freigestellt

Secret Love by Leopardenfelly

The Description:

Fandom: Sailor Moon

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Hey guys!
Serenity and Super Sailor Pluto as Couple.  
I made this for a contest on Animexx.de ! ^^
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For the german ones:

Das ist mein Beitrag zum FanArt-Wettbewerb von SilverSerenity .  Das Pairing Usagi und Setsuna war mir bis zum entdecken des Wettbewerbs vollkommen neu, aber ich fand die Idee an sich ganz niedlich und auch spannend.

Sie hatte es uns Teilnehmern freigestellt wie wir die Beiden malen und auch den Grad ihrer Verbundenheit durften wir bestimmen.  Sie schrieb jedoch, dass sie das "Paar" sehr gern hat, weshalb ich mich dafür entschied die Beiden auch genau so darzustellen - als verliebtes Pärchen.  

Des Weiteren habe ich mich dazu entschieden Usagi als Prinzessin Serenity und Setsuna als Super Sailor Pluto darzustellen. ^^ Außerdem war es für mich selbstverständlich, dass ich ihnen einen schönen & kitschigen Sternenhimmel mit Mond als Hintergrund aufdrücke.  Außerdem musste ich Serenity einfach diese dezente Schamesröte auf die Wange zaubern. :3
Außerdem habe ich die Pose von diesem Bild übernommen, da ich die Pose einfach perfekt fand.

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Greetings
Leo~♥

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Liebe Besucherin, lieber Besucher,

unter dem Titel „Intercity München-Amsterdam“ ist in diesen Tagen eine hübsche Anthologie erschienen, die ‚niederländisch-deutsche Verbindungen‘ zum Thema hat.

Autorinnen und Autoren der Schriftsteller-Verbände beider Länder waren aufgefordert, über ihre Erlebnisse und Erfahrungen zu schreiben, die ihnen zum jeweils anderen Land einfallen. Die literarische Form, ob Lyrik oder Prosa, war freigestellt.

In meinem Beitrag „Geef mij maar Amsterdam“ (das war der Titel eines niederländischen Schlagers) berichte ich über meine ersten Eindrücke, die ich Ende der fünfziger Jahre als junger Mann von der Grachtenstadt Amsterdam und seinen Menschen gewann.

Wenn Sie sich für ‚niederländisch-deutsche Verbindungen‘ interessieren, sind Sie eingeladen, das Buch zu lesen.

Erschienen ist es unter ISBN 978-3-95407-052-7 als TB im sonderpunkt Verlag, Münster. Es ist über den Buchhandel oder beim Verlag zu beziehen und kostet € 9,90.

Viel Vergnügen bei der Lektüre! 

Es grüßt Sie herzlich, 

Ihr Herbert Asbeck                                                            

Positive Dopingprobe bei Baxter

Positive Dopingprobe bei Baxter

Der englische Fußball wird von einem neuerlichen Dopingfall erschüttert.

Bei Jose Baxter vom Zweitligisten Sheffield United ist bei einer Routinekontrolle durch den englischen Verband FA eine nicht näher genannte verbotene Substanz festgestellt worden.

Dies teilte der Klub mit, der ehemalige Junioren-Nationalspieler Baxter (23) wurde vorerst freigestellt. Der Mittelfeldspieler hatte keine…

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Seite 1

Gwen.
Wir hatten Mitte Oktober und meine Mutter veranstaltete ein riesiges Chaos im Wohnzimmer, sodass ich es vorzog, mich auf mein Zimmer zu verziehen und auf meinem Bett zu gammeln. Ich trug ein Top und eine Leggings, war noch schlicht geschminkt und mein Haar wirkte ein wenig zerzaust. Auf Besuch war ich dementsprechend auch nicht mehr aus und verbrachte meine Zeit damit, mit meinem Handy zu spielen. Kendra Shepherd glaubte nämlich, wenn man am Freitagabend das neue Haus bezogen hatte, musste man am Sonntagabend schon mit allem fertig sein — Bis ins kleinste Detail sollte alles stimmen und sie sprach schon davon, dass sie die Dekoration für Halloween bräuchte! Nur gut, dass sie dieses Fest bei Freunden in Brewster feiern wollten. Dad stand das nicht so nach dem Sinn, aber Mum stand darauf, sich zu verkleiden und das drängte sie ihm auch auf. Gut, dass ich keine zehn mehr war oder so, also war es mir freigestellt, ob ich mitkommen wollte oder nicht. Mein Vater hatte mir das Recht eingeräumt und verteidigte es gegenüber meiner Mutter auch. Nur gut, dass ich endlich wieder zuhause leben durfte. Auch wenn ich eigentlich immer noch sauer war, dass ich nicht hatte in Brewster bleiben können. Ich vermisste Trevor, Kid und die anderen Idioten alle jetzt schon, hatte auf meiner Abschiedsfeier unglaublich viele Tränen verdrückt und hoffte, der neue Start würde mir nicht allzu schwer fallen.
Carolyn unterbrach mein Tun, als sie mein Zimmer ebenfalls betrat. „Was?“, raufte ich sie an, aber das machte ihr anscheinend nichts. Sie stellte sogar den Fernseher lauter, obwohl ich gar nicht daran interessiert war. „Was läuft bei dir? Hau ab, ehrlich.“ Sie murmelte nur irgendwas und ich stellte mir ernsthaft die Frage danach, ob sie vielleicht taub wäre. Dann fragte ich mich, ob ihr Zimmer vielleicht doch noch nicht ganz fertig wäre und dann erinnerte ich mich daran, dass ihr Fernseher ja kaputt gegangen war. Jetzt wollte sie anscheinend meinen missbrauchen? Hauptsache, die würde sich nicht auch noch auf mein Bett legen. Da lag ich nämlich zwischen verschiedensten Kissen mit den unterschiedlichsten Formen und Farben, langweilte mich zu Tode und entschied mich dazu, Kontakt zu Cece aufzunehmen. Auf sie freute ich mich nämlich schon, als wäre ich ein kleines Kind. Wir hatten uns im Sommer das letzte Mal gesehen und sie war der einzige Grund, weshalb ich gerne hierher gekommen war — Im Gegensatz dazu gab es aber auch viele gute Gründe, zurück nach Brewster zu gehen.
»dear i’m bored, send me nudes« schrieb ich auf ein Bild von meinen Beinen, das aber nicht wirklich anzüglich war. Ich rechnete damit, dass sie bald schon antworten würde und das tat sie auch. Sie verzog eine mitfühlende Schnute. »i luv u, 12 hours left hon« — »ye but why u not naked?« schrieb ich und hatte erneut meine Knie im Bild, denn im Gegensatz zu Cece trug ich fast kein Make—up mehr und sah Scheiße aus. Von unten hörte man meine Eltern diskutieren. Caro stellte ganz automatisch den Fernseher lauter.

Darren:
Es war Sonntagnachmittag und meine Mutter hatte Besuch, mein Dad war arbeiten und aus dem Alter war ich heraus mit Jack irgendwas zu machen. Morgen wäre schon wieder Schule - Montag, ein beschissener Tag. Lust hatte ich keine und die Tatsache, dass ich auch noch Busfahren musste, ging mir noch mehr auf den Strich. Mein Motorrad hatte irgendeinen defekten Schlauch und zog deswegen nicht mehr richtig. Dad hatte es in die Werkstatt gebracht und jetzt dauerte es, weil die Idioten den Fehler ewig nicht gefunden hatten und dann erst das Teil bestellen konnten. Solange war ich bei Cece. Sie wohnte mit ihrer Mutter und ihren zwei Brüdern zusammen. Die Zwillinge waren das Grauen und dagegen war Jack ein Witz. Derek und Tommy. Cece meinte immer, dass sie die Abtreibung wertgewesen wären. Jetzt erfüllten sie uns voller Freude und schossen mit irgendwas gegen ihre Tür. Vor mir hatten sie Angst. Einen der beiden, ich wusste nie wer wer war, hatte ich im Klo auf Tauchgang geschickt und dem anderen Ahornsirup in die Haare massiert, während Carter sie noch geföhnt hatte. Ja.
Ich saß an ihrem Schreibtisch und hatte meine Filter und Tapes ausgemacht, außerdem noch Tabak und Gras. Sinn der Sache war es Zigaretten zu drehen und ein paar Joints zu bauen. Das klappte zu Hause nicht, weil ich nie meine Ruhe hatte und in der Schule konnte ich das auch nicht tun. Es sah nicht besonders sauber hier verteilt aus, weil überall ein paar Tabakkrümmel herumlagen. Ich nahm einen von Ceces Stiften und malte ein paar P*nisse auf die, die ihr gehören sollten, ehe ich meine zusammendrehte. Keine Ahnung, was sie da trieb. Zwischendurch hatte ich irgendwelche „Cece und andere Weiber“-Bilder angeschaut, ehe sie mir Aufgaben gegeben hatte und ich die Idee bekam auch für mich etwas Gutes zutun. Cece lag auf ihrem Bett rum und snapchattete mit ihrer neuen Buusenfreundin, die irgendwie die Tage an unsere Schule kommen würde. Sie machte die ganze Zeit irgendwelche dämlichen Bilder von sich. „Du siehst absolut immer gleich aus. Es sei denn du ziehst dir dein T-Shirt bis zum Bauchnabel und guckst wie Bex mit guess what.“, zog ich sie auf und drehte mich dabei auf ihrem weißen Drehstuhl, der an sich schon ziemlich schwul war, in ihre Richtung. „Guck mal.“, ich hielt einen von den Joints mit Bemalung hoch und einen Moment sah sie mich perplex an. „Schwaanz im Mund, geil.“, faselte sie vollkommen nüchtern und verdrehte dann die Augen. Danach reichte ich ihr einen von den Dingern, ehe sie ein Foto davon machte.

Gwen.
Wäre ich ein bisschen sicherer, was diese Stadt anginge, würde ich ja auch mal ein paar Runden draußen drehen, mir die Gegend angucken und Cece dazu einladen, mich zu begleiten, aber heute war Sonntag, ich war in Seattle und ich wollte hoffen, ich würde es morgen heile zur Schule schaffen. Das Gute war, Dad wollte uns fahren, aber das Schlechte war, er kannte sich hier auch nicht so atemberaubend aus. Jedenfalls gammelte ich jetzt hier herum und schrieb zwischendurch noch mit den anderen. Die planten auch schon eine Feier für Halloween, wie ich mitbekam. Irgendwas Größeres in Methow. Augenblicklich rief ich mir vor Augen, dass ich vielleicht doch zu ihnen fahren könnte. Das würde ich spontan entscheiden, aber sie legten viel Wert auf meine Anwesenheit.
Als Snapchat wieder aufleuchtete, sah ich ein Bild von einem Joint, den irgendwer in der Hand hielt. Das Paper war mit Schwäänzen bemalt und sie meinte, dass das ihr Nacktbild wäre. Das brachte mich wenigstens zum Schmunzeln. Anscheinend hatte sie irgendwas zu tun beziehungsweise jemanden bei sich und ich saß hier zusammen mit Caro und langweilte mich bis ans Ende meiner Tage.
»omg do you remember?«, fragte ich sie jetzt auf einem Bild, das vor gut einem Jahr entstanden war. ( http://s3.favim.com/orig/45/bud-cute-joint-joint-papers-marijuana-Favim.com-403882.jpg ) Zwölf Joints, zwölf Weiber und ganz viel gute Laune. Diese Nacht war echt unglaublich gewesen. Das dumme Camp, das wir mit den Vereinen besuchen mussten, hatte nicht viel Gutes, aber wir sahen uns dann, wie auch bei Wettkämpfen oder immer zu den Zeiten, zu denen sie mich mal besuchen kam oder ich sie. Ihre Freunde kannte ich aber noch nicht und sie versprach mir aber, ich würde sie mögen und sie mich erst recht.
»definitiv nachholfbedarf!«, schrieb sie auf das nächste Bild. Wäre ich jetzt in Brewster, dann wüsste ich bestimmt genau, was zu tun wäre. Wir hätten uns alle irgendwo getroffen oder wären nach Methow gefahren. Trevor hatte ja jetzt immerhin einen Wagen und Noah fuhr zur Not auch immer. Ich brauchte kein Auto, hatte meinen Führerschein aber schon gemacht. Ich benutzte den Bus oder öffentliche Verkehrsmittel, das reichte mir. »oh god I’m so bored I honestly ist here with caro and watch stupid shiiit« Nun hatte ich ein Bild von meiner Schwester geschossen, die vor meinem Bett saß, mit dem Rücken am Rahmen lehnte und sich etwas im Fernsehen reinzog, Nebenbei spielte ich auf meinem Tablet herum. Als Gegenzug schickte sie mir ein Bild von einem Typen, der an ihrem Schreibtisch saß und Joints baute. Interessant! Der kam mir auch noch bekannt vor. »den würde ich auch an mein weed lassen«, schrieb ich unverfroren zurück. Wie hieß der doch gleich? Ich öffnete Instagram und suchte Cece’s Fotos durch, ehe ich jemanden fand, der dem ganz nahe kam.

Darren: http://www.polyvore.com/cgi/set?id=144459998&.locale=de
Cece lachte ständig oder brabbelte irgendwas vor sich hin, während ich immer noch mit meinen Sachen beschäftigt war. Wir hatten zwar Sonntag, aber vorhin hatte ich ein Spiel gehabt und zu Hause war nichts großartig los. Deswegen fuhr ich nach dem Duschen direkt zu Cece und lungerte hier noch ein bisschen rum. Mum würde erst später nachhause kommen, was hieß, dass Dad essen machen müsste, was wiederum hieß, dass das voll in die Hose ging. Vielleicht konnte ich bei Ceces Mutter irgendwas kriegen. Der Gedanke kam mir gelegen, aber solange ich mit den Zwillingen an einem Tisch sitzen sollte ging gar nichts.
Ceces Bett stand seitlich zu ihrem Schreibtisch, während ich daran saß und noch immer mit meinen Joints und Zigaretten beschäftigt war. Für so eine dämliche Rollbank wollte ich kein Geld ausgeben, weil ich es so viel besser konnte. Zu allem Übel musste ich jetzt auch noch die Brille aufsetzen, weil mir sonst noch der Schädel brummte. Auf die Nähe bezogen sah ich schlechter, auf die Ferne wiederum besser. „Haben wir morgen Englisch?“, wollte ich von Cece wissen und fuhr mit der Zunge am Ende des Papiers lang, ehe ich es zusammenrollte und dann noch unter das Feuerzeug hielt, damit es schneller und besser antrocknen würde. Die fertigen Dinger, die mir gehörten, stapelte ich in einer alten, aber noch gut erhaltenen Zigarettenschachtel, die Joints kamen extra in eine Blechdose mit Dr. Pepper-Aufschrift. Als Cece mir nicht antwortete, sah ich in ihre Richtung und sie hielt mir ihr Handy entgegen, ehe sie fotografierte. „Kann ich das von dir abschreiben?“, redete ich einfach weiter. Wir mussten irgendeine Themenanaalyse zu einem Literaturtext machen und da ich keinen blassen Schimmer davon hatte, musste ich mich wohl kümmern. „Jaja ist in meiner Tasche.“, meinte sie und winkte ab. „Ich bau dir immerhin deine Scheiße da, weil du zu blöd dafür bist.“, murrte ich und räumte das Zeug dann zurück, wischte die restlichen Krümel unordentlich vom Tisch und kramte dann in ihrer Tasche herum, ehe ich den Ringordner nahm und mir gerade 2 Seiten handgeschrieben durchlas. „Ich glaub ich kopier das.“, stellte ich fest und fuhr mir über den Hinterkopf. Meine Haare standen mir zu Berge, weil ich sie vorhin noch gewaschen hatte – das wars. Auf dem Schreibtisch lag noch Ceces Fernbedienung für die Anlage, die ich mit meinem Handy verkapselte und Musik laufen ließ. Sie wohnte im 5. Stock und die Wände waren nie besonders dck gewesen.
„Hab keine Patronen mehr.“, Cece zuckte mit den Schultern. „Btch.“, sie zeigte mir den Mittelfinger und fummelte immer noch mit ihrem Handy rum, während ich mich wieder auf ihren Stuhl warf und über das Laminat durch die Kante rollte.

Gwen.
Ich lag also der Länge nach auf meinem Bett und Cece und ich schrieben dann irgendwann auf WhatsApp. »Caro verzieht sich bald, wollen wir dann skypen?«, fragte ich sie und erwartete eigentlich eine positive Reaktion. Im Gegensatz zu anderen Weibern benutzten wir teilweise aber gar keine Smileys. Das war keine abweisende Geste, es war einfach so. Ich fasste es auch nicht als schlechtes Omen auf oder glaubte, es läge im Argen. Jedenfalls saß ich dann irgendwann an meinem Schreibtisch, nachdem Cece zugestimmt hatte, fuhr mein Macbook hoch und gab mein Passwort ein. Als Hintergrund hatte ich ein Bild meiner ehemaligen Cheerleader—Mannschaft. Ich war noch nicht lange genug weg, um sie wirklich zu vermissen, aber ich ging davon aus, dass ich mich bald sehnsüchtig nach ihnen umsehen würde. Cece hatte mir versprochen, mich in ihr Team zu holen. Sie wollte mit dem Coach sprechen und mit den anderen, sie davon überzeugen, dass ich gut war und dass man mich brauchte.
Ich loggte mich auf Skype ein und dann suchte ich in der Auflistung nach Cece. Sie war auch schon online und jetzt rief sie mich an. Auf ihrem Bild erkannte man sie im Sitzen, wie sie ihren Laptop auf dem Schoß hatte und ihren Rücken an der Wand hinter ihrem Bett. Ob sie jetzt immer noch nicht allein war, wusste ich nicht, aber ich wollte jetzt ein bisschen mit ihr plaudern. Kopfhörer brauchte ich nicht, hatte hier nur noch einen zerschnittenen Apfel. In der Zeit, in der wir noch geschrieben hatten, war ich nämlich und der Küche gewesen. Mum und Dad diskutierten immer noch, ich verhielt mich im Gegensatz dazu aber ruhig und fiel dementsprechend auch gar nicht auf.
„Gwen!“, begrüßte sie mich freudig. Ich hing quer auf meinem Schreibtischstuhl, hatte den Rücken an einer Armlehne und die Kniekehlen auf der anderen. Mit der Schulter lehnte ich leicht gegen die Rückenlehne des Stuhls, auf meinem Schoß stand das Schälchen mit den Äpfeln. Die Qualität der Kamera war leider ausgesprochen gut und man sah, dass ich mich heute nicht hübsch gemacht hatte, aber sie legte da eh keinen Wert drauf. „Na?“ Ich lächelte und sie begann sofort damit, weiterzureden. „Sag mal, ich hab gehört, Amber O’Conner ist schwanger? Stimmt das?“ — „Die aus Spokane?“ Wir hatten uns im Sommer dort auch zu irgendeinem Camp getroffen. Ich erinnerte mich eigentlich nur noch an viel Alkohol und ein paar Nächte, in denen wir uns davongestohlen hatten. „Ja, das hab ich auf Facebook gelesen. Wie alt ist die? 17?“ — „Ja, letztens geworden.“, beantwortete ich und dann zog ich schon das goldene iPhone hervor. Das musste jetzt recherchiert werden! „Irgendwer meinte, der Kindsvater sei 32 und richtig räudig.“ Mir entkam ein Lachen, als ich das hörte. „Wundert mich gar nicht. Weißt du noch, wie sie mit den zwei Kerlen abgehauen ist? Ich dachte, ich spinne.“ Einen Moment schwelgten wir in Erinnerung, aber dann wurde ich darauf aufmerksam, dass sie ja wirklich nicht allein war.

Darren:
„Das ist ja ‘n Hrencamp.“, mischte ich mich ein und drehte mich von ihrem Schreibtisch aus in Ceces Richtung, legte den Fineliner weg und machte dann Bilder von dem ganzen mit meinem Handy, ehe ich es aufgab dem Mist abzuschreiben, wenn sie jetzt schon anfing zu skypen. Dann war meine Konzentration gleich Null. Die dämliche Brille setzte ich jetzt aber ab und warf mich dann neben Cece aufs Bett, die es erstmal nach oben katapultierte. „Hauptsache da v_geln irgendwelche alten Männer drahtiges Flachland.“, ich sah Cece einen Moment vollkommen emotionslos an und sie verzog ein bisschen grollend das Gesicht. „Nichts gegen Cheerleadercamps, wärst du ‘n Mädchen, dann würdest du da auch dabei sein wollen.“ „Ich wär’n hübsches Mädchen.“, stellte ich unverfroren fest und betrachtete dann ihre Freundin auf der anderen Seite. Bekannt kam sie mir in dem Sinne nicht vor oder ich hatte etwas vergessen, aber hässlich war sie nicht. Das waren doch beste Voraussetzungen, wenn Cece jemand neues einschleppen musste. „Auf jeden Fall Darren, bestimmt.“, Cece hob die Hand und fasste mir durch die Haare, die sowieso schon aussahen wie sonst was. „Im Grunde ist Cece nur neidisch, dass der 32-jährige Headbanger sie nicht rangenommen hat.“, brachte ich.. wahrscheinlich war „Foxy“ nicht ihr richtiger Name, bei. „Warum nennt die sich Foxy, missfaboulos95?“, Ceces Namen waren überall dieselben und klangen immer richtig dämlich. „Ihre Mutter hat rote Haare.“, Cece grinste jetzt auch noch, während ich auch anfing amüsiert darüber die Mundwinkel zu verziehen. „Und der Typ war wirklich widerlich, stimmts Gwenny? Mal im Ernst, da muss man knallhart sein, wenn man sich auf sowas einlässt.“, jetzt verzogen sie beide die Gesichter. Währenddessen rief ich eine neue Playlist ab und ließ Eminem laufen. Cece stand auf das neue Album und es überspielte einfach die lästigen Geräusche, die ihre beiden Brüder von sich gaben. „Oh Barnes..“, seufzte Cece ein bisschen theatralisch. „Warte mal ich zeig dir mal was.“, kurzzeitig nahm sie ihr Handy und öffnete dann einen Link von gebauten Joints mit farbigen und bemusterten Paper. „Da muss man schon.. ja..“, ich zog die Brauen nach oben und sah sie dann einen Moment wartend an. „Sowas will ich auch nochmal. Wenn das nächste mal drehst, kannst du die für mich ja n bisschen farblich schöner gestalten. Ich weiß ja, wie gerne ihr mit eurem Ding da prahlt, aber Krabbelkäfer und Ahornblätter zieh ich vor.“, faselte sie belustigt. „Sorry Kovacz.“, damit nahm ich ihr das Tablet aus der Hand und damit auch ihre Gesprächspartnerin. „Tja Foxy, Cece brauch das, die muss bestraft werden. Hörst du das?“, meinte ich vollkommen neutral und lief dann zum Lautsprecher und hielt das Tablet in die Richtung. „Du hast doch gelitten, Barnes!“, rief mir Cece noch zu.

Gwen.
Langsam verflog meine Langeweile wieder, denn ich fühlte mich gut unterhalten. Zwar machte dieser Typ zuerst unser geliebtes Camp schlecht, aber ansonsten war er ja ganz amüsant. Er hieß Darren und Cece erzählte ihm, dass Foxy eine Anspielung auf die Haarfarbe meiner Mutter war. Carolyn hatte das Pech gehabt und sie ebenfalls bekommen, bei mir hatten diese Gene sich dann aber glücklicherweise nicht mehr durchsetzen können. Blasse Haut und hässliche, rote Behaarung am ganzen Körper, das wäre grausam! „An mir sind die roten Haare aber erfolgreich vorüber gegangen, nicht dass du denkst …“, erklärte ich sofort, brach den Satz aber an der Stelle ab, ab der er auch wusste, wie ich das meinte und lachte leise. Dann schien Cece ihm das Bild zu zeigen, was ich ihr hatte zukommen lassen. Darauf hatte ich gerade Lust, wenn ich ehrlich war. Ein langweiliger Sonntagnachmittag, ein bisschen Gras und dann schlafen. Klang nach Entspannung, aber bislang hatte ich dazu nicht die Zeit gehabt und außerdem konnte ich drinnen nicht wirklich kiffen, weil Mum sowas roch und dann würde ich vermutlich hochkant aus dem Haus geschmissen werden — wenn auch nur vorübergehend. Dad machte das wenig aus und er wusste, dass ich das Zeug hin und wieder — aber immer öfter — konsumierte und hatte nichts dagegen.
Als ich dann nur noch Darren sah und er sich gerade bewegte, runzelte ich konzentriert meine Stirn. Ich mochte seine Stimme und außerdem sah er gar nicht mal so schlecht aus. Wer wusste schon, was Seattle mir noch alles so offenhalten würde? Wir waren wegen Dad’s Job hierher gezogen und er hatte versprochen, würde es sich irgendwann so ergeben, könnten wir auch wieder zurück nach Brewster ziehen, aber eventuell würde ich mich hier ja auch gut zurechtfinden? Außerdem hatten sie mir versprochen, dass ich die Fahrten nach Brewster an den Wochenenden bezahlt bekäme — eben als Entschädigung, sozusagen.
„Natürlich hör ich das, Barnes.“, nannte ich ihn jetzt auch beim Nachnamen und lachte leise. Das war Eminem, wenn ich mich nicht irrte. Rap war jetzt nicht so meine Leidenschaft, ich stand eher auf Rock. Trotzdem kannte man diese Stimme und einige seiner Lieder — eigentlich die, die ich kannte — waren auch gar nicht so schlecht. „Aber mal im Ernst, du kannst dir bei den Joints ruhig mehr Mühe geben.“, wechselte ich dann wieder das Thema. Trevor und ich, wir vertraten da eine ganz besondere Auffassung. „Weißt du, dass ist wie mit Seex. Wenn man sich mehr Mühe gibt, wird’s besser! Ist wirklich so!“, redete ich drauf los und grinste breit vor mich hin. Zwischendurch kam Mister Meatball alias Mister Fluffy alias Snowball ins Zimmer. Das Tier sah grimmig drein, aber sprang auf meinen Schoß und ließ sich von mir streicheln, was ein leises Schnurren bewirkte.

Darren:
„So rot wie es auf dem Dach ist, ist’s auch im Keller oder wie? Nicht, dass du denkst, dass ich das meinen würde.“, warf ich ihr vor, aber redete mich aus der Sache wieder heraus und begann dann zu grinsen. Ich erkannte dank Ceces schlechter Kameraqualität nicht genug um das auf den ersten Blick einschätzen zu können, aber wenn sie jetzt auf unsere Schule gehen würde, dann wüsste ich ja, was ich die Tage unter die Lupe nehmen müsste. Ihre Schwester kannte ich nicht und war auch nicht daran interessiert herauszufinden, wer sie war. Wer Foxy war allerdings schon. Cece kannte sie gut und das hieß wohl, dass wir die beiden die Tage öfter sehen würden – nicht, dass sich Cece von uns abnabeln würde. „Willst du noch mehr, Foxy?“, reizte ich es weiter aus und zog die Brauen nach oben. Ceces Anlage war gar nicht so übel, aber nichts ging über gute Lautsprecher und laute Musik. Vor allem Eminem. Damit könnte ich mich den ganzen Tag am laufenden Band wachhalten.
„Ich bau zehnmal besser, als du, also still sein.“, händigte ich die Sache schon wieder ab und sah dann in Richtung Tisch, wo die Joints noch herumlagen, die ich für Cece gemacht hatte. Die sahen doch gut aus. Vor allem diese kunstvolle Bemalung. „Dann muss Cece nicht mal dafür betteln, wenn sie so einen in den Mund nimmt.“, feixte ich weiter. „Ja gerade von dir.“, kommentierte sie und verdrehte die Augen. „Der Master war am Werk.“, Cece und ich sahen uns kurz einen Moment voller verschwörerischer Stille an, ehe ich mich wieder an Foxy wandte. Als Foxy dann anfing vom Jointsdrehen und fckken zu reden, zog ich die Brauen nach oben. „Das muss du mir nicht sagen.“, ich legte den Kopf schief und grinste benebelt in die Kamera. Im nächsten Moment sprang ein weißer, wehender Ball vor die Linse und platzierte sich auf Foxy. Für einen Moment war ich mir nicht sicher welcher Spezies das Ding angehörte, aber dann erkannte ich den Katzenkopf, der sich nahezu förmlich in die winzige Kameralinse einbrachte. „In Alaska wachsen die auf Bäumen und liegen in der Landschaft rum.“, deutete ich auf ihre Katze, ehe ich wieder neben Cece saß und ihr das Tablet in die Hand drückte. „Man könnte denken du hast beim Drehen zu viel eingeatmet.“, sie grinste blöd und ich sah sie ausdruckslos an, ehe ich zu ihrer Freundin blickte. „Wo wohnt sie eigentlich?“, wechselte ich dann wenig nachdenklich das Thema. „In Seattle?“ – „Sag bloß.“, ich schüttelte den Kopf, ganz banal dämlich war ich auch noch nicht. „Ich glaub sie wohnt in Queen Anne, oder.. hast du nicht sowas gesagt?“ „Da sieh mal einer an…“

Gwen.
Als er mir auf einmal vorwarf, ich könne nicht so gut Bauen wie er, fühlte ich mich ein bisschen angestachelt, aber ich konnte gar nichts mehr erwidern, als er dann schon auf den Kater einging. Der wollte jetzt nämlich den Laptop erkunden, wovon ich ihn aber abhielt. Mit den lackierten Nägeln fuhr ich immer wieder sachte vom Kopf an seinen Nacken herab und kraulte ihn, bis er sich irgendwann auf meinem Schoß liegend auf den Rücken drehte und seine Brust massiert haben wollte. Das Tier wäre als Mensch wahrscheinlich ein Macho, der Frauen gekonnt um den Finger wickeln könnte, wäre aber nicht dazu in der Lage, allein zu leben. Kochen, Bügeln und Wäsche waschen wären sicher nicht Snowball’s Ding, aber dazu war er anscheinend eine Katze geworden. Bei deren Unterhaltung musste ich währenddessen nur leise lachen und streichelte weiterhin meine Katze, bis dass Darren dann wissen wollte, wo ich jetzt wohnte. Cece war sich da nicht so sicher, aber schätzte zumindest das Viertel. Ich sah auch angestrengt drein. „Ja, Queen Anne … hm, Warren Ave … Nummer 2922 oder 2923, ich bin mir nicht ganz sicher.“ Cece grinste schon wieder so dämlich, als fände sie es lustig, dass ich nicht wusste, wo ich wohnte. „Die darf man anscheinend noch nicht nach draußen lassen.“, scherzte sie, ich stimmte ihr aber zu. Ich rechne schon damit, dass ich die Busstation morgen früh nicht finde. Vermutlich sollte ich mich von irgendwem abholen lassen.“ Das meinte ich natürlich nicht allzu ernst, denn neben Cece war Darren die erste Person, die ich hier in Seattle kennenlernte. Und ich stellte mich gerade ein wenig dümmer dar, als ich es eigentlich war. Ich hatte eben Humor. „Aber du bist ja nicht allein. Die rote Carolyn wird dir den Weg leuchten.“ Erneut feixten wir, aber ich war mir nicht sicher, ob Caro und ich gleichzeitig losgehen würden. Normalerweise trödelte ich morgens manchmal und dann lief sie in der Angst, sie könnte den Bus verpassen, schon viel früher los als ich. Morgen sollte ich mich aber wirklich sputen.
„Aber im Ernst, ich hab irgendwie keine Lust auf mich.“, sprach ich Cece dann wieder an und verzog eine trübe Miene. Cece sah nur Darren. „Gwenny meint nämlich, es wäre scheiße, wenn man neu auf eine Schule kommt. Aber ich hab ihr schon versprochen, dass sie mit uns rumhängen kann. Corey und Carter sind ok, Bexton wäre fast kleben geblieben, der hat’s gerade noch so geschafft.“ Ich nickte. Freude bereitete mir das ja nicht direkt, aber ich war zuversichtlich. „Und Darren kennt du ja jetzt schon. Dem muss man zeigen, wie’s geht und dann benimmt der sich auch.“ Jetzt tätschelte sie seine Haare und ich grinste breit, da ihm fas nicht so gefiel.

Darren:
War ja interessant, dass sie auch aus Queen Anne kam bzw. gerade erst dahingezogen war. „Besser ist es, wenn du die Station nicht findest, die nur 20 Meter weiter ist.“, ich nickte und grinste dazu schief, fuhr mir nebenbei noch durch die zerstörten Haare und versuchte automatisch etwas geradezubiegen, was sich nicht so anfühlte. Als dann die Sache mit ihrer Schwester kam, musste ich automatisch losprusten und fand es nur unglaublich lustig. Als Rothaarige war man schon ziemlich bestraft. „Du musst erst um Erlaubnis fragen.“, ich lächelte bescheiden in die Kamera und zuckte dann die Schultern, während Cece die Augen verdrehte. „Als ob du und Anhang irgendwas dagegen hättet.“, rügte sie und fasste mir auf den Oberschenkel. Ich trug eine Jogginghose, weil ich zuvor keine Lust gehabt hatte mich nach dem Training noch in unbequeme Jeans zu schälen. Nach dem Duschen saßen die Dinger immer nicht und außerdem wurde es kalt draußen und ich kam mir vor, als hätte ich zwei Bretter an den Beinen. In der Eishalle merkte man sowas ohnehin nicht mehr. Cece fasste erneut in meine Haare und laberte davon, dass ich Führung bräuchte. „Ich geb dir gleich.“, ich deutete an mit der Rückhand irgendwas in Ceces Richtung zu schlagen, aber ließe es spielerisch bleiben. „Carter nennt sich jetzt Monsieur Candy. Das ist zum Brüllen.“, ich räusperte mich, ehe ich anfangen musste zu lachen und nur den Kopf schüttelte. „Carter ist aus Texas und anscheinend sind die von da unten alle ein bisschen gaga. Corey ist einmal sitzengeblieben und hat dann mit seinem 18. angefangen sich krass zu tätowieren. Aber der ist wirklich erst in unserem Alter. Und dann gibt’s da noch Bexton. Der ist richtig dämlich, aber Barnes‘ bester Freund und du weißt ja, dass sich sowas dann anzieht.. auszieht.. aus auch immer.“, Cece grinste so breit und ich rammte ihr denn Ellbogen, wenn auch nicht zu doll, in die Rippen. „Außerdem hat er schwedische Vorfahren.“ „Und das heißt?“ „Bexton meint er ist schwedisches Adelsgeschlecht, aber wenn man den sieht weiß man, dass das nicht sein kann. Ladies.. mein Zug kommt in 4 Minuten. Es gibt Pizza und ich brauch was zu essen.“, damit wollte ich vorerst aufstehen, aber Cece hielt mich an den Hosen fest, indem sie mir von unten unter den Gummizug griff. „Du kannst doch nicht einfach gehen, nachdem wir Freundschaft mit Gwenny schließen?!“ „Ich seh sie morgen im Bus, C.“, Cece wollte mich noch umarmen und dann winkte ich bei Gwen ab, ehe ich langsam meine Tasche nahm, die Treppen hastig nach unten sprintete und die Station gegenüber erfasste. Cece wohnte direkt vor einer Bahnstation und das war das Beste überhaupt.

Gwen.
Nachdem Darren dann verschwunden war, telefonieren wir zwei auch nicht mehr allzu lange miteinander und schrieben dann wieder auf WhatsApp. Ich begab mich auch unten, sofern die Luft rein war und Dad anscheinend auf Achse. Keine Ahnung, aber seid wir in Seattle waren, sprach er die ganze Zeit davon, alte Freunde zu besuchen. Einer war Polizist und lebte gar nicht so weit von hier weg, also war Dad vielleicht gerade in dessen Richtung abgezogen und die beiden tranken vielleicht ein paar Bier zusammen oder ähnliches? War mir dann auch egal. Zum Abendessen holte ich mir noch zwei Äpfel, auch wenn Mum eigentlich kochen wollte. Ich hatte keinen wirklichen Hunger und umso später es wurde, umso nervöser wurde auch ich. Zwar hatte Cece ja mehrmals beteuert, dass ich das nicht bräuchte, aber komisch würde es bestimmt sein! So ganz ohne meine Freunde auf einer neuen Schule in einer ganz neuen Größenordnung.
Am nächsten Morgen stand ich pünktlich auf und aufgrund des Adrenalins fiel es mir auch nicht besonders schwer, aus den Federn zu kommen. Ich hatte mein eigenes Bad, das man auch nur im Anschluss an mein Zimmer betreten konnte. Dort duschte ich und beschloss, heute mal meine Haare zu einem straffen, hoch angesetzten Zopf zusammenzubinden. Am Wochenende hatte ich sie geglättet und musste jetzt nur noch einige Male mit dem heißen Glätteisen darüber gehen, dann waren auch die letzten Wellen wieder aus der Struktur verschwunden.
Ich trug Foundation, Concealer und Highlighter auf, danach Rouge. Meine Augenbrauen wurden mit Gel und Puder in Form gebracht und verdunkelt, die Augen hielt ich schlicht mit etwas mattem Lidschatten, einem einfachen Eyelinerstrich und dann ordentlich Mascara, damit meine ohnehin schon langen Wimpern noch ein wenig mehr Dichte bekamen. Auf dem Lippen trug ich einen schimmernden Lipgloss. Ich fühlte mich hübsch und machte dementsprechend auch noch ein Foto für Instagram, das größtenteils dazu galt, mich selbst zu bestätigten, denn eine Schar aus positiven Kommentaren eilte mich ein, während ich unten in der Küche saß und an meinem Kaffee nippte. Es roch nach Omelett und Schinken, Dad blätterte in seiner Zeitung herum und Carolyn knöpfte sich noch die Bluse zu. Mum war seid beinahe zwei Stunden auf den Beinen und ich wusste, heute wäre ein großer Tag für sie. Sie würde ihr neues Kochbuch einem Verlag vorstellen und sollten sie sich für ihren Entwurf entscheiden, würde das ihre Karriere sicher ankurbeln. Auch wenn sie mir manchmal höllisch auf den Geist ging, dennoch wünschte ich ihr viel Glück.
Caro und ich verließen heute zeitgleich das Haus. Die Katze gammelte derweil in meinem Bett herum und hatte sich nicht mehr stören lassen. Ich trug unter meiner dickeren Jacke einen Cardigan, darunter ein dunkles Top, durch das mein schwarzer Bh hindurchschimmerte, wie es auch meine helle Haut tat. Dazu hatte ich eine enge Jeans an den Beinen, die meinen Po hübsch in Szene setzte und zu guter Letzt dunkel Wildlederstiefel mit etwas Absatz. Die Dinger waren schön warm, denn ich fror gerne mal ziemlich schnell.
Auf dem Weg zur Haltestelle rauchte ich noch eine Zigarette, dann kramte ich mein Portemonnaie aus der Tasche und kaufte mir eine Monatskarte. Cece hatte mir dazu geraten und demnach machte Carolyn das Gleiche. Der Bus war unglaublich voll und kennen tat ich hier niemanden. Mit einem Sitzplatz sah es auch schlecht aus. Mir blieb also nichts anderes übrig, als zu stehen. Dabei hatte ich die Kopfhörer in den Ohren und stellte die Musik mit meinem iPhone etwas lauter. Gerade lief Spineshank und ich konnte entspannt nochmal für einen Moment die Augen schließen, um mich zu sammeln. Dann hielten wir erneut und wieder stiegen Leute dazu. Unter ihnen auch Darren, wie ich merkte.

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Darren: http://www.polyvore.com/cgi/set?id=144465998&.locale=de
Montage waren richtig scheiße und am liebsten hätte ich weitergeschlafen, aber das war unmöglich. Weil ich öfter dazu neigte zu verschlafen, rief mich auf dem Handy an, das meist vom Wochenende immer auf laut gestellt war. Der Klingelton war dann umso penetranter und ich würde ihn am liebsten erschlagen, wenn er die Nummer brachte. Danach stand ich auf, schnappte mir meine Klamotten und zog mich an. Auf dem Weg packte ich noch meinen Rucksack und schleifte ihn mit nach unten in den Flur. Auf dem Garderobenschränkchen lagen meine Kopfhörer, das Handy hatte ich in der Hosentasche. Ich trug Jeans, später meine Nikes, außerdem noch ein weißes Shirt unter meinem schwarzen Pullover. Meine Haare saßen halbwegs, aber ich war noch nicht im Bad gewesen. Das würde noch folgen. Jack war immer vor mir da drin, weil er morgens immer irgendwie nicht aus dem Knick kam und es nicht schaffen würde, sollte er nach mir gehen.
Unten am Tisch bekam ich Kaffee und aß zwei Toasts, eine Schale Cornflakes und saß noch eine Weile mit Dad unten, spielte mit meinem Handy oder schrieb die letzte Hausaufgabe fertig ab, ehe ich Jack dann aus dem Bad donnerte. Er sah aus wie immer, hatte Augenringe und extrem viel Haargel in den Haaren. Man könnte meinen, dass er jetzt Beton auf seinem Kopf festgefahren hatte. Ich putzte die Zähne, wusch mir das Gesicht und war dann die letzten 10 Minuten damit beschäftigt meine Haare in Form zu bringen, die nicht allzu viel Widerstand leisteten. Heute würde ich mit dem Bus fahren, das hieß auch, dass sich die Straße vorlaufen und mich dann zu den ganzen Grundschülern und Jack an die Haltestelle stellen müsste. Der war übrigens schon unterwegs, als ich mir die Jacke anzog und mir noch sämtliche Dosen mit Essen in meinen Rucksack stapelte, dann meine Kopfhörer auf die Ohren schob und in Richtung Haltestelle lief. Dass ich mich beeilen müsste war mir egal, ich nahm meinen Garten mit und kürzte ab, sodass ich nur noch wenige Meter geradeaus laufen musste. Mit dem Polizeiauto hätte ich mich ganz bestimmt nicht in die Schule bringen lassen. Das wäre der absolute Scheiß gewesen. Auf dem Weg rauchte ich die erste Zigarette. Es waren noch maschinell gedrehte, aber die letzten aus der Camel-Packung. Danach musste ich auf meinen eigenen Vorrat zurückgreifen.
Als ich an der Haltestelle ankam, war der Bus in der Ferne schon zusehen und Jack kam sofort auf mich zugelaufen und faselte davon, dass ich wohl Glück gehabt hätte. Ich warf die Zigarette zwischen die Sträucher, als dann der Bus hielt. Vor uns standen haufenweise Grundschüler, ein paar Kids aus der Middle School und weitere depressive Gestalten, die mir jetzt platzmachen sollten. Ich lief als erster in den Bus, aber wurde erneut von gefühlten Metermännern aufgehalten. „Verpss dich doch mal, weg da.“, maulte ich rum und kurbelte die Truppe an weiterzulaufen, weil ich nach hinten zu Bexton wollte. „Guck nicht so blöd und setz dich in Bewegung!“, rief ich der rothaarigen zu und in dem Moment drehte sich auch eine Person um, die ich wiederzuerkennen glaubte. „Foxy.“, begrüßte ich sie kurz und drängte mich dann an ihr vorbei in Richtung letzte Reihe. Sie war viel kleiner als ich, wie der Rest der hier stehenden. Ich hielt mich an den oberen Stangen fest, während der Bus in die Kurven ging und warf mich dann auf den Sitz, den mir Bexton freigehalten hatte. „Das ist immer wieder lustig.“, feixte er.

Gwen.
„Darren.“, erwiderte ich im Tonfall, wie er mich angesprochen hatte und sah ihm dann noch einen Moment nach, ehe sich Carolyn an mich wandte. „Hä, woher kennst du den denn?“, wollte sie wissen und ich zuckte nur die Schultern. „Cece.“ Die kannte sie von Erzählungen und einigen Bildern, also konnte sie jetzt womöglich auch schlussfolgern, dass sie der Grund dafür war, das ich gerade angesprochen worden war. Jedenfalls lauschte ich dann einfach weiterhin meine Musik und als wir an der neuen Schule angekommen waren, stiegen wir zwei aus, wie es viele andere auch taten. Wir waren fast eine halbe Stunde gefahren und langsam war ich es leid, zu stehen.
Es gingen fast zweitausend Leute hier zur Schule, das kannte ich aus Brewster nicht. Man hatte uns gesagt, wir sollten uns an unserem ersten Tag erst einmal im Sekretariat melden, aber vorher rauchte ich noch eine zweite Zigarette. Carolyn war wohl oder übel dazu gezwungen, solange hier zu warten, ehe wir uns dann eben durch die Schulflure drängten. Nur gut, dass hier überall Schilder an den Wänden angebracht waren, die uns zu den Treppenhäusern leiteten und auch verrieten, wo wir das Sekretariat fanden. Es war im ersten Obergeschoss. Genauer gesagt handelte es sich um einen großen Raum mit mehreren Schreibtischen und vier Damen. Es roch nach Kaffee, die ganze Zeit klingelten Telefone und einige Lehrer, wie ich glaubte, kopierten an den Druckern hier drinnen. Wir mussten sogar noch warten, denn unmittelbar schien hier niemand Zeit für uns zu finden. Derweil vibrierte mein Handy in meiner Jackentasche.
»wo bist du denn? kann’s kaum erwarten, dich zu sehen«, schrieb mir Cece. Ich seufzte nur. »die kommen hier alle nicht aus dem knick. ich will meinen stundenplan und so zeugs holen« — »sag mir dann, wo dein spind ist!« Nachdem ich das gelesen hatte, wurden wir dann aufgefordert, näher zu kommen.
„Wir sind neu und sollten uns hier melden.“ Einen Moment runzelte sie irritiert die Stirn, eine Zweite verstand aber. „Dolores, das sind die zwei, von denen ich dir vorhin erzählt habe. Die Papiere liegen auf den Stapeln dahinten.“ Sie deutete jetzt auf eine Kommode und darauf lagen jeweils zwei Stapel. Wir gingen die Zettel kurz gemeinsam durch, aber viel Zeit schienen sie nicht für uns aufbringen zu können. Darunter waren beispielsweise irgendwelche Zettel, die unsere Eltern unterschreiben mussten, Bücherzettel, Informationsmaterialien über die Schule, die Sportteams, die Arbeitsgemeinschaften, außerdem sogar eine Art Karte. Als ob ich das alles brauchen würde. Mich interessierte eigentlich nur, wo ich den Spind für meine Arbeitsmaterialien finden würde und außerdem wollte ich meinen Stundenplan sehen. Ich war in der Zehnten, Caro in der Elften. Wir durften uns nicht zu sehr aneinander orientieren, aber das wollte ich auch nicht. Nur war ich neidisch, denn Cece war auch in der Elf und ich wäre es dementsprechend auch gerne.
Jetzt hatten wir zwei aber zusammen Französisch und nachdem die ganzen Zettel in meiner Tasche verschwunden waren, suchten wir erst einmal den Fachraum. Für die Spinde gab es keine Zeit mehr.

Darren:
Nachdem der Bus endlich vor der Schule hielt und ich aus dem brechend vollen Bus aussteigen konnte, schob ich mir den Rucksack auf die Schultern und zündete mir die zweite Zigarette an, ehe Bexton und ich Carter samt Corey suchen wollten. Corey fuhr mit dem Zug und Carter wurde von irgendwem gebracht und das jeden Morgen seit Anbeginn seiner Schulzeit. Es fand sich immer jemand und er hatte den kürzesten Schulweg. Der Typ war einfach nur zu faul. Außerdem kam Cece auch zu uns, die heute von ihrer Mutter gebracht wurde und ansonsten mit in unserem Bus saß. Sie rauchte schon und tippte wild auf ihrem Handy rum. „Ich hab Ceces neue Freundin gesehen. Die ist heiß.“, stellte ich erstmal klar, als ich und Bexton in ihre Richtung liefen. „War das die, die du vorhin Foxy genannt hast?“, wollte er wissen, kratzte sich ein bisschen am Hinterkopf und legte den Kopf schief. „Genau. Die wohnt gleich um die Ecke.“, wir beide grinsten uns an, blieben dann aber bei Cece stehen und gingen gemeinsam nach drinnen. „Hast du sie gefunden, du Rabenmutter?“, wollte Bexton wissen. „Woher weißt du das schon.. was frag ich überhaupt.. die ist irgendwo im Haus und sucht das Sekretariat.“, erwiderte sie ein bisschen genervt und prustete dann die Luft aus, ehe sie ihre Kippe wegschnippte. Bex und ich blieben noch kurzzeitig draußen und rauchten zu Ende, ehe wir ihr nach drinnen folgten. Wir hatten jetzt Französisch und wenn es ein beschisseneres Kackfach geben würde, hätte ich schlechte Karten. Ich musste ganz vorn sitzen, weil ich schlecht darin war. Ich war ernsthaft schlecht in Französisch – genauso aber auch zu faul um dafür zu lernen. Letztens hatten wir einen Test geschrieben und ich hatte mir sämtliche „Notizen“ gemacht. So schlecht konnte das gar nicht ausgefallen sein. Als wir rein kamen, war die Klasse schon ziemlich voll. Ich saß in der Mitte vorn und warf meine Tasche auf den Platz, ehe ich zu meinem Spind lief, der gleich danebenlag und dort meine Jacke und ein paar Bücher wechselte. Danach verschloss ich und kam wieder zurück. Mister Coleman war auch schon hier und ließ ein paar Bücher nach vorn bringen. Ich warf noch zwei Kaugummis ein und lief dann zu Carter, der vorn an der Fensterseite saß, direkt vor dem Lehrer. Ich zeigte ihm ein Bild von meinen gebauten Meisterleistungen und er durfte sie bestaunen. „Also ist das Wochenende gerettet. Was geht da überhaupt?“- „Keine Ahnung, wie wärs mit Sun? Sofia kommt auch mit.“ Carter stand auf meine Cousine, Sofia mochte so gut wie jeder. Mein Onkel war im Moment auch in der Stadt. Er würde zum amerikansichen Thanks Giving bleiben und sich bestens bekochen lassen. Es war am Wochenende. Genug Tradition und dann gäbe es nur noch feiern. In dem Moment betraten zwei unerwartete Gesichter, die Coleman irritierten, das Zimmer und er fing an sie auf die freien Bänke zu verteilen.

Gwen.
„Ich hab sowas von keine Lust.“, murmelte ich nochmal. Caro nickte mir zu, denn wir teilten anscheinend die selbe Meinung. „Wahrscheinlich gucken die uns alle an, als wären wir sonst was.“, murmelte sie. „Ja, nur dass ich gut aussehe, du bist ein Freak.“, witzelte ich, aber sie zog sofort ein beleidigtes Gesicht. „Jetzt krieg dich wieder ein, sonst halten die dich nur noch für komischer, als sie es jetzt wahrscheinlich schon tun.“ Als hätte das wirklich etwas gebracht, neutralisierte sich ihre Miene wieder, sich wenn sie weiterhin recht unfreundlich zu sein schien. Ich drückte die Klinke der Tür des Klassenraums herunter und wir betraten ihn beide. Hier gab es wenig freie Plätze. Keine Ahnung, wie der Lehrer hieß, aber er hatte mit uns nicht gerechnet. Jedenfalls bemerkte er, dass wir eigentlich nicht dazu gehörten. Erstmal liefen wir vorn zum Schreibtisch. Ich öffnete langsam meine Jacke und dieses Mal ließ ich Caro sprechen. Sie reichte ihm einen Zettel. Er nickte nur und hatte wohl verstanden, dann fuhr er sich durch das Gesicht. „Sie beide hatten schon mal Französisch, nehme ich an?“ — „Vier Jahre.“, erwiderte ich, Carolyn hatte fünf. Er verstand und dann sah er durch die Klasse. Mehrere Male fragte er Schüler, ob neben ihnen noch frei wäre. „Hier ist noch was!“, rief einer von ganz hinten. Der hatte dunkles Haar, trug einen Pullover und ich glaubte, Darren hatte sich zu ihm gesetzt. „Neben mir!“ Sein Blick traf dann mich und ich sah es als Einladung an, dieser Coleman aber verstand die Geste so, als müsste er Caro jetzt zu ihm schicken. „Na ja, was? … Kann nicht die andere? Nein, Mister Coleman, Sir, hören Sie, hier ist doch nichts frei.“ Ein Lachen ging durch die Reihen und Carl’s Kopf lief in einem knallroten Ton an, als sie stehenblieb und zum Lehrer sah. „Na nun, setzen Sie sich schon.“, wies er sie an und jetzt saßen da dieser Kerl, der sie nicht wollte, und Caro nebeneinander.
„Und Sie … Setzen Sie sich da auf die freie Bank.“ Sie stand an der Wand und ich erhoffte mir, dass es dort schön warm wäre. Ich rechnete damit, dass die Heizung hier durch die Wand gegen. Meine Handtasche stellte ich auf den Sitzplatz neben mir, hängte meine Jacke über die Rückenlehne des Stuhls und dann sah ich einmal durch den Raum. Einige schauten auch in meine Richtung, wie dieser Darren. Ich nickte ihm nur grüßend zu, dann holte ich das goldene iPhone aus meiner Tasche und gab meinen Zahlencode ein. Cece schrieb mir, dass sie mich unbedingt sehen wollte und ich meinte, dass der erste Block hoffentlich schnell vorübergehen würde.
»frag gegen neun, ob du aufs Klo darfst und wir gehen eine rauchen?«, schlug sie mir vor. Innerhalb der Unterrichtszeit also? Der Gedanke gefiel mir, also sagte ich nicht sofort „nein“.

Darren:
Dass Gwen Französisch hatte war mir das neuste und der Rotschopf, der mir im Bus im Weg gestanden hatte, war scheinbar ihre Schwester. Ups. Auch egal. Mit der hätte ich ohnehin nicht besonders viel am Hut, das wusste ich jetzt schon. Anfangs bekamen wir einen Test ausgeteilt und anfangs glaubte ich schon, dass meine Spickzettel es nicht gebracht hatten, aber dann kam tatsächlich B- dabei raus. Die meisten stöhnten nur genervt, während ich mich zu Carter drehte. „Candy Man, guck dir das an!“, rief ich erfreut, während er trübselig das D hochhängte. Bexton hinten drehte fast durch. „Barnes, A+!“, rief er. „Du elender Penner!“, ich drehte mich in seine Richtung und schüttelte nur den Kopf. Meistens musste er einsammeln und deswegen hatte er die Chance die Namen seines Tests und dem der Streberin zu vertauschen. Sie schrieb mit Füller und Bexton hatte eine breite Auswahl an Möglichkeiten um die Tinte zu verwischen. „Gibt es ein Problem, Mister Barnes?“, wollte Coleman sofort wissen und sah kritisch drein. Ich würde Bexton nicht in Verhängnis bringen. Der musste zusehen, dass er den Abschluss packte. „Nein..“, brummte ich nur. Jetzt wanderte der Grad von einem D auf ein C. Immerhin. „Très bien..“, säuselte er dann und sah in die Klasse. „Ihre Noten werden übernommen, richtig?“, wandte er sich an die beiden Neulinge. „Und Handys sind im Unterricht nicht gestattet, sehen Sie das als Verwarnung, das nächste Mal haben Sie und Ihre Eltern ein Treffen mit dem Direktor seitens des Verbots der Nutzung während des Unterrichts.“, verkündete er neutral und verzog keine Miene. „Mister Coleman, wie siehts aus, ich sitz wirklich gern hier vorn, aber ein paar Bänke weiter hinten fänd ich besser.“, ich grinste breit und schief, während er mich kurz musterte. „Was haben Sie für eine Note?“ „B.“, erwiderte ich selbstgefällig. „Auch wenn ich nicht weiß, wie Sie das gemacht haben.. Josi.. Sie kommen vor, ihre Leistung war das letzte Mal besser. Barnes, Sie können nach hinten.“, er machte eine Handbewegung, als sollten wir uns beeilen. Mit Josephine Kawalzic hatte ich nicht viel am Hut, typische Hohlbirne. Deswegen ignorierte ich sie auch größtenteils und schnappte meinen Rucksack, ehe ich mich niederließ und meine Mappe mit den Stiften vorkramte, wo ich die schokoladigen Wodkabonbons bunkerte. Bexton saß 2 Bänke schräg rechts hinter mir. Währenddessen lehnte ich mich gegen die Fensterbank und zog dann im Sitzen meinen Pullover aus. Gwen saß in derselben Reihe, allerdings waren wir durch eine Bank getrennt. Coleman setzte bis dahin seine ehemalige Lieblingsschülerin nach vorn, die wegen Bexton ein E kassiert hatte. Blöd gelaufen…

Gwen.
Ich nahm gar nicht richtig wahr, wie die Tests ausgeteilt wurden, denn ich spielte eben mit meinem Handy herum und schrieb an Cece Nachrichten. Dass es dem Lehrer auffallen könnte, war mir eigentlich egal, aber meine allgemeine Belehrung erhielt ich jedenfalls gerade. Sein Blick war dabei auf mich gerichtet und seufzend sperrte ich das Telefon, ehe ich es zurück in meine Tasche schmiss. Auf die Frage mit den Noten zuckte ich nur meine Schultern, dann sah er aber zu Caro. Sie bejahte seine Frage und dann wollte er mir seinem Unterricht fortfahren.
Den ganzen Block lang arbeiteten wir an einer Gruppenarbeit. Die Leute, die in einer Reihe saßen, sollten sich Gedanken zu einem Thema machen, dazu Texte heraussuchen, diese dann übersetzen und auch noch eine Präsentation oder ein Plakat anfertigen. Wirklich viel blieb uns da jetzt nicht zu übrig, denn wir hatten ja gar nichts mit. Keine Ahnung, ob die das schon vorher aufbekommen hatten, aber ich war neu und nutzte meinen Bonus jetzt aus. Ich arbeitete mit Katherine und Joanna zusammen. Die zwei waren anscheinend irgendwas wie beste Freundinnen, aber auf einem Niveau, das ich nicht verstand. Außerdem machte Darren mit und wir beide unterhielten uns noch über das Telefonat des gestrigen Abends. Es wurde ausgemacht, dass wir Donnerstag in den Freistunden beide zusammen kiffen würden, eben mit den anderen, falls die auch Lust hatten. Ich wollte von meinem Gras aber nichts abtreten, solange ich noch nicht wusste, wo ich neues herbekäme. Das reichte für meine Verhältnisse auch noch ein bisschen, da war ich mir eigentlich ganz sicher.
Zwischendurch verschwand ich also gegen neun „auf die Toilette“, aber rauchte eigentlich mit Cece auf dem Schulgelände eine Zigarette, ehe ich zurückkam und mich wieder zu Darren setzte. Die beiden schienen auch keine Idee zu haben und wir beschlossen, das irgendwann mal über Facebook zu klären. Sie schickten mir auch im Zuge dessen Freundschaftsanfragen und Darren sagte mir seinen vollen Namen, sodass ich ihm auch eine zukommen lassen konnte.
Nach Französisch hatten wir Pause und das hieß, dass wir erneut Zeit zum Rauchen hatten. Jetzt wurden mir die drei, die ich noch nicht kannte, also Carter, Corey und Bexton, vorgestellt. Keine Ahnung, was Carolyn machte, aber ich hatte sie abgewimmelt. Mit denen kam ich bislang gut aus. Cece zeigte mir dann noch, wo mein Spind wäre und als ich bemerkte, dass ich gleich mit denen Sport hätte, versicherte sie mir, dass sie mir Sportsachen borgen könnte. Zwanzig Minuten später breitete sie den Kram dann in der Umkleide aus. Sie hatte sogar mehrere Schuhpaare dabei, auch wenn ihre Größe nicht meiner entsprach. Als sie aber doch passten, war ich verwundert. „Ja, wenn die so groß sind, macht das die Füße so breit.“ — „Du trägst deine Schuhe also zwei Nummern kleiner?“ Ich war fast schon geschockt, aber sie zuckte nur die Schultern. Wir lachten darüber, dann betraten wir beinahe als letzte die Halle.

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Darren: http://www.polyvore.com/cgi/set?id=144479712&.locale=de
Dass wir jetzt auf einmal wieder etwas machen mussten und das zusammen mit blonder und blonder ging mir schon wieder auf die Nerven. Immerhin waren die beiden dämlich und das was sie von sich gaben war noch dämlich. Ich fand das zumindest so und müsste ich nicht mit ihnen zusammen dieses dämliche Projekt machen, würde ich sie außen vor lassen. Dann gehörte noch Gwen dazu und somit war mein Schicksal gestrickt, dass ich der einzige Kerl unter drei Weibern war. Die konnten das machen und ich würde dabei zusehen. Ich ging davon aus, dass sie es ordentlich auf die Reihe bringen würden. Note war Note. Meinetwegen würde ich am Ende einen Text vorlesen, den sie dazu geschrieben hatten und der zur Präsentation galt. Das wars. Gwen und ich redeten dabei und kamen zurück auf das gestrige Telefonat, das sie eigentlich mit Cece geführt hatte. Wir beide kannten uns ja gar nicht aber dadurch waren wir uns nicht mehr fremd. Ich wusste, wie es war, wenn man die Schule wechseln musste. Aber eigentlich kannte ich haufenweise Leute und Seattle war groß genug. Solange man nicht auf die Schulen im Norden ging.. früher war ich in Ballard, was weiter mittig in Seattle lag und jetzt ging ich, seit der High School, hier her. Wir redeten sogar darüber, dass in der Freistunde am Donnerstag eine Grassause stattfinden würde. Danach war ein Spiel von den Footballidioten der Schule und es war Pflicht sich den Kram anzuschauen. Nur fiel dafür Latein aus und damit konnte ich wirklich leben. Ich sah es aber schon vor mir, dass ich für die restlichen 4 Stunden danach nicht mehr zu gebrauchen war – aber das kümmerte mich kaum. Die Weiber saßen jetzt alle an meinem Tisch und die beiden Intelligenzbestien kümmerten sich um ein Konzept, während ich meine Wodkabonbons verdrückte.
Nach Französisch stürmten Bex, Carter und ich erstmal nach draußen um zu rauchen. Gwen würde anscheinend auch mitkommen und Carter sah danach aus, als müsste er sich erstmal von Weiten ansehen, was Cece ihm da eingebrockt hatte. Bexton war anscheinend begeisterter. „Ich hasse das Fach, am liebsten würde ich abwählen.“, murrte ich rum und setzte mich dann nach draußen auf eine der Bänke, packte die letzte Camel aus und schob sie mir dann zwischen die Lippen. Corey kam auch noch dazu und Cece nannte es „erste Annäherungsversuche“ mit denen. Davon konnte man auch ausgehen. Danach hätten wir Sport. Montagmorgen Sportunterricht war meistens nicht besonders anstrengend. Die beiden Trainer waren auch noch nicht bereit „so früh“ am Morgen schon viel zu machen. Ende der Woche sah es dann etwas anders aus.
Danach ging es in die Umkleide, die Klamotten wurden gewechselt. Meistens dauerte das bei uns aber länger, als bei den Weibern. Hier gab es auch ein paar, die sich peinlich berührt fühlten sich vor uns auszuziehen und sich in den Toiletten einschlossen. Freaks, aber sollte mir egal sein. Als der Coach dann mit seiner Pfeife umging ging es aber doch ein bisschen schneller und wir kamen samt der Wasserflaschen nach draußen und sollten uns Bälle nehmen. „Cece macht heute Sport mit? Anscheinend wollte sie keiner mehr krankschreiben.“, witzelte Carter, während wir in die Halle liefen. „Verteilt euch und jeder Kerl macht mit einer von den Weibern!“, rief Coach Ferguson, trillerte mit seiner Pfeife und schwankte mit den Händen. Ich hatte bereits einen Ball und sah mich nach Cece aus, entdeckte aber Gwen und lief auf sie zu. „Ich geh davon aus, dass du kein sportscheues Bambi bist?“, hakte ich nach, schob ihr dabei schon den Ball vor den Bauch und winkte sie darauf ein bisschen weiter weg.

Die Parteitagssatire

Ein klein wenig bin ich schon traurig darüber, dass allenortens die offensichtliche Satirekampagne, die Bundes-ÖVP würde an einem Dienstag ihren Bundesparteitag abhalten, als bare Münze genommen wird. Man schreckt auch nicht davor zurück, etwa des Generalsekretärs Facebookaccount zu hacken, um dort verlauten zu lassen, man schrobe heute »Parteigeschichte«.

Ich darf hier ausdrücklich festhalten, diese Partei, die sich der Leistungsgesellschaft verpflichtet fühlt, hält ihren Parteitag nicht an einem Dienstag, wo ja nur freigestellte Beamte, Nurmandatare bzw. Parteiangestellte sowie Ministerinnen und Minister (die ja immer im Dienst sind, da wäre es wirklich egal) an eine Teilnahme denken könnten. Auch wenn dieser Dienstag einen »kleinen Freitag« für hier schon erwähnte Beamte darstellt, ist doch der Donnerstag dieser Woche ein Feiertag.

Nein, das kann nicht wahr sein. Denn das würde ja heissen, die ganzen urtollen Reformen, die der nächste Parteitag bestimmen soll, würden lediglich von Menschen beschlossen, die unter der Woche (noch dazu unter einer kurzen, wo etwa ich kleines Würstchen nicht weiss, wo ich noch Zeit übrig habe) nichts zu tun haben. Und von Erhard Busek. Achso, nein, Erhard Busek denkt derweil in Neos. Aber das ist eine andere Geschichte.

[Siehe auch: Das war die ÖVP ]