duisburg hbf

„Sonntags quälte mich die Angst, dass ich nichts Neues mehr erlebte, fast unerträglich. Deswegen marschierte ich voller Erlebnishunger durch die Stadt und stellte doch nur fest, dass ich mich von der Übervertrautheit mit dem Leben nicht mehr würde befreien können.“
– Wilhelm Genazino   

(„The fear, to experience nothing new, tormented me almost unbearable on Sundays. So I marched full of hunger of adventure through the city and I only realized, that I couldn’t get rid of the over-familiarity with my life.“)

„Ich erwarte ja immer irgendwelche Unglücke, sagte sie, aber dann stellt sich heraus, dass meine Phantasie die Katastrophe ist, sonst nichts.
Im Lärm der Straße verlor sich der Drang, immerzu sprechen zu müssen. Die S-Bahn war halb leer. Wir setzten uns nebeneinander und flüsterten.“

– Wilhelm Genazino

(„I always expect some kind of mischief, she said, but then it appears, that my fantasy is the disaster, nothing else. In the noise of the street the urge to speak throughout got lost. The suburban train was half-empty. We sat side by side and whispered.“)