ausgehalten

Klinik.

Ich habe es nicht länger in dieser Klinik ausgehalten, dort ging es mir schlechter wie sonst. Meine Eltern haben mich da heute Vormittag rausgeholt und jetzt bin ich wieder Zuhause und ich muss sagen, mir geht es gerade total gut, obwohl ich gestern in der Klinik zusammengebrochen bin und dann in den “Time Out” Raum gekommen bin, dort war nur eine Matratze. Ich bin da rein gekommen da die Ärzte angst um mich hatten, haha.

Ich war da zwar nur 8 Tage aber ich muss sagen, dass sich in meinem Kopf schon etwas positiv geändert hat. Ich war auf der Geschlossenen Station und hatte am Anfang 24 Stunden Zimmer Zeit, ich war da ganz alleine und in diesen Stunden habe ich einfach über mich und mein Leben nachgedacht.

Später kam ich dann zu einer anderen in’s Zimmer, diese Person heißt Ella und ich bin ihr so dankbar. Ich habe ihr an einem Abend meine komplette Lebensgeschichte erzählt und das ohne zu weinen. Sie hat mir zugehört und mich verstanden.

Als wir am Nachmittag Zimmer Zeit hatten, hörten wir Radio und dann lief da ein Lied und auf einmal sind mir so viele Erinnerungen hochgekommen, welche mit diesem Lied verbunden sind. Ich fing an zu weinen und kratzte meinen Arm auf. Sie beruhigte mich und dann haben wir offen miteinander geredet, das tat gut.

Später bin ich dann zu einer der Betreuerinnen und ich habe Skills mit ihr ausprobiert, das hat mir ziemlich geholfen und diese Skills merke ich mir.

Aber es ist eben dann alles in dieser Klinik unerträglich geworden, Ella ging es genauso wie mir, wir hielten es beide dort nicht mehr aus.

Ich war dann zwei Nächte auf der Offenen Station und dort bin ich dann wie gesagt komplett zusammengebrochen. Ich sagte meinem Therapeuten dann einfach die Wahrheit, dass hier alles schlimmer wird und meine Suizidgedanken gerade total stark sind…

Als meine Eltern erfahren haben wie schlecht es mir in dieser Klinik ging, haben sie mich dann heute Vormittag da rausgeholt.

Aber die Klinik hat mir schon etwas gebracht, durch das ganze nachdenken und reden bin ich nun mittlerweile an dem Punkt wo ich weiß, es wird alles wieder gut, trotz den ganzen Tiefen in meinem Leben. Ich darf einfach nicht aufhören zu kämpfen. Vor der Klinik habe ich nie so gedacht und jetzt schon. Ich glaube jetzt einfach mal an mich. Wenn ich will das mein Leben wieder gut läuft, dann schaffe ich das jetzt auch.

Die beste Therapie für mich sind sowieso einfach meine Freunde, denen ich wirklich sehr dankbar bin.

Ich habe mir vorgenommen jetzt offener zu werden, ich werde mich bei meinen Freunden melden wenn es mir schlecht geht und mich nicht im Bett verkriechen, mich selbst verletzen und meinen Suizid planen.

Das werde ich nun alles ändern! Denn in der Klinik habe ich gelernt offen zu reden und es hat mir sehr geholfen.

Meine Eltern haben heute beim Abschlussgespräch meinem Therapeuten erzählt dass sie das alles mit mir früher nie ernst genommen haben und ihnen ist jetzt auch was klar geworden. Sie werden auch was ändern und dafür bin ich dankbar. Meine Mutter zieht nun endlich auch eine Therapie durch.

Ich werde auch versuchen mich nicht mehr zu verletzen, wenn der Druck sehr hoch ist werde ich versuchen die Skills, die mir in der Klinik geholfen haben, einzusetzen.

Ich will leben, das habe ich gemerkt und ich werde nun alles dafür tun um glücklich und gesund zu werden. Wenn ich es wirklich will, dann schaffe ich das auch. Genauso wie ihr alle das auch schafft!♥

Ich glaube an euch, gemeinsam können wir es schaffen aus diesem Loch rauszukommen!♥

Und dann bist du da wo du denkst. Jetzt geht es wieder. Jetzt bist du wieder einigermaßen glücklich. Wieder stabil und aufgebaut. Du kannst lachen und denkst nicht mehr oft an schlimme Sachen. Doch dann kommt ein Abend. Der ganze Tag war perfekt, doch plötzlich klappst du zusammen. Es geht einfach nicht mehr. Du lässt dich in dein Bett fallen und tränen strömen dir übers Gesicht. Du weißt einfach nicht warum. Warum du es die ganze Zeit ohne heulen ausgehalten hast und es dann auf einmal wieder kommt. Ganz aus dem nichts. Einfach so kommt alles wieder hoch. Dann kommt wieder die downfase. Warum? Ich verstehe es einfach nicht. Du nimmst deine Kopfhörer und drehst die Musik so laut auf, bis du nichts mehr hörst. Nur noch die Musik. Nur noch den Bass im Blut spürst. Die ganze Welt ist dir einfach nur noch scheiß egal und du bist einfach nur noch weg. Es ist als wärst du tot. Du bist einfach nicht mehr in der realen Welt. Deine Kopf platzt vor Gedanken. Alles kommt auf dich zu und zu liegst einfach nur im Bett und heulst. Über jede scheiße denkst du nach. Über jeden Satz den er gesagt hat. Über jede Sache die dich traurig macht. Über alles und dann wird alles nu noch schlimmer. Es wird einfach nicht mehr besser. Und irgendwann schläfst du dann ein. Am nächsten Morgen ist nichts mehr von dem aufgelösten Mädchen letzte Nacht übrig. Deine Maske sitzt fest auf deinem Herz und du lässt nichts mehr an dich rann…

Weißt du ich habe das einfach nicht mehr ausgehalten(……) ich wollte doch nur glücklich sein und mit allem ein friedliches Ende finden. Mein Ende war nur kein Abschluss eines Kapitels, sondern der Abschluss meiner Geschichte.
—  Aus dem Abschiedsbrief meines besten Freundes.
Ich hab es jetzt so lange ohne dich ausgehalten. Und jetzt ist dieser drang wieder so gross dich aus der Kiste zu kramen und mir die arme auf zu schlitzen...

Ob das hier jemand liest oder nicht ist mir sonderlich egal, ich muss es nur aufschreiben, weil es mich einfach fertig macht und ich hoffe ein paar von euch können es verstehen.
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Letzte Nacht und die Nacht davor hatte ich einen sehr erschöpfenden und grausigen Traum.
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Zum Kontext: Ich komme aus einer zerüttelten Familie; mein Vater ist Alkoholiker, meine Mutter handelt oft sehr demütigend oder gibt mir das Gefühl wertlos und unwichtig zu sein. Meine große Schwester war bis ich 10 Jahre alt geworden bin meine Bezugsperson, danach zog sie aus, weil sie es bei und zu Hause nicht mehr ausgehalten hat, meiner Meinung nach mehr als nachvollziehbar.
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Kommen wir nun zu meinem Traum:
Es fängt immer ganz harmlos an; mein Unterbewusstsein spielt mir unsere übliche Familiensituation vor: eine kühle, spaßlose Atmosphäre mit viel Gebrüll, Konflikten, Missverständnis und Stress.
Meine Mutter hatte mich wie immer mal für irgendetwas fertig gemacht, was ich wieder mal falsch gemacht habe, ich kann mich aber nicht recht entsinnen, was es war.
Es folgt eine reinste Psychofolter; meine Mutter stellt den Strohm im gesammten Haus ab, so das es dunkel und die ganze Umgebung nur schwer erkennbar ist. Danach zerrt meine Mutter mich in einen Raum, ob es ein Keller ist weiss ich nicht, da wir über keinen verfügen.
Es folgen unerträgliche Minuten in Dunkelheit voller Verzweiflung, Angst, Hass, Trauer. Ich versuche auszubrechen, vergebens; ich werde ständig von einem großen, breit gebauten Mann, welcher Ähnlichkeit zu meinem Vater hat aggressiv davon abgehalten. Ich kehre also immer und immer wieder an den Anfang zurück. Als ich ein weiteres Mal in den Raum zurück gezerrt werde, steht auf einmal eine Frau, welche Ähnlichkeit mit meiner oben genannten großen Schwester hat, mit mir in diesem Raum mit dem Bedürfnis mir zu helfen. Mein ganzes Bewusstsein füllt sich mit Hoffnung, aber auch die Erschöpfung macht sich erkennbar. Sie gibt mir einen unglaublich Erkenntnis bringenden Tipp; “der Schlüssel um hier zu überleben, hier an diesem Ort, der sich dein zu Hause nennt, ist es niemals zu zeigen, dass du hoffst, und Freude empfindest.“
Wir wagen also einen erneuten Ausbruch aus dem Raum. Diesmal verhalten wir uns grimmig und versuchen das Gefühl von Freude und Glück zu unterdrücken. Es klappt und wir brechen erfolgreich in unsere Innenstadt aus. Dabei müssen wir dennoch aufpassen; sobald wir irgendeine Art Freude in uns verspühren, würden wir wieder zurück in den Raum und damit zurück in die psychisch zerstörende Kammer gebracht werden.
Für einige Zeit klappt es; wir schauen uns Kleidung in einem Shop an, und unterdrücken erfolgreich jeden Ausdruck von Freude. Doch auf einmal lache ich; ich lache und lache und finde mich innerhalb von zwei Sekunden in unserem Wohnzimmer wieder. Für einige Sekunden ist es still und beleuchtet, doch dann steht dort meine Mutter am Lichtschalter: Sie lacht, gehässig und mit unfassbar großer Schadenfreude. Einen Moment später bin ich wieder in dem Raum, allein, ohne meine Schwester. Es ist dunkel, ich verzweifle, zweifle an mir.
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In Tränen gebadet und völlig erschöpft wache ich auf.
Ich hasse es. Mein Umfeld lässt mich an mit verzweifeln, ohne mir zu helfen.
Wenn selbst deine Träume dich zerstören bist du am Boden.

anonymous asked:

Teil 1 Hallo :) Also ich will wirklich niemanden nerven oder zur Last fallen, aber ich weiß gerade echt nicht weiter. Im Juli 2016 hab ich mich in der Schule ziemlich heftig geritzt, weil ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe. Ich bin dann zu einer Lehrerin, die gerade Gangaufsicht hatte, und habe es ihr gezeigt. Es wurde die Rettung gerufen, die Polizei kam auch und dann gings zum Arzt. Der entschied, dass ich ins LSF Graz (Psychiatrie) sollte. Dort blieb ich 5 Wochen.(teil2folgt)

Teil 2: Es wurde eine schwere depressive Episode diagnostiziert. Mir ging es ziemlich schlecht, ich hatte teilweise auch Suizidgedanken. Danach zuhause gings erst, dann kamen leichte Einbrüche und schließlich im September der große Rückfall. Ich ging diesmal freiwillig in die Psychiatrie. Für 11 Wochen. Seit 2 Monaten bin ich wieder draußen und ziemlich jeder in der Schule weiß davon. Ich weiß halt nicht wie ich jz damit umgehen soll und es geht mir auch wieder schlecht. Ka wo mir der Kopf steht.


Hey, keine Sorge, bei mir kannst Du Dich immerzu melden. Ist kein Thema. 

Weißt Du, ich hab vor einigen Tagen den selben Mist erlebt und musste gestern auch wieder zur Schule, wo mich alle dumm anschauten und Lehrer fragten, wie es mir geht. Aber ich hab auch gemerkt, dass ich einigen Leuten nicht egal bin und dafür bin ich sehr dankbar und ziemlich froh. Diese Leute geben mir in der Schule immer wieder Kraft und stehen mir bei. Ich kann Dir nur leider kaum nen Rat geben, ich kann Dir lediglich ein offenes Ohr anbieten, somit können wir jederzeit reden. Irgendwie musst Du auch durch, ich muss es auch, dazu ebenso mit dem Gedanken, dass es jeder mitbekommen hat und weiß. Aber glaub mir, ich mache zur Zeit auch Ähnliches durch wie Du. Ich weiß nur selbst noch nicht, wie es noch wird, aber ich versuche, die Hilfsangebote irgendwie anzunehmen und mich zu öffnen, selbst wenn es mir sehr unangenehm ist und ich mich schwer tue. Aber nur so helfe ich mir selbst, wenn ich offen und ehrlich bin zu meinen Leuten. Wird schon! Alles Gute. :3

Menschen

Menschen sind da, um dich zu verletzen.

Menschen sind da, um dir zu zeigen, wie die Welt sein kann.

Menschen sind da, um dich weiter zu bilden.

Menschen sind nicht dafür geboren, um den Planeten zu “töten”.
Ich weiß nicht, warum die Menschheit versucht die “Natur” zu besiegen.
Egal in welcher Hinsicht, die Natur ist stärker.

Die Natur war vor dem Menschen da, hat es ohne den Menschen ausgehalten.

Warum versuchen wir, die Welt zu besiegen?

So gesehen, braucht die Welt uns gar nicht und wir werden geboren um zu sterben.

‘’Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen – wenn ich es kann! Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten! Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen; Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eigenen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen. Lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolges, als dumpfe Ruhe Utopiens! Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben, noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben.

Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: Dies ist mein Werk!

Das alles ist gemeint, wenn wir sagen:

Ich bin ein freier Mensch!’’

- Dr. med. Albert Schweitzer 1875 – 1965

Mein Schatz, du hast es lange mit mir ausgehalten.
Das Eifersucht dazu gehört, ist dir nie aufgefallen.
In guten wie in schweren Tagen hast du mir geschworen.
Von wem wirst du vergöttert? Und bei wem suchst du Zuflucht?
Ich dachte DU wärest meine Zukunft..
Jetzt lenk ich mich ab, mit Party, Frauen, Nachtleben,
denn ich kann mit diesem Gedanken, nicht mehr Nachts leben.
Abgesehen davon ist Liebe in mir Tot, lass die Nachrichten,
ich hoff, dass du zufrieden bist und so.
Denn ohne dich ist alles irgendwie so Komisch
und deine Sätze mit “Liebe” klangen so Ironisch.
Wenn ich jetzt an dich zurück denk fühlt es sich so fremd an,
Alles gute auf deinem weg, deine Ex.
Sag mir wo du jetzt bist, weil sonst mein Herz zerbricht, weil du fehlst.
Sag mir wo du jetzt bist, weil sonst mein Herz zerbricht.
Es tut weh, weil du fehlst.
Ich hör die Uhr ticken, weil du nicht bei mir bist,
ohne deinen Atem in meinen Ohren erfrier ich.
Ich bleib ab jetzt alleine, weil ich nichtmehr weiß, wohin mit mir
denn ohne deine Anwesenheit hat es keinen sinn mehr hier.
Mein Herz klopft, doch es ruft dich,
und diesen einen Tag an dem wir uns trennten, verfluch ich.
Wozu das ganze? Hörst du mich nicht nach dir schrei'n?
sinnlose Streiterein, lassen uns jetzt einsam sein.
Ich hätte nie gedacht, dass es soweit mal kommen kann,
wir war'n im Winter, trotzdem fühlte ich mich an der Sonne dann.
Zusammen warn wir glücklich, keiner konnte uns die Laune nehm’
ich wollt nicht feiern, ich wollt mit dir abends, nur nachhause gehn.
Hör mir zu mein Schatz, ich liebe und vermisse dich, ich hoffe
du weißt immernoch, dass du mir wichtig bist.
Auch wenn wir solange voneinander getrennt warn,
will ich dich zurück, in Liebe deine Ex.
— 

Seyo - Weil du fehlst

Fühl dich angesprochen, ich witme es dir mit jedem Wort.

  • lehrer: unser heutiges thema ist die selbsttötung auch suizid genannt, kennt ihr manche Gründe dafür?
  • ~wurde immer kleiner und als ich es nicht mehr ausgehalten hab, bin ich auf die toilette gerannt~
  • klasse:
  • 1: die meisten haben liebeskummer
  • 2: nein viele meinen sie haben depressionen
  • 3: vllt sind sie auch krank
  • 4: wenn man mit jemandem streit hat
  • ~komme wieder rein~
  • 5: aber selbst wenn man depressionen, liebeskummer, Krankheit, Streit und sonst was haben ist es dumm sich umzubringen, das ist doch eh nur eine phase
  • ich: HAHAHAHAH tut mir leid, aber weißt du wie es sich anfühlt? du fühlst dich nutzlos und hilflos, siehst keinen grund mehr zu leben und hast auch keinerlei lust mehr auf diese Hölle hier, du siehst keinen anderen weg mehr, planst es täglich in deinem kopf und spielst ein Szenario durch wie du dir das leben nehmen wollen würdest. du erlebst jeden tag als neue Enttäuschung und versuchst nur noch zu fliehen. dumm ist daran nichts. es ist eine krankheit. ein leiden. eine bestrafung für jeden der das hat. denn es bringt oft schmerzen oder selbstverletzung mit sich. außerdem erfordert es großen mut sich das
  • leben zu nehmen. nicht der tod an sich, aber was danach passiert oder was wäre, wenn man einen fehlversuch erlebt hatte? ob es danach wirklich noh etwas gibt oder ob man weiter leidet, ob es schöner wird? es kann oft so rüber kommen für jemanden der nicht in dieser situation steckt, aber es ist auf keinen fall dumm
  • ~alle blicke auf mich gerichtet~
  • ich: hab ich gehört.

Früher oder später wirst selbst du merken, dass ich die Mühe und Zeit nicht wert bin, die du im Moment in mich investierst. Zeit ist niemals zu ersetzen, mein Platz jedoch ist es. Bisher ist jeder gegangen und ich kann es verstehen, denn wenn ich könnte, glaub mir, ich hätte mich selbst schon lange verlassen. Und das Schlimmste ist; am Ende denken alle dass das Gerede nur dem Zweck dient, Mitleid zu bekommen. Dabei habe ich es einfach nur länger ausgehalten und bin immer wieder aufgestanden obwohl ich selbst nicht einmal geglaubt habe das zu schaffen. Aber irgendwann kommt der Tag an dem ich es nicht mehr kann, an dem ich mich selbst verlasse. Und dann wird man meinen leblosen Körper mit einer Waffe in der Hand und einer Kugel durch den Kopf finden. Und damit wird keiner rechnen. Weil jeder glaubt, es ginge um die Aufmerksamkeit und nicht darum, mit jedem Mal nur einen verzweifelten Hilferuf abzugeben, den ich eigentlich gar nicht abgeben möchte. Würde nur ein Mensch wissen können wie es wirklich in mir aussieht, er würde mehr Kälte spüren als eine Eiszeit bringen kann und er würde erschrocken sein, wie dunkel eine Seele sein kann, glaub mir. Ich werde meine Kraft verlieren. Es ist keine Frage des “ob”, es ist eine Frage des “wann”. Und wenn dieser Punkt erreicht ist - und er wird kommen - dann bitte verzeih mir, dass ich mich selbst aufgegeben habe. Ich liebe dich. Ich liebe dich mehr als mein Leben. Aber vor diesem Schritt hättest nicht einmal du mich beschützen können. Und erst recht hättest du es nicht verhindern können. Du hast mehr gegeben als ich je verdient habe, dafür danke ich dir. Ich werde dich lieben, für immer, unabhängig davon ob ich lebe oder nicht. Denn es ist nicht mein Körper der dich liebt, es ist mein Herz und meine Seele, die es tun.

Wieso wird Alles von Tag zu Tag schlimmer, wenn es doch schon so unerträglich ist? Ich halte das nicht mehr aus, ich habs’ noch nie ausgehalten und ich will verdammt nochmal nur, dass es endlich ein Ende nimmt.
—  Tagnachtgedanken