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Erster Absturz, erster Kuss, erste Liebe, - Erste Male

Ich habe schon wieder lange nicht geschrieben. Das liegt daran das so unglaublich viele Dinge hintereinander passiert sind. Ich drehe die Zeit einfach zwei Wochen zurück und erzähle der Reihe nach…

Ich fange an am Donnerstag. Der Tag der Möglichkeiten, der Tag an dem jeder seine eigenen Regeln über Bord wirft und einfach nur FEIERT. Der Tag an dem jeder Junge zum Matcho und jedes Mädchen zur Bitch wird. Der Tag an dem sich jeder Sicher fühlt. In der Verkleidung. Unter all den durchgedrehten Menschen. Der Tag an dem man alle wieder sieht. Ob man will oder nicht.

Ich war am Morgen noch in der Schule, (Wegen Schülersprecherin und Vorbild und so). Danach bin ich mit den anderen in die Stadt. Mit den Helden. Wir Mädels gingen als Einhörner und die Jungs als Hasen mit blauen Haaren.

Auf dem Hauptsatz unserer Stadt ist am Donnerstag dann immer mega die Musik. Auch Polizei ist da weil unter den reinen Vodgatrinkern hin und wieder einer austickt… Die 12 Jährigen die sich kaum mehr auf den Beinen halten können interessieren sie herzlich wenig. Wir tanzten, tranken, tanzten, tranken, tanzten, tranken. Alles schien unendlich. Und um einen herum die gesamte Jugend von unserer Stadt. Hin und wieder begrüßte man jemanden. teilweise mit Freude, teilweise aus Höflichkeit. Und manchmal erkennt man ein bekanntes Gesicht, wendet aber schnellstens den Kopf ab.

Wir sind den ganzen Vormittag rum gehüpft. Dann bin ich mit einem Freund, Moe ,zum Kloh gelaufen und Kippen kaufen. Auf dem Weg sahen wir schon die typischen Szenen. Wild herum knutschende Pärchen. Kotzende Teenager. Drogen konsumierende Kinder, Krankenwagen. Aber auch die Stimmung von Freiheit. Die Worte am Himmel: “Alles ist möglich”.

Als wir zurück kamen war es den meisten unserer Freunde zu viel geworden. Wir gingen zu unserem Freund Manuel nach Hause. Leon kotzte und auch die anderen wahren mega fertig. Es blieb nichts anderes Übrig als eine Weile bei Manuel zu bleiben. Auch ich fühlte mich ein wenig schwindelig und als wäre ich in einer Zwischenwelt oder so was und würde alles durch eine Glaswand sehen.

Der Donnerstag endete so das wir etwa 5 Stunden damit verschwendeten Shisha zu rauchen und bei Manuel in Wohnung herum zu lungern. Am Abend war dann auch nur noch die Hälfte übrig um wieder feiern zu gehen. Wir tanzten noch ein paar Stunden in die Nacht. Völlig durchnässt. In Einhornkostümen. Und spürten wie der Regen das Glitzer von unseren Backen spülte.

Die meiste Zeit des Abends verbrachten wir allerdings damit unsere Freunde zu suchen oder anderen Leuten aus dem Weg zu gehen. An den Rest kann ich mich nicht genau erinnern aber auf jeden Fall wachte ich am nächsten Morgen gesund und sicher in meinem Bett auf.

Ich hatte den Donnerstag überstanden ohne zu kotzen. Die nächsten Tage verliefen ähnlich. Wenn auch die Party erst am Abend begann. Am Samstag wollte ich dann mit Janis weiter raus zu irgendeiner Dorf Disko. Was sie uns nicht sagte, es war eine Hawaii Party. Also fielen ich und Mira ziemlich auf mit unseren Einhornkostümen. Und außerdem waren da fast nur wippende Leute zwischen 30 und 70. Also verließen wir die “Party” nach einer halben Stunde wieder und machten und um zehn auf den Heimweg.

Jeder ging getrennte Wege aber ich dachte es kann einfach noch nciht vorbei sein.
Also rief ich Michel an (Ich hoffe ihr erinnert euch an Mimis Clique, also die anderen mit denen ich immer etwas mache… zu dieser gehört er auch.)
Michel holte mich von der Bushalte ab und wir gingen zu den anderen. Kaum hatte der Abend begonnen floss der Alc schon in Strömen. Und ich hatte so viel Spaß wie schon lange nicht mehr.

Ella und ihre Schwester sagen diese Clique verarscht mich nur und sie wären falsche Freunde. Sie behandeln mich nicht so. Sie nehmen mich auf obwohl ich jünger bin und selten dabei. Und gerade an diesem Abend war ich mal wieder überzeugt das ich so einen Spaß mit den anderen nun einmal einfach nicht haben könnte. Laut grölend Lachend und tanzend zogen wir von Lokal zu Lokal.

Der Abend wurde immer länger. Ich immer betrunkener. Und die Stimmung immer besser aufgedrehter und lustiger. Fabian ein sehr guter Kumpel drehte komplett durch und meinte irgendwas von:“Wenn Ich mal Single bin haben wir Sex.”
Natürlich hat er sich danach für diese Aussage entschuldigt, ich fands lustig. Ich und Pauline waren die Einzigen Mädchen in einer Horde von Jungs, es wurden auch immer mehr. Bei jeder kneipe gabelten wir jemanden auf.

Irgendwann kam auch Nick dazu (Der Junge in den ich im Sommer verliebt war. Der Junge der nur unter Alkoholeinfluss mutig war. Der Junge der mir einen Korb gegeben hat weil er nicht mit Gefühlen kann.)
Zuerst war das einfach nur zusammen laut mitsingen mit allen. Zusammen anstoßen, Zusammen in die Luft hüpfen. Aber dann merkte ich irgendwann, als ich wieder nüchterner wurde, dass etwas nicht stimmte. Nick tauschte mit seinem Bruder den Platz um neben mir zu stehen. Er sah mich seltsam an. Er und die Jungs tuschelten. Als ich raus ging, eigentlich um eine zu rauchen, sah ich noch den Rest der Jungshorde vorm Lokal stehen. Alle rotze voll. Und witzig gelaunt.

Nicks Bruder Daniel stellte sich neben mich und meinte:“ Fasnacht ist schon witzig, es gibt welche wie uns, wir haben einfach nur Spaß, manche bauen einfach nur scheiße und dann gibt es noch welche die sind eigentlich viel zu alt aber halten sich für cool.”

Daniel nickte mit dem Kopf zu einem etwa 30 Jahre alten Piraten. Der Typ hielt sich wirklich für Cool. Mitten in der Gruppe meiner Kumpels. Laberte er irgendwelchen Müll. Auch Nick stand bei ihm und die Blicke aller wanderten immer wieder aufs neue zu mir.

Daniel grinste:“Ich wette gleich spricht er dich an.”
Und etwa eine Sekunde danach kam der Pirat mit großen Schritten auf mich zu. Der Beginn einer der seltsamsten Konversationen die ich je geführt habe.

Der Pirat zeigte auf Nick: “Der meint ihr hattet mal was?!”

Ich antwortete: “Kann man so nicht sagen.”

Pirat: “Wie jetzt? Hattet ihr Sex?”

Ich: “Nö”

Pirat: “Kuss?”

Ich:“nein!”

Der Pirat rief Nick zu sich. Die Situation wurde langsam unangenehm. Die anderen Jungs warn auch hoch interessiert am Geschehen. Nick, ich und der seltsame Pirat waren im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Pirat: “Du findest sie geil?”

Fabian: “ Ja findet er…!”

Nick: grinst und nickt.

Pirat: “Man habt ihr den keine Eier in der Hose? Als ich in eurem Alter war hab ich mir die Süßen einfach geschnappt.”

Ich: etwas geschockt.

Nick: Rot angelaufen.

Pirat: quetscht uns aneinander und brüllt:“Küsst euch jetzt. Ihr lacht gleich ihr mögt euch… KÜSST euch!!”

Inzwischen hatten wir die Aufmerksamkeit wirklich jeder anwesenden Person.
Der Pirat ließ nicht locker. Aber ich und Nick wussten es war Fasnacht und an Fasnacht sollte man sowas unter “Freunden” lieber sein lassen.

Der Pirat brüllte wieder:“ Hergott nochmal, ich gehe jetzt da rüber. Und wenn ich wiederkomme, habt ihr euch geküsst.Sonst werde ich richtig aggressiv!”

Der Pirat schlenderte davon. Nick sah mich an, schaute weg, sah mich wieder an. Wir beide standen kurz vor einem Lachanfall. Fabian und Daniel flüsterten Nick etwas ins Ohr.

Und dann, ganz plötzlich drehte er den Kopf, kam auf mich zu und drückte seine Lippen auf meine. Es war schön. es fühlte sich echt an. es war mein erster Kuss.
Bald kam auch seine Zunge. Wir breßten uns an einander. Das wirklich jeder den wir kannten in diesem Moment zu uns sah war egal. Auch das der Pirat sich selbst laut feierte weil er es geschafft hatte, war uns egal.

Nick konnte gar nicht genug von mir bekommt. Das wir beide Amateure waren merkte man eindeutig. Er biss einnmal in meine Lippe und ich klempte seine ein. Und obwohl es mir nach einer halben Stunde eigentlich genug war konnte er nicht von mir lassen.

Als wir dann aufgehört hatten. War meine Vorstellung vom ersten Kuss überholt worden. Zungen wahren nicht glitschig sondern rau und es rumohrte dabei nicht der Magen sondern das Herz klopfte wie wild.
Ich musste nach Hause. Also beschloss Nick mich zum Fahrrad zu bringen. Vom Alkohol und all den Leuten war ich übertrieben überfordert. Alle sagten noch sowas wie:“Viel Glück” oder “Treibt es nicht zu wild” oder “Ich liebe euch”!

Ich und Nick schlenderten Arm in Arm. Alles fühlte sich warm, echt und perfekt an. Ich fragte:“Denkst du wir werden das bereuen?”
Und er antwortete" Ein bisschen von beidem.“
Zum ersten mal sah er mir wirklich in die Augen wenn er mit mir sprach. Er lächelte und sagte:"Es tut mir so leid was ich dir letzten Sommer angetan habe. Ich kann nicht mit Gefühlen.”

“Aber was hat das zu bedeuten?”

“Tut mir Leid das es so spät kommt, wir sind halt einfach beide so schüchtern.”

“Ich verstehe das nicht. Standest du die ganze Zeit auf mich?”

“Ja es fühlt sich so an, ja ich stand die ganze Zeit auf dich.”

Wir liefen durch die leere Allstadt. Wir redeten über alles mögliche. Er küsste mich glücklich auf die Backe. Zum Abschied küssten wir uns wieder. Er sah mich an.
“Hoffentlich sieht man sich bald.”

Ich nickte. Ich lächelte. Mehr konnte ich einfach nicht mehr tun. Dann stieg ich auf mein Fahrrad und fuhr nach Hause.

Den ganzen nächsten Tag hatte ich ein komisches Gefühl. Ich dachte an Fasnacht und wie wenig in dieser Zeit normalerweise Worte und Taten bedeuten. Und ich schrieb Nick aber es kam für Stunden keine Antwort.

Erst am Abend kurz bevor ich los gehen wollte kam seine Antwort auf die Frage:“Bereust du es jetzt?”

“Ich weiß nciht :/ Ist schon blöfd gelaufen :/ ich hoffe ich habe dir jetzt keine Hoffnungen gemacht…”

Als ich das laß. Spürte ich nur noch Taubheit. Eine einzelne Träne lief meine Wange runter. Aber ansonsten war alles Gefühllos. Ich hasste ihn nur. Und ich fühlte mich als wäre etwas an mir falsch.
Also fuhr ich in die Stadt zur anderen Clique. Meine Freundinnen waren viel zu gut gelaunt und auf gedreht um mir Trost zu spenden. Und ich wollte einfach nur feiern. Härter als je zufror. Ich griff nach Manuels Orangen Wodka und exte alles meine Kehle hinunter. Fast die ganze Flasche machte ich leer. Bis er sie mir aus der Hand riss.

Zuerst hatte ich wirklich Spaß. Dann sah ich Manu und tat so als hätte ich Spaß. Ich trank von jedem einen Schluck oder mehr den ich traf. Irgendwann kam dann Felix zu mir (Der Junge aus dem Seegelverein der leider schwul war.) Felix sagte nett hallo und war sehr gut gelaunt. Er war meine erste Liebe gewesen. Und es war das erste mal das wir wieder komplett normal damit umgingen. Noch heute bekomme ich Herzklopfen wenn ich ihn sehe, obwohl ich ihn nicht mehr liebe. Aber er erinnerte mich nochmals daran das mich kein Junge wirklich mag. Und ich trank noch mehr.

Wir machten uns dann alle auf in unser Stammlokal. An den Weg und was danach geschah kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich weiß nur das was mir erzählt wurde.

Ich habe anscheinend zuerst auf der Toilette gekotzt. Dann habe ich gesungen. Dann wollte ich raus rennen habe es nicht ganz geschafft und in den Eingangsbereich gekotzt. Dann bin ich vor dem Logkal zusammen gebrochen. ich habe gekotzt und fast nicht mehr reagiert. meine Freunde haben mich geohrfeigt und aufrecht gehalten. Ich habe angeblich noch gebrüllt:“ Ich gehe jetzt ins Wasser, ich kann nicht mehr!”

Meine Freunde haben mich liebevoll nach Hause gebracht. Sie meinten ich hätte den ganzen Weg geweint und gesagt das ich sie nicht verdient hätte und das ich nichts wert sei.

Am nächsten Tag wurde ich von etwa 100 Whats App Nachrichten geweckt die sich besorgt nach mir erkundigten. Meine Mutter war wegen des Absturzes nicht sauer. Sie war nur wütend auf Nick. Sie kümmerte sich liebevoll.Sie verstand mich. Ein gebrochenes Frauenherz ist etwas seltsames. Frauen wollen immer eine Lösung haben. Dafür gibt es keine. Außer die Zeit.

Der Rest der Ferien verlief so das ich erst erst mal nur noch etwas mit den Helden machte. Vor allem mit Ellas Schwester Lily und Manuel. Wir feierten, aber waren auch ein echt witziges Dreiertema. Es gab auch noch eine Grillparty in meinem Garten.Wir saßen bis spät in die Nacht am Feuer und feierten das Ferien Ende. Doch während der ganzen Zeit blieb Nick in meinem Kopf, zusammen mit all den und unbeantworteten Fragen.

Ich wollte mich mit ihm treffen. Doch er wich aus. Er entschuldigte sich. Aber er hatte nicht den Mut mit mir zu sprechen. Er war einfach ein feiger armer Junge der einen Fehler gemacht hatte. Die Leute erzählten mir vieles. Dass er Sex mit mir wollte, dass er mich wirklich liebt aber nicht dazu steht, das er wieder nicht sicher wäre und so weiter…

Egal wie oft ich danach Fragte immer wich er aus. So gut wie Tag und Nacht verbrachte ich mit Lora und Manuel. Sie halfen mir sehr das Richtige zu tun.

Und schließlich schrieb ich einen ausführlichen Brief an ihn. Ich legte meine Gefühle völlig frei. Ich schreib nichts als die Wahrheit auf. Ich erzählte auch von all den Theorien die seine Freunde und meine ihm gegenüber aufgestellt hatten. Und ich stellte Fragen über Fragen.

Es war mir egal ob er diesen Brief weiter zeigen könnte. Den Ich hatte nichts geschrieben was ich nicht auch in die Welt schreien würde. Und ich bin der Meinung das man lieber Verletzlich ist als hinter einer lächelnden Maske zu hausen.

Die Antwort kam am nächsten Morgen. Ein langer Text. Geschockt von meinen Worten und voller Reue. Er hat alles klar gestellt. Ich ebenfalls. Klar, es endete nicht so wie ich mir das vorgestellt hatte. Aber So konnte ich abschließen. Alles was ich mir jetzt wünsche ist, dass wir wieder Freunde werden. Und das so etwas nie wieder passiert. Am schlimmsten ist, dass ich so lang auf meinen ersten Kuss gewartet habe. und jetzt war er doch nicht bedeutungsvoll.

Momentan klinke ich mich manchmal aus den Gesprächen meiner Freunde aus und denke einfach nach. Ich sehe die Welt gerade anders. Als so etwas wie ein Ort an dem jeder Mensch Fehler macht. Fehler machen muss. Fehler begeht um weiter zu kommen. Und auf seinem Weg lässt man immer Menschen zurück. Ich habe aus meinen Fehlern gelernt. Und ich bin sicher Nick auch. Viele kehren Fasnacht einfach unter den Teppich. Ich finde es ist eine Zeit in der Jugendliche ausprobieren wie es ist wirklich wie “Yolo” zu leben. Wirklich los zu lassen.

In einer Woche bin ich 17. Und erst jetzt fühle ich mich auch so. Nicht nur wegen dem ersten Kuss. Sondern den vielen kleinen ersten Malen die ich in letzter Zeit erlebt habe…

Ich könnte noch etwa 100 Sätze weiter erzählen. es ist noch viel mehr passiert. Aber schon jetzt ist dieser Text einfach viel, viel zu lang…

Schönen Sonntag wünsche ich euch. Euer All und unwissender Teenager.

Hunderte Lichter

Ich schaute zu den Sternen hoch & während mir hunderte Lichter entgegen schienen, spürte ich wie er langsam meine Hand nahm. Seine Finger verschränkten sich mit den meinen & mit seinem Daumen strich er sanft über meinen Handrücken. Meine haut kribbelte unter seiner Berührung & ein Sturm bildete sich in meinem Bauch. Ich drehte meinen Kopf, meine Nase war so nah an seiner, dass sie sich bei der kleinsten Bewegung von uns berühren würden. Ich schaute in diese graugrünen Augen mit den kleinen roten Punkten, die mich um den Verstand brachten. Ich konnte nicht anders, ein Lächeln stiel sich auf meine Lippen. Ich konnte sein Herz schlagen hören & seinen Atem auf meiner Haut spüren. Es fühlte sich richtig an, so richtig, dass ich diesen Augenblick am liebsten nie mehr fort gelassen hätte.
Doch auf einmal fand ich mich in einem Zug wieder, der mich viel zu weit von diesem Moment wegbrachte.
Von ihm.

Tipps zum Schreiben: Die Idee, die Geschichte und was dazugehört


Immer wieder stolper ich auf Autorenportalen über dieselben Fragen von Menschen, die sich für das Schreiben interessieren. So bin ich auf die Idee gekommen, auf meinem Blog eine kleine Serie mit Tipps zum Schreiben und Verlegen zu veröffentlichen.

Das Wichtigste (auch wenn es oft nicht so scheint) ist die Geschichte und ihre Umsetzung. Eine tolle Geschichte bringt nichts, wenn man sie nicht erzählen kann (Ich ging die Straße entlang, da kam ein Gespenst und am nächsten Tag bin ich in die Berge gefahren. Das ist keine Erzählung, sondern eine Auflistung.)

Küsst einen die Muse, gibt es verschiedene Wege, die nach Rom führen. Ich werde die beiden Wege aufzeigen, die zu den Meinen geworden sind.

1. Weg: Idee aufschreiben und dann den Verlauf der Geschichte grob skizzieren. In diesem Fall meine ich wirklich skizzieren.

- Ein Blatt querlegen und in der Mitte (waagerecht) eine Linie ziehen. Das ist der rote Faden, der einen sicher durch die Geschichte führt.

- Oben auf dem Blatt die Idee hinschreiben. (Eine Ameise erobert die Welt)

- An der Linie (in Stichworten) die einzelnen Stationen der Ameise aufschreiben. Links kommt die Anfangsszene oder das erste Kapitel hin und ganz rechtes der Schluss. (Links: Geburt an einem besonderen Tag. Rechts: Ernennung zum Präsidenten USA).

Jetzt hat man den Verlauf und den Inhalt der Geschichte grob skizziert und kann sich immer wieder dran orientieren, wenn man sich mal verlaufen hat.

2. Weg: Losschreiben.

- Ein Notizbuch zur Hand nehmen oder den Computer anschalten und schreiben.
Das funktioniert allerdings nur, wenn man sich wirklich auf die Geschichte einlässt und ihr ganz genau zuhört. Bei dieser Art des Schreibens ist es fast so, als würde man sie lediglich aufschreiben, aber nicht ausdenken.

Ob ich nun nach Faden vorgehe oder als Schreibrohr fungiere, in beiden Fällen beginnt mit dem Kuss der Muse auch das Recherchieren.
Ein Buch zu schreiben ist Arbeit, zumindest wenn man für sich und seine Leser eine Geschichte veröffentlichen will, die gut ist. Es geht nicht um den Stil oder das Genre. Ich bin kein Fan von Liebesromanen, trotzdem erkenne ich, ob er gut geschrieben ist (zu diesen Punkten kommen wir noch).
Ein ganz wichtiger Punkt (für mich als Autorin und Leserin) ist die Untermauerung meiner Geschichte mit Fakten, auch wenn es eine Fantasygeschichte ist.

Im Fall unserer Ameisengeschichte, die zum Schluss Präsident wird, würde ich mich in das politische Wesen der USA einlesen. Welche Schritte muss die Ameise überhaupt gehen, um Präsident werden zu können.

Tipp: Recherchieren und so viele Informationen einholen, wie es nur geht.

- Bilder ansehen von Orten, Gebäuden oder vergangenen Zeiten.

- Ort selber besuchen.

- Informationen über Vorgänge einholen.

- Landestypische Namen, Essen, Kleidung, Wetter …

- Historische Daten überprüfen.

Diese Hintergrundinformationen lassen die Geschichte nicht nur logischer und lebendiger erscheinen, sie bringen auch manchmal Wendungen, die noch gefehlt haben.

Beispiel: Ich schreibe an einem Roman, der im 19. Jahrhundert in England spielt und bei den Recherchen bin ich über die Opiumkriege in China gestolpert, die genau zu der Zeit stattfanden. Diese Information brachte einige Ideen für die Geschichte mit sich, die ihr eine neue Wendung brachten.

Informationen sammeln lohnt sich und heute ist es so einfach dank des Internet. Wobei ich gerne auf verschiedene Quellen zurückgreife. Ich google, aber ich schlage auch in meinen Büchern nach.

Der Tipp mit dem Recherchieren gilt auch für Fantasybücher. Auch da kann man sehr viele Informationen zusammentragen.

- Legenden der verschiedenen Länder.

- Religiöse Schriften.

- Geheimgesellschaften.

- Lexika des Übernatürlichen.


Persönliches
: Ich liebe die Recherchearbeit, da ich immer wieder neue Dinge lerne. Meine privaten Interessen erstrecken sich über die Gebiete der Psychologie, des Okkultismus, der Geschichte bis zu den Naturwissenschaften und der Astrophysik. Ich verbinde gerne die Informationen dieser Bereiche mit meinen Geschichten und lasse so Realität und Fiktion miteinander verschmelzen.



Ich wünsche Euch ein recherchierfreudiges Wochenende.


Angela Gäde



BLOG - dann waren's nur mehr drei...

Also nur kurz zur Info: Ich schreib gerade an der Drehbuchadaption meines Erstlingsromans.

Was aber fast niemand weiß: Bevor das Ding ein tatsächlich veröffentlicher Jugendroman war, lag das ganze bei mir als Theatertext in der Schublade. Ich wollte eigentlich lose zusammenhängende (oder zumindest thematisch zusammenhängende) Monologe über das erste Mal von Mädchen machen. 

Was auch sehr lustig ist: Mit jeder Adaption habe ich einen Character verloren - und die Eigenschaften der Verblichenen auf die anderen aufgeteilt…

Also in der Theaterfassung gab es: Judith, Susi, Eva, Angie und Tina

In der Romanfassung: Judith, Susi, Eva und Edisa

In der Drehbuchfassung: Judith, Susi und Eva

Das heißt, jetzt machen wir dann noch ein Comic draus und dann bleiben nur mehr zwei übrig… und dann noch en Hörspiel…

Der erste Kuss

Bevor man seinen ersten Kuss bekommt hat man gewisse Vorstellungen und Wünsche die doch bitte strikt eingehalten werden müssen. 
Es muss der perfekte Junge sein, der einem die Welt bedeutet und natürlich muss der Kuss auch so perfekt klappen.
Doch wie bei den meisten Dinge die man zum ersten Mal tut, klappt nicht alles so wie gehofft.
Je älter man wird umso stärker wird dieser Druck und die Anspannung ob man noch in diesem Jahrhundert seinen ersten Kuss bekommt und nicht als Aussätziger stirbt. 
Klingt übertrieben, ist es auch, aber für mein damals sechzehnjähriges Ich war das die größte Sorge die mich damals beschäftigte, naja eine der Größten. Gefühlt war jeder da schon weiter als ich und ich wollte einfach nur noch diese Last von mir runter bekommen. Und so geschah es, dass ich meine Vorstellungen von dem perfekten Kuss ziemlich schnell über Bord warf, als eine Gelegenheit an meine Tür klopfte. 

Um genau zu sein war es ein paar Tage nach Silvester. Ich war mit meiner besten Freundin auf einer Party im Nachbardorf und da man mit 16 seine Grenzen noch nicht so gut kennt, geschah es schnell, dass wir benebelt vom Alkohol alles witzig und toll fanden. Nicht nur das, auch wurde es plötzlich einfacher fremde Jungs anzusprechen, was ich mich vorher nie getraut hätte. 
Und so dauerte es nicht lange bis ich mit diesem Junge draußen allein war und über Gott und die Welt redete. Wir hörten dumpf die Musik von drinnen, die frische Nachtluft wehte uns um die Nase und so langsam wurde mir wirklich kalt. Aber ich wollte noch nicht rein, nicht da ich endlich mal mit einem Jungen allein war. Als er bemerkte das mir kalt war, zog er mich auf seinen Schoß, er strich mir eine Strähne aus dem Gesicht, lächelte und meinte “Wie konnte dich nur noch nie jemand küssen?”, im Nachhinein ein komplett kitschiger Spruch, aber damals war es seine Schlüssel zu meinem bisher wertvollsten Schatz.
Er neigte seinen Kopf und kam mir immer näher, sacht berührte er meine Lippen mit seinen und es fühlte sich warm an, wirklich gut. Doch als seine Zunge ins Spiel kam wurde es ,wie wohl jeder erste Kuss, unbeholfen und merkwürdig. Ich wusste nicht genau was ich machen sollte und er wohl auch nicht. Doch das hielt uns nicht wirklich auf, wir “übten” die ganze Nacht natürlich mit Unterbrechungen.
Und ich muss sagen, es wurde nicht besser. Es war einfach nicht gut, ich bekam oft keine Luft und meine Lippen taten weh, wohl weil er versucht hatte dran zu knabbern, was allerdings eher in beißen geendet war.

Ob ich meinen ersten Kuss bereue? Nein.

Ob ich mir wünschte ich hätte ihn mit jemand besonderen gehabt? Nein.

Ob ich bereue, dass ich mich so unter Druck setzten gelassen hab? JA!
Es spielt keine Rolle wie alt man ist, solange man dahinter steht und sich nicht von anderen verunsichern lässt. Man sollte sich sicher sein ob man bereit ist und seine Prinzipien über Bord werfen sollte. Nicht jeder entwickelt sich gleich, manche kommen zuerst in den Stimmbruch oder bekommen ihre Tage früher und genauso ist es mit den Gefühlen. Jeder erlebt sie anders und sollte auf sich selbst hören, egal was mit den anderen ist.

[30 Fragen] 21. Kindersegen

[30 Fragen] 21. Kindersegen

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Die 30 Fragen für Autoren sind mir auf dem Autorenblog von Bianca Stark begegnet, die sie wiederum von Nina C. Hasse übernommen hat. Nach und nach werde ich hier die einzelnen Fragen beantworten :)

21. Hat eine deiner Figuren Kinder? Wie gut kannst du die rüberbringen?

Ein paar meiner Figuren haben Kinder, aber die treten höchstens mal ganz kurz als Nebenfigur auf oder erst, wenn sie selbst…

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Verarsche oder was?

Ich frag mich grad echt was mit meinen Freunden los ist. Alle reden gegenseitig vor mir schlecht über einander. Und da ich ein vollkommen loyaler mensch bin halte ich die Klappe. Das heißt ich sage weder der Person um die es geht ein Wort davon, noch lästere ich mit. Ich bin momentan extrem am zweifeln wem ich überhaupt noch wichtig bin.
Meine beiden eigentlich besten Freundinnen ziehen alles was mir wichtig ist oder am herzen liegt ins lustige. Oder sie sagen mir (wie Ella) einfach gleich ins Gesicht das ich sie nerve.

Eine andere Freundin erzählt mir Lügenmärchen seit ich denken kann, was ich erst vor kurzem erfuhr. Jella ist gerade sehr für mich da. Gerade eben haben wir telefoniert. Und vorher hat noch Martin bei mir angerufen und wollte wissen was “die Helden” heute machen. Und davor was ich mache. Ich habe heute aber keine Lust auf Leute. Ich vertraue keinem mehr. Jeder redet mir ein. Das die und die Person schlecht redet und die und die Person. So viele sind nicht mehr übrig! UND ICH FÜHLE MICH VERARSCHT.

Auch wie ein paar meiner Freunde immer sagen Mimis Clique währ scheiße. Wie sie sagen die Leute da würden mich nicht mögen. Nie kann ich mir selbst ein Uhrteil bilden. immer mischt sich jeder ein und redet mir ins Gewissen. Und warum sind die Leute dann so nett und freundlich und fragen ob ich bock hab was zu machen? Zu Lora haben sie oft genug ins Gesicht gesagt das sie sie nicht mögen -_- Wenn sich meine Freunde für mein Leben interessieren dann nur um mir zu sagen wie scheiße es ist oder was? Bin ich eine verdammte Witzfigur? Meine Kumpels interessieren sich mehr für meine Gefühle als meine Freundinnen. Das ist nicht normal.
Nächste Woche ist mein Geburtstag… Ob sich irgendwer was besonderes überlegt? Bin ich das wert? ira wird einen Kuchen backen. Und sicher werden alle mega süß sein… Aber wird für mich auch wer ein Video machen so wie ich für sie? Oder bis Nachts um 12 wach bleiben um als erstes zu gratulieren so wie ich für sie? Ich kann mich nicht mehr auf meinen Geburtstag freuen… ich habe Panik. Dafor das es regnet. Davor das die Party scheiße wird. Davor das zu viele kommen oder keiner. Davor das mich alle ignorieren und es einfach vergessen. davor das jemadn was gemeines wegen der Sache mit mir und Nick sagt. Ich kann nicht schlafen, weil ich noch ein weiteres Jahr verpatzten Geburtstag nicht ertragen würde.

Manuel und Lora sind zusammen.
Ich finde die beiden echt süß, ich wünsche ihnen das es hält und das es von beiden Seiten gleich stark kommt. Aber wenn Ralf etwas davon mitbekommt. Ich glaube dann bricht das Caos auf. Ich werde das Geheimnis wahren.. Aber ich hab mitbekommen das es sich schon echt weit rumgesprochen hat :/

Naja damit muss man in unserem Alter echt kämpfen. Mit Gerüchten. Freunden denen man egal ist. Mangelnder Aufmerksamkeit. und dem Gefühl das bei mir echt selten Vorkommt.
Ein unnötiges Männchen das jedem egal ist. Eine unter Millionen. Nein schlimmer. Ein Häuflein Dreck :-(

Sry für die Stimmung. Hoff sie färbt nicht ab :/ Euer allwissender Teenager

Falscher Eindruck

Das soll jetzt echt keine Entschuldigung sein, aber ich bin:
Schülersprecherin
Radiovorsitzende
Ich schreibe viel
Ich geh feiern
Hab tolle freubde
Gründerin Litaratur Ag
Arbeite als Model
Veröffentliche Artikel
Hab einen guten 2,0 schnitt

Und trotzdem… Schaffen es sowohl Erwachsene als auch gleichaltrige Menschen jeglicher Art mich falsch ein zu schätzen.
Man über und unter schätzt mich.
Manchmal bin ich für Personen nur das brave Mädchen das NUR gute Noten Schreibt, alles besser weiß und kein Leben außerhalb der Schule kennt.

Für andere bin ich das verpeilte Partymädchen das nichts auf die Reihe bekommt.

Warum sieht man noch ein, dass ich nichts von beiden bin?
Warum denkt jeder man kann nur in eine Richtung leben.

Ich mache Fehler, ich gebe manchmal auf. und eben so oft überrasche ich mich selbst indem ich etwas unmögliches schaffe.
Ich hasse Mathe. Ich bin schlecht in Mathe. Und trotzdem keine schlechte Schülerin.

Ich zweifle an der Jugend, ich liebe sie.
Ich gehe gerne feiern. Und übertreibe es beim tanzen so richtig. Trotzdem gebe ich am Montag in der Schule Vollgas.

Warum versteht das keiner.
Wer hat das Schubladendenken erfunden?

Gute Nacht euer unwissender ratloser aber glücklicher Teenager ;-)