eskalation

Laute Stimmen. Erdrückende Stimmung.
Argumente zwirbeln durch die Luft. Argumente? Es ist Niveaulosigkeit. Aufgestachelt, aufgestaut, aufgebauscht über Jahre hinweg. Es ist wieder soweit.
Gestikulierend, doch ich, nichts erblickend, hörend nur die dumpfen Töne. Hässliche Melodien. Ohrenzerschmetternde Rufe stocken meinen Atem. Kalte Schauer überqueren mich. Ich, arm, ein halbes Kind. Ihr Kind. Deren Kind. Eines von dreien.
Ein schriller, plötzlicher und doch langsam sich anbahnender Ausruf. Ein Ausruf von Hilflosigkeit, Überforderung und etwas Wut. Die Fetzen fliegen. Doch sie fallen. Sie fallen wie die Tränen, die noch übrig blieben. Sie sind der Rest aus der Liebe von vor 35 Jahren.
—  06.08.2017 - xo

Dieses ständige Warten auf Eskalation. Darauf, dass mir etwas passiert. Auf Unfälle (Wie oft stelle ich mir vor von einem Auto angefahren zu werden…). Auf Krankheiten (Ich hab schon ganz viele Szenen in meinem Kopf, wie ich Krebs hab). Auf besondere Vorfälle. Das Warten auf den Tod. Das Warten auf den Neuanfang. Das Warten auf den Phönix. Das Warten auf mich.