aufreizend

Prolog Kapitel 5

4

Nadine  wirkte weniger wie ein Frau vom Lande, mehr wie eine die auf das Land gekommen war um dort zu leben. Aber sich nicht so recht einleben konnte. Sie war sehr darauf versiert sich ordentlich zu Kleiden, das Haar zu bürsten und es täglich zu waschen.wie sie aussah. Deswegen wurde Nadine unter den Männern auch sehr angehimmelt, vor allem wegen ihrem Hüftschwung, verdrehte man einer seinen Kopf. Heute hatte sie darauf verzichtet wie sonst in auffälligen Farben herum zu laufen. Normalerweise trug sie Farben wie ein helles Blau oder ein Dunkles Rot gerne. Sie mochte das Blaue sehr da es eng am Körper lag und sich ihrer Art zu bewegen anschmiegte und ihren Körper nachformte. Am meisten jedoch liebte sie das Rote, welches sie aber seltentragen konnte bis gar nicht. Da es ein wenig Aufreizender war und nur hinderlich bei der Arbeit war. Da es ein wenig zu viel Haut und etwas von ihrem Busen zeigte.  Was Nadine jedoch nicht wusste war, das diese Haut auch außerhalb Parma dazu geführt hatte das man um sie warb und hin und wieder jemand kam der ihr den Hof machen wollte.  Die Tochter von Josef Fink war wohl genau so bekannt wie er selbst ohne es zu wissen. Deswegen hatte sie sich nie gewundert, das sie von liebestollen jungen Männern wobei der eine oder andere eine sehr Ansehnliche Stellung in der Gesellschaft bekleidete und wegen ihr nach Parma gekommen war.  Doch wurden die meisten mit gebrochenen Herz wieder nach Hause geschickt.
Der einzigste Mann dem ihr Herz gehörte war Richard, doch würde sie niemals in seinem Herzen Platz finden. Was ihr heute wieder schmerzlich bewusst geworden war  doch von der Freude ihren Vater wieder zu sehen überwogen wurde. Es war eigentlich ein offenes Geheimnis, da es schwer zu übersehen war, das sie für Richard schwärmte. Die beiden kannten sich seit Kindertagen und waren gute befreundet gewesen, doch hatte sich dies geändert als sie im Mädchenalter, ihm die Liebe gestanden hatte und Richard sie abgewiesen hatte. Schnell fand sie heraus das Karla die mit ihrer Mutter zu dieser Zeit nach Parma gekommen war der Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit geworden war und es klar war das diese beiden für einander bestimmt waren. Es war so als hätte das Schicksal sie zusammen geführt. Nadine wurde nur noch distanziert und Höflich von ihm angesprochen und auf ihre annäherungs- versuche reagierte er Wütend. Bis heute hat sie Karla nicht verziehen das sie ihr Richard weg genommen hatte. Somit war das Dilemma geboren, einer unbeantwortete Liebe die auf Eifersucht basierend. Das Nadine Karla nicht sonderlich mochte war ebenso bekannt, wie der Vorfall als Richard Karla zu seiner Verlobten gemacht hatte und Nadine sie prompt in dem Schlamm befördert hatte.
Es war eines dieser Geschichten die gerne mal Abend in der Schänke erzählt wurden, wenn die Zunge von Alkohol gelockert wurde. Es war das Gespräch gewesen und befand sich noch immer im Gedächtnisses des ein oder anderen. Karla war es unangenehm gewesen das sie schallend belacht wurden war, als sie im Schlamm lag. Richard hatte Nadine dies nie verziehen da sie Karla vor allen Lächerlich gemacht zu haben und seine Art ihr gegenüber war nur noch ein Kopfnicken war.
Das sie ihre Karten Damals verspielt hatte, hatte sie bis heute nicht begriffen, sie ihm ein Dorn im Augen war. Wenn es nach ihm ging sollte sie endlich die Augen aufmachen und sich einen Mann suchte der sie ebenfalls liebte. Anstatt irgendwann einen Fehler zu machen. Nadine war eine Frau die es Öfteren sich von ihren Gefühlen hinreißen ließ und es später bereute. Bis jetzt war noch nichts passiert was nicht durch eine Entschuldigung begradigen ließ, bis auf die Sache mit dem Schlamm.    
Als sie vor der Tür stand, hört sie die vertraute kehlige Stimme ihres Vaters, der scheinbar mit jemanden am Reden war. Doch da sie keine weitere Stimme hörte, ging sie davon aus, das er mit sich selber am Reden war. Seine Stimme zu hören wie er Leib und lebte war etwas vertrautes und Angenehmen, auch wenn dies für den ein oder anderen eher anders herum war. Er hatte eine laute Stimme doch wusste sie genau das er es niemals böse meinte wenn er sich im Tonfall vergriff.  
Als sie eintrat tat sie so als hätte sie es nicht gehört und da er ihr mit dem Rücken zugewandt war, blieb sie stehen und schaute ihn einen Moment an. Sein ergrautes  Haar hing bis auf die Schultern und sein Hemd steckte nicht wie sonst in der Hose sonder hing locker um seine Hüfte und seine Stiefel waren nicht gesäubert, was er normalerweise tat wenn er nach Hause kam.
Doch schien er so sehr von seinen Gedanken in Beschlag genommen worden zu sein, das er sich um dies im Moment nicht kümmerte. Als sie um ihn herum ging um sein Gesicht zu sehen sah sie ein Schreiben auf dem Tisch liegen und überlegte ob dies der Grund für sein selbst Gespräch war. Unsicher wie sie reagieren sollte, wagte sie vorsichtig ihn Anzusprechen.
„ Vater ? „
Als eine Reaktion seinerseits ausblieb trat sie entschlossen auf ihn zu. Er bemerkte und ließ sich schnaubend auf einem Stuhl nieder.
„ Ah gut das du hier bist, setzt dich. „  
Eigentlich hatte Nadine mit etwas anderem Gerechnet, eher mit einer Herzlichen Umarmung als mit. Setz dich. Das konnte nichts gutes Verheißen und Nadine ließ sich unsicher nieder.
„ Auch wenn ich gerade erst Wiedergekommen bin werde Morgen wieder Abreisen müssen… „
Fing er an und lehnte sich kratzend am Kinn nach hinten gegen die Lehne des Stuhls. Erst jetzt merkte sie Essen und Trinken auf dem Tisch. Der unverkennbare Geruch von verbrannten Öl lag in der Luft. Josef war zwar ein findiger Mann und wusste was er tat. Doch war nicht mehr der jüngste. Seine Augen waren müde und ein Paar Tage der ruhe würden ihm gut tun.
„ Du bist doch gerade erst gekommen und willst schon wieder los ?„ Enttäuscht blicke Nadine ihren Vater an. Sie hatte zwar gehofft das er eine Weile bleiben würde doch sein Blick sagte ihr das er nicht umzustimmen war. Nachdenklich beugte er sich über den Tisch und ließ die Ellbogen darauf nieder und stütze sein Kinn und verharrte einen Moment.
„ Kennst du eigentlich den Grund warum ich in Parma geblieben bin, wie du weist komme ich eigentlich aus Duncan das tief unten im Süden liegt ? „
„ Natürlich weiß ich das. Wegen Mutter „ Protestierte Nadine und ihr Vater schmunzelte.  
„ Du bist deiner Mutter sehr ähnlich und ich bin stolz darauf dein Vater zu sein. „
Nadine runzelte die Stirn fragte sich was mit ihrem Vater los war. SO hatte sie ihn noch nie reden gehört.
„ Du bist vor dreißig Jahren Mutter bei der Reise durch das Land begegnet und hast dich Hals über Kopf in sie verliebt. „ Antwortet sie auf den Schweigen seinerseits als sie ihn Musterte.
„ Und ich habe keinen Moment meines Lebens dies bereut. „ Antwortet Josef.
„ Deine Mutter war einzigartig und etwas sehr besonderes, wie kann ein Mann nicht solch eine Frau lieben. „ Als er fertig war nahm er sich ein Stück Wurst vom Teller und bis ein Stück ab.
„ Mutter konnte ihr Glück kaum fassen. Als du ihr einen Heiratsantrag gemacht hast. Schade das sie nur 10 Jahre nach eurer Hochzeit verstarb. „
Beide merkten wie die Stimmung bedrückt wurde, als sie darauf zu sprechen kamen und sie wechselten das Thema.
„ Ich kann dir eigentlich nichts mehr beibringen, alles was du weist und noch lernen kannst, findest in meinem Büchern. Du bis jetzt genau so gut wie ich, wenn nicht sogar besser. Du hast Fingerspitzengefühl für die Menschen, welches ein Alter Mann wie es bin nicht mehr hat. Du bist gut Genug die Dinge hier selber regeln zu können und bis nicht auf den Kopf gefallen. In meinen Alten Tagen würde ich gerne noch einmal die Welt bereisen, im Frühling nächste Jahres verlassen ich Parma und geben es in deine Hände. „
Nadine musste sich zurückhalten, ihre Hand zitterte und sie wollt aufspringen.
„ Das kannst du nicht! „ Sagte sie deutlich verärgert.
„ Und wieso nicht?. „ Er hob eine Augenbraue.
„  Mein Entschluss steht fest in gut einem Jahr werde ich Parma verlassen. Du bist in einem Alter wo du ein eigenständiges Leben führen kannst. Ich hätte mich zwar gefreut, das dich mit dem Gewissen Enkelkinder zu haben Parma verlasse, aber da du immer noch so versessen auf Richard bist. Muss ich dies wohl akzeptieren. „  
Er hatte erwartet das Nadine etwas wegen Richard sagte. Da er es sonst gewohnt war. Doch ihre Reaktion war anders als erwartet. Sie nahm ein Stück Käse vom Teller und biss hinein. Als sie den Bissen herunter geschluckt hatte schaute sie ihn.
„ Wirst du wenigsten Gut bezahlt oder spielst du den Samariter ? „
Seine Züge entspannten sich.
„ Ich und Samariter, ganz und gar nicht…. „
Josef kaute auf der Wurst herum und spülte alles mit einem Schlug Wasser aus einem Becher herunter und lachte.
„ Die Frau ist Wohlhabend und es geht um sehr viel Geld. Dies kann ich gebrauchen um durch die Lande zu ziehen.
„ Und du hast dabei an dich gedacht ?. „ Fragte Nadine und schien auf etwas ab zielen zu wollen.
„ Eher an dich. „ Sagte er schlicht.
„  Ich. Ich dachte du wolltest das ich in Parma bleibe ?. „
Nadine nahm sich ein weiteres Stück Käse und biss genüsslich hinein.
„ Wirst du auch, wenn ich dieser Auftrag erfolgreich ist, bleibe ich nicht mehr in Parma, sollte es mir nicht möglich sein dieser Frau helfen, werde ich erst nächstes Jahr aufbrechen. „
Doch statt darauf etwas zu erwidern, spürte sie zum ersten mal die Anstrengen der Tag gewesen war und wie müde ihre Knochen waren. Sie war es überhaupt nicht gewohnt so schwere Körperliche Arbeit zu verrichten. Der eigentliche Zweck hatte darin bestanden Richard nah zu sein. Doch im Moment wollte sie nur aus ihren Klamotten heraus und den Schweiß von Körper waschen.
„ Wo warst du eigentlich den ganzen Tag ?. „
„ Auf den Feldern „
Es brachte ihr nichts ihrem Vater etwas zu verheimlichen. Deswegen sagte sie immer die Wahrheit, auch wenn sie dabei ein zwei Details weg ließ. Josef nickte nur und schien sich seinen teil zu denken. Griff aber wieder das Wort auf nachdem sie fertig gekaut hatte.
„ Gut wir sprechen zu einer anderen Stunde… „ Er stand schwermütig auf und massierte sich den Nacken als er an ihr vorbei schritt, bliebe aber dennoch einen Moment stehen.
„ Ein Bote des Bittstellers ist immer noch in Parma, wahrscheinlich hat er ein Zimmer im Gasthof genommen. Ich soll ihm Morgen meinen Entschluss mitteilen. „
„ Wie lange ? „ Sagte Nadine ohne sich zu ihm umzudrehen.
„ Wahrscheinlich zwei oder Drei Wochen je nach wie die Behandlung verläuft. Ich bin zuversichtlich das du hier zurecht kommst. In der Vergangenheit hast du dies mehr als oft bewiesen. „  
Nadine blickte ihren Vater an, als dieser im Türrahmen stand und keine Anstalten machte sich zu bewegen. Sie studierte zwar die Bücher  um sich das Wissen das in ihnen Stand sich an zu eignen. Zwar musste sie Hin und wieder die Seiten mehrfach lesen, da diese meisten in schlechter Handschrift waren. Bei den meisten ging es um Kräuter. Wie sie hießen, wo man sie finden konnte und welche Wirkungen sie auf dem Körper hatten. In welcher Zusammenstellung sie heilsam oder schädlich waren. Es stand auch andere Dinge in ihnen. Wie man Brüche schiente usw. Vieles der Dinge war Kompliziert und Doch war sie Klug und verstand rasch.
„ Es haben schon mehrere Kundige Männer und Frauen versucht der Frau zu helfen, doch vergebens und ich erhoffe mir nicht bessere Chancen. „  Sagte er abschließend als er den Ausdruck in ihrem Gesicht sah.
Just in diesem Moment sprang sie auf und warf dabei den Stuhl um und stemmte die Hände in die Hüften. Ihr Vater war viel zu bescheiden, als das er sich auf die Stufe mit  Scharlatanen stellte. Jetzt konnte sie ihren Frust nicht mehr zurückhalten, wenn es etwas gab worauf Nadine besonders Stolz war, war es ihr Vater der mehr als nur ein Fähiger Mann war. Er wusste was er tat und handelte aus tiefer Überzeugung.
„ Weil viele dieser ach so tollen Heiler sind nur Scharlatane, die Geld wollen und profilieren sich über diesen Berufszweig, doch du Vater hast Wissen und wirkliche Mittel den Menschen helfen zu können. „  
Josef konnte nicht stolzer in diesem Moment auf seine Tochter sein. Sie war eine Intelligente Junge Frau und wusste mit Worten um zugehen, doch das sie immer zu von ihren Gefühlen verleiten ließ betrübte ihn des öfteren.  Sie hat so viele gute Seiten an sich, doch schien sie sich für diese nicht immer zu interessieren. Immer ging es Richard und seine Verlobte Karla. Er konnte es nicht mehr hören. Dabei wünschte er sich nicht sehnlicheres als das seine Tochter aufhörten würde einer unerwiderten Liebe nach zu jagen. Doch stieß er bei Nadine nur auf Taube Ohren wenn es um dieses Thema ging. Eines Tages würde es sie noch den Kopf kosten. Gäbe es nur eine Möglichkeit seine Tochter von dieser Krankheit zu befreien, Er würde sein letztes Hemd geben und seine Tochter zu Vernunft zu bringe. Er kannte den Sohn der Frau, der er helfen sollte. Da er ihm des öfteren auf seinen Reisen begegnet war und dieser es war, der mit dieser Bitte an ihn getreten war. Josefs eigentlicher Zweck der Reise war jedoch den Sohn der Frau zu überzeugen Nadine zu ehelichen. Er hatte zwar nie offen Interesse an seiner Tochter bekundet, schien aber nicht ganz abgeneigt zu sein, sie kennen lernen zu wollen. Es gab aber auch immer noch die Hoffnung, das die Zeit seiner Abwesenheit Nadine davon überzeugte, Gefühle für Tom zu entwickeln und ihn in einem anderen Licht zu sehen. Er schüttelte den Kopf. Als er die Schultern sinken ließ, konnte Nadine zum ersten mal sehen wir erschöpft er wirklich war. Seine Wangen waren eingefallen und er sah aus als wollte er nur noch schlafen. bevor er Morgen in aller Früh wieder aufbrach.
Als Josef die Tür hinter sich schloss griff Nadine neugierig nach dem Brief und lass die Zeilen. Doch es stand im Grund nur das drinnen, was ihr Vater ihr gesagt hatte. Deswegen legte sie ihn wieder zurück und ging die Treppe nach oben.
Sie hatten das Haus aufgeteilt, Nadine Wohnte oben und Josef unten. Oben war zwar weniger Platz, doch hatte Nadine darauf bestanden. Vor allem aber hatte sie einen wunderbaren Blick in die Nacht und könnte auch noch bei später Stunde etwas lesen.
Sie ließ sich auf einem Hocker nieder und blickte in den Spiegel. Sie hätte auch ein Bad nehmen können. Doch sie hatte sich einfach eine Schüssel mit Wasser fertig gemacht und blieb im Badezimmer. Die Sonne war unter gegangen und nur noch Letzte Strahlen fielen auf Parma. Nadine begann langsam sich das Kleid von den Schultern zu streifen und bedeckte ihre Brust als es über sie glitt und nahm dem Waschlappen und legte ihn sich in den Nacken.
Das kühle nass perle an ihrer Haut hinab und Nadine atmete hörbar aus als sie anfing sich den Schweiß vom Körper zu waschen. Sie strich sich dabei das haare aus dem Nacken über die linke Schulter nach vorne. Ihre Haare würde sie erst Morgen Waschen da sie heute zu erschöpft war und einfach nur noch ausspannen wollte. „ Morgen werde ich sicherlich Muskelkater haben. „
Nachdem sie fertig war und sich abgetrocknet hatte streifte sie den Rest des Kleides von wickelte sich eine Handtuch und verließ das Bad. Ging in ihr Zimmer direkt auf dem Schrank zu der linker Hand gegenüber ihres Bettes stand und nahm ein Leichtes Nachthemd mit spitze heraus und streifte es über. Danach ließ sie sich auf dem Bett nieder und nahm das Buch vom Stuhl der unter dem Fenster stand und begann damit dem Absatz, den sie zuletzt gelesen hatte noch einmal zu lesen.
Er handelte von Allgemeinen ihr bekannten Verfahren Kräuter die Giftig waren für die Behandlung verträglich zu machen, damit der Patient nicht versehentlich vergiftet wurde. Es gab eine Abbildung einer Pflanze neben der Handschrift und Nadine prägte sich das Bild des Blattes so gut es ging ein.
Vielleicht würde sie morgen sich ein mal umsehen oder jemanden das Bild zeigen ob er diese Pflanze schon mal irgendwo gesehen hatte und ihr sagen konnte wo sie diese finden konnte, oder noch besser sie für sie besorgen könnte. Viele der Pflanzen und Kräuter zur Behandlung der Menschen in Parma konnte man ohne weiteres in den Wäldern finden, meist wuchsen sie am Wegesrand und sahen so unscheinbar aus, das ein ungeschulter Blick sie für einfaches Grass oder Unkraut hielt.
Sie kannte aber die feinen unterscheide und war amüsiert, wenn die Leute glaubten sie würden gekochtes Grass trinken, bis Nadine ihnen versicherte das es sich um besonderes Kraut handelte, das Kopfschmerzen und Übelkeit linderte. Sie legte das Buch beiseite als sie den Inhalt des Absatzes verstanden  und kämmte sich dann das Haar.  Die Luft war mittlerweile abgekühlt und erträglicher geworden das Nadine das Fenster ließen konnte und verblüfft war das es bereits später als gedacht. Morgen würde sie in aller frühe aufstehen und ihrem Vater wecken das er ja nicht verschlief. Er hatte die Angewohnheit zu solchen Anlässen zu verschlafen und würde ihm Morgen früh beim Packen der Dinge die er benötigte zu Hand gehen. In diesem Moment fiel ihr etwas ein. Normalerweise machte sie sich keine Sorgen um ihn, da er sich zu wehren wusste. Doch doch war ihr etwas zu Ohren gekommen, das sie vollkommen vergessen hatte.
Jene die nicht mit Bahn reisten, wurden des öfteren in den südlichsten Teilen der Nördlichen Lande, gerne mal von Gauklern angesprochen und um ihr Geld erleichtert. Doch waren in letzter Zeit verstärkt Gerüchte verbreitet wurden, das sich in den Pässen Wegelagerer aufhielten, um die Händler zu überfallen. Mit einem mulmigen Gefühl legte sie sich schlafen. Ihr Vater wusste sich zwar zu wehren, doch wenn jemand ein Messer oder ein Schwert zog, konnte auch ihr Vater in straucheln geraten. Doch blieb sie noch eine Weile mit offenen Augen liegen und hoffte, das ihr Vater nicht die Bahn nehmen würde und blieb noch eine Weile mit offenen Augen liegen.
Am nächsten Morgen stand sie auf und lief eilig die Treppen runter und kümmerte sich nicht dabei leise zu sein und öffnete die Tür ohne zu Klopfen und weckte ihren Vater der schlaftrunken sich zur ihr Umdrehte und zu wunder schien seine Tochter zu sehen und antworten mürrisch etwas unverständliches und wollte sich wieder umdrehen. Doch öffnete sie den Fensterladen und flutete sein Zimmer und stellte fest das der Himmel grau behangen war und schwer hing. Es war zwar nicht das ideale Wetter, aber alle male lieber als das, was gestern Parma heimgesucht hatte.
„ Was machst du da ? „ grummelte Josef nicht begeistert das seine Tochter ihn Foltern wollte. Er rieb sich die Müdigkeit aus den Augen und wollte Nadine für ihr Torheit verfluchen, als sich sein Verstand regte und ihm wieder ins Gedächtnis rief, das er den Boten aufsuchen musste um ihm seine Antwort mit zuteilen.
„ Hat der Hahn schon gekräht ? „
Normalerweise war dies sein Zeichen aufzustehen. Er blickte zu einem Wecker der die Form eines Hahns hatte, doch war ihm dies an diesem Tag nicht vergönnt und sich seine Tochter am Schrank zu schaffen machte. Wunderlich war für ihn mit welchen Elan mit dem sie ans Werk ging.
Doch statt zu antworten schüttelte sie nur den Kopf und schien um so mehr davon angestachelt zu werden und zog übermütig seinen Koffer vom Schrank und schwang in mit einer eleganten Bewegung auf den Tisch.
„ Jetzt mach doch mal halblang Liebes … „
Josef gähnte. Ihm wäre es lieber sie würde ihren Enthusiasmus bremsen, doch überhörte sie nur seine Worte und wollte gerade seine Unterwäsche einpacken, als er endlich dazwischen ging.
„ Das reicht, es ist zwar nett das zu mir helfen möchtest, aber diese Dinge tue ich lieber alleine. „
Nadine ließ die Hose los und wurde von ihm heraus gescheucht. Josef nahm die Hose die seine Tochter so liebevoll auf den Boden hat fallen lassen und wunderte sich wo das andere Hosenbein hin verschwunden war als es im dämmerte das er mit dem Rechen Bein im Linken Hosenbein steckte. Er zog die Augenbrauen zusammen und rieb sich mit Zeigefinger und Daumen den Nasenrücken. Unter seinen Augen waren schwere Ränder zu erkennen. Scheinbar hatte er eine Schlaflose Nacht gehabt.
Als er alles zusammen gesucht hatte griff er seine Stiefel schnürte diese. Der Koffer war schwerer als Gedacht oder war es einfach nur seine Müdigkeit an diesem Morgen die diesen Eindruck erweckte. Nadine stand ebenfalls fertig angezogen und mit sichtlich frisch gewaschenen Haaren vor ihm und war gerade dabei diese zusammen zu binden.
„ Du musst mich nicht begleiten … „
„ Doch tu ich! „
Nadine griff nach seinem Arm und hackte sich ein. Josef tätschelte die Hand seiner Tochter und widersprach nicht.
„ Nun gut. Dann lass uns mal gehen. „
Doch sie kamen nicht weit und Nadine fuhr heftig zusammen, als sie den Mann vor sich in den sie fast hinein gelaufen war. Als sie sich berüchtigt verneigte er sich knapp vor ihr und richtet sein Augenmerk auf Josef der vortrat. Dies musste der Mann sein, von dem Ihr Vater gestern gesprochen hatte. Er stand breitbeinig und lehnte mit dem Rücken an einem Wagen. Er war adrett gekleidet und keine Falte war in seiner Kleidung zu erkennen. Er trug einen Jacke und bequeme Hosen. An seinem Gürtel hin eine Scherbe mit einem Wappen. Nadine musterte ihn und sein Augen wurden schmaler, als sie ihn ansah.
„ Haben sie sich entschieden ? „ Seine Stimme hörte sich genau so an, wie er aussah. Er sprach nur kurz und bündig.
„ Gewiss doch. „ Und so antwortete Josef.
Entweder er spielte nur oder Josef war keines Wegs überrascht gewesen das der Bote vor dem Haus stand im Gegensatz zu Nadine, die sich erschrocken hatte.
Als niemand etwas sagte blickte Josef zum Himmel und sah eine Schwarze Wolke und um so länger er sie anblickte um so mehr trübte sich sein Blick. Er wurde das Gefühl nicht los das etwas passieren würde. Er glaubt zwar nicht an Symbole oder Wahrsagerei aber eine Dunkle Wolke war auch für ihn kein Gutes Zeichen. Irgendwas braute sich zusammen, doch was war im unklar.