auslandsjahr

“Auslandsjahr”

Was bedeutet ein Auslandsjahr?

Auslandsjahr bedeutet Veränderung. Schnell, brutal, wunderschön, schmerzhaft, bunt, atemberaubend, unerwartend, überwältigend und eine konstante Veränderung. Veränderung im Lebensstil, dem Land, der Sprache, den Freunden, den Eltern, dem Zuhause, der Schule, einfach alles.

Auslandsjahr bedeutet zu realisieren, dass alles was sie dir vorher gesagt haben falsch war, aber in irgendeiner Weise auch richtig.

Ein Auslandsjahr geht vom Denken aus zu wissen wer man ist, keine Ahnung zu haben wer man noch ist und jemand Neues zu sein. Aber nicht vollständig neu. Du bist immernoch die Person, die du davor warst, aber du bist ins kalte Wasser gesprungen. Du weißt wie es sich anfühlt auf sich selbst gestellt zu sein. Weit weg von Zuhause, mit keinem an der Seite den du wirklich kennst. Und du findest heraus, dass du es auch so ziemlich gut hinkriegst.

Ein Auslandsjahr bedeutet zu Vertrauen. Den Menschen zu vertrauen, die, anfangs, nur Namen auf einem Blatt Papier waren, ihnen zu vertrauen, dass sie das Beste für dich wollen, dass sie für dich sorgen. Vertrauen in dich, dass du es die Stärke hast ein Jahr auf dich alleine gestellt zu sein, dass du ein Jahr aushälst weit weg von allem was dir mal wichtig war. Darauf zu vertrauen, dass du Freunde haben wirst. Vertrauen, dass alles gut werden wird. Und zu sehen, dass dieses Vertrauen gerechtfertigt war.

Ein Auslandsjahr bedeutet Nachdenken. Über alles. Über diese komische Kleidung, das komische Essen, die komische Sprache. Darüber warum man hier ist und nicht Zuhause. Darüber wie es sein wird wieder nach Hause zu kommen. Wie dieser eine Junge reagieren wird, wenn du ihn wieder siehst. Darüber mit wem man am Wochenende chillen wird. Zuallererst wer dich überhaupt fragt ob zu was machen willst. Und zuletzt wo du hingehen sollst, wenn dich 10 verschiedene Menschen irgendwo einladen. Darüber wie bescheuert das ganze Zeitzonensystem ist. Nicht nur wegen Zuhause, sondern auch wegen den Tv-Spots für Sendungen die dich komplett verwirren.

Nachdenken was richtig und was falsch ist. Darüber wie dumm oder herzlos du zu jemandem warst ohne es so zu meinen. Über den Knackpunkt von all dem. Über den Sinn des Lebens. Darüber wer du sein willst, was du tun willst. Und darüber wann der Spanisch Test ansteht, obwohl die Note überhaupt nicht zählt für dich. Darüber ob du lieber nach Hause solltest nach der Schule oder doch bei irgendjemandem bis Mitternacht abhängen sollst. Bei jemandem, den du bis vor ein paar Monaten nichtmal gekannt hast. Und darüber was zum Teufel der Kerl dir eben versucht hat zu sagen.

Ein Auslandsjahr bedeutet Menschen. Diese unglaublich seltsamen Menschen, die dich anschauen als wärst du ein Alien. Diese Menschen, die sich nicht trauen mit dir zu reden. Und diese Menschen, die tatsächlich mit dir reden. Diese Menschen, die deinen Namen kennen, obwohl du sie noch nie getroffen hast. Diese Menschen, die dir sagen von wem du dich fernhalten sollst. Diese Menschen, die hinter deinem Rücken über dich reden, diese Menschen die Witze über dein Heimatland reißen. All diese Menschen, die es nicht wert sind sich darüber aufzuregen. Diese Menschen, die du ignorierst.

Und diese Menschen, die dich zu sich nach Hause einladen. Die dich normal behandeln. Die deine Freunde werden.

Auslandsjahr bedeutet Musik. Neue Musik, komische Musik, coole Musik, Musik die du immer als eine Art Soundtrack für dein Auslandsjahr in Erinnerung behandeln wirst. Musik, die dich anfangen lässt zu weinen mit ihren Texten die genau das sagen was du fühlst, so weit weg. Musik die dich die ganze Welt umarmen lässt. Und es ist Musik die du machst. Mit den überragensten Musikern, die du jemals getroffen hast.

Ein Auslandsjahr ist beklemmend. Es ist das Gefühl nicht am richtigen Platz zu sein, wie das fünfte Rad am Wagen. Man redet mit Menschen, die man eigentlich nichtmal leiden kann. Es ist der Versuch zu alles und jedem nett zu sein. Es ist kalt, eiskalt. Es ist Heimweh, eine unangenehme Stille und das Gefühl schuldig zu sein, weil man sich nicht zuhause gemeldet hat. Oder das Gefühl schuldig zu sein, etwas verpasst zu haben, weil die mit deinen Liebsten geskypt hast.

Ein Auslandsjahr ist großartig. Es ist das Gefühl, dass die Verbundenheit zwischen dir und deinen Gasteltern wächst. Zu hören, wie die Gastschwester fragt wo ihre Schwester ist. Es ist das Wissen wo das Nutella im Schrank steht. Das Treffen von Menschen aus aller Welt. Ein Schlafplatz in fast jedem Land zu haben. Es ist das Bekommen von 4 neuen Familien. Einer von ihnen zu sein, von dieser großen Gruppe mit den überragendsten Jugendlichen auf der ganzen Welt.

Es bedeutet Essen aus dem Heimatland zu kochen und nicht durcheinander zu kommen. Es ist das Entdecken von atemberaubenden Landschaften von denen du nicht einmal wusstest, das sie existieren.

Ein Auslandsjahr bedeutet Auslandsjahrschüler. Die wunderbarsten Menschen auf der großen weiten Welt. Diese Menschen von überall her, die genau wissen wie du dich fühlst und diese Menschen die zu deinen absolut besten Freunden werden, obwohl du sie nur 3 oder 4 mal in dem Jahr gesehen hast. Die Menschen, wo es fast eine Stunde dauert sich von ihnen zu verabschieden. Diese Menschen, die dir so viel bedeuten. Überall auf der Welt.

Ein Auslandsjahr bedeutet sich zu verlieben. In ein wundervolles, wildes, wunderschönes Land. Und in dein Heimatland.

Ein Auslandsjahr ist frustrierend. Dinge, die du nicht tun kannst, Dinge, die du nicht verstehst. Dinge, die du sagst und damit genau das Gegenteil ausdrückst von dem was du eigentlich meinst. Oder schlimmer…

Ein Auslandsjahr bedeutet Verstehen.

Ein Auslandsjahr ist unglaublich.

Ein Auslandsjahr ist nicht ein Jahr in deinem Leben. Es ist ein Leben in einem Jahr.

Ein Auslandsjahr ist nicht wie du es erwartet hast, und genauso wie du es dir gewünscht hast.

Ein Auslandsjahr ist soweit das beste Jahr deines Lebens. Ohne Zweifel. Und es ist gleichzeitig das Schlimmste. Ohne Zweifel.

Ein Auslandsjahr ist etwas, was du niemals vergessen wirst, etwas das immer ein Teil von dir sein wird. Es ist etwas was Zuhause nie jemand wirklich verstehen wird

Ein Auslandsjahr bedeutet erwachsen zu werden, zu realisieren, dass jeder gleich ist, ganz egal woher er kommt. Dass es überall großartige Menschen und Duschvorhänge gibt. Und dass es nur an dir selbst liegt ob dein Tag gut oder schlecht wird. Oder das ganze Jahr. Und es ist das Realisieren, dass du es auch alleine hinbekommst, dass du eine eigenständige Person bist. Endlich. Und es ist der Versuch, das deinen Eltern klar zu machen.

Ein Auslandsjahr ist Tanzen im Regen ohne Grund, gleichzeitig ohne Grund weinen und zu lachen.

Ein Auslandsjahr ist Alles. Ein Auslandsjahr ist etwas das du nicht verstehen kannst, wenn du es nicht selbst erlebt hast.

Auslandsjahr bedeutet nicht nur gutes.
Im Gegenteil. Es fängt schon zu hause an.
Man zweifelt an seine Entscheidung. Fühlt sich komplett bescheuert, weil man alles gute und hart erkämpft einfach zurück lässt.

Man wird sich sicher einsam fühlen im Ausland.
Man wird sich dumm vorkommen weil man sein Gegenüber nicht versteht.
Man wird Heimweh haben.

Zuhause wird man Fernweh haben.
Vermisst die zweite Heimat und hat auch irgendwie Heimweh.

Doch wir machen es trotzdem. Weil man im allem negativen auch das positive sehen kann. Und weil es auch einfach irre viele gute Sachen und Erfahrungen geben wird.
—  Caro (via caro-sweden)
50 Things I missed out on while on exchange

1. journaling

2. taking pictures of some random things

3. trying some weird food

4. buying a book in my host countries language

5. going to a disco

6. traveling with my organisation

7. a lot of small souvenirs

8. trying a bit harder to learn the language

9. making more friends in my host country

10. celebrating the shit out off holidays

11. having fun on my birthday

12. buying a flag of my host country

13. going to a sports event in my host country

14. doing something fun with my host family

15. take a trip with a friend

16. trying a new sports

17. eating as if I were going to die tomorrow

18. taking videos

19. seriously trying to ace a test

20. trying to regularly watch a TV series that’s an original in my host country

21. do something I’m scared of

22. Look at every single church

23. take a picture of all the food

24. random selfies

25. sending my friends/family at home pictures

26. sending my friends a long message in my host countries language just to brag

27. spend way too much money

28. try somthing that’s totally not from your host country but you don’t have in your country

29. take pictures of the airport

30. take pictures when I arrived

31. take pictures when I left

32. told that boy that I like him

33. dressed a little slutty

34. trying weird products

35. buying presents for my friends back home

36. writing on my tumblr

37. getting excited about little things

38. take pretty pictures of myself

39. take pretty pictures of landscapes

40. trying not to talk to my friends at home at all for at least a month

41. writing a letter to myself before going on exchange

42. spending more time outside

43. not worrying about school

44. crushing on boys but not caring too much

45. hanging out with people I normally wouldn’t hang out with

46. becoming a fan of a regional sports club

47. going to every into meeting

48. trying to teach someone my language

49. cry less

50. laugh more

What being an exchange student means.

Being a high school exchange student means:

  • That you made the best and worst decision to leave home for the year.
  • Giving people a reason to love your home country.
  • That your current life floats in a different bubble, and you become worried that it will pop.
  • Becoming a part of a family despite differences of culture.
  • That you cant walk to the bathroom without any pants on because there’s a risk that a member of your host family will see you.
  • You arrive in a place filled with people that have no prior judgements of you.
  • Learning a new culture is your job.
  • Schooling becomes something different.
  • You’re a teenager in a foreign country.
  • You learn new swear words that you can get away with saying back in your home country.
  • Acting crazy in public because you know that the general population will not ever see you again.
  • Making your own decisions.
  • Eating “weird” foods.
  • Making friends from every corner on the planet.
  • Developing a different sense of pride for your home and host country.
  • Deciding how to live your life.

- http://kyrawestman.tumblr.com/

youtube

Au Pair Vlog #2 | 10 Unterschiede zwischen Deutschland und den USA

“Mein zweiter Vlog in dem ich euch über Dinge berichte, die mir hier als “typisch’ amerikanisch” aufgefallen sind! Viel Spaß beim anschauen! German Au Pair currently living in Washington DC. Trying to capture my new experiences and impressions here.”

Ich bin wieder da - zuhause

So, Freunde des Reisens, ich dachte, ich bin euch nach so einer langen Zeit ohne Lebenszeichen mal ein Blogpost schuldig.

Mittlerweile haben wir es Ende April, und das heißt, das ich schon seit geraumer Zeit wieder sicher daheim bin. Allerdings war ich zu faul, das hier bekanntzugeben und das tut mir ehrlich leid :(

Am 30. Januar ging es nach auf den Tag genau 6 Monaten wieder nach Hause. Ich bin über Portland und Chicago nach Düsseldorf geflogen, man war das ein anstrengender Tag. Und vor einem Jahr fand ich es noch so aufregend, alleine zu fliegen. In der Realität ist es wirklich einfacher als man es sich so vorstellt, dafür aber sehr anstrengend und langweilig. Obwohl, der Chicago Flughafen ist schon sehr eindrucksvoll groß. Und bei Nacht lässt es sich sehr schön fliegen. Den Sonnenaufgang von oben zu sehen ist unbezahlbar, allein dafür hat sich der ganze Trip schon gelohnt ;)

Die letzten Wochen in meinem zweiten Zuhause waren sehr.. rührend, wenn ich es beschreiben sollte. Auf der einen Seite war ich happy bei der Vorstellung, meine Leute wieder zusehen, wirklich, ich habe mich noch nie auf sowas so sehr gefreut. Man muss schon eine wirklich lange Zeit von zuhause weg sein, um das zu verstehen. Es klingt immer so daher gesagt, wenn man meint, man lernt etwas erst zu schätzen , wenn man es nicht mehr hat, aber es ist doch so wahr. Auf der anderen Seite konnte ich mir auch kaum vorstellen, wie es sein würde, wenn ich tatsächlich gehe, denn eins war mir klar: die Menschen, die ich hier kennengelernt habe, werde ich nicht so schnell wiedersehen und ich würde sie garantiert vermissen. Ich glaube ich habe mir noch nie so viele Gedanken gemacht als in den Tagen vor meinem Abflug. Tschüss zu sagen war schwer, vor allem, wenn man im Hinterkopf behält, das nicht sicher ist, wann man sich wiedersieht, und ob überhaupt. Einem war ich mir nämlich sicher: so wie es jetzt war, würde es nie mehr sein. Ich würde nie mehr durch die high school tür laufen und alle bekannten Gesichter sehen. Alle diese Menschen an diesem Ort zur selben Zeit würde ich nie wiedertreffen. Und das ist wirklich ein trauriger Gedanke. Ich habe ein paar Freunde, die im Sommer ihren Abschluss machen und dann zur Uni oder aufs College gehen. Ich habe mich so mitgefreut, als sie ihre Aktzeptierungen bekommen haben. Und mir war klar, dass ich ihre Graduation inklusive Prom nicht miterleben würde. Also hieß es, sich von allen zu verabschieden. Am 29. Januar habe ich mich morgens erst von meinen ganzen Kursen und Lehrern verabschiedet. Besonders Yearbook war… ich sage mal herzerwärmend. Denn sie haben mir so eine Karte gemacht, in der alle Leute aus dem Kurs ein paar Zeilen geschrieben haben. Soo süß. Ich habe mich so gefreut. Außerdem wird mir am Ende des Schuljahres das yearbook zugeschickt, denn was war die ganze Arbeit wert, wenn ich das Buch nicht am Ende auch in den Händen halten kann. Und dann habe ich mich von meinem business-Lehrer verabschiedet, mit dem ich mich schon irgendwie befreundet hatte, denn in amerikanischen Schulen geht sowas. Er hatte mir meine eigene kleine goodbye-Natalie-party veranstaltet, mit amerikanischen Süßigkeiten und Rapunzel-Spielfigur für mich als Geschenk. Und an die Tafel hat der ganze Kurs Verabschiedungen geschrieben. So gerührt war ich noch nie. Ich kannte diese Menschen doch noch überhaupt nicht lange und mit manchen aus dem Kurs hatte ich auch noch nie geredet. Aber so sind die Amerikaner eben. Jedenfalls werde ich Lehrer wie es sie dort gibt immer vermissen. Und ich frage mich, warum eine etwas freundschaftlichere Lehrer-Schüler-Beziehung nicht auch in Deutschland möglich ist. Nachmittags war dann noch ein Basketball game, bei dem meine Freunde und ich zugeguckt haben und wo wir uns dann auch alle verabschieden mussten. Denn am nächsten Tag mussten wir schon um halb 4 aufstehen, damit ich meinen Flug um halb 7 rechtzeitig bekam. Und das war dann der traurigste part des ganzen Tages denn meine Freunde sind mir natürlich am meisten ans Herz gewachsen. Man könnte meinen, in 6 Monaten kann man keine engen Freundschaften aufbauen, aber ich habe Amerikaner und andere Austauschschüler kennengelernt, die mir das Gegenteil bewiesen haben. Jetzt, wo ich so darüber schreibe, will ich am liebsten zurück. Denn wie gesagt, man vermisst etwas erst, wenn man es nicht mehr hat. Ich bin mir nicht sicher, wann ich mein zweites zuhause besuchen komme. Ich hatte nach dem Abi geplant, aber naja, man weiß ja nie. Oregon ist nicht gerade nebenan. Und so habe ich mich von meinen Freunden und meiner Gastfamilie verabschiedet und saß dann frühmorgens im Flieger nach Hause. Und da war ich dann auch 20 Stunden später. Als ich dann durch vom Gepäckband in den offenen Bereich des Flughafens gelaufen bin hab ich es erst nicht so richtig verstanden, als ich dann da meine Eltern gesehen habe. Es hat sich direkt so angefühlt, als wäre ich nie wirklich weg gewesen. Nur unser Auto war neu - als ich abends in meinem eigenen Bettchen lag, hat sich alles wirklich so surreal angefühlt- als würde ich gerade nur aus einem Sommerurlaub wiederkommen oder so, aber ganz bestimmt nicht, als wenn ich 6 Monate nicht da war. Aber trotzdem hatte ich all diese tollen Erinnerungen in meinem Kopf, all diese tollen Menschen, diese vielen wunderschönen Plätze und Momente.

Ich kann mich noch so gut daran erinnern, jetzt vor einem Jahr, als ich noch vor meinem Auslandsjahr stand. Diese Auferegtheit.. Dieses ewige Warten auf die Gastfamilie und wie ich mir stundenlang im Internet Erfahrungsberichte und Blogs durchgelesen habe. In sämtlichen Foren war ich unterwegs. Und jetzt bin ich selber ‘Returnee’, habe alles schon hinter mir, vielleicht nicht mit so vielen Erfahrungen wie einer, der 10 Monate gemacht hat - aber doch genug, um Seiten darüber zu schreiben. Mach ich aber nicht, denn ich bin schreibfaul. Jedenfalls, die Wochen sind vergangen, die Zeit wurde immer knapper, Amerika immer näher und ich wurde immer kribbeliger.4 Wochen vorher habe ich meine Gastfamilie bekommen. Zwei Tage vorher hab ich nochmal Döner gegessen, weil ich den garantiert vermissen würde, haha. Und dann gings los. New York war der Wahnsinn. Mit all den anderen Ats, die ich ja eigentlich nur durch Facebook kannte, mit denen ich mich aber direkt super verstanden habe. Wir machen ja alle das gleiche durch, das verbindet. Und schon nach 3 Tagen wieder tschüss sagen und auf, zur Gastfamilie. Der letzte Flug war der qualvollste meines Lebens. SO aufgeregt war ich noch nie. und dann hab ich meine Gastmama zum ersten mal gesehen. unbeschreiblich. Habe Oregon kennengelernt, die Natur, die Landschaft und natürlich die Amis. Bin zum ersten mal zur high school, habe die anderen Ats kennengelernt, habe mit soccer angefangen. Die ersten Wochen waren berauschend und spannend. Überall was neues zu entdecken und alles so ganz anders als in Deutschland. Ob gut oder schlechter - damit hab ich ich erst später auseinandergesetzt, aber so eine phase kam auch. Habe mich dann zwischenzeitlich bei Homecoming und Football Spielen sehr amerikanisch gefühlt. Und dann kam die Zeit in der mir wieder klar wurde, wo ich herkam und was das bedeutete. Habe die Kulturunterschiede kennengelernt und abgewägt. Ich weiß, wie glücklich ich sein kann, in Deutschland zu leben. Klar, ich bin noch nicht genug rumgekommen um ein ganz klares Bild zu haben, aber irgendwie ist DE doch perfekt für mich. Wenn ich Menschen zuhöre die sich echt über Banalitäten aufregen, dann schüttel ich geistig manchmal den kopf. Das ist so kleinkariert. Mir ist es wirklich eindeutig geworden was wir an unserem Schulsystem haben, vielleicht gibt es bessere, ja, aber ich finde doch, dass wir eine ausbalancierte Ordnung haben. Klar könnte der tolle school spirit unseren Schule auch gut tun aber im endeffekt bin ich froh, das wir Schüler in die Schule gehen und dabei auch etwas lernen, dass wir so viele Fächer haben und die Lehrer ahnung von dem haben, was sie unterrichten. Der ein oder andere hat es vielleicht schon gehört, aber an amerikanischen Schulen geht das ganz anders ab. Ich habe mich so einige Male gefragt, wo der Lerneffekt ist, wenn die Schüler bei einem Test ihre Notizen benutzen dürfen. Es gibt so einige Dinge, die ich nicht ganz nachvollziehen kann. Zb das Menschen sterben, weil das nötige Kleingeld bzw. Krankenversicherung fehlt, um die notwendigen OPs zu bezahlen. Im Fernsehen sieht man immer die schönen vereinigten Staaten, weil da auch immer alles glänzend präsentiert wird. Aber wenn ich so mit dem Schulbus durch die Kleinstädte gefahren bin, und die heruntergekommenen Häuser gesehen habe, dachte ich echt, die USA sind wirklich arm. Manchmal sieht es echt noch ein bisschen so aus wie in einem alten Western. Und dann sagen sie immer: “Amerika ist das Land der Möglichkeiten, hier kann man vom tellerwäscher zum Millionär werden”, wobei sich das recht schwierig erweist, wenn man bemerkt dass ein vierjähriger Collegebesuch unfassbar viel kostet. Da braucht man Ersparnisse und man muss nebenher arbeiten. Der Sohn meiner Gastmutter wird seine College-schulden bis zu seiner Rente weiter abbezahlen. Ohne Stipendium haben da viele überhaupt keine Chance, eine erfolgreiche Karierre in Angriff zu nehmen. Ich will die USA hier jetzt nicht schlechtreden, ich habe nur einfach gelernt, dass es anders ist als ich es mir so schön vorgestellt habe. Ich bin froh, in Deutschland aufgewachsen zu sein, in meiner Heimatstadt, wo es eine Innenstadt und einen alten Dom gibt, wo ich überall mit dem Fahrrad hinfahren kann, wo ich in der Nachbarschaft keine Schießerei erwarten muss, weil irgendwer in Besitz von Waffen ist und wo meine Bildung mich nichts kostet. Aber ich bin froh, in den USA gelebt zu haben, weil ich rumgereist bin und Freundschaften geschlossen habe und mir das keiner mehr nehmen kann. Allerdings gab es auch oft schlechte Momente, indenen ich einfach alles vermisst habe, was es dort nicht gab. Und das ist ganz schön viel :D Ich war erst 15 als ich geflogen bin, und wenn ich jetzt so darüber nachdenke, war das vielleicht zu früh. Wer weiß. Mir ist aber jetzt schon klar, dass ich nach dem Abi wieder in der Welt rumreisen will, weil es einfach das beste ist, was man machen kann, solange man jung ist.

So, ich weiß ja nicht, ob jemand so weit gelesen hat, aber wenn doch, hat es sich ja gelohnt. Ich weiß nicht, ob auf diesem Blog noch weitere Posts kommen werden. Vielleicht irgendwie Tipps an Zukünftige oder sowas, wenn es wen interessiert. Mir war nur wichtig, nochmal ein “Fazit” zu schreiben.

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In cima.
‘In cima al San Luca!’ Finally at the top, not only did I get some nice shots of both the countryside and of the orange basilica at the top of the mountain, but also some cute group photos of the party that made it! Spending another hour after the walk up there was definitely nice, overlooking the Italian hills and trees in full bloom, and getting ever so slightly told off by an old man for lying ever so slightly on the grass with the passive aggressive sentence: “This is not a beach.” The walk down was pretty enjoyable too, having a nice chat with people on the way and also getting to know @miranda.bud2205 on the way up, sharing out North London knowledge. It was after this that we then made our way over to Senze Nome, another earlier post: why I didn’t just decide to upload this quartet in chronological order, I don’t know!

#grouppohto #gruppenphoto #sanluca #stluke #springweather #sunny #green #trees #nature #amongnature #cooldown #trek #walken #minihike #miniadventure #groupadventure #incima #aufderspitze #atthetop #bologna #italy #italia #yearabroad #auslandsjahr #erasmus (hier: Sanctuary of the Madonna di San Luca, Bologna)

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Aaaahhhh nur noch zwei Wochen !!!
Es wird alles irgendwie total unwirklich weil man jetzt eigentlich nur noch übers Koffer packen, Abschiedsgeschenke, goodbye dinner und Zuhause nachdenkt… Ich finde das einem jetzt erst am Ende wirklich bewusst wird das es nie wieder so werden wird wie jetzt … Auch wenn man nochmal wiederkommt, geht man dann nicht mehr hier zur Schule und sieht seine Freunde einfach jeden Tag.

Aber andererseits freut man sich mit jedem Tag mehr auf Zuhause aber man bekommt auch immer mehr Angst.
In dem letzten halben Jahr, vor meinem Abflug hab ich mich eigentlich nur noch mit Irland beschäftigt, und jetzt wo die Zeit fast um ist merkt man wieviel Einfluss und wie bedeutend die zeit für mich war …

Per la via.
I’m not even sure if this was anywhere near halfway on a trek up the very long Via di San Luca, up up and up to the top of the hill/mountain to reach our destination. A great walk that did leave some of us a bit tired out but the view at the very end was worth it, coupled with the fantastic weather we were enjoying. We were lucky the weather picked up, as it was looking a bit pretty bleak and grey in the morning. But it turned out to be the perfect mix; we could’ve had a picnic if we wanted to! :P

#viadisanluca #sanluca #stluke #architecture #architektur #orange #warmth #warmcolour #warmefarben #trek #walken #minihike #miniadventure #groupadventure #perlavia #unterwegs #ontheroad #bologna #italy #italia #yearabroad #auslandsjahr #erasmus (hier: Via Di San Luca)

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