gewidmet

Diese Schule ist so ein schrecklicher Ort. Leben werden zerstört, denn das einzige was zählt ist die Leistung. Bist du schlecht, stempeln sie dich ab und behandeln dich wie einen wertlosen Idioten. Sie stellen dich vor der ganzen Klasse bloß und das jeden verdammten Tag und sie nennen es Motivation. Bist du gut, wird dir ein Artikel auf der Schulhomepage gewidmet. Das ist für mich Heuchelei.

Tausend Frauen ohne Körper

Tausend fremde Hände,
Täter ohne Gesicht,
Blutige Zimmerwände,
Doch keiner vor Gericht.

Tausend fremde Körper,
Sie gehören ihnen nicht,
Gefangen in ihrem Schweigen,
Erlösung nicht in Sicht.

Tausend leere Versprechen,
Auf dem 12-sternigen Tisch,
Das Schweigen will niemand brechen,
Warum lasst ihr sie im Stich?

Tausend weinende Frauen,
Doch jede weint für sich,
Und das Volk wird so vergesslich,
Denn d’rüber reden woll’n wir nicht.

Tausend stille Schreie,
Doch jede schreit für sich,
Jede schreit so tonlos,
Und WIR lassen sie im Stich.

– Mein unbekanntes Ich, September 2014

NOTIZ: Im Kosova-Krieg (1998/1999) wurden über 20.000 Frauen vergewaltigt. Heute zeigt nicht nur der kosovarische Staat, sondern auch die albanische Gesellschaft totales Desinteresse an dieser Thematik. Die Opfer werden bis heute zum Schweigen gezwungen. ‘Tausend Frauen ohne Körper’ ist den Schweigenden unter uns gewidmet.

Während der 90 Minuten ist es uns etwas leichter gefallen, als noch am Mittwochabend. Gerade eben vor der Süd hatten wir aber wieder einen Gänsehaut-Moment. Da war die Ablenkung vom Fußball dann wieder vorbei. Insgesamt ist das Gefühl seit Mittwoch nicht viel besser geworden. Wir versuchen untereinander viel zu reden, um das alles zu verarbeiten, haben auch professionelle Hilfe angeboten bekommen, was meiner Meinung nach sehr wichtig ist. Ich hoffe, dass es sehr schnell besser wird. Wir sind ständig mit Marc Bartra in Kontakt und merken, dass es ihm besser geht und er so schnell wie möglich wieder bei uns sein möchte. Wir haben diesen Sieg Marc gewidmet.
—  Marcel Schmelzer

18. April 2017 | Hamburg Straße

Ein Gruß und seine Folgen

Es ist Dienstagmorgen, der Dienstag nach dem verschlafenen Osterwochenende, ein mindestens genauso, wenn nicht noch verschlafener Tag. Auf dem Weg zur Arbeit fixieren meine Augen die Pflastersteine am Boden, ich sehe sie nicht wirklich, beachte nicht die Rillen und ob ich sie berühre. Und wenn ich aufblicke, um das Signal an der Ampel zu überprüfen oder ziellos irgendetwas im grauen Himmel oder den ebenso grauen Gebäuden zu suchen, dann weht mir nur der Wind die Haare vors Gesicht oder die Haare der Passanten in deren Gesichter, die ich nicht weiter beachte.

Doch dann, auf dem Weg zur nächsten Kreuzung, an der Ecke eines Hotels, läuft mir ein Mann entgegen. Ich bemerke seine grauen Konturen, sehe seine Beine, bevor ich den Rest sehen kann. Irgendetwas lässt mich aufblicken. Sein Blick. Er sieht mich an. In mein Gesicht.

„Morgen!“, ruft er und ist im selben Moment an mir vorüber, nimmt noch ein von mir verhaspeltes „Mn“ mit. Wir laufen beide weiter, er in seine Richtung, ich in meine Richtung. Ich sehe mich nicht um. Doch ich fokussiere meinen Blick. Ich sehe sein Gesicht vor mir, doch ich erkenne es nicht. Hat mich gerade ein wildfremder Mann auf den anonymen Straßen der Großstadt gegrüßt?

Ich beginne zu grübeln. Das kann kein Zufall sein. Keine zufällige, automatisch gemurmelte Freundlichkeit. Sein offener Blick, seine Bestimmtheit. Die Bestimmtheit, dass dieser Gruß in diesem Moment genau mir und niemand anderem gewidmet war. Ob er mich mit jemandem verwechselt hat?

Ich muss an meine Papierherzen denken. Ob er auch eine Mission hat? Ob er sich vorgenommen hat, jeden Menschen auf der Straße zu begrüßen?

Oder vielleicht hat er meinen gesenkten Blick gesehen, den schweren Kopf mit den noch schwereren Gedanken. Das Bedürfnis gehabt, mir ein Hallo zu schenken, seine Aufmerksamkeit, meine Aufmerksamkeit. Dass ich auftauche. Aufwache. Den Kopf hebe.

„Morgen!“ Seine Stimme hängt noch in meinem Ohr. Vielleicht war es nur ein einfacher Gruß. Eine einfache, alltägliche menschliche Geste. Für ihn selbstverständlich, nicht der Rede wert, schon vergessen. Doch in meinen schweren Kopf mit den noch schwereren Gedanken hat sich eine kleine Seifenblase gesetzt. Die Vorstellung, dass es kein Zufall war. Dass der Gruß in diesem Moment genau mir gegolten hat. Und er mir etwas geschenkt hat, was jedes Papierherzchen überflüssig macht.

Er hat mich gerufen, als ich verschwinden wollte.

Plastik

Ich sollte mir eins merken:
“Plastik - man kann es nur kurz für etwas gebrauchen und es dauert ewig um sich aufzulösen.”

Manchmal kommt es mir vor als seien nicht nur Gegenstände, Bedienungen, Verzierungen, Kunstmaterialien und Befestigungsmittel in der Lage die Eigenschaften von Plastik zu erfüllen. Manchmal kann es als eine gute Metapher für menschliches Verhalten verwendet werden. Jede Entscheidung ist dem temporären Genuss gewidmet ohne den Blick auf mögliche konstante Horizonterweiterungen in fernerer Zukunft.
Jede Ausrede, sei sie noch so zwecklos, ist perfekt geschult und man vergisst sein eigenes Bewusstsein. Indirekter Schaden findet im verschwenden von Potenzial nicht nur auf den Menschen selbst, sondern auch auf seine komplette Umgebung statt. Man lernt nicht, man lebt nicht, man atmet nur.

Wir sollten alle unseren Müll trennen um dem Plastik und seinen Auswirkungen vorzubeugen, dasselbe gilt für unser menschliches Umfeld.

July 23th, 2017

anonymous asked:

Wie war der Abend des Release vom Album für dich? Sind ein paar tränchen gefloßen?

Den Abend haben wir ja sogar zusammen mit vielen coolen Leuten auf unserer Releaseparty verbracht. Und fernab davon, dass wir eine Hüpfburg, veganes Essen, Arcade-Automaten und ein Raumschiff am Start hatten, hat vor allem die Tatsache, dass das Album endlich draußen war, uns sehr emotional werden lassen. Wie ich’s ja in meinem Video schon mehr als oft wiederholt habe, haben wir eineinhalb Jahre lang nur für dieses Projekt gelebt und all unsere Gedanken und Zeit nur dieser Sache gewidmet. Als die Musik an sich komplett fertig war (2 Monate vor Release) waren wir schon wahnsinnig stolz auf das, was wir da gezaubert haben, aber wirklich realisieren konnten wir es da noch nicht, weil’s mit dem Artwork und den Videos noch einiges zu tun gab. Um auf die Frage zurückzukommen: Yeees, die eine oder andere Träne wurde vergossen an diesem Abend!

Ich bin so verliebt in Dich.
Ich bin so verliebt in jeden deiner Blicke, der nicht mir gewidmet ist, doch egal wem er gilt, ich bin verliebt darin.
Ich bin so verliebt in jedes deiner Worte, von denen keines für mich ist, doch ich bin verliebt in deine Stimme, unendlich verliebt.
Ich bin so verliebt in das Gefühl für dich gemacht zu sein, bei dir angekommen zu sein obwohl wir einfach nicht für einander bestimmt zu sein scheinen.
Ich bin so verliebt darin zu hoffen das meine Liebe für dich eines Tages erwidert wird, bin verliebt darin meine Wut auf alle und jeden die mit dir sprechen zu unterdrücken, in der Hoffnung, es würde alles gut.
Ich bin verliebt darin dich eifersüchtig machen zu wollen obwohl es dir nicht schmerzt, bin verliebt darin dich zu erkunden, obwohl du die Heimat eines anderen Herzens bist.
Ich bin so verliebt in Dich, unendlich verliebt.
Du siehst es nicht.
Doch ich bin verliebt in Dich.
—  Meins
Warte nicht bis er schreibt. Wahrscheinlich verschwendet er keinen einzigen Gedanken an dich, während du an ihn denkst. Vielleich ist er mit seinen Freunden raus gegangen und kommt erst spät nachts zurück und dann wirst du in keiner Minute sein erster Gedanke sein. Er erinnert sich nicht an die Momente, die ihr zusammen verbracht habt. Er liest sich nicht hundert mal dieselben Nachrichten durch, weil er sie sicherlich schon längst gelöscht hat. Er denkt über dich, wie über jedes andere Mädchen, das auf der Straße an ihm vorbei geht. Es ist egal, dass ihr ein paar Lächeln, einige Wörter und viele Blicke gewechselt habt. Nur für dich hat die Zeit die du ihm gewidmet hast viel bedeutet. Nur du hast dich angestrengt dort zu sein, wo er zum gegebenen Augenblick auftauchen sollte. Nur du hast auf ein Treffen mit ihm, auf ein kleines Gespräch gehofft. Nur du hast dir das in den Kopf gesetzt. Du wolltest von ihm geliebt werden und für ihn alles sein. Du wolltest für ihn die ganze Welt sein und er hat sich nicht mal bemüht Teil deines Lebens zu sein.

Jugend/Freunde

Das ist all den Dingen gewidmet, an die du wirklich geglaubt hast.
All die Momente, wo du dachtest, dass du wirklich mal Erfolg hast.
An deine erste große Liebe
weil sie dich heimlich,
immer noch stolz macht.

Das ist all denen gewidmet, die einmal da waren, bevor der Wind sie weg trug.
Für all die, die man heute noch verflucht, weil sie nie da waren.
Das ist an all die, die du liebst,
weil sie immer schon da waren.
Für die die sich am Riemen reißen,
nicht abtreiben
und da bleiben.

Für euch, meine liebsten.

—  T

Meine letzten Worte gehen an dich mein Engel, vielleicht hörst du mir ja diesmal zu..
Erinnerst du dich, als ich so verdammt oft davon sprach, wie müde ich doch sei, worauf du mir immer nur ein “Geh doch schlafen mein Engel” als Antwort geben konntest? Hör genauer hin, wenn dir das jemand mitten am Tag sagt, denn ich meinte jedes mal eine ganz andere Müdigkeit, als die, die durch Schlaf verschwindet.
Ja genau du hast mir nicht wirklich zugehört und dieser Abschied ist das Resultat für alles. Ich will dir noch einmal Danke sagen. Für die Tage, an denen du mich aus der Hölle nahmst und dieses winzige Gefühle, dieser kleine Geschmack des Himmels oh Gott ja, der warst du. Tage, an denen du mich zum Lachen brachtest, als ich am weinen war. Kleine Momente in meinem Leben, die alles ausmachten. Danke dafür. Doch der größte Dank gilt den letzten Monaten mein Engel. Die Monate, in denen du mich wieder nachhause brachtest. Da wo ich hingehöre. Das was ich verdient habe. Und auch wenn du heute sagst, dass es dir leid tut mir mein Herz in tausend Teile gebrochen zu haben, kann ich es nicht ernst nehmen, denn hätte es dir leid getan, hättest du vielleicht mal versucht es wieder zu reparieren. Aber nein, du warst mit anderen Dingen beschäftigt und mein Gott ich kanns ja verstehen. Ich bin nicht der Mensch, in den man sich unsterblich verliebt und nach dem man verrückt wird. Ich schaffe es nunmal jeden irgendwann von mir wegzustoßen und alles wegen meiner verdammt ekligen, egoistischen Art. Ich war dir nie wichtig und du warst nie stolz auf mich. Hast immer versucht von uns abzulenken und etwas gefunden das wichtiger war als ich. Und jede Nacht schatz erinnerst du dich? Jede verdammte Nacht hast du mir erzählt, ich wäre das Beste für dich. Und jede Nacht hast du etwas gefunden, das besser war, als ich. Ich kanns verstehen, ehrlich. Ich hasse mich selbst, wie soll ich da erwarten, dass mich jemand anderes mag? Ich kann dir all das wirklich nicht übel nehmen, ich geh mit mir selbst genauso um. Aber bei dir habe ich mich einfach angefangen zu lieben. Habe angefangen mich zu akzeptieren, so wie du mich die Tage akzeptiert hast. Ich habe seit unserer Trennung jeden Tag zu Gott gebeten, dass er auf dich aufpasst, dass er ein Mädchen für dich hat, dass dich irgendwann so glücklich macht, wie du mich glücklich gemacht hast. Jeder meiner Atmezüge ging an dich und auch der letzte wird dir gewidmet. Denn egal was du mir angetan hast, egal wie sehr ich dich manchmal von mir abgestoßen habe, egal wie viel schlechtes du aus meinen Worten raushören konntest, du warst immer mehr als alles für mich. Du warst der Grund morgens aufzustehen, der Grund weiterzukämpfen, weiterzumachen. Wohlmöglich war das auch Grund, weshalb ich es jetzt beenden muss - du bist nicht da und mir fehlt der Grund mein Engel, mir fehlt die verdammte Luft, ich kann kaum atmen. Was soll ich noch sagen, hier bin ich nun mein Schatz, mal wieder am Fallen, wie man es nicht anders von mir kennt. Und diesmal bist du nicht da, um mich sanft aufzufangen. Ich weiß nicht, vielleicht ist es auch besser, dass du mich nicht mehr fängst, dann fällt es mir wenigstens leichter komplett zu fallen, denn all die Monate habe ich zu Gott gebeten, dass er mich endlich mal so tief fallen lässt, dass man mich nicht mehr retten kann. Und ich glaube dieser Fall ist für jetzt gedacht. Mein Engel, bitte denk daran, dass ich immer bei dir bin auch wenn du es vielleicht bald nicht mehr sehen kannst. Wenn du weinst, werde ich deine Träne sein. Wenn du lachst werde ich dein Lachen sein. Ich bin immer über dir und werde höchstpersönlich auf dich aufpassen. Ich bin bald dein Engel, so wie ich es immer sein wollte.

Die Sehnsucht ist stärker

Seit Gabriels Abreise waren ein paar Wochen ins Land gestrichen. In diesen Wochen hatte Ophelia sich ihrer Ausbildung als Nonne gewidmet. Beziehungsweise hatte sie Mary Margarethe stark in ihrer Ausbildung ran genommen und sie kaum aus den Augen gelassen oder ihr die Möglichkeit gegeben ihren Gedanken an Gabriel nachzuhängen. Nur nachts musste sie an ihn denken und konnte oft kaum schlafen, weil ihr Körper und ihr Herz ihn vermissten. Warum musste Gott sie so prüfen? Warum konnte sie nicht einfach nun ihr Leben als zukünftige Nonne leben? Dass sie Gabriel je wieder sehen würde, bezweifelte sie, aber sie hatte sich getäuscht…

mit wem verbringst du jetzt
deinen freitagabend
und den ganzen samstag?

wem schreibst du jetzt,
all die schönen dinge
und an wen sind jetzt
deine ganzen gedanken gewidmet?

ich stelle mir viele fragen
und du fehlst mir sehr, weißt du