gebucht

100. Tag - 22. März 2017

Heute war wieder so einer der Tage, der auf Grund der Ereignislage und der Informationen sehr anstrengend war. Ich hatte mich entschieden, noch heute nach Berlin zu meinem Sohn, Schwiegertochter und Enkel zu fahren. Dort will ich eine Nacht verbringen und am nächsten Tag für 4 Tage nach Mallorca fliegen. So hatte ich es mit meinem dort lebenden Cousin vereinbart und den Flug schon seit einiger Zeit gebucht. Verrückt, aber aus meiner Sicht musste es einfach sein. Mal raus und auf andere Gedanken kommen! Davor stand aber noch der obligatorische Blutcheck und eine schon länger vereinbarte Wirbelsäulen-Sprechstunde. 08.30 Uhr machte ich mich also zum UNI-Labor auf. Nach der Blutabnahme kam es wieder einmal dazu, dass ich 2 Stunden in der urologischen Ambulanz (Wartezimmer) “abhing”, um auf das Ergebnis zu warten. Ich verlor irgendwann die Geduld und beschwerte mich massiv. Ohne Sprechstunde wurde mir dann das Laborergebnis schriftlich ausgehändigt. Die Werte waren weiter “abgesackt”. Die Thrombos verminderten sich innerhalb der letzten 2 Tage von 49 auf 46 und die Leukos von 2210 auf 1780, was ich jedoch als sehr moderaten Abfall betrachtete. Ich sollte also am 24.03.2017 noch einmal zum Controlling kommen. Als ich jedoch erzählte, dass ich nach Mallorca fliegen wolle, musste ich schnell noch eine Erklärung unterzeichnen, dass ich dies auf eigenes Risiko und entgegen ärztlichen Rates durchführen werde. Ich unterschrieb! Gegen 12.00 Uhr meldete ich mich dann im Haus 30 zur Wirbelsäulen-Sprechstunde an. Auch dort schloss sich eine 2-stündige Wartezeit an. In der Sprechstunde wertete der sehr sympathische Orthopäde meine letzte CT (Januar 2017) sehr intensiv mit mir aus. Es war schon erschreckend, was er mir da alles an Metastasen in meiner Wirbelsäule offerierte. Dennoch sprach er davon, dass die Mehrzahl davon zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch relativ ungefährlich seien. Problematisch wäre aktuell aber die Situation am BWK 7, wo eine Bestrahlung angebracht und notwendig wäre. Alle Metastasen zu bestrahlen, wäre absolut nicht möglich, erklärte er mir auf Nachfrage. Hier müsse man aber aktuell noch beobachten, wie sich der weitere Fortgang entwickelt. Es sollte noch die CT - 6 Wochen nach Beendigung der Chemotherapie - abgewartet werden, um ein endgültiges Urteil darüber zu erhalten, ob und wie effizient die Therapie angeschlagen hat. Zum Abschluss wies er mich noch einmal darauf hin, dass ich ja palliativ behandelt werde und wissen sollte, dass eine Heilung nicht möglich sei. Im Sinne der primär zu stabilisierenden Schmerzfreiheit und einer gewissen Lebensverlängerung, geht es darum, dass Krebs-/Metastasenwachstum weitestgehend zu hemmen und so lange wie möglich unter Kontrolle zu halten. Ich empfand die Offenheit und Ehrlichkeit des Orthopäden als sehr angenehm, denn er machte mir kein “X” für ein “U” vor. Gegen 14.45 Uhr war ich dann raus aus der Klinik und gegen 17.00 Uhr trat ich die Fahrt nach Berlin an. Als ich 19.00 Uhr einigermaßen “platt” ankam, nahm ich erst einmal meinen süßen Enkel in den Arm, den ich lange nicht gesehen hatte. Es war sehr schön, dass er mit Opa überhaupt nicht “fremdelte” und sehr gut drauf war. Toll und ein Geschenk für die Seele! Nach einem dann noch entspannten Abend ging es einigermaßen erschöpft zu Bett. Ciao.

anonymous asked:

Ich habe nichts darüber gelesen wie es zu dem shooting gekommen ist und du darfst es gerne noch einmal erklären. Aber es ist ja wohl logisch dass die Kritik angebracht ist, wenn dir selbst ein Label aufdrückst und dann nicht dementsprechend handelst. Zu solchen Konflikten sollte es meiner Meinung nicht kommen, weil du dich dementsprechend informieren solltest. Und wenn du Pferdehaarbürsten oder Ledertaschen promotest, stelle ich deine Glaubwürdigkeit leider in Frage.

Pferdehaarbürsten? 

Nein da hast du vollkommen recht, zu sowas sollte es nicht kommen. Aber ich bin auch nur ein Mensch.

Also noch ein letztes Mal die Taschen Story :)

Ich wurde für ein Testshooting gebucht über meine Agentur. Nach kürzester Zeit hab ich leider feststellen müssen, dass es da ein Missverständnis gab und es gar kein Test Shoot war sondern, dass die Bilder für einen Online Shop verwendet werden sollten. Normalerweise hätte ich in dem Moment einfach gehen sollen, aber so bin ich nicht. Ich bin in solchen SItuationen einfach immer zu nett. Die Jungs haben gerade ihr Start Up gegründet und ich wollte das Shooting trotzdem professionell zu Ende bringen. Zunächst haben wir nur Uhren fotografiert, womit es natürlich kein Problem gibt. Zum Schluss haben wir mit den Taschen noch ein Bild gemacht. Im Nachhinein hab ich natürlich mit meiner Agentur darüber geredet, sowas geht einfach nicht. Aber hey aus solchen Situationen lernt man und jetzt frage ich lieber noch 100 mal genau nach damit ich nicht in so ne Zwickmühle komme. Es tut mir aufrichtig leid, wenn ich damit jemanden “enttäuscht” habe. 

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Um 9 Uhr morgens wurden wir dann voller Vorfreude von Tip abgeholt. Wir hatten einen Tag Motocross fahren mit ihm gebucht. Als wir an seinem Laden ankamen, suchte er uns passende Schutzkleidung raus, jeder bekam sein Motocross und dann ging es auch schon los über die Felder. Den ganzen Tag lang jagten wir über Berge und hatten wunderschöne Ausblicke. Wir sind sogar bis zur Grenze zu Myanmar gekommen. Der Tag war super und bis auf einen Sturz von Nati gab es keine ernsthaften Verletzungen. Wir machten immer bei Einheimischen halt und bekamen Essen und Trinken spendiert.
Mit Muskelschmerzen kamen wir dann wieder in Pai an und gingen mit Tip in eine Bar. Anschließend kutschierte er uns mit seinem Pickup durch die Umgebung von Pai und zeigte uns Bars in denen sich die Einheimischen aufhielten. Wir bedankten uns bei Tip und vielen nach einer Dusche erschöpft ins Bett.

Koh Lanta

Der letzte Tag auf Koh Lanta… und wir würden am liebsten noch hier bleiben 😄
Aber der Flug ist gebucht und wir sind natürlich gespannt auf die Stadt der Engel (Bangkok wörtlich übersetzt)!
Trotzdem werden wir das Meer, den Strand, das entspannte Insel-Feeling und natürlich die netten Leute hier vermissen. Aber wer weiß…… vielleicht kommen wir ja irgendwann mal wieder 😜
Wir haben heute eine Schlange gesehen, und zwar nicht irgendwo in der ‘Wildnis’ - nein, direkt neben unserem Bungalow 😳 wir saßen gemütlich auf dem Balkon beim Frühstück und direkt neben uns auf dem Baum war sie! 🐍Giftgrün und dünn… die Schlange war wahrscheinlich noch relativ jung. (Zum Glück!! 😅 sonst wäre sie wahrscheinlich vieeeeel größer)
Nach 2 Wochen hier war es auch mal an der Zeit unsere Klamotten zu waschen: hier kann man überall für 1,20 € / kg Wäsche waschen lassen. Die bekommt man dann nach 24 Std getrocknet und zusammengelegt zurück. 👍🏼

Heute Abend haben wir wieder an einem Straßenstand gegessen, hier ist das Essen am besten! Anfangs ist es uns ehrlich gesagt ein bisschen schwer gefallen an solchen Ständen zu essen… das liegt daran, dass man hier auf alten Plastikstühlen sitzt und von Papp Tellern mit Plastik Besteck isst. Auch die Küchen sehen nicht sehr gepflegt aus. Also alles andere als einladend.. aber davon darf man sich hier nicht abschrecken lassen. Bevor wir an solchen Ständen gegessen haben, sind wir immer in Restaurants gegangen. Das Essen hier ist 3 bis 4 x so teuer als auf der ‘Straße’ und da schmeckt es besser.
Also gibt’s hier Abendessen für 50 Baht (1,30€) und zum Nachtisch noch einen frischen Früchte-Shake für 40 Baht (1,06€) oder einen Crêpe mit Nutella 😄👍🏼
Wir haben uns hier auch Schnorchel gekauft und waren schon Schnorcheln. Leider war das ein kleiner Reinfall. Wir haben nur ein paar Fische gesehen und sonst nur Steine und kleine Korallen 😕 Als wir im Internet auf der Suche nach Schnorchel-Spots waren, haben wir gelesen, dass Koh Lanta nicht ganz geeignet ist zum schnorcheln. Also überlegten wir uns einen Tagesausflug zu machen, dabei fährt man 4 Inseln ab und schnorchelt überall ein bisschen. Nach Kurzer Recherche warfen wir die Idee wieder über'n Haufen: Teilweise 15 Boote an einem 'spot’ zum schnorcheln, alles voller Touris und kein freies Plätzchen an den Stränden.
Das Geld wäre es vielleicht schon wert gewesen (um noch andere Inseln zu sehen), aber auf Massentourismus hatten wir dann auch keine Lust. Also sparen wir uns das hier und machen so etwas ja vielleicht auf Langkawi oder Bali 😊
Morgens geht’s mit der Fähre 4.5 Std nach Phuket, dort bleiben wir eine Nacht und dann müssen wir früh aufstehen. Am Dienstag um 6 Uhr früh geht der Flieger nach Bangkok.

Die Anzeige springt auf 7 Minuten. Du nimmst mich in den Arm und hebst mich hoch.
“Pass gut auf dich auf pass gut auf dich auf ich lieb dich so ich fress dich auf”. Presse meine Hände in dein Gesicht und meine Nase gegen deinen Hals.
6 Minuten.
“Es tut mir leid” sagst du ganz leise. Mit jeder faser meines Körpers kann ich es spüren, das reicht.
Du hast kein Rückflugticket gebucht. Das beschreibt unsere ganze Beziehung. Zurück konnten wir nie.
“Wenn du wiederkommst habe ich dich längst vergessen und geheiratet” lache ich und drehe mich um meine eigene Achse.
4 Minuten.
“Die Erinnerung, die ich am meisten mit dir verbinde, ist die, als du nachts um 3 nackt in meiner Küche standest und einfach nur geschrien hast. Minutenlang. Dann hast du gelacht und den Sekt geköpft”.
Grinsen, so breit, dass mir die backen weh tun. Wir umarmen uns, ich schließe die Augen und irgendwann fährt die Bahn ein. Ich schiebe dich Richtung Tür, du küsst mich, ich halte dein Handgelenk fest, drücke es, will es brechen.
In einem anderen Leben hätten wir uns 4 Tage vor deiner Weltreise kennengelernt und du wärst geblieben. Ich hätte gewusst, dich zu lieben.

Fiedel-Workshop mit Sorcha Costello

Ich hatte einen Fiedelworkshop mit Sorcha Costello aus East Clare für das Trad Fest gebucht. Im Cleere’s zu spielen ist auch gute Übung, aber ich dachte, so ein richtiger Kurs wäre vielleicht auch nicht zu verachten. Im Programm stand “offen für alle Altersgruppen”, also waren meine Freundin, die erste Geige im Orchester, und ich die einzigen Erwachsenen mit sechs 10-15-jährigen. Sorcha hat uns die Melodie von “Paddy Fahey’s Jig” beigebracht. Wir mussten nach Gehör spielen, wovor ich etwas Bammel hatte, aber ich habe es ganz gut gemeistert, was ich gar nicht erwartet habe. Ich muss da wirklich Fortschritte gemacht haben, seit ich hierher nach Irland gekommen bin.

Einige der Kinder hatten arge Schwierigkeiten, ich denke, besonders die mit klassischer Ausbildung. Der jüngste Junge konnte gar nicht folgen. Ich hätte in seinem Alter angefangen zu heulen. Er hat sich bestimmt auf den Kurs gefreut und dann hatte er so gar nichts davon. Sorcha hat ihm die Noten als Buchstaben gegeben, weil er auch keine Noten lesen kann (hätte sie auch nicht dabei gehabt), aber auch das hat nicht geholfen.

Jedenfalls bin ich froh, dass ich den Kurs gemacht habe, besonders weil dieses Trad Fest nur Arbeit für mich bedeutet mit der Arbeit im Hostel und der Arbeit im Pub vier Nächte hintereinander. Das war also eine schöne Auszeit für mein übermüdetes Ich.

Leider kann ich die Noten für die Melodie online nicht finden, aber ich habe Sorcha beim Spielen aufgenommen, so dass ich es vielleicht noch transkribieren und nachreichen kann.