bergspitze

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Nach den ersten Nächten mit nur knapp über 0℃ erreichten wir schließlich unser Hauptziel der Snowy Mountains : Kossie Mountain ( der höchste Berg Australiens, der unter offiziell anders heißt, aber diesen Namen kann niemand ohne Hilfe richtig aussprechen). 

Da Lydia und ich möglichst viel Zeit auf der oberen Plateauebene verbringen wollten, fuhren wir mit dem Sessellift, der momentan sonst hauptsächlich von Mountainbikern genutzt wird, nach oben.

Dort eröffnete sich eine völlig andere Welt als die, die wir bisher in Australien gesehen hatten.

Eine zerklüftete Granitlandschaft wurde von kleineren Flüssen und Bergseen unterbrochen, und während man die restlichen Kilometer zur Bergspitze zurücklegte, kam man mit dem ein Oder anderen Einheimischen ins Gespräch. So kam es, dass wir auf den ersten Kilometern zwei Rentnerpaare begleiteten, die munter aus ihrem Leben erzählten und uns über unsere Reise ausfragten. Dass sich nach einigen für uns schon seltsamen Fragen herausstellte, dass sie den Zeugen Jehovas angehörten, war da fast nebensächlich. Wobei wir nach dem unaufdringlichen Aufforderung, Menschen dieser Zugehörigkeit beim nächsten mal doch in unsere Wohnung zu lassen, da diese die einzig wahre Lebensweise verkörperten, es doch vorzogen unsere Geschwindigkeit doch ein wenig zu erhöhen und uns verabschiedeten.


Schließlich erreichten wir the top of the world. Naja fast…the Top of Australia, aber es ist schon merkwürdig, sich auf dem höchsten Punkt eines Landes zu befinden. 

Nach rund 7h Wanderung quer über die Ebene beendeten wir schlussendlich unseren Ausflug und fuhren noch am selben Abend ein Stück aus den Snowy Mountains hinaus, um nicht noch eine Nacht frieren zu müssen.

PS: in den Nationalpark wird sich bemüht, die Natur möglichst wenig zu belasten…so wird der Weg auch mal einem Stein angepasst und nocht andersrum