gesichter zeichnen

Draußen knirschen Steine hallend unter schnellen Schritten, wahrscheinlich noch Überreste des Winters, der nie wirklich in der Stadt war, nicht einmal in Morgenstunden voller Frost. Ich habe den Frühling gesehen, scheue Sonnenstrahlen zeichnen mein Gesicht voll mit tausend Sprossen. Wieder läuft jemand durch den Hinterhof, aber das hier ist keine Bühne, Menschen werden nicht vom Lichtpegel verfolgt, die Straßenlaternen brennen ihr Hell stur auf den immerselben Boden und es folgt auch kein Applaus, wenn du etwas mitreißendes vollbringst, weil schon längst keiner mehr hinsieht. Ich sehe dich, im Schatten der Lichter schleichst du lautlos durch die Straßen und der einzige Applaus, der jetzt tobt, ist mein Herzschlag, als Nachhall des letzten Winters.