das pokal

Ruhr Nachrichten,02.06.2017
  • RN: Marcel Schmelzer, Sie haben uns vor dem Pokalfinale gesagt: Es würde ein Gänsehaut-Moment werden, wenn Sie den Pokal überreicht bekommen sollten. Jetzt, wenige Tage nach dem Pokalsieg: wie war es wirklich?
  • MS: Ein absoluter Gänsehautmoment. Es fühlt sich sogar noch besser an als ich geglaubt hatte. Das ist einer der größten Momente in meiner Karriere. Als Kapitän des BVB diesen Pokalsieg zu erleben ist mehr als etwas Besonderes.
  • RN: Haben Sie diesen Titel, erstmals als Kapitän, anders erlebt als den Pokalsieg 2012?
  • MS: Wir haben sehr, sehr viel Kraft in diese Saison gesteckt. Ich als Kapitän, der Mannschaftsrat, alle Spieler. Es gab viele Turbulenzen und wir haben unsere Ziele am Ende trotzdem erreicht. 2012 waren wir die jungen Wilden, da haben uns Spieler wie Sebastian Kehl und Roman Weidenfeller geführt und sich um alles gekümmert. Diesmal waren wir gefordert. Darum ist dieser Pokalsieg noch einmal ein ganz anderes Erlebnis.
  • RN: Der Feiermarathon liegt hinter Ihnen: Wie hart waren die Nacht nach dem Abpfiff in Berlin und die viereinhalb Stunden Jubel-Korso?
  • MS: Ich brauchte zum Start des Korsos fünf Minuten, um wieder in Fahrt zu kommen, wir hatten in der Nacht nach dem Finale ja wenig Schlaf. Aber dann ging es direkt weiter, als wir die ersten Fans gesehen haben, plötzlich bist du wieder mittendrin. Der Korso war ein wunderschönes Erlebnis. Du merkst an diesen Momenten, was das Besondere an Borussia Dortmund ist. Wenn Du da durchfährst und siehst in so viele Augen, die Du glücklich gemacht hast, indem du dieses Finale gewonnen hast. Du siehst Freude, Dankbarkeit und was Borussia für Fans und Stadt bedeutet. Für diese Momente lohnt es sich, soviel Kraft hineinzustecken: Du kannst den Fans für ihre Unterstützung etwas zurückgeben.
  • RN: Wer ist das größte Feierbiest im Dortmunder Kader?
  • MS: Schade, dass schon Ramadan ist, sonst hätte Nuri Sahin an meiner Seite sicher ausgelassen mitgefeiert (lacht). Erstaunt war ich über Felix Passlack, wie lange er durchgehalten hat.
  • RN: Der Pokalsieg steht als Krönung am Ende einer Saison, die in vielerlei Hinsicht turbulent verlief. Ziehen wir Bilanz: Welche Schulnote verdient diese Spielzeit?
  • MS: Eine 2 plus. Wir haben den Pokal gewonnen, das war unser großes Ziel. Und wir wollten uns für die Champions League qualifizieren, auch das haben wir geschafft. Wir waren am Ende nur drei Punkte vom zweiten Platz entfernt, hätten wir nicht ein paar Zähler im Laufe der Saison unnötig liegen gelassen, wären wir noch Vizemeister geworden.
  • RN: Vor der Saison gingen die Säulen Mats Hummels, Henrikh Mkhitaryan und Ilkay Gündogan. Viele junge Spieler kamen. Wie schwer war es, schnell eine neue Balance, auch eine neue Hierarchie zu finden?
  • MS: Anfangs war es schon schwer, es gab eine Menge neuer Aufgaben. Mats Hummels hatte es mir auch gesagt, dass das erste Jahr als Kapitän für ihn schwer war. Vom Kopf her war es die anstrengendste Saison meiner Karriere, ich musste auch lernen, Aufgaben im Mannschaftsrat zu verteilen. Danke an dieser Stelle an Marco Reus, Nuri Sahin, Sven Bender und Lukasz Piszczek, die mir sehr geholfen haben, die sich um die Integration der jungen Neuzugänge gekümmert haben.
  • RN: Welche Faktoren gaben den Ausschlag, dass Sie die Erfolge einfahren konnten?
  • MS: Ich denke, dass wir als Mannschaft zusammengewachsen sind, spätestens nach dem Anschlag. Wir haben danach viel miteinander gesprochen, auch über andere Dinge als Fußball. Wir haben uns noch mehr vertraut, das konnte man spüren.
  • RN: Der Bombenanschlag vor dem Monaco-Spiel. So etwas kann man nicht einfach aus den Kleidern schütteln. Wie sehr steckt das noch in Ihrem Kopf?
  • MS: Ich konnte es ganz gut wegschieben. Aber zwischendurch bin ich mit Sven Bender einfach mal einen Abend rausgegangen, wir haben bei einem Bier über Vieles gesprochen. Dieser Abend hat mir sehr dabei geholfen, den Kopf frei zu bekommen. Ich glaube aber, dass dieser Anschlag noch einmal in mir hochkommen wird. Es wäre sogar gut so, damit ich es verarbeiten kann, auch wenn es schmerzt.
  • RN: Haben Sie sich schon mit der Frage beschäftigt, was hätte passieren können?
  • MS: Ja, ich habe mit meiner Frau, mit meinen Freunden darüber gesprochen. Nuri Sahin und ich haben Marc Bartra im Krankenhaus besucht, wir waren auf der Autofahrt zurück kurz davor loszuweinen, weil wir alles realisiert haben.
  • RN: Hat der Anschlag Sie verändert?
  • MS: So wichtig der Fußball für uns ist, so wichtig er für die Fans ist. Aber am Ende ist es nur Fußball, das Leben ist wichtiger. Das ist mir noch klarer geworden als vorher. Ich genieße jeden Moment jetzt noch bewusster.
  • RN: Die letzten Wochen wurden überschattet vom internen Zwist beim BVB: Trainer Thomas Tuchel gegen die Vereinsbosse. Wie haben Sie als Kapitän den Zwist wahrgenommen?
  • MS: Wir als Mannschaft haben das ausgeblendet – was für den Erfolg sehr wichtig war. Wir Spieler haben viel miteinander geredet in der Kabine, haben verinnerlicht, dass wir unseren Fokus auf unsere zwei großen Ziele legen, dass wir uns durch nichts aus der Bahn werfen lassen.
  • RN: Thomas Tuchel hat davon gesprochen, dass das Vertrauen zur Mannschaft auch am Ende noch sehr groß war. Wie sehen Sie das?
  • MS: Der BVB hat sich von Thomas Tuchel getrennt, er ist nun nicht mehr unser Trainer. Es bringt nichts, noch Öl ins Feuer zu gießen.
  • RN: Sie sind – wie Marco Reus – Nuri Sahin nach dem Finale zur Seite gesprungen, er wurde nicht berücksichtigt für den Kader. Öffentlich wurde das als Seitenhieb gegen den Trainer gewertet. Zu Recht?
  • MS: Ich wurde nach dem Spiel gefragt, ob ich genauso verwundert gewesen sei wie die Journalisten, dass Nuri nicht im Kader stand. Da habe ich zugestimmt, dazu stehe ich auch. Das war aber keine Kritik. Ich finde einfach, dass Nuri eine sportliche Top-Leistung bringt, wenn er fit ist.
  • RN: Hat Ihr Vertrauen in die Klubführung gelitten durch den Zwist? BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat öffentlich viele verbale Ohrfeigen einstecken müssen…
  • MS: Ich kann für die Mannschaft sprechen, dass wir nach wie vor vollstes Vertrauen haben in Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc. Sie handeln komplett im Sinne des Vereins. Mein Vertrauensverhältnis zur Klubführung ist eher noch gewachsen.
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Hi Leute,
die Vorbereitung auf das DFB-Pokal Finale läuft! Es wird sicherlich was ganz Besonderes. Berlin in schwarz-gelb 😉
Sabina S. aus Sinsheim wird die BVB Fans auch unterstützen, denn sie hat bei meinem Gewinnspiel aufwww.mrxi.de mitgemacht und die Tickets gewonnen.
Viel Spass allen in Berlin! Heja BVB!
🙈🙉🙊 #BVB #MRXI #Berlin
Euer Marco


-Marco via FB

Nach Informationen der ‘Welt’ und der 'L'Equipe’ wollte Hans-Joachim Watzke das BVB-Spiel gegen den As Monaco an einem anderen Tag nachholen. Ziel war eine Neuansetzung in der übernächsten Woche, vorrausgesetzt das DFB Pokal-Halbfinale hätte verschoben werden können. Neben dem Halbfinale gegen den FC Bayern hätte auch das Halbfinale des As Monaco gegen PSG verschoben werden müssen. Der AS Monaco  lehnte diese Vorschlag ab. Sie wollten nicht auf ihren Heimvorteil im UCL-Rückspiel gegen den BVB verzichten. Hans-Joachim Watzke hatte somit nur die Wahl des Spiels am Mittwoch oder eine Spielwertung und Strafen  gegen den BVB.
—  Die Welt
BVB-STAR SUBOTIC „Ich helfe lieber in Afrika, als am Strand zu liegen!“
  • Andere Fußball-Stars verbringen ihren Urlaub auf Ibiza oder in Miami. Dortmunds Neven Subotic (25) reiste in diesem Sommer erneut nach Äthiopien (Afrika), um mit seiner Stiftung armen Menschen zu helfen.
  • BILD: Was wollen Sie erreichen?
  • Subotic: „Ich will zeigen, dass wir hier unser Glück oft gar nicht zu schätzen wissen. Dass das dort eben auch ein Teil unserer Welt ist. Die Kinder in Äthiopien sind total süß und die Menschen extrem lieb, obwohl sie von kaum etwas leben. Deshalb habe ich die Stiftung gegründet. Ich möchte, dass die Kinder zur Schule gehen können, dass die Leute mit harter Arbeit etwas erreichen können. Das ist für die Menschen dort nicht möglich. Für sie geht es nur ums Überleben.“
  • BILD: Was haben Sie genau gemacht?
  • Subotic: "Der erste Schritt ist, dass man sauberes Wasser trinkt. In allen Projekten ist deshalb auch immer ein Brunnen dabei. Das Trinkwasser aus Quellen, Flüssen oder Pfützen ist unmenschlich dreckig.“
  • BILD: Wie sind Sie auf Äthiopien gekommen?
  • Subotic: „Für mich ist nicht ausschlaggebend, dort zu helfen, wo ich herkomme. Ich sehe die ganze Welt. Äthiopien gehört zu den 15 ärmsten Ländern der Erde und hat mehr Einwohner als Deutschland.“
  • BILD: Viele Sportler und Prominente stellen vor allem Ihren Namen für den guten Zweck zur Verfügung. Wie ist es bei Ihnen?
  • Subotic: „Ich mache wirklich alles selber. Wenn jemand eine E-Mail an die Stiftung schreibt, beantworte ich sie. Wenn jemand eine Spenden-Quittung benötigt, unterschreibe ich das. Wenn ich eine Aufgabe abgebe, habe ich nicht das Gefühl, dass es mit soviel Herz gemacht wird, wie von mir. Deshalb bin ich bei allem dabei, kümmere mich wirklich selbst und stecke sehr viel Energie da hinein. Für mich ist das eine Riesen-Motivation!“
  • BILD: Haben Sie kein Bedürfnis, im Urlaub auch mal die Beine baumeln zu lassen?
  • Subotic: „Ich will immer einen aktiven Urlaub machen. Nur am Strand liegen – das geht nicht, das kann ich nicht. Ich habe es einmal versucht. Es ist nicht mein Ding. Nach den Reisen nach Mosambik und Äthiopien will ich immer mehr. Das ist mein Hobby. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr. Für mich ist das total inspirierend, es macht mich sehr glücklich.“
  • BILD: Kommen wir zum BVB. Sie stehen nach Ihrem Kreuzbandriss wieder auf dem Platz. Wie geht es Ihnen?
  • Subotic: „Nach meinem ersten Pflichtspiel geht es mir gut. Wir sind absolut zufrieden, im Pokal weitergekommen, gegen Bayern haben wir uns über die gesamte Spielzeit gut präsentiert. Das ist auch unser Plan für
  • Leverkusen.“
  • BILD: Sie haben Ihre erste schlimme Verletzung hinter sich. Wie schwer war die Zeit?
  • Subotic: „Ich hoffe, es war auch die letzte schwere Verletzung. Es war hart, zuschauen zu müssen. Am schlimmsten war es, wenn wir Spiele verloren haben. Aber die Stiftung hilft in so einer Zeit auch. Ich habe viel Zeit darauf verwendet. Man muss schauen, dass einem die Decke nicht auf den Kopf fällt.“
  • BILD: Wie fanden Sie die Leistung von außen betrachtet?
  • Subotic: „Wir haben eine sehr gute Saison gespielt. Wenn das eine Tor im Pokal gezählt hätte, wäre uns vielleicht auch die Krönung gelungen...“
  • BILD: Wie schätzen Sie Ihr Team für die neue Saison ein?
  • Subotic: „Wir sind jetzt super breit aufgestellt. Wir haben erkannt, dass wir mit einem dünnen Kader nicht das Maximum rausholen können. Jetzt haben wir ein paar starke Neuzugänge gekauft. Deshalb habe ich die Hoffnung, dass wir dieses Jahr noch besser spielen können.“
  • BILD: Mit Hummels, Sokratis, Ginter und Ihnen hat der BVB vier Weltklasse-Innenverteidiger. Ist der neue Konkurrenzkampf förderlich?
  • Subotic: „Das ist absolut gut. Wir wissen alle, dass wir unseren Stammplatz nicht nur mit Spielen verteidigen können, sondern auch im Training alles geben müssen. Jetzt ist selbst der Ersatz vom Ersatz noch ein Top-Spieler. Jeder muss an sein Maximum gehen, um den anderen zu schlagen. Ich denke, dass wir öfter mal rotieren werden. Auch um Verletzungen vorzubeugen. Unser Trainer hat jetzt die Qual der Wahl.“
  • BILD: Ihre Ziele?
  • Subotic: „Unser Ziel ist die Quali für die Champions League. Im Pokal und in Europa wollen wir so lange wie möglich dabei bleiben. Wir haben letzte Saison im Rückspiel gegen Real gezeigt, dass wir immer Hammer-Spiele hinlegen können. Da sieht man, auf welchem Niveau wir sind. Das wollen wir bestätigen. Wenn wir wieder im Pokalfinale stehen, wollen wir dieses Jahr auch gewinnen.“
Wir waren die ganze Saison trotz personeller Probleme immer auf Kurs: Wir waren nicht einen Spieltag auf einem Nicht-Champions-League-Platz, haben im DFB-Pokal noch kein Gegentor kassiert und sind wieder unter den besten Acht in Europa. Für mich ist deswegen schon mit dem heutigen Tag klar, dass wir eine tolle Saison gespielt haben. Es gibt noch so zwei kleinere Baustellen: wir würden gerne Platz zwei verteidigen und wir würden gerne das Pokal-Finale gewinnen.
—  Aki Watzke zum bisherigen Saisonverlauf.
Meine waren nur 5 Minuten. Um das mal klar zu stellen. Und ich war nicht in Paris,ich war in Dortmund.
Er hat mich halt gefragt und wir sind ja echt gut befreundet und helfen uns da auch gegenseitig wenn irgendwelche Wünsche sind. Er hat mich einfach gefragt,weil dieser Song handelt ja auch um seine Ehrung,das Gewinnen des Pokals. Sein Bruder ist Musiker und da hat er mich gefragt,ob ich da mitwirken kann. Ich hab da ja auch nur gesessen quasi. Hab auch zu ihm gesagt ‘Tanzen is nicht,Junge. Da bin ich raus’.
—  Marco Reus über die Dreharbeiten zu Aubas Song (Sparda-Bank bewegt)
Ich habe bisher jedes Spiel live geschaut, nur das Pokal-Spiel habe ich leider verpasst. Borussia bleibt immer in meinem Herzen. Ich freue mich total, dass es so gut läuft.
— 

Marc-André ter Stegen

“I’ve watched every match in the stadium, I only missed the DFB-Pokal-match. Borussia will always remain in my heart. I’m so happy, that it all works so well.”

Ich glaube jeder hat es schon einmal gesagt, dass wir dem Trainer einen Superabschied machen wollen. Da ist auch nicht nur Platz 7 in der Liga gemeint, sondern auch der Pokal. Das wird sicher schwer, aber jeder von uns sollte sich zum Ende der tollen sieben Jahre den Arsch richtig aufreißen. Die Mitteilung war für uns alle ein Schock, aber in den 90 Minuten müssen wir uns auf dem Fußball konzentrieren.
—  Marcel Schmelzer