fröhlich

Siehst du sie? Siehst du dieses Mädchen dahinten, dass was lacht? Wieso lacht sie bloß so fröhlich? Sie ist glücklich meinst du? Schau mal genauer hin. Merkst du wie sie „zu viel“ lacht, wie sie „zu viel“ redet? Schau ihr in die Augen, schau wie überschaubar ihr Schmerz ist. Dieses Mädchen da, sie führt einen Krieg mit ihrer Seele. Morgens bevor sie raus geht setzt sie ihre Maske auf. Sie steckt alle Schmerzen, jedes Leid und jeden Kummer den sie in dieser Nacht bekämpfte wieder tief in sich hinein. Es sollte keiner mitbekommen wie es ihr wirklich geht, nicht doch wegen ihrem Stolz. Sie weiß, sie würden es nicht verstehen wenn sie wüssten wie es ihr wirklich geht, sie wären zu Tode erschrocken, wenn sie wüssten, wie nah sie jeden Abend der Verzweiflung ist.

  • Therapeutin: Wenn ich jetzt eine Freundin von dir Fragen würde, was an dir toll ist, was denkst du würde sie sagen?
  • Ich: Alles was ich ihr vorspiele. Sie würde sagen, dass ich ein fröhliches, nettes, lustiges, hilfsbereites, kluges und schönes Mädchen bin. Solche Dinge, die ich halt vorspiele oder Dinge, die ich selbst nicht so sehe.
Viele glauben, dass positives denken zu einem glücklicheren, gesünderem Leben führen würde.
Als Kind bekommt man oft zu hören, dass man lächeln soll und ein fröhliches Gesicht auf setzten soll. Wenn man Erwachsen ist soll man die Dinge immer postiv sehen, das Beste aus seinem Leben machen und die Gläser als halb voll betrachten.
Manchmal steht die Realität unserem Vorhaben fröhlich zu sein im Weg.
—  Dr. Meredith Grey, Grey’s Anatomy; Staffel 6