakte er vorsichtig nach. Mit Mum würde ich sowas nie bereden wollen, ich würde kaum zu Wort kommen, aber Dad konnte ich auch nichts sagen. Das war ein elender Teufelskreis. „Wir haben Scheiße gebaut..“, brummte ich stumpf und trank den nächsten Schluck. „Inwiefern? Was habt ihr angestellt?“, Dad zog sich meine Tasse ran, an der ich die ganze Zeit hing. „Nichts Illegales.. aber das..“, ich schüttelte nur meinen Kopf, ehe ich aufstehen wollte. Dad sah mich aus bedächtigen Augen an, aber dann verschwand ich auch schon in den Flur und wollte dann zur Arbeit.

Gwen.
Ich blieb den ganzen Tag einfach nur in meinem Zimmer liegen und die einzigen Bewegungen, die ich tätigte, waren die nach der Fernbedienung. Außerdem tippte ich manchmal auf meinem Handy herum, denn erstmal wollte jemand von mir wissen, warum ich nicht in der Schule wäre und zum zweiten war mein Vater anscheinend stets und ständig um mich besorgt, denn wir schrieben öfters. Er wollte immer zu wissen, wie es mir ging und sicherstellen, dass ich Dinge wie Essen und Trinken nicht vergessen würde. Carolyn war auch besorgt um mich. Sobald sie von der Schule wiederkam, wollte sie wissen, was mit mir wäre und wie es mir ginge. Selbst wenn wir uns oft stritten, trotzdem waren wir eben irgendwo noch Schwestern und sorgten uns umeinander und füreinander. Sie kochte mir unten Suppe und brachte mir außerdem frischen Tee nach oben, dann setzte sie sich auf meinen Schreibtischstuhl und musterte mich aus kritischen Augen, während ich eher ein bisschen abgeneigt mit dem metallisch glänzenden Löffeln in der Suppe herumrührte, die nicht mehr dampfte, aber noch warm war. „Sag schon, was ist los? Irgendwas mit Darren?“ Darren und ich hatten uns bislang nur einmal heftig gestritten. Da war er verletzt gewesen und beleidigt, da ich ohne ihm Bescheid zu geben einfach so meine Bewerbung nach London geschickt hatte und sogar angenommen worden war. Wir hatten uns dann aber darauf geeinigt, einfach zu warten. Das ließ viel offen. Das stand dafür, dass wir diese Diskussion nach einem Jahr erneut führen könnten. Es sagte außerdem auch, dass wir vielleicht gar nicht mehr zusammen wären und ich es bereuen würde, diese Chance für einen Kerl in den Sang gesetzt zu haben. Es konnte aber ebenfalls bedeuten, dass ich noch immer nicht aufgeben wollte, dass er so abgeneigt von London wäre. Dort konnte er ebenfalls studieren und wir hätten eben einander. Nur sah ich gerade schwarz für eine gemeinsame Zukunft, auch wenn wir uns in nächster Zeit wahrscheinlich gar nicht allzu sehr aus den Augen verlieren würden. Das Kind war definitiv von ihm und er konnte es auch nicht einfach so verleugnen. Aber eigentlich wollte ich gar nicht vor so einer Entscheidung stehen. Ich wollte einfach weiterhin sicher sein, dass unser nächstes Problem die Frage nach England oder Washington wäre und nicht etwa zum Kind stehen oder nicht. Darren und ich waren jetzt schon zwei Jahre zusammen und bislang hatte alles wirklich wunderbar funktioniert, aber mit einem Mal sollte einfach alles schlagartig den Bach heruntergehen? Ich sah auf Marilyn hinunter und strich mir über den Unterarm. Die Schale stand bereits wieder auf dem Nachttisch. Ich hatte mir auch ein Tattoo stechen lassen, dass Darren ebenfalls besaß. Dabei ging es um Liebe und Zuversicht und Gemeinsamkeit. Jetzt schien das alles aber langsam zu bröckeln und in sich zusammenzubrechen? Aber sollten wir wirklich nach einem Tiefschlag schon aufgeben? „Ja.“, erwiderte ich nur, aber dann schwieg ich. Sie ging und ich konnte weiterhin gammeln, ein bisschen essen, weinen und fertig sein.

Darren:
Ich hatte meinen Job noch nie als so trist und nervtötend empfunden, wie heute. Alles Mögliche ging mir durch den Kopf und ich kam zu keinem Entschluss. Bextons Praktikum würde hier auch bald ablaufen und er müsste wieder in die Schule, dann wären Bruce und ich hier die einzigen im Lager. Eigentlich verstanden wir uns gut, aber heute war ich auf niemanden zu sprechen. Das war mir alles zu viel und die Frage, was mit mir los wäre, war auch nicht einer Antwort wert.
Als ich dann nachhause fuhr, nicht daran dachte mich bei Gwen zu melden oder mich zu entschuldigen, dröhnte ich mir unterwegs die Ohren mit irgendwelchen verherrlichenden Texten zu, rauchte ein paar Zigaretten und wollte dann eigentlich auch auf mein Zimmer verschwinden. Aber soweit kam ich gar nicht. Das Auto der Shepherds stand in der Einfahrt, eher Rex‘ Auto und ich konnte mir schon vorstellen, was Sache war. Am Ende hatte Gwen ihrem Dad schon erzählt, was los war und er war hier, weil er es meinen Eltern aufgebrummt hatte. Mit einem Mal bekam ich rechtes Herzrasen und wollte am liebsten durch die Garage verschwinden, aber Dad hatte mich schon eher erwischt. „REIN. Ich glaubs nicht, los jetzt!“, rief er mir zu, als ich das Garagentor hochziehen wollte, kurz innehielt und ihn dann skeptisch ansah. Scheiße, verdammte scheiße. Und jetzt? Ich hatte keine Ahnung, was ich tun sollte.. oder sagen. Ich wusste doch selbst nicht mal, was los war! Gwen hatte doch nur gesagt, dass es seit Dezember war. Aber ich wollte mir gar nicht zuschulden kommen lassen, dass das jetzt meine Schuld wäre. Immerhin nahm sie doch verantwortlich die Pille und ich hatte keine Lust mich von meinen Eltern nochmal über sowas aufklären zu lassen. Ich war fast 20 und bestimmt keine weiße Weste mehr.
Nachdem ich meine Sachen im Flur von meinem Zimmer zum Glasflur abgeladen hatte, machte ich mich von oben aus auf den Weg nach unten in die Küche. Meine Mutter hörte ich schon aufgebracht rumschreien. Ich prustete teilweise genervt, andererseits überfordert, die Luft aus, ehe ich im Rahmen stehenblieb und die Arme vor der Brust verschränkte. Ich wusste doch, was jetzt auf mich zukommen würde. „Setz dich hin.“, herrschte mich mein Dad an und ich zog nur die Brauen nach oben und sah ihn skeptisch an, versteifte meinen Blick und malmte den Kiefer aufeinander ohne ein Wort verloren zu haben. Mum saß mir gegenüber, Rex lehnte an der Anrichte. „Das hast du also heute Morgen gemeint.. unfassbar. Immerhin, habt ihr ja großartig auf die Reihe bekommen, beglückwünscht willst du ja nicht werden, oder?“, blaffte mich Dad voll und Mum schenkte mir verhängnisvolle Blicke. Rex sah ich nur von der Seite, aber fand es jetzt nicht als wichtig ihn anzusehen. „Ich weiß nicht, was schiefgelaufen ist..“, brummte ich eingenommen und sah stur geradeaus. Dabei lehnte ich mich nach hinten zurück und hatte die Arme versteift vor der Brust verschränkt. „Dain Ärnst? Nain, Darren!“, giftete Mum auch noch rum und mein Blick ging kurz in ihre Richtung.

Rex.
Ich war wirklich wütend. Ich kochte regelrecht vor Wut. Nur musste ich dazu sagen, dass die meiste Wut davon Darren galt, wenn ich Gwen’s Worten ausreichend Glauben schenken durfte. Er war sich also nicht sicher, ob sie überhaupt von ihm geschwängert worden wäre. Ich schätzte meine Tochter nicht also solche ein und wenn ich dabei daran dachte, wie viel Zeit die beiden in letzter Zeit miteinander verbracht hatten, bezweifelte ich nur noch stärker, dass sie ihn hintergehen würde. Sie hing doch an ihm. Immerhin kannte ich mein Mädchen und ich wusste auch, dass sie jetzt auf viel Hilfe angewiesen war. Natürlich hatte sie sich da ganz schön was zu schulden kommen lassen und ich war genervt davon, aber wenn ich sie weinen sah und schluchzen hörte, verging mir der Zorn wieder. Es ging hier um Gwen und ihre Zukunft. Da gab es keine Zeit mehr für Streit. „Ja, sie weiß es auch nicht. Aber dumme Sprüche kann sie jetzt erst recht nicht gebrauchen.“

Darren:
Das war mir mehr als nur unangenehm jetzt meinen Eltern und Rex irgendeine Rechenschaft zu schulden. Es war ja nicht so, dass ich darauf aufpassen müsste, dass wir verhüteten, weil sie mir ja immer geschworen hatte die Pille zu nehmen. Ich war doch der letzte, der sich jetzt ein Kind andrehen ließ! Was sollte ich denn überhaupt damit?
„Aber ich oder wie? Was belagert ihr mich hier alle, Gwen gehört doch auch noch dazu oder soll ich jetzt der Schuldige sein?“, mir war danach mich direkt gegen alles auflehnen zu müssen, was gegen mich verwendet wurde oder sie einfach nur vorwerfen wollten. „Aber du hättest uns ja mal sagen können, dass du Vater wirst.“, schnurrte Dad zornig und griff fest in eine meiner Schultern, was mich dazu brachte ihn anzusehen. „Hab ich aber nicht.. aber ihr wisst ja wohl schon gut genug Bescheid.“, grollte ich ärgerlich und zuckte mit meinen Schultern. „Höa auf so zutun! Dat nickt sain egal.. man kann kleinäs Bebi nickt mea ändarn.“, redete Mum jetzt auch noch auf mich ein. Keine Ahnung, was die jetzt alle von mir wollten. Sollte ich jetzt an der Zeit drehen oder es rückgängig machen oder denen erklären, wie man sowas am besten machte? Das war vollkommen dämlich und allein schon die Tatsache, dass sie mich ins Verhör zogen kam mir dumm vor. „Ich will das nicht, ich kann das nicht.. Ich..“, platzte es aus mir raus, weil ich vollkommen überfordert damit war und als Mum auch noch davon anfing zu reden, dass man Babys nicht rückgängig machen konnte, ging mir der A*sch nochmals auf Grundeis…

Seite 45

Catharina.
Eigentlich war ich schon auf dem Weg zur Tür gewesen und hatte nach dem Schlüssel greifen wollen, dann aber drehte ich mich doch noch einmal in seine Richtung und wunderte mich im ersten Augenblick, weshalb er das Wort ‚Schlafen‘ denn nicht verstand. Sobald ich dann aber in seine Richtung sah, meinte er, ich würde es doch ohnehin lang genug können und dass ich es sowieso nicht können wurde. „Was meinst du?“, hakte ich nach und zog die Brauen fraglich in die Höhe, aber dann vernahm ich seinen Blick und fühlte mich sofort wieder hingerissen von diesem Anblick, der mir das Wasser beinahe im Mund zusammenlaufen ließ. Was tust du mit mir, Gott, fragte ich nun schüchtern in mir selbst und stierte weiterhin in Roman’s Richtung. Du präsentierst mir die verbotene Frucht so offensichtlich, aber ich glaube, ich bin zu schwach, um widerstehen zu können, hallte es in meinem Kopf und meine Augen glitten nun über seine Lippen, nach deren Küssen ich mich nachts in meinem Bett sehnte, wie auch tagsüber auf der Arbeit. Manchmal meinte ich beinahe, dass eine gewisse Feuchtigkeit zwischen meinen Beinen an meinem mittelsten Punkt entstand, aber das wollte ich niemandem verraten. Nun wollte ich ihm das nicht gestehen, aber glaubte bei seinem Blick beinahe, dass er es selbst erkannte. Dabei hielt ich erneut den Atem an und taumelte noch einen Schritt rückwärts, ehe die hölzerne Tür mich aufhielt und ich dieses Grinsen einfach nicht mehr aushalten konnte. Unsicher biss ich meine Unterlippe und presste die Zahnreihen aufeinander. So gerne würde ich ihn berühren und spüren. Nur zweifelte ich einfach, wie ich es hätte tun können. Ich traute mich nicht und war viel zu schüchtern, als dass ich einfach auf ihn zugehen könnte. Ihm schien das durchaus bewusst zu sein, denn er knöpfte sich weder das Hemd zu, noch machte er den Anschein auf mich, als wollte er ebenfalls schlafen gehen. „Das .. Ich ..“, stotterte ich noch unsicher und zog dann scharf die Luft ein, ehe ich zu Boden sah. Die Fliesen waren nicht mehr sauber, aber darüber konnte ich nicht nachdenken. „Warum?“, hakte ich nach.

Roman:
Ich war nicht auf den Mund gefallen, ganz sicher nicht, aber im Deutschen tat ich mich ab und an doch ein bisschen schwerer. Sie würde aber verstehen, was ich meinte, da war ich mir sicher. Sie wollte verstehen. Immerhin konnten wir uns nicht anders unterhalten, zumindest nicht mit Worten. Aber sie hatte mir ja schon gezeigt, dass es keine Worte brauchte. Vielleicht sollte ich doch nochmal darauf zurückkommen, war ja immerhin ganz hilfreich und verlangte nicht, dass ich wahllos Worte zusammensuchte und nicht wusste, ob es so einen Sinn ergab.
Ich schmunzelte weiterhin ein bisschen, legte dann aber meinen Kopf schief. Ich glaubte, dass sie mich schon verstanden hätte. Meine Haltung wurde nahezu selbstsicher, weil ich damit wusste, dass unbedingt etwas in ihr vorgehen musste. Ich sah ihren Blick, machte aus, wie er ständig hin und her ging und bemerkte, dass es sie so wohl nicht einfach losließ. Sie taumelte einen Schritt rückwärts, hatte aber weder die Tür aufgeschlossen, noch griff die danach. Ich wusste, dass sie nicht gehen würde. Sie war so nervös, dass ich glaubte, dass sie noch total überdrehte. Kurzerhand stand ich auf, grinste dabei aber immer noch, wenn auch ein bisschen bescheidender, was mir aber verging, als ich vor ihr saß, sie bei den Schultern nahm und paar Schritte nach vorn zog, ehe ich sie in Richtung Bank führte und ihr andeutete sich zusetzen. Sie hatte gefragt, warum. “Darum.”, lautete meine knappe Antwort, in die ich nicht besonders viel gelegt hatte. “Du bist.. nervös? Ich frage ,warum?’ - aber ich kann denken wieso.”, erklärte ich ihr dabei, hatte allmählich diesen lüsternen Anblick im Gesicht stehen und sah auf sie herab, weil ich bis dahin nicht wieder auf der Bank saß. Dabei glitt meine Hand an ihr Kinn, damit sie mich ansehen würde und nicht wahllos auf den Boden sah, die dreckigen, uninteressanten Fliesen studierte. Als sie tat, wonach ich sie aufgefordert hatte, strich meine rechte über ihre linke Schulter, wo sich der lockerer Ärmel ihres Nachthemdes besaß. Es war flattrig und wohl ein bisschen zu groß, weswegen es sich leicht von ihrer Schulter streichen ließ. Es war an der Zeit zusehen, wie weit sie gehen würde oder ob sie komplett.. hingab, was ich mir einbildete bei ihr zusehen.

Catharina.
Irgendwie kam ich mir viel zu gut dabei vor, dass ich mich jetzt einfach auf die Bank zitieren ließ. An sich befand ich mich gerade in einem Zwiespalt. Ich wollte seine Berührungen gar nicht missen und diese Art und Weise, wie er mit mir umging, ließ es mir heiß und kalt zugleich werden, während ich kehlig immer wieder die Luft einziehen und ausatmen musste. Roman fasste mir dabei unters Kinn und hob meinen Kopf leicht, sodass unsere Blicke sich erneut trafen. Er war so dominant und zeigte eine Art Charaktereigenschaft, mit der ich in meinem Leben noch nie oft in Kontakt getreten war. Dieses Verhalten war wiederum aber so anziehend, dass es mich beinahe taub machte. Ich konnte mich nicht regen und wusste doch auch gar nicht, wie ich handeln sollte. Ich war so unerfahren und so schüchtern, wiederum aber so errötet und verlegen. Als er dann auch noch so breit und lüstern grinsend die Träger meines Nachthemdes über meine Schultern nach unten glitten. Somit rutschte es an sich ebenfalls und wurde nur noch von meinen Brüüsten gehalten, wobei der Stoff schon ordentlich abstand und gut blicken ließ. Dabei konnte ich aber einfach nur reglos in sein Gesicht sehen, wobei meine Mimik wohl ebenfalls ziemlich viel über mich gestand. Das alles missfiel mir nicht, entsprach aber Neuland und ich wollte so gerne seine Nähe genießen, aber hatte noch immer irgendwo im Hinterkopf, dass ich damit einen großen Fehler begehen würde. Trotzdem konnte ich ihm nicht widerstehen.
„Ach ja?“, wisperte ich nur leise und scheu auf seine Aussage. Natürlich verstand er, was mit mir los war. Ich sah dabei schüchtern drein und schluckte, atmete durch einen geöffneten Mund und mein Herz schlug so heftig. Meine Stimme war nur noch zart und leise. Das alles nahm mich so mit. Würde er jetzt stoppen, wäre ich am Boden zerstört und beschämt.

Roman:
Mir war gar nicht so wirklich bewusst, warum sie so nervös oder schüchtern war, hatte doch überhaupt keinen Grund dazu. Dabei schob ich sie immer in die mir lästige Jesus-denkt-schlecht-über-dich Schiene, obwohl ich sie gar nicht dort sehen wollte, weil sie am Ende noch eine wirklich prüde Jungfer war. Catharina hatte ein hübsches Gesicht, langes, dunkelbraunes Haar und einen guten Charakter, wie ich früh festgestellt hatte.
Kurz verfolgten meine Augen, wie das Nachthemd weiter nach unten rutschte, so also auch nur noch von ihrer Oberweite gehalten wurde. Mir gefiel, was ich sah, das konnte ich zugeben. Es sah danach aus, als würde sie darauf warten, dass das nächste Ding passieren würde, weil sie mich so ansah, vollkommen reglos - rechnete mit der nächsten Sache. Ich würde sie unbedingt auch nicht enttäuschen wollen. Anscheinend war sie alles andere, als selbstbewusst, wenn die Dinge, die sie tat, nichts mit der Medizin zutun hatten, die sie gut beherrschen musste, immerhin aus einem bisschen Garn und einer Nadel viel gemacht hatte. Sie wollte mir kaum widersprechen, wiederfragte nur kurz.
Am liebsten würde ich jetzt dabei zusehen, wir ihr das Nachthemd weiter herunterrutschen würde, dann gebe es rein gar nichts mehr, dass sie verbergen könnte. Für einen Moment hatte ich ein Spiel in dieser Sache gesehen, das ich unbedingt gewinnen wollte. Andererseits.. sie war jung und bildhübsch, wahrscheinlich sollte ihr jemand dieses fromme Gehabe austreiben. “Du musst sein ruhiger.”, erklärte ich ihr noch, lächelte immer noch diese lüsterne Ader aus und ließ mich dann auf der Bank ihr gegenüber nieder. Sie saß seitlich, drehte sich aber in meine Richtung. Ich legte meine Hände auf ihre Schultern, schob ihre Haare beiseite und kam ihr näher, als sie in diesem Moment vielleicht erwartet hatte. Mein Blick stachelte den ihren für einen Moment herausfordernd an, ehe ich damit begann sie zu küssen, als das sie mich aus ihren sehnsüchtigen und blauen Augen ansah, die ja schon fast flehend waren…

Catharina.
Irgendwie wollte ich mich gar nicht so schlecht anstellen und nichts tun, aber mir blieb einfach nichts anderes übrig, als dass ich seine Blicke über mich ergehen ließ, während er so kess grinste und sich dann auch noch vor mich auf die Bank setzte. Ich musste also ruhiger werden? Das konnte ich nicht deuten, aber im nächsten Moment berührte Roman mich wieder. Jetzt war mir sofort wieder heiß und ein Schauer überkam mich, sodass meine Haut empfindlich prickelte und kaum eine Sekunde später seine Lippen auf den meinen lagen. Zuerst wirkte ich noch etwas überrascht und steif, dann aber glitten meine Hände in seinen Nacken und ich rutschte automatisch noch näher an ihn heran. Automatisch rutschte mein Nachthemd noch ein Stück weiter herunter und schon bald würde meine Brust vollkommen entblößt und offen liegen. Vielleicht überraschte ich ihn jetzt damit, dass ich ihm immer näher und näher kam. Etwas zwang mich einfach dazu, dies zu tun und ich zierte mich auch nicht mehr so, solange er mir nicht Einhalt aufzwang. Dabei war ich doch neugierig und ließ meine Finger über seine warme Haut gleiten, wirkte aber dennoch etwas scheu und wusste noch nicht, wie weit ich eigentlich gehen konnte. ich verstand darunter einfach noch nicht genug und war mir über meine vielen Möglichkeiten noch nicht bewusst. Er sollte keinen Abstand mehr nehmen und nichts mehr unterbinden. Ich wollte ihn jetzt spüren und dem sollte einfach nichts mehr im Wege stehen. An Gott dachte ich gerade nicht, sondern daran, dass ich womöglich nie in den Genuss einer Ehe kommen würde, weil ich schon vor einer Hochzeit sterben müsste. So sah die Welt aus - Grausam und unmenschlich. Da sollte mir doch zumindest eine solche Erfahrung gewehrt sein, nicht wahr? Jetzt wo doch sowieso alles aus dem Ruder lief und sich niemand mehr an Gebote hielt.

Roman:
Ich hatte schlicht weg immer noch den Eindruck, dass sie selbst jetzt ihre Zurückhaltung durchsetzen wollte. Sie war immer zurückhaltend und bloß auf der Hut, vertraute der Sache anscheinend nicht, weil sie sich sonst darauf einlassen würde. Das erinnerte mich an ein scheues Reh, das zwar auf dem Acker die dünnen Pflanzenhalme fr*ß, sonst aber nie weiter in die Nähe von Menschen kam. Catharina schien zwar ein bisschen Blut geléckt zu haben, brauchte aber noch viel Überwindung um “zutraulicher” zu werden. Jesus Christus und die Gebote waren mir egal, darauf pfiff ich und das sollte sie wohl auch tun.
Meine Finger rutschen gelassen und genauso ungezügelt weiter nach unten, dort wo der Stoff nur noch sachte an ihrer Haut auflag, hielt an ihren Hüften fest, wobei das Nachthemd im nächsten Moment auch schon vollkommen zu ihrem Bauch gerutscht war. Mein Atem ging nun auch schneller, war heiß und stoßweise, weil ich allmählich selbst meine Ungeduld zeigte. Dabei drehte ich meinen Kopf ein bisschen seitlich, löste mich von ihren Lippen und blitzte mit meinen Augen ihren Blick. “Du musst.. das ausziehen.”, säuselte ich heiser. Dabei fielen immer wieder die langen braunen Strähnen in den Weg, die ich allesamt wieder über ihre Schulter nach hinten schob. Sie war eine schöne Versüßung. Meine Hände schweiften ab und begonnen jetzt damit, ziemlich frei und ungehemmt, über ihren Körper zu streifen, von ihren Schultern zu ihren Brüüsten. Sie ließ all das zu. Das Nachthemd hing ihr nur noch in den Armbeugen und ehrlich gesagt bräuchte sie den überflüssigen Stoff nicht mehr. Danach zog ich sie aber wieder näher in meine Richtung, Gefallen an ihr hatte ich schon lange gefunden und wollte mehr davon erlangen, mehr davon besitzen. Sie war allein hier, allein in diesem Raum mit mir, allein da draußen, schien keine Familie in diesem Gottverdammten Land zu besitzen. Aber vorerst griff ich nur nach haufenweise losem Stoff, den ich ihr über den Kopf ziehen wollte, weil er im Weg war. Wahrscheinlich würde sie leicht frösteln, eine Frau eben.. aber wetten wie lange das anhalten sollte…

Catharina.
Ich hatte Hemmungen und war schüchtern. Als Kind bis zum Alter von achtzehn Jahren hatte ich ein Internat für Mädchen besucht und dort immer sehr gute Leistungen in der Schule erzielt. Man kam mit dem anderen Geschlecht beinahe gar nicht in Kontakt und ich erinnerte mich nur an die drei letzten Sommer, in denen ich regelmäßig nachhause kam und meiner Familie, wie auch meinen Freunden dort einen Besuch abstattete. Gemeinsam gingen wir schwimmen und blieben manchmal noch länger draußen, als es eigentlich hell war. Dabei hatte ich jedes Jahr immer einen speziellen Jungen getroffen. Sein Name lautete Maximilian und er war schon mit der Schule fertig gewesen. Manchmal hatte er mich berührt, manchmal hatten wir uns nur geküsst. Er hatte mich immer mit dem Fahrrad mitgenommen und dann gab es zum Abschied im Dunkel der Nacht zärtliche Küsse. Auch damals war ich schon so scheu gewesen, aber irgendwie konnte ich nicht einschätzen, ob es ‚schlimmer‘ geworden wäre. Auch beim Studium waren mir hin und wieder Männer begegnet, denen ich näher kam, als ich es im Nachhinein vielleicht gewollt hätte. Viel eher konzentrierte ich mich auf meine Prüfungen und darauf, einmal gut zu werden. Dennoch besaß ich Träume von Zukunft, Familie, Hochzeit und Kindern. Nun aber träumte ich nur davon, dass mir jemand etwas mehr Wertschätzung zukommen ließ, als ich sie zur Zeit vernahm. Roman war gut aussehend und ich fand ihn einfach nur sehr aufreizend, wenn er sich jetzt so verhielt und dann lächelte, beinahe schon grinste. Ich wusste nicht, ob er sich daraus einen Spaß machte oder wirklich auf Nähe aus war, wie ich mir zumindest gerade vorkam.
Sobald ich mein Hemd verlor, holte mich eine Gänsehaut ein und ich sah Roman im ersten Moment nur in seine Augen, während seine Hände meine Brüüste und die nackte Haut, die um meine Brust und meinen Bauch spannte, berührte. Dabei pulsierte es heftig und das Blut zentrierte sich langsam in meiner Mitte. Scharf zog ich die Luft ein und stieß sie kehlig mit einem Geräusch, das einem leisen Stöhnen sehr nahe kam, wieder aus. „Bitte nicht aufhören.“, flüsterte ich dabei flehend und wollte ihm jetzt das Hemd von den Armen streichen. Sein Körper sah so gut aus.

Roman:
Ich blickte immer versonnener drein, als sie mir auch noch bestätigen wollte, dass ihr gefiel, was ich da tat. Meine Hände streiften über ihren Körper, ließen sie hochleben und immer mehr aus sich herauskommen, weil sie so gar keine andere Chance hätte. Ewig lange könnte sie nicht ruhig bleiben. Doch anders, als gedacht, während ich jetzt noch das Hemd verlor, hämmerte jemand hysterisch und mit kehliger lauter Stimme gegen die Tür, sprach Deutsch und klang nicht gerade friedfertig. Vollkommen durcheinander blickte ich zur Tür, verfluchte die Tatsache gerade, aber stand nicht auf. Wiederum verblüffend war, dass die Tür nun aufflog und gegen die Wand flog. Eine NS-Jacke, eine der Frauen stand gerade hier und sprach wütende Worte. So schnell konnte ich ihr gar nicht folgen, wie sie das nächste Ding rauswarf und folglich wiederum das nächste ansprach. “Das ist Unzucht, ich melde es. Raus hier, raus! Das wird Konsequenzen haben! Weg da, los! Dafür werdet ihr büßen!”, zischte die Frau vollkommen schroff. Einen Moment lang wusste ich gar nicht, wie mir geschah, als das ich mir von einer Frau, einer Frau!, Vorschriften machen ließ. Aber Bestrafungen waren momentan nicht mein Ding und.. ich war mir nicht sicher, warum ich es tat, einerseits war ich trotzig wie ein Kind, weil mich dieses hässliche Leder gerade um etwas gebracht hatte, andererseits konnte ich mich nur mühselig lösen. “Los, wirds bald! Und du, die Gräfin.. schämst du dich nicht! Das ist das allerletzte!”, sprach sie schon weiter. Nicht gerade hastig und eilig griff ich nach meinem Hemd, zog es mir wieder an und sah die Frau mit ausdruckslosen, desinteressierten Augen an. Dabei stand ich so, dass sie nur eine spärliche Sicht in Catharinas Richtung bekam. Dieses Nází-M*ststück. “Schmor in der Hölle.”, brummte ich finster, warf der Ns-Jacke einen bitterbösen Blick zu. Das mit den Flüchen und den Beschimpfungen hörte man unter den NS-Idioten, lernte es schnell. “Was? Du wagst es?”, damit hatte sie wohl nicht gerechnet. “,Wir’ finden Weg a l l e i n.”, rieb ich ihr unter die Nase. “Wirds bald! Ihr werdet noch eher blaues Wunder erleben!”, keifte sie. Dabei trat ich vor sie, war sicherlich 2 Köpfe größer, sah auf sie herab und zog die Braue nach oben. “Du drohst? Pass gut auf.”, brummte ich, fixierte ihren Blick. Danach war sie verschwunden und ich zuckte lediglich die Schultern. Wer sollte den bezeugen, was ich gesagt hatte. Die war total durch den Wind, verschwand hastig durch den Gang. Weiber. Dabei stahl sich ein reichlich schräges Grinsen auf meinen Lippen. wie ich ihm Rahmen stehen blieb und der Nází-Tunte noch nachsah.

Catharina.
Das alles war so gut, dass ich beinahe schon glaubte, dass es himmlisch wäre. Doch im nächsten Augenblick klopfte es schon wild gegen die Tür und ich vernahm das laute Schimpfen einer Frau. Im nächsten Moment stand die Tür auch schon geöffnet. Sie trug eine braune Jacke und ich wusste sofort, wohin ich sie ordnen musste. Das war eine der drei Schwiegertöchtern der Grafen und ich konnte sie alle auf den Tod nicht ausstehen. Im ersten Moment hatte ich noch geglaubt, dass das Klopfen und die Unterbrechung ein Zeichen Gottes wären, der mich darum bat, damit zu beendet, womit ich gerade begann, aber jetzt war ich mir sicher, dass der hohe Herr Menschen wie sie nicht schicken würde. Nur war ich sofort wieder ein bisschen beschämt und kam mir ertappt vor, während ich den zu Boden gefallenden Stoff richtete und Roman zumindest den Blick auf mich versperrte. Dafür war ich ihm dankbar. Sobald ich dann aber die Beleidigung, wie die darauf folgende Drohung vernahm, staunte ich nicht schlecht und zog die Augenbrauen recht kritisch in die Höhe, wobei trotzdem noch ein leichtes Schmunzeln in meinem Gesicht stand. Er stand dabei breit im Rahmen der Tür und sah ihr noch grinsend nach, wobei ich jetzt hinter ihn trat und im Zwischenraum von Rahmen und seinem Körper unter seinem ausgestreckten Arm noch hindurch sah. Er schien sich ganz schön was zu trauen, wenn er eine solche Frau problemlos in die Flucht schlug und dabei nur gebrochenes Deutsch und ein gewisses Auftreten anwenden musste. Mein Blick lag dabei ebenfalls auf ihrem Rücken, bis sie im Dunkeln verschwunden war. Dann aber wusste ich nicht mehr, wie es weitergehen sollte und im ersten Moment wollte ich ihn schon wieder aus verlegenen Augen ansehen, doch ich lächelte eher, auch wenn Erwartung in meinem Blick lag, als Roman ebenfalls wieder in meine Richtung sah. Was würden wir jetzt tun? Sollten wir uns verabschieden und in einer Woche wiedersehen, wenn ich mich nach seiner Wunde erkundigte? Aber so ungeschehen wollte ich das Ganze nicht lassen, weil es sich nicht richtig anfühlte. Ich wollte Nähe spüren und er hatte mich schon ziemlich durch den Wind gebracht. Nun prickelte alles und ich lief noch immer beinahe auf Hochtouren. Doch wie gesagt: Ich wusste keine Möglichkeit.

Roman:
Die wusste anscheinend gar nicht, wie ihr geschah, aber ich gönnte es dieser Hexe nur, dass man ihr die Leviten las. Mistkricken hatte das Land genug und diese da zählte auf jeden Fall dazu. Unter einer besonders hohen Position, dass sie nachts noch irgendwelche Räume kontrollierte, schätzte ich sie nicht ein. Sie war eine der Schwiegertöchter der Grafen und ich hatte bemerkt, dass sie beim alten Grafen nicht sonderlich beliebt waren. Wenn ich ehrlich war, dann hatte ich unter diesem Stern auch nicht allzu viel zu befürchten. Wer würde ihr bezeugen, dass ich diese Dinge gesagt hatte, wer sollte bezeugen, dass ich sie nicht gesagt hatte? Die Sache stand im Zwiespalt und würde wohl nichts weiter anrichten. Die Deutschen glaubten auch sonst was zu sein, wobei sie dreckiger, verkommender Abschaum waren. Als Catharina dann neben mir stand und scheinbar genauso dabei zusehen wollte, wie die Dame verschwand, löste ich meine Position wieder und stellte mich gerade auf. Der Moment, in dem sie gekommen war, war unpassend. Dabei sah ich jetzt in ihre Richtung, fühlte mich aber ein bisschen betrogen. Weiber.. Sie hatte uns doch sowieso gesehen, dann konnten wir auch noch eins drauf setzen. “Sie ist weg.”, bemerkte ich trocken und ertastete dann mit der linken blind den Lichtschalter, der sich seitlich der Tür befand, ehe ich einen Schritt nach draußen trat. Mir kam der Gedanke, dass wir dort weitermachen könnten, wo wir gerade hatten aufhören müssen. Wir beide hatten doch Kammern und ich glaubte nicht, dass diese Frau wusste, welche der unzähligen hier wem gehörte. “Komm mit!”, forderte ich sie dabei auf, sah sie dabei kurz prüfend an, ehe ich Schritt setzte und die entgegengesetzte Richtung anschlug, die sie nehmen musste um zur Kammer zukommen. Aber das war mir egal, immerhin sollten wir uns jetzt noch nicht voneinander trennen. Mein Blick flog kurz über meine Schulter in ihre Richtung, ob sie mir folgen würde. Und sie tat es. Meine Kammer war nicht besonders weit, sodass ich sie im nächsten Moment schon hinein schob. Bis dahin lag alles in kompletter Dunkelheit und Stille, die ich jetzt gut zu ignorieren wusste…

Catharina.
Ich rechnete jetzt nicht mehr damit, dass es noch zu etwas kommen würde und jetzt forderte Roman mich dennoch auf, dass ich ihm einfach folgen könnte und wir demnach unserem kleinen Spielchen dort weiter nachgehen könnten? Zwar glaubte ich noch immer, dass es nicht die richtigste Entscheidung war, aber ich machte sie einfach und lief hinter ihm. Er war recht schnell, weil er große Schritte machte, meine waren dafür kleiner und ich musste in paar mehr machen. Dabei wandte er sich einmal herum und spähte durch die Dunkelheit, aber ich war weiterhin hinter ihm. In seiner Kammer angekommen versperrte er die Tür hinter uns beiden und ich sah in seine Richtung. Jetzt oder nie, Catharina, spornte ich mich innerlich noch an und dann löste ich einfach das Hemd, sodass es zu Boden ging. Ich wollte ihn spüren, hören, schmecken und riechen. Er trug dabei noch seine Hosen und ein Hemd, ich selbst hatte gerade alles verloren, was ich überhaupt bei mir gehabt hatte.
Mir fehlte übrigens der Blick dafür, was andere Männer an mir womöglich attraktiv und aufreizend finden könnten. Dort wo andere womöglich pralle, straffe Brüüste erspähten, die sie schön anfassen ließen, sah ich nichts, was nicht jede andere Frau ebenfalls besitzen würde. Dort wo andere scheinbar Hüften erkannten, die ihnen den Verstand raubten, hatte ich höchstens ein bisschen zu viel auf den Rippen und warum man gerne ein Gesäß berührte, wusste ich auch nicht - Aber es gefiel mir, da war ich mir sicher. Dabei sah ich sogar in Roman’s Gesicht und verbat es mir, meinen Blick abzuwenden. Wenn ich etwas wollte, musste ich eben langsam auch ein bisschen konsequenter werden. „Komm.“, flüsterte ich dabei noch und erneut schlug mein Herz so intensiv und kräftig. Ich wollte es so dringend. Natürlich war ein Mann wie Roman schon in einen solchen Genuss gekommen, ich wiederum aber nicht und das wusste er womöglich. Dass ich ein schlechtes Gewissen bekommen würde, dachte ich gerade nicht.

Roman:
Nachdem wir in der Kammer angekommen waren, versperrte ich nun erneut die Tür, hoffte dieses Mal, dass diese Frau nicht einfach so hereinkommen könnte, obwohl ich mir zwingend sicher war die Tür abgeschlossen zu haben, als sie einfach nur zuzuziehen und dann den Schlüssel abzuziehen. So viel traute ich mir dann noch zu. Demnach musste ich aber nicht schlecht staunen, als ich wieder in Catharinas Richtung sah und diese bereits das Nachthemd ausgezogen hatte, es sich zu ihren Füßen am Boden sammelte und sie bis auf weiteres nackt war. Der Anblick gefiel mir. Das Licht hier war spärlich, breitete sich nicht besonders aus und warf nur einen gewissen Bogen durch das Zimmer. Dieser reichte jedoch aus um Catharina, wie sie geschaffen würde, (nicht wie Gott sie geschaffen hat, ok) anzusehen. Folglich fiel ihr Blick in meine Richtung und ich bemerkte amüsiert, weil es danach aussah, als würde sie sich verbieten wegzusehen, wie sie es zuvor schon getan hatte. So allmählich blühte die Unschuld in Person wohl noch auf und das gefiel mir mehr als nur. Ich war offenbar ganz verwundert darüber, wie es zu ihrer Wandlung kam, sprach die Sache aber auch nicht direkter an, als das ich auf sie zu trat und sie in Richtung des Bettes drückte, sie nur ein, zwei Schritte rückwärts laufen musste, ehe sie sich setzen konnte. Es war nicht unbedingt warm hier drinnen, niemand feuerte oder zumindest kam das Kaminfeuer nicht bis hierher durch. Bestimmt drückte ich sie nach unten auf die Matratze, begann mit der linken schon die wenigen, losen Knöpfe noch einmal aus den Löchern zu öffnen, ehe ich mich breitschultrig auf sie gleiten ließ.

Catharina.
Zwar wusste ich auch nicht, warum ich gerade für einen Moment so viel Selbstvertrauen an den Tag legen konnte, wo sich hinter dieser Mauer eigentlich nur heiße Luft befand. Ich hatte doch keinerlei wirkliche Ahnung davon, wie man einen Mann berühren musste, wusste ja nicht einmal, was ein solcher demnach auch mit mir anstellen konnte und hoffte jetzt, dass ich mich am Ende nicht als Enttäuschung für Roman herausstellen würde. Bestenfalls könnte er mir nie wieder in die Augen sehen oder ich täte dies vor Scham nicht, weil er nur noch frech lachen würde, sollte er mich einmal zu Hofe antreffen. Doch an solche Dinge dachte ich jetzt nicht und ließ mich von ihm auf das Bett drücken, ehe ich auf dem Rücken lag und er sich noch die letzten Knöpfe seines Hemdes öffnete. Dabei holte mich schon die kühle Nachtluft ein, die hier in den Kammern herrschte, aber schon bald würde mir sicher unglaublich warm werden, wie ich schätzte. Nicht zuletzt sein Anblick taten übrigens dazu bei, dass ich schauderte. Neugierig strich ich mit den Fingerspitzen über den definierten, muskulösen Körper, an dem ich kein Gramm Fett finden konnte. Ich atmete dabei heiß und ehrfürchtig die Luft ein, während sein Blick noch auf mir lag. Dabei griff ich jetzt nach einer seiner Hände und führte diese über mein Schlüsselbein zu meinen Brüüsten. Er sollte weitermachen und nicht aufhören. Ich wollte mich so fühlen, wie ich es eben vor der Unterbrechung getan hatte und drückte seine Hand demnach leicht zusammen, sodass es mich von meiner Oberweite ausgehend süßlich durchzuckte. Dabei stöhnte ich erneut leise auf, aber das alles kam mir so fremd vor. Nicht zwingend schlecht, aber dennoch fremd. An solche Gebiete musste ich mich erst einmal herantasten. Roman wiederum musste ein solches doch schon hunderte Male erlebt haben, nicht wahr?

Roman:
Catharina griff nach meiner Hand und führte sie zu ihren Brüüsten, eben an einen Punkt den ich zuvor schon berührt hatte und der sie scheinbar nach mehr aussehen ließ. Ich ließ sie über ihre Haut wandern, hielt dann fest, was ich zu greifen bekam und reizte an den Stellen, die sie zittrig und schwer atmen ließen. Sie verrannte sich immer mehr in diesen Zustand, aalte sich danach und war regelrecht abhängig davon, sah wohl im Moment keine süßere Begierde. Folglich strichen meine Hände über den flach liegenden Bauch, der tiefer lag, als es ihre Rippen taten, sich ein bisschen hartnäckig erhoben. Mit der linken fuhr ich über ihr Knie, zog aber eher höher und strich dann über die Innenseite ihres Schenkels, der von weicher, zarter Haut umgeben war. Mein Blick wechselte ständig von ihrem Gesicht zu meinen Händen, sah ihr dabei zu, wie sie allmählich jede Hemmung verlor und immer um mehr bettelte. Ich war aber nicht länger “fürsorglich” und blieb auf dem Gebiet, auf dem sie es wohl haben wollte, sondern ließ meine Hände zwischen ihre Beine gleiten. Das war nicht unbedingt die russische Art für etwas danke zu sagen, aber wenn sie es so wollte.. dann bitte. Dafür wollte ich im Gegenzug auch noch ein Stück vom Kuchen.
Zugegeben war es schwer sich selbst zu beherrschen, wenn ich dabei zusehen musste, wie.. Meine Augen flammten lüstern und düster, während meine Atmung immer mehr anstieg und Hitze in mir wallte. Die vorherige Kälte fiel nun gar nicht mehr auf. Es stachelte mich nur noch mehr an, mehr und mehr, wenn sie sich so hingab und sich gehen ließ. Sie war eine schöne Frau, keinesfalls ein Zweifel, aber reagierte selbst so empfindlich, als wäre all das vollkommen neu für sie. Und der Eindruck ließ mich dann auch nicht mehr so schnell los…

Catharina.
Willig spreizte ich meine Beine für Roman und wurde gerade in Gebiete eingewiesen, von denen ich nie etwas gewusst hatte. Dabei wirkte ich im ersten Moment noch ein bisschen schüchtern, als er seine Finger in mich gleiten ließ, aber konnte mich nur schwer zügeln, sodass ich immer wieder leise stöhnte. Roman kam dieser Zuspruch wohl zu Gute und ich selbst verlor gerade jeglichen Sinn und Verstand. Zitternd und bebend lag ich heiß atmend unter ihm und ließ mich von ihm berühren, während ich nicht wusste, wie ich mich weiter verdrehen und strecken konnte. Ich rekelte mich beinahe unter ihm und war so erfüllt von lüsternen Gefühlen, stöhnte und genoss. Nur schien selbst dieses Gefühl mit der Zeit zu verblassen, sodass ich immer mehr verlangte. Zwar war Gier ebenfalls eine Sünde, aber daran dachte ich jetzt nicht. Mir blieb keine Zeit bei all den süßen Schnellen, die mich durchzuckten während seine Finger meine sensibelsten Stellen stimulierten. Was für eine Versuchung Roman doch darstellte.. Gerade sehnte ich mich nach nichts mehr, als ihn wirklich richtig in mir zu spüren. Dabei streckte ich nun die Hände aus und wollte den Knopf seiner Hose öffnen, was mir aber nicht allzu schnell gelang, da meine Hände schon beinahe keine richtige Kraft mehr aufweisen konnten. Zuerst reagierte er auch gar nicht und schien mich machen lassen zu wollen? Er musste doch merken, wie sehr er mich gerade verausgabte. Ein Flehen lag in meinem Ton, auch wenn ich beherzt stöhnen musste. Dabei lag auch etwas Bittendes, aber auch Gieriges in meinen Augen, als ich ihn ansah. Eigentlich hatte ich den Kopf ja in den Nacken geworfen und die Augen zugepresst, aber nun sah ich keine andere Möglichkeit. „Bitte.“, hauchte ich also stöhnend und zog scharf die Luft ein. „Bitte, Roman.“, schob ich noch dringlich nach und strich über seine Brust, gelangte aber nicht an den Verschluss der Hose und konnte sie einfach nicht öffnen.

Roman:
Zwischendrin schien sie selbst Partei ergreifen zu wollen und griff an den Bund meiner Hose, wollte anscheinend den Knopf öffnen. Sie stöhnte immer noch, wusste kaum, was sie tun und wohin sie sehen sollte. Doch ihr Blick lag dann auf mir, wobei sie flehend dreinblickte, bezwecken wollte noch mehr zu bekommen, als sie im Moment besaß, bekommen hatte. Sie bettelte. Mir kam das alles ziemlich entgegen, sodass ich mich selbst darum kümmerte den Druckknopf der Hose. Ihre Finger strichen über meine Brust, waren kühl und ließen mich schauern. Mein Herz schlug gefühlte male schneller und mein Puls stieg an, ich war auch nur ein Mann und dachte zwingend mit der Hose, wenn sie es auf diese Weise zu versuchen schien. Dabei atmete ich kehlig die Luft aus, drehte mich von ihr runter und zog mir die Hosen aus, ließ den Rest darunter auf direkt folgen. Eine ununterdrückbare Anstrengung, eine regelrechte Spannung, hatte sich in mir breit gemacht, ließ mich vollkommen hitzig werden. Dann würde ich ihren Bitten, mit Vergnügen, nur zu gern nachkommen. Wenn ich ehrlich war, dann gab es, solange Stalin in seinem Regime nicht herrschte, keine große Hemmung in Russland. Wir lachten, tranken und hatten folgend Spaß miteinander. Aber an meine Heimat dachte ich nicht, eher daran, dass ich für mich selbst keine Scham empfand. Ich war schon viel zu lange erwachsen, als mich kindlich zu zieren. Dabei fackelte ich nicht lange und schob ihre Beine auseinander, die sie lediglich ein bisschen angewinkelt hatte, ließ mich auf sie gleiten. Kurzzeitig sah ich sie noch an, fragte aber nicht, ob sie zustimmen würde. Dann sollte sie gehen, wäre nicht länger hier. Aber sie sah nur ungeduldig und angestachelt aus, schien sicherlich eine Röte im Gesicht zu haben, von der in der spärlichen Helligkeit nicht viel zusehen war. Meine Hände glitten über ihren Oberkörper, den sie mir entgegenwölbte, ehe ich, aber nicht allzu ruppig, in sie eindrang.

Catharina.
Nie hatte ich mir ausgemalt, dass etwas solches so toll sein könnte. Mein Blick glitt dabei gierig über Roman’s Körper, den er jetzt folglich vollkommen entblößte und mich damit nur noch mehr begeisterte. Alle Prozesse in mir schienen viel schneller als für gewöhnlich abzulaufen und er verdrehte mir so ungemein den Kopf damit, als er sich jetzt nackt erneut über mich lehnte. Sobald sein Blick mich dabei traf, bemerkte ich aber, dass er mir scheinbar noch eine Chance lassen wollte. Zurückschrecken wollte ich jetzt nicht mehr und legte einfach eine meiner Hände in seinen Nacken, während mir etwas in den Augen stand, das er vielleicht gut deuten konnte. Verlangen. Ich wollte ihn jetzt spüren und das verstand er. Seine Hände glitten dabei noch über meinen Körper und im nächsten Moment spürte ich, wie er in mich eindrang. Im ersten Moment durchzuckte mich ein leichter Schmerz, womit ich nicht gerechnet hatte. Er zog sich sogar noch ein paar Male fort, während er erst einmal ruhig rein und raus glitt. Sein Blick lag dabei schon prüfend auf mir, aber ich konnte meine Züge nicht etwa vor Schmerz verziehen, weil es immer angenehmer und wärmer wurde. Die Gier in mir baute sich dabei stetig aus und ich strich seine muskulösen Arme hinauf und wieder hinab, ehe ich ihn dazu animierte, kräftiger zu werden. Zwar wusste ich nicht viel über solche Körperlichkeit, aber ich ging davon aus, dass er dies auch bloß willkommen heißen würde. Demnach wurde er von Mal zu Mal kräftiger und glitt tiefer in mich, wobei ich erschüttert feststellte, dass sich dies nur noch viel besser anfühlte, als ich es mir hatte ausmalen können. Ob er ebenfalls so begeistert war, konnte ich nicht deuten, da meine Augen geschlossen waren und ich mein Herz bis in meinen Kopf schlagen hörte, immer wieder selbst stöhnen musste und mich sachte in die Haut seiner Arme krallte, da sein Oberkörper eher aufrecht war, als dass er sich parallel zu mir über mich beugte. Schon nach wenigen Momenten bewegten wir uns nun in einem hektischen Rhythmus, der trotzdem regelmäßig war. Auch seinen Atem stieß Roman dabei kehlig und rau, wie auch für mich hörbar aus, während ich selbst glaubte, gerade im Paradis zu sein. So etwas Schönes konnte Gott mir doch gar nicht verwehren und ich glaubte, dass es sich um eine Belohnung für mein gutes Zutun bei Roman’s Verletzung, wie das Einsetzen für die Kranken und Verletzten des Lagers handelte. Aber so richtig denken konnte ich nicht, weil er mich immer wieder aus der Bahn warf. „Oh Roman.“, seufzte ich dabei und wollte nicht, dass er nachließ, aber er tat es auch nicht.

Roman:
Ich hatte schon noch bemerkt, dass ihr dieser Punkt der Sache nicht wirklich leicht fiel, sie anfangs ein bisschen starr wurde und sich in meine Haut krallte. Ihre Finger lagen in meinem Nacken und ich spürte dadurch gewissen Nachdruck, den ich auf sie ausübte, sie mir wiederum zeigte, wie sie darauf reagierte. Meine Mimik konzentrierte sich, solange ich es noch kontrollieren konnte, auf sie und ich hielt das ganze noch.. etwas leicht gehalten. Aber ich wusste, dass das nicht unbedingt mein Fall war. Langsam wurde sie aber lockerer.. Das trieb mich sofort dazu an, weil mir dieses langsame hin und her langsam in den Kopf stieg und mich immer mehr zurückschraubte, sodass ich nicht lange fackelnd ein bisschen schneller und nicht besonders nachsichtig wurde. In solchen Sachen war ich nie nachsichtig, sah nur meinen eigenen Nutzen daraus.. aber sie schien wohl.. noch nicht allzu oft mit jemanden verkehrt zu haben, noch nie? Anfangs war sie so schüchtern und beschämt gewesen, was sich mittlerweile ein bisschen gelöst hatte. Ich wollte sie in keine Schublade stecken ,die Zeiten des Kriegs waren hart und anstrengend, man musste sich selbst zurückschrauben, als das man auf alles Acht nahm, was im normalen Leben auch Gang und Gebe war. Es dauerte nicht lange, bis alle Zurückhaltung vergessen wurde, jede noch so kleine Hemmung in den Wind schlug. Ihre Hände griffen nach meinen Armen, aber ich war allein darauf bedacht, was ich gerade tat und es mich immer höher hinaus brauchte, sie es dabei nur unterstrich, indem sie stöhnte und das nicht gerade leise.
Zwischendurch murmelte sie irgendwas, was ich gar nicht so richtig wahrnahm. Es dauerte aber nicht mehr lange, bis es mich heiß-kalt gekoppelt überkam, mich innerlich in jeden noch so kleinen Muskel zucken ließ und auslaugte. Mein Kopf schwirrte dabei irgendwo, aber nicht hier, trug mich in irgendwelche Welten, in denen alles vollkommen in Ordnung schien. Meine Atmung ging heftig und nicht gerade sachte, während sie kehlig und rau auf und ab ging. Sie schien es auch zu überwältigt haben, ließ langsam in ihrem Griff nach und kam aus der Anspannung, die ihren Körper in meine Richtung gewölbt hatte, was sie regelrecht darum betteln ließ.. Mein Herz schlug heftig, ich hörte das Blut durch meine Ohren rauschen, kam aber neben ihr auf. Meine Brust und Bauchdecke senkte sich stetig…

Catharina.
Das Blut rauschte mit einer schnellen Geschwindigkeit durch meinen Körper und ich zuckte immer wieder hektisch vor Lust, während er sich wirklich sehr gut anstellte. Zwar konnte ich schlecht einen Vergleich aufstellen, aber er hatte mich beglückt. Mit der Zeit merkte man nämlich, wie etwas immer mehr anstieg und anstieg, bis man irgendwann den Gipfel gemeinsam erklommen hatte und dann schauderte ich nur noch, zuckte schwach und hatte mich aus meiner Anspannung gelöst. Mir war unglaublich warm und feine Schweißperlen bedeckten scheinbar meinen ganzen Körper, während ich nun neben Roman lag und mein Herz heftig schlug. Ich selbst fand mich im ersten Augenblick in einer Welt voll Zucker, Milch und Honig wieder, genoss wirklich alles, was mich durchfuhr, aber nachdem das erste Hochgefühl langsam nachließ, glaubte ich, immer müder und schwächer zu werden. Ich musste doch noch in meine Kammer, aber jetzt waren meine Glieder so lahm und ich würde womöglich Schwindel nach dem Aufstehen empfinden, der sich am Ende noch meinen ganzen Weg hinziehen würde. Ob es Roman auch so ging und ob es gut war, wusste ich nicht, wobei ich jetzt aber in seine Richtung sah und einfach diese Frage stellte. „Gut?“, wollte ich wissen und hatte natürlich gewisse Erwartungen, aber andererseits war das gewissermaßen das erste Mal gewesen, bei dem ich einem Mann so nahe kam.
Einen Augenblick fragte ich mich, ob er das eigentlich wusste und bemerkt hatte. Wahrscheinlich stellte man sich unerfahren nicht so gut an, als wusste man eben, wie all so etwas funktionierte. Trotzdem hatte er sicher nicht zu viele Erwartungen in mich gesetzt. Sorgen machte ich mir sowieso keine und auch aus seiner Kehle waren Geräusche des Genusses gestoßen. Ich zweifelte daran, ob ich mich schämen müsste.

Roman:
Ich hatte mich auf den Bauch gedreht ,die Arme unter meinem Kopf verschränkt und meinen Kopf darauf gebettet. Dabei atmete ich immer noch schwer, kam aber allmählich wieder zur Ruhe. Das Blut lauschte genauso lautstark, wie zuvor und irgendwie wollte ich jetzt direkt die Augen zuklappen und schlafen, konnte aber aber gar nicht. Dann hörte ich sie irgendwas sagen, drehte meinen Kopf in ihre Richtung und zog die Brauen ein bisschen nach oben. Mein Blick war, selbst wenn sie es nicht allzu deutlich sehen konnte, zufrieden. Ich war vollkommen befriedigt und innerlich ein bisschen erfüllter, wenn man davon absah, dass die ganze Situation, in der wir momentan waren, nicht besonders träumerische Gedanken offen ließ.
Dabei nickte ich nur und lächelte ein bisschen mülselig, als sie mich gefragt hatte, wie es war. Ob sie bleiben würde oder nicht - darüber dachte ich gar nicht so recht nach und hatte keinen Groll dagegen, würde sie hier schlafen. Ich war in diesem Moment so vollkommen müde, würde am liebsten nur schlafen wollen und nichts tun. “Du bist.. wie kleines Bambi.”, sagte ich dabei grinsend. Keine Ahnung, ob sie das verstand. Bambis waren wie sie, zurückhaltend, schüchtern.. aber wenn man sie aus der Reserve gelockt hatte, dann wurde ihnen ganz anders. Und das amüsierte mich, vor allem dieser Vergleich ihr gegenüber. “Wahrscheinlich musst du morgen wieder Bambi.. haft sein, wenn Frau von vorhin kommt. Ist besser so.”, schob ich ihr dabei noch unter, zog die Brauen nach oben und wollte wissen, ob sie mich verstand. Ich sprach noch lange nicht so gutes Deutsch, wie sie und erklärte manche Dinge wohl anders. Aber so, dass ich mit den wenigen Deutschbrocken hinkommen würde…