angeekelt

Gestern war mein erster Selbstmordversuch. Denn der Junge in den ich seit vier Jahren verliebt bin, Hat meine Naben gesehen und sich angeekelt weg gedreht, meine beste Freundin wurde gestern beerdigt. Ich kann nicht mehr.

11. Mai 2015 | Hamburg Underground

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Sie sitzen eng beieinander, er hat einen Arm um ihre Schultern gelegt. Sie steckt sich ein Bonbon in den Mund und verzieht das Gesicht. Er sieht sie stirnrunzelnd an. Mit spitzen Fingern nimmt sie das Bonbon wieder aus dem Mund und steckt es ihrer Begleitung zwischen die Zähne. Dieser zieht sich kurz angeekelt ein Fusel von der Lippe, schmatzt und lehnt sich dann wieder zurück.

Dann und wann tauschen sie flüchtige Küsse aus. Sanft berührt er den dunklen Fleck über ihrer Oberlippe, dann den kaum sichtbaren Pickel an ihrem Mundwinkel. Sie grinst. Wieder drücken sich beider Lippen kurz aufeinander. Er umfasst ihr Kinn. Sie schürzt die Lippen, schmollt mit glänzenden Augen, er schnappt mit der Hand nach ihrem Schmollmund, streift ihre Wange.

Wieder nähern sich ihre Lippen für einen weiteren Kuss. Doch kurz bevor sie sich berühren, halten beide inne. Sie öffnet ihren Mund. Er schmatzt kurz und lässt dann mit seinen Zähnen etwas über seine Zunge rollen, das in ihre Mundhöhle plumpst. Sie kaut, schluckt, lächelt. Sie küssen sich.

5. Q Wie Moral?

K überlegte sich, ob er nicht eine Verzichtserklärung für seine Buchstabengeschichte schreiben sollte. Also etwas, bei dem es um Verzicht auf Menschenwürde, Religion, Geschlecht, Sexualität, Sitten (also im Bezug auf Schweinskrams), ethnische Zugehörigkeit und weitere gesellschaftliche Daumenschrauben im allgemeinen. wIE rECHTSCHRAHIBUNG. Auf all das muss der Leser nämlich verzichten und K möchte es ordentlich durch den Dreck ziehen.

Dann jedoch besah er mal das Inventar von Blogs, die bereits bestanden. Er machte Bekanntschaft mit dirty-monika und dirty69sweet, legte eine kurze Schreibpause ein und beschloss sodann angeekelt, nicht mehr weiterzusuchen. Isotoxic-honey (,Pool Party’), nethrakh, verkikich oder drugs-on-war. Zutiefst erschüttert in seinen moralischen Grundfesten (?) klickte er auf ,Folgen’ und beschloss grinsend, auf die Verzichtserklärung zu verzichten. Schließlich musste dieses in den Nutzungsbedingungen von tumblr schon enthalten sein.
Um wenigstens noch ein bisschen produktiv zu sein, schuf K noch Q, das ein Antagonismus zu seinem L sein würde. So besaß Q kein Geschlecht, keine Sexualität, ethnische Zugehörigkeit (Rasse?) oder gesellschaftliche Kompetenz. Um es zu testen, schickte K Q auf alle zuoberst genannten Internetseiten und grinste (K nimmt es sich heraus, den ganzen Tag blöde zu Grinsen), weil Q weder lachen, noch sich empören konnte über die gezeigten Abscheulichkeiten.

P.S. Pool Party ist leider inzwischen wieder verschwunden? Es handelte sich um ein Bild im Wasser treibender Flüchtlinge mit besagter Bildunterschrift. Ein paar weitere Exempels findet ihr, außer wenn ihr wie A einfach nach ,porn’ oder ,black humor’ sucht, auch in As kürzlich favorisierten Posts. Alle genannten Blogs existieren und sind einen Besuch wert.

anonymous asked:

Ich bin aggressiv weil ich einfach mein verficktes Leben hasse, und meine exabf die Hure und mich und ich bin so angeekelt und es fuckt so ab ich zu sein und ich will anders sein und hasse diese Welt und die Menschen und boa

ich liebe dich

10

13.5.15 So, sind gerade in Ubud angekommen. Waren zwei Tage auf der Insel Lembongan und war echt schoen. Sanur, von wo wir gestartet sind, war ganz nett, wollten dort schnorcheln, aber vor lauter Muell sind wir angeekelt wieder raus. Die Bootsfahrt rueber war mit nem local Boot, war etwas schaukelig und manchen hats auch den Magen verschlagen… Von da aus gings direkt ins Guesthouse, wo uns die Frau dann mit dem Scooter (mit ihrem kleinen Kind vorne drauf, wir noch mit dem ganzen Gepaeck) aus was auch immer fuer einen Grund zu ihrer Schwester brachte. Diese hatte aber ganz tolle bungalows also haben wir nichts gesagt :) Haben zusammen mit einem Italiener und einer Oesterreicherin die Straende erkundet (Fabrice hat es geschafft auf dem kurzen Weg uns zu verlieren und hat den Tag mit Bier am Strand verbracht), leider aufgrund der Stroemung nicht viele, wo man auch schwimmen kann… Gestern haben wir uns den ganzen Tag den Scooter ausgeliehen und die Insel erkundet. Am Mangrove Bay gings schnorcheln, war super schoen, aber leider mit der Stoemung wars sehr anstrengend und daher konnten wir nicht so lange draussen bleiben. Es gab wieder viele schoene Straende, aber nichts zum Baden. Aber Delfine gesehen :)! Fabrice wollte dann vom Cliff springen (ein kleiner Junge wollte von uns sogar Eintritt zu “seinem” Strand), allerdings gabs nicht wirklich einen Weg von unten wieder hoch… ich konnte ihn nicht abhalten zu springen und dann war er unten und auch von dort gabs keinen sichtbaren Weg raus… menno, dann schwamm er da unten rum und ich voller Panik oben. Nach ein paar Wellen die ihn entweder gegen die Klippen oder weg brachten (nicht zu vergessen die ganzen Seeigel) kam er hochgeklettert… und schwupps gingen seine Flipflops kaputt. Die Stimmung war super :) Abends noch lecker Fisch gegessen am Strand und mit Strassenhunden gespielt. Heute morgen um halb 9 fuhr unser Boot zurueck und von Sanur gings mit dem Bus nach Ubud. Haben gerade zu Mittag gegessen und jetzt gehts ins Hotel. Bleiben vermutlich 2 Naechte hier, soll sehr schoen sein aber ebend auch sehr touristisch… Ganz viele liebe Gruesse, F&F

Seite 4

Gwen.
Darren schien nicht gerade begeistert von der Idee zu sein, dass Trevor und Kid hier schlafen könnten. Stella und ich waren aber schon so betrunken, dass wir das gar nicht als Beweggrund ansahen, sie wieder wegzuschicken. Seine beiden Freunde hatte übrigens noch immer ziemliche Stielaugen, aber waren auch am Grölen. Sarah saß hier ebenfalls, aber die war mir sowas von egal. „Gestern hast du dich über meine Überraschung auch noch gefreut, hm?“ Stella kicherte und ich grinste breit, während seine Freunde sich nur gegenseitig anstießen. „Was war das denn für eine Überraschung?“, wollte einer von ihnen wissen und beugte sich jetzt vor. Sarah verschränkte die Arme vor der Brust und verdrehte nur ein wenig die Augen. „Eine ziemlich geile.“, erklärte Stella jetzt und wackelte kurz mit ihrem Hintern. Sarah verzog das Gesicht jetzt total angeekelt. „Darren Barnes, hast du etwa mit einer von denen geschlafen?“ - „Nur mit einer?“, wiederholten seine beiden männlichen Freunde kritisch. „Nur mit einer?“, fragten Stella und ich ebenfalls, als wollten wir damit schon das eigentliche Gegenteil kund tun. Die beiden Kerle schlugen sich jetzt in die Hände, Sarah hingegen schlug Darren leicht gegen den Arm. Sie musste wohl schon ordentlich getrunken haben, wenn sie sich sowas jetzt rausnahm. Oder aber, sie hatte noch viel zu wenig getrunken und nahm die Sache im Gegensatz zum Rest hier viel zu ernst. „Ich hoffe für dich, dass du dir noch keine Krankheiten aufgegabelt hast, Darren. Ist ja ekelhaft.“, mokierte sie sich sofort lautstark und Stella und ich fanden das beide gleichermaßen lustig. „Halt die Beine schön zusammen, Werkstattgirly.“, zog ich sie auf und Stella nickte nur. „Fass ihn lieber nicht an. Du weißt ja gar nicht, wo der bei uns alles war.“ Jetzt schlug Stella demonstrativ noch eine Hand vor den geöffneten Mund und zog die Luft scharf ein, aber ich brach schon wieder in Gelächter aus. Die Kerle fanden die Idee anscheinend auch ziemlich geil, denn zeitweise bekam Darren sogar neidische Blicke ab. Das war mir jetzt aber erstmal egal. Sarah war mir echt ein Dorn im Auge, weil sie einfach nur noch Mist von sich gab. Sie hatte mich die Tage schon öfter blöd angemacht und eigentlich hatte ich mich ja zusammenreißen wollen, aber das ging doch gar nicht mehr!

Darren:
„Aber dieses Mal sind deine Überraschung zwei betrunkene Schwäänze mit Goldkettchen und Kifferblick.“, erwiderte ich selbstgefällig und ziemlich trocken. Irgendwie hatte ich darüber hinweggesehen, dass Gwen diese Stella mit hier angeschleppt hatte, die letztendlich zusammen mit ihr in meinem Bett gelandet war, ohne, dass ich groß mitmischen musste. Aber die beiden wollte ich nicht in meinem Bett haben oder morgen früh irgendwas Unverdautes vorfinden, weil die beiden nichts vertragen hatten. Der Typ mit der Dollarkette sah sowieso schon ein bisschen grün aus und ich hatte keine Lust, dass einer von denen wirklich ins Haus kotzte, oder das Bad verpestete. Wenn, dann würden sie mit Jack und Giulias Couch Vorlieb nehmen, sofern Jack jetzt im Bett lag und hoffentlich tief und fest schlief. Ich zog die Brauen nach oben, als einer der anderen nach der Idee nachhakte und von Stella sofort eine Antwort bekam. Keine Ahnung, wann sie gestern verschwunden war. Wohl etwas eher, denn Gwen war auch vor mir wach. Aber ob die beiden überhaupt noch viel Planung hatten, konnte ich nicht einschätzen. Zwei Tage hintereinander blau zu sein war vielleicht auch nicht das Wahre. Und dann gab es ein Hin und Her zwischen den anderen, was die Sache anging, was zwischen uns gelaufen war. Sarah schlug mir auf den Arm, während Raph und Dmitri die Sache richtig hochleben ließen. „Was?“, wiederholte ich und sah kurz zu Sarah, die so tat, als hätte ich etwas Verbotenes getan und das war es bestimmt nicht. „Ich hoffe für dich, dass du gleich deine Klappe hältst.“, giftete ich zurück und sah Sarah einen Moment mit gespielter, finsterer Miene an. Die Sache war mir doch so vollkommen egal und mit HIV und Aids waren die beiden bestimmt nicht ausgestattet. „Ihr drei seid ja wirklich süß, aber hier schläft gleich keiner mehr, wenn ihr mir weiterhin auf den Sack geht.“, ließ ich verlauten und drehte mich in die Richtung der beiden Partybambis, ehe ich zu Sarah sah. „Du kannst auch mal wieder ruhig werden.“, faselte ich nur und schüttelte über ihr nerviges Verhalten meinen Kopf. Wenn ich etwas nicht leiden konnte, dann zickige Weiber – vereint in einer Runde. „It’s aaaa määääns world.“, sang Dmitri schräg und freute sich tierisch über das sich hier anbahnende Gestreite. Wenn der Kerl auf etwas stand, dann sowas. „B'yus’ ob zaklad, chto Sara khochet prisoyedinit'sya , no Babygurl proiskhodit s Babygurl.“, überlegte ich laut und lachte auf. Dmitri war wohl der einzige, der das jetzt verstand und das war auch gut so. „Ich weiß, dass du meinen Namen gesagt hast!“, muckte sie sofort rum. Dmitri antwortete mir derweil schon: „Vy dazhe mozhete vzyat’ odnu iz nikh dlya menya. Oni goryachiye.“ „Wie wärs mit, nein?“, meinte ich dann und war bereit aufzustehen. Ein Blick auf mein Handy verriet mir, dass es schon halb 4 war und das in der Früh. „Die beiden Flachzangen schlafen jedenfalls nicht bei mir.“, ließ ich nochmal verlauten und sah sie an. Die waren beide nicht mehr in der Lage um zu reagieren. Übel…
Ich wette, dass Sarah mitmachen will, aber Babygurl ist nun mal Babygurl.
Du kannst mir ja eine von denen ausleihen. Die sind heiß.

Gwen.
Als Darren jetzt die knappe Diskussion zwischen Stella, Sarah und mir schlichten wollte, verstummte ich einfach und seufzte nur leise, denn seine nächsten Worte missfielen mir ebenfalls. Kid und Trevor waren echt total ok und ich wusste nicht, was er gegen die beiden hatte. Nur wollte ich mich nicht erneut mokieren, denn allzu sehr störte mich deren neuer Umstand auch nicht. „Na gut… Sorry, Jungs, aber vielleicht können wir ja bei Jack schlafen.“, spekulierte ich. „Warte! wer war das doch gleich?“, fragte mich der eine. „Na, das war doch ihr neuer Chef. Stimmt’s.“, erwiderte der andere. „Genau!“ Stella mischte sich ebenfalls ein. „ Der steht bestimmt auf knackige Hintern. Da müsst euch leider hinten anstellen.“ Wir beide begannen damit, zu lachen. Nur hatte die komische Sara auch etwas zu sagen. Eigentlich war ich nicht einmal mehr gewillt, ihr zuzuhören. Dennoch hatte ich jetzt keine andere Wahl und sah sie einfach nur an. „Wenn ihr euch so sicher seid, dass er das tut, könntet doch auch bei ihm schlafen? Darren wird euch sicher nicht vermissen. „Sei dir da mal nicht so sicher.“ Keine Ahnung, wer der Typ war, aber er wurde mir gerade sympathisch. Ich mit dem neu ziemlich selbstsicher und danach sah ich zu Stella. „Wäre ich mir in ihrer Stelle auch nicht.“ Demonstrativ wackelte Stella jetzt mit ihrem Po. „Aber andererseits… Darren, lass sie lieber bei mir, als bei deinem Bruder. Wer weiß, was Giulia den Süßen noch antut. Immerhin stehe ich, auf das, was ich gerade sehe.“ - „Wirklich, Baby?“ Stella fühlte sich geehrt und machte jetzt ein Paar wenige Schritte in seine Richtung, ehe sie sich einfach unbedacht auf seinen Schoß setzte und dann die Arme um seinen Hals schlang. „Ernsthaft, Barnes, mit was für Weibern gibst du dich nur ab? Das ist ja ekelhaft.“ - „Es gibt da ein Zauberwort.“ Der Kerl wurde mir nochmal eine Spur sympathischer, aber ich wollte ihn nicht ausreden lassen. Sarah kam mir aber noch zuvor. „Und welches ist das bitte.“ - „Na, ist doch ganz einfach.“ Ohne lange nachzudenken, fasste ich mir an die Oberweite. Sarah‘s Augenbrauen schnellten in die Höhe. „Aber lass dir erst mal selbst welche wachse, dann reden wir weiter.“ Begeistert jubelten die beiden. Stella saß noch immer auf dem Schoß vom einem und schenkte aber auch dem zweiten ziemlich deutliche Blicke. Die beiden waren anscheinend Feuer und Flamme für sie. „Wenigstens die eine kannst uns doch aus borgen, hm?“ - „Die andere kannst du die Nacht dann für dich behalten.“, sprach ich diese Worte selbst aus. Um ihnen Nachdruck zu verleihen, setzte ich mich auf Darren‘s Schoß und biss mir auf die Lippen. Sollte er sich als prüde erweisen, würde ich vielleicht auch noch auf den Zug mit dem zweiten Russen aufspringen, aber dieser hier war mir eigentlich lieber.

Darren:
Ich warf einen ziemlich amüsierten Blick in Richtung Haus, wo Jackson jetzt rein gar nichts davon mitbekam, dass ihm gerade schwule Sichten angehängt wurden. Trotzdem war ich still und dachte mir so meinen Teil, denn immerhin war er nicht hier und würde ich jetzt irgendwas sagen, könnte er sich nicht mal darüber aufregen. Dann wäre es nur halb so lustig. Zumindest wollte ich die beiden Bleichgesichter nicht bei mir haben, sofern es mir egal war, ob sie bei Jack und Giulia schliefen oder draußen. Da wäre der Hund eher drinnen, als die beiden. Aber die Weiber waren mir allemal lieber, als die beiden Flachzangen, die nicht mehr so gesund aussehen. Ich sah Sarah dann aber ein bisschen fragend an, was das ganze sollte, als sie sich schon wieder einbildete sich einmischen zu müssen. Raph musste auch seinen Senf dazu geben und ich verdrehten nur die Augen und konnte meinen Kopf schütteln. Ja sicher waren mir Weiber lieber, als die beiden da, aber welcher normaldenkende Kerl tat das nicht? Und Sarah nervte mich ungemein und ich würde schwören, dass sie ganz schnell ihre große Klappe halten sollte, wenn sie keinen Ärger mit mir bekommen wollte. „Sarah du gehst mir ungemein auf die Nerven.“, das kam völlig trocken und ich sie sah genervt an, ehe sie die Augen weitete und eine beleidigte Miene verzog. Aber reden wollte sie jetzt im nächsten Moment auch nicht mehr. Was Blondi da mit Raph tat war ihre Sache und nicht eine, außerdem war mir das egal und wenn er sie mitnehmen wollte, dann konnte er das auch ruhig. Immerhin war ich kein Hotel oder sowas und würde für alles und jeden aufkommen, nur weil Jack anfangs irgendeine Fantasie gehabt hatte und mir jetzt den Schlamassel einbrockte. Idiot. „Im Ernst, das ist so geil, hier passiert immer irgendwas.“, rief Dmitri und war vollkommen aus dem Häuschen, legte sich die Hände an die Wangen und zog ein langes, aber außer sich wirkendes Gesicht. Das, was er hier zusehen bekam, schien ihm wohl zu gefallen, selbst wenn für ihn nur die beiden Typen übrig blieben. Wenn man das so betrachten wollte. Sarah und Gwen ließen noch irgendwas raus, ehe sie sich plötzlich auf meinen Schoß fallen ließ. „Ich find die beiden vollkommen okay.“, rief Raphael dann und Dmitri zuckte nur mit den Augenbrauen, als würde er irgendwelche deutlichen Andeutungen machen wollen. Ich verstand ja, was er meinte. „Ich glaub ich schlaf heute auch hier.“, bemerkte Raph dann noch und schlang seine Arme um Blondi. „Wollt ihr am besten alle in einem Bett schlafen?“, schlug Giulia dann vor, die sich die ganze Zeit über still verhalten hatte. „Wäre ‘ne Idee, aber ohne den da.“, erwiderte ich und grinste süffisant, deutete aber abratend auf Raph, der beleidigt seinen Kopf schieflegte. Dabei saß ich zurückgelehnt im Stuhl und hatte die Arme auf den Lehnen liegen, während Gwen vor mir saß. Dagegen hatte ich nichts einzuwenden, wenn ich ehrlich sein sollte… 

Gwen.
Ich lauschte der Unterhaltung hier noch mehr oder weniger aufmerksam, beugte mich dann auf Darren’s Schoß sitzend nach vorn und sah mir erstmal an, was er hier alles so herumstehen hatte. Haufenweise Alkohol und noch ein paar Toasts, die sie anscheinend nicht mehr geschafft hatten? Um die Uhrzeit zierte ich mich ohnehin nicht mehr, was mein Gewicht anging und das bisschen Brot würde mir jetzt auch nicht schaden. Ich lehnte mich danach wieder zurück an Darren’s Brust und zupfte etwas von dem schon relativ harten Toast ab, schob es mir dann zwischen die Lippen und bekam noch im Augenwinkel mit, wie Trevor und Kid jetzt die angetrunkene Giulia bezirzten. Es dauerte auch gar nicht lange, da erlaubte sie ihnen einfach, auf der Couch zu schlafen und wollte sie reinbringen. Stella war ja sowieso gut mit den beiden Kerlen da beschäftigt, denn sie fand beide anscheinend gleichermaßen gut, aber mein Augenmerk lag ja auf Darren. Das Brot war schnell verspeist und ich rutschte auf seinem Schoß ein wenig herum, sodass ich seitlich saß und meine Füße einfach auf Giulia’s Stuhl legte. Sie würde sicher nicht mehr rauskommen. „Ich hoffe, ich muss mit niemandem diskutieren, ob ich hier schlafen kann?“, brachte ich ihm erstmal breit grinsend entgegen und war mir schon verdammt sicher, dass es heute Nacht noch zu mehr kommen könnte. Das sah man mir auch an und Darren konnte mir nicht einfach sagen, dass er keine Lust hätte. Damit wollte ich mich definitiv nicht zufrieden geben oder abschreiben lassen. Eine Hand war dabei um seinen Hals geschlungen, die andere lag locker auf meinem Schoß. Das diente jetzt aber mehr als Stütze, denn andernfalls würde ich vielleicht noch ein wenig schwanken. Mein Körper machte eben leider nicht mehr ganz so mit, wie es mir lieb wäre. „Hey, Darren! Weil dein Bett doch zu klein für uns alle ist, können wir Blondie ja einfach mitnehmen? Raph wird es schon verkraften, dass er sich hinten anstellen muss.“ Der Typ, auf dessen Schoß Stella jetzt saß, mokierte sich sofort ein bisschen und schlug sachte nach dem Kerl. Stella tätschelte nur seinen Bizeps und gluckste lachend, dann zuckte sie die Schultern. „Hab mich ja immerhin auf deinen Schoß gesetzt.“, erklärte sie ihm noch beschwichtigend und der Typ nickte nur noch, um es dem anderen deutlich zu machen. Dann sah Stella aber zum zweiten. „Auf deinen Schoß würde ich mich aber auch gerne setzen.“ - „Ach, du hast wohl Lust auf ein Sandwich?“ - „Wieso soll sie denn um die Uhrzeit Hunger haben, Idiot? Und im Ernst, sieh sie dir doch mal an. Die ist spindeldürr. Die isst doch sowieso nichts.“ Ich verdrehte nur seufzend die Augen. „Wie gesagt, Sarah, lass dir erstmal Brüste wachsen.“ Ich verdrehte noch die Augen, wandte mich dann aber Darren zu und legte die Hand jetzt tollkühn an sein stoppliges Kinn. „Was machen wir heute noch so, hm?“

Darren:
Giulia ließ sich von den beiden Pfeifen tatsächlich bereden, sodass sie ihr wenig später nach drinnen folgten. Das Zeug, was hier noch rumstand, war größtenteils leer oder sollte noch im Verlauf geleert werden. Zumindest hatten wir Pappteller benutzt, die wir später einfach wegschmeißen könnten. Lust heute bzw. jetzt noch aufzuräumen hatte ich einfach nicht mehr und außerdem vermittelte Gwen mir das Gefühl, als wäre es egal, weil sie die ganze Zeit auf meinem Schoß herumrutschte und sich gegen mich lehnte, dann wieder so saß, dass ich sie seitlich sehen könnte. Was Sarah die ganze Zeit wollte, wusste ich auch nicht. Mit ihr würde ich nie im Leben etwas anfangen, da hatte ich noch gewisse Prinzipien und irgendwie war sie sowas wie eine Schwester und das nervige Anhängsel, wiederum wollte ich sie manchmal loswerden, wenn sie mir auf den Zeiger ging, so wie jetzt.
„Ich glaub nicht, nein. Du kannst mich aber nochmal nett fragen.“, erwiderte ich auf Gwens Frage und grinste breit, während ich noch unten mit der rechten nach der Bierflasche griff, die ich hier nah genug abgestellt hatte, damit sie griffbereit wäre. Um mich immer wieder nach vorn zu lehnen hatte ich keine Lust, außerdem ging das jetzt auch nicht mehr. „Ja nimm sie ruhig mit.“, faselte ich abgelenkt und machte eine ausschweifende Handbewegung, dass das okay wäre. Blondinen waren noch nie so recht mein Ding gewesen, Stella war zwar ganz nett, aber im Grunde nicht mein Fall. Und letzte Nacht war mir das total egal gewesen, immerhin sah sie gut aus, aber von Gwen hatte ich von dem Fakt her mehr. Was Sarah zwischendurch schon wieder dümmliches von sich gab, konnte ich gut ignorieren und wandte mich einfach an Gwen, die schon verlockend fragte, was wir heute noch machen würden. Müde wäre ich noch nicht, selbst wenn ich keine Lust mehr zu großartigen Dingen hatte. Dafür würde es auf jeden Fall noch reichen. „Ich weiß nicht. Immerhin reicht mein Bett nur für zwei.“, ich grinste und schob beide Arme von der Lehne und ließ sie um ihre Taille gleiten, ehe ich sie vorne an ihrer Seite wieder vereinen konnte, weil sie immerhin noch schräg saß. Jacks Idee gefiel mir immer besser und davon abgesehen war ich ja eigenständig genug ohne meinen Bruder irgendwelche Dinger in die Reihe zu leiten. „Ich würde sagen, dass wir das hier stehen lassen und.. nachhause gehen.“, schlug ich vor und deutete mit einer eindeutigen Kopfbewegung in Richtung Dachterrasse, meiner Dachterrasse, die genau über uns war und an mein Schlafzimmer angrenzte. Dorthin hatte ich es jetzt eigentlich abgesehen, wenn Gwen immerhin noch dazu in der Lage war. Sie war voll mit Alkohol und wahrscheinlich würde ich sie unter die Dusche stellen, aber nicht allein…

Gwen.
„Vielleicht kann ich dich ja dann oben nochmal ganz, ganz ‚nett‘ fragen?“, schlug ich Darren vor und biss mir jetzt breit grinsend auf die Unterlippe, denn unsere Unterhaltung hatte ziemlich schnell zum eigentlich gewünschtem Thema gefunden. Immerhin war bei mir auch schon lange nicht mehr von freundlichen Bitten und zuvorkommenden Gesprächen die Rede. Jedenfalls erhob ich mich im nächsten Augenblick auch schon, wobei Darren dazu gezwungen war, es ebenfalls zutun. Ich griff nach seinem Arm und hielt mich ein wenig an ihm fest, damit ich noch gerade gehen könnte. Kurzerhand packte Raph dann Stella, warf sie sich über die Schulter und auch Dimitri verschwand mit ihnen zusammen, sodass nur noch Sarah verschwinden musste. „Ihr seid echt alle total ekelhaft!“, sprach sie es noch aus, da waren Darren und ich noch nicht weit gegangen und eben noch in ihrer Sichtweite. Da Darren ein stück versetzt hinter mir lief, konnte ich auch noch gut für sie sichtbar seine Hände auf meine Brüste legen und schenkte ihr einen scheinheiligen Blick. Meine Tasche war noch hier und auch Darren hatte alles Wichtige dabei. Das dreckige Geschirr würde man ihm über Nacht sicher nicht mehr klauen. Da der Schlüssel noch steckte, musste er ihn nur einmal drehen und dann sprang die Tür schon auf. Er zog ihn aus dem Schloss, damit nicht etwa Fremde von draußen reinkämen, warf ihn dann irgendwo hin und wir huschten nach oben. Er drängte mich von hinten schon fast ein bisschen, aber dadurch blieb ich auch auf der Spur und verlor nicht etwa meinen Weg, den ich einschlagen wollte. Danach waren wir auch schon in seinem offenen Wohnbereich angekommen, durch den er mich ebenfalls schickte. Nur steuerte Darren nicht sofort wie erwartet das Schlafzimmer an, sondern eher das Bad. Wenn ich ehrlich sein sollte und ein bisschen nachdachte, musste ich mir auch eingestehen, dass ich vielleicht ein bisschen zu bunt war und außerdem abscheulich nach Alkohol stinken musste. Ich hatte die Nacht lang wild gefeiert und getanzt, aber meine Finger brav von den Drogen gelassen. Am meisten hatte es ja an der guten Laune gelegen, mitunter aber auch daran, dass Darren’s Worte mir auch im betrunkenen Zustand noch nachhallten. Er hatte so abwertend von Leuten geredet, die Drogen nahmen und ich wollte nicht, dass er so über mich sprach. Nein, ganz und gar nicht. Es gefiel mir viel mehr, wie er mich jetzt ansah. Er hatte mich ins Bad gestoßen und die Tür geschlossen, ich taumelte einige Schritte zurück und dann knöpfte ich die Shorts auf, die mir locker an den Beinen und der Hüfte herunterrutschte. Dann trat ich auch schon aus meinen Schuhen, aber die meiste Aufmerksamkeit galt eben Darren’s Augen und seinem lüsternen Blick. Ich wollte, dass er mich noch länger so ansah. Wäre ich total stoned, dann würde ich vielleicht nicht mehr so attraktiv für ihn sein. Der Gedanke traf mich tief, aber lange verweilte er nicht. Immerhin spürte ich schon bald wieder seine vorwitzigen Hände an mir und seine verwegenen Lippen auf den meinen.

Darren:
Ich ließ den Kopf ein bisschen schief kippen und sah sie darauf spielerisch an. „Könntest du.“, säuselte ich brummend und war gut davon zu überzeugen. Immerhin war die Kleine heiß und was hier sonst noch so ging, wollte ich lieber mit ihr besprechen, als das hier alle zuhörten. Davon abgesehen klärte sich das Problem, ob sie nochmal hier schlafen würde oder nicht. Denn das wäre sie mit großer Gewissheit. Gwen stand dann auf und tat es ihr gleich Raph, Blondi und Dmitri verschwanden irgendwann. Zumindest war Sarah noch hier. „Keine Sorge, wir finden noch jemanden, der dich entjungfern darf. Daran ist nichts eklig.“, rief ich ihr nach, als sie Anstalten machte zu verschwinden. Lachen musste ich aber trotzdem. Natürlich war sie so drauf, weil sie sich einbildete, nur weil ich nett zu ihr war, dass da irgendwas funktionieren könnte. Aber ich kannte sie schon viel zu lange und sie müsste mich dafür genauso gut kennen, dass ich mit ihr nichts anfangen würde. Das wäre vergleichbar, als würde ich plötzlich Anstalten machen auf Jack zu stehen, wäre er meine Schwester. Kerle würde ich auf dieser Ebene auf ewig meiden. Danach verschwanden wir nach drinnen. Giulia hatte den Schlüssel noch steckenlassen, sodass wir uns jetzt kinderleicht ins Innere begeben konnten. Die beiden Idioten und Giulia, wie auch Jack schienen schon zu schlafen, womit ich mich nicht mehr weiter darum kümmerte und Gwen einfach vor mir weg nach oben schickte. Ins Bett wollte ich so noch nicht verschwinden und blieb dann kurz, ehe ich mein Handy und die Zigarettenschachtel auf die Garderobe legen konnte, im Flur stehen, ehe es weiterging. Danach schob ich Gwen, die schön weiter vor mir lief, ins Bad und schloss die Tür hinter uns. Aber Gwen entledigte sich ihrer Klamotten ganz von allein, sodass ich nur dabei zusehen musste und das tat ich nüchtern doch ganz gern. Meine Mundwinkel zuckten verschwörerisch und meine Augen glitten über die Bewegungen, die sie noch machte. „Ich hoffe für dich, dass Liam und ‚Trev‘ nicht auch hier schlafen wollen.“, las ich von ihrem Dekolleté ab, denn irgendwelche Kerle hatten sich darauf verewigt und unbedingt sah ich mir das jetzt nicht an. Zumindest würde es mit Wasser und guten „Zutun“ wieder verschwinden. Meine Hände schob ich um ihre Taille und griff nach dem Verschluss ihrs BHs, als ich sie höher schob. Gwen war klebrig und roch nach süßem Sekt oder ähnlichem. Die Dusche hinter ihr war flach und hatte keine Erhöhung, über die man treten musste, sondern lediglich eine tiefer eingelassene Stelle, damit das Wasser dahin auch abfließen würde. Mit Klamotten würde ich auch nicht unter die Dusche treten und ließ das Zeug kurzerhand auch fallen, ehe ich mich gegen sie drängte und der warme Strahl aus Wasser seitlich an uns vorbeizischte.

Gwen.
Darren’s Worte kombiniert mit dem Blick auf meine Brust, die verziert von Namen war, brachte mich zum Lachen. „Ich glaub nicht, dass ich noch genug Zeit für die aufbringen könnte.“, erwiderte ich mit spitzer Zunge und vergriff mich zeitgleich schon an der Schnalle seines Gürtels, kam aber nicht zu mehr. Darren öffnete noch meinen Bh und das Ding rutschte mir die Arme hinunter, mein Höschen hatte ich auch schnell verloren und danach stand ich auch schon unter der Dusche. Der Strahl lief seitlich neben mir hinunter und das Wasser brauchte einen kurzen Moment, ehe es warm war. Darren stand dabei noch vor der Kabine und schob sich Hose und das Shirt vom Körper. Es dauerte glücklicherweise nicht allzu lange und dann schob er die gläserne Tür auch wieder zu. Es war durchsichtig, wurde dann aber immer milchiger. Ich spürte dabei die Fliesen im Rücken, schlang meine Arme um Darren und küsste ihn wild und aufbrausend. Betrunken dachte ich zwar nicht darüber nach, aber würde wahrscheinlich offen zugeben, dass mir der Kerl total gefiel. Darren hatte wirklich den perfekten Körper und ein Alter, das definitiv in mein Blickfeld fiel. Seine Augen waren perfekt, das Kinn war rau und männlich, die Lippen dennoch weich und aufbrausend. Das, was er sprach, machte Sinn und ich mochte seine Art, aber seine Zunge war durchaus auch für anderes zu gebrauchen. Genauso wie Darren’s Hände meine Hüften umschmeichelten. Meine sehnten sich ebenfalls nach seiner Brust, die fein definiert und muskulös war, wie auch sein Bauch unglaublich ansehnlich war. Zudem ließ sich auch sein Hintern schön anfassen, aber so wie Darren aussah, musste er auch kein Geheimnis aus seinen Vorzügen machen.
Als wir beide nun ‚dazu‘ kamen, presste ich mich vernarrt in das, was er da tat, an ihn. Er war so schön grob, hielt mich aber dennoch fest in seinen Armen und achtete darauf, dass ich nicht wegrutschte. Meine Beine wurden mit der Zeit immerhin zittrig und als ich zum Höhepunkt kam, schnappte ich nach Luft und stieß diese wieder in Form eines Stöhnens aus. Danach kippte mein Kopf nach vorn an seine Schulter und ich schloss meine Augen, lächelte ein bisschen zaghaft und hatte geschlossene Augen. Mein Haar klebte triefend an meinem Körper und hing ebenso sichtlich an meinem Gesicht herunter. Als ich mich langsam wieder löste, hatte ich erstmal damit zu tun, damit ich wieder sehen konnte. „Sag mir nicht, du bist schon fertig.“, brachte ich kess hervor. Nur unbedingt unter der Dusche wollte ich nicht bleiben.

Darren:
Es dauerte nicht lange um in vollkommener Ekstase zu versinken, indem wir mittendrin waren und es so schnell auch nicht enden sollte. Mittlerweile waren wir durch durchnässt, da das Wasser über uns immer noch aus der Dusche lief und ich meine Hände an Gwen gelegt hatte und sie teilweise ein bisschen kommandierte, so wie ich sie haben wollte. Ich hatte eines ihrer Beine ein wenig beiseite geschoben, da es sonst nicht besonders bequem wäre und wir uns irgendwie verrenken müssten. Ich hielt sie aber dennoch fest und ließ zu, dass sie sich an mich heften könnte. Wilde Zuckungen durchströmten mich und ich war mehr oder weniger total mit eingenommen. Mein Herz raste und mein Puls machte schnelle Bewegungen, während ich dazu neigte zum Höhepunkt zukommen und dem wilden Zucken innerlich nachzugeben. Meine Atmung ging schnell und heftig, während ich mich ein wenig nach vorn gegen die Glasscheibe, die milchig war, sinken ließ, zwischen mir aber noch Gwen lag, die ich nicht versuchte zu erdrücken. Ich nahm die Hitze des Wassers für einen Moment lang nicht so recht war, da es mich am Ende noch selbst darum brachte voller Hitzewallungen langsam abzukühlen, da das Adrenalin langsam wieder aus mir heraus stieg. Als ich Gwens Worte vernahm und zurücktaumelte, mir der Alkohol durch den Kopf kreiselte, sah ich sie blinzelnd an. Mit einer hastigen Bewegung strich ich das nasse Haar nach hinten zurück, das mir triefend in der Stirn gestanden und getrieft hatte. Jetzt lag es relativ ordentlich nach hinten zurückgelegt. „Das dachte ich eigentlich von dir.“,erwiderte ich und zog die Augenbrauen kurz nach oben, ehe ich selbstgefällig zu grinsen begann und die Schultern zuckte. An mir würde das bestimmt nicht liegen. Aber vom Duschen hatte ich erstmal genug. „Ich will aber nicht länger auf die da starren.“, damit deutete ich auf die beiden Namen ,die mir unweigerlich ein Dorn im Auge waren, wenn ich sie da, zwar verblichen durch das rauschende Wasser, auf ihrer Brust stehen sah. Ich griff nach irgendeiner halblangefangenen Flasche Duschmittel und drückte es kräftig etwas oberhalb auf, ehe ich das Ding einfach fallen ließ und meine Hände über ihr Dekolleté gleiten ließ, auch über ihre Brüüste fuhr, größtenteils aber dafür sorgte, dass man die lästigen Namen nicht mehr zu sehen bekam. Gwen schien das ja zu gefallen, aber lange hielt ich mich nicht daran auf, ehe ich sie mir zurecht hinter mir aus der Dusche zog, mir selbst aber ein Handtuch um die Hüfte wickelte und dann grob mit dem Fuß meine Klamotten beiseiteschob. Darum würde ich mich jetzt nicht mehr kümmern und hatte anderes im Sinn.

Gwen.
Ich hatte gar nicht mehr an die Namen gedacht, die dort groß und breit standen. Was Darren dann aber tat, gefiel mir erst recht und ich hatte wirklich nichts dagegen, sollte er weitermachen. Lange hielt er sich daran aber auch nicht mehr auf, denn schon bald waren ‚Trev‘ und ‚Liam‘ verschwunden. Diese Namen konnte ich ohnehin keinem mehr zuordnen und die einzige Person, die mir gerade ausgiebig durch den Kopf ging, war Darren. Der Typ war echt erste Sahne und dass er mich jetzt bestimmt aus der Dusche zog, gefiel mir auch gut. Ich schnappte mir ebenfalls ein Handtuch und trocknete mir nur grob durch das Haar, damit es nicht die ganze Zeit von Neuem tropfte. Lange konnten wir aber auch nicht ohne einander, denn schon bald landeten wir gemeinsam in seinem Bett und das Ganze passierte noch einmal von Neuem. Viel Erinnerungen hatte ich daran aber nicht mehr, denn als ich meine Augen am ‚nächsten Tag‘ aufschlug - Es musste immerhin schon Montag Nachmittag sein? - donnerte es heftig in meinem Schädel und ich war ungemein träge. Fast schon lustlos hing ich in den Angeln und blinzelte eine Weile lang nur in die Helligkeit, bis sich mein Blick wieder dieser anpasste und ich sah, dass das Licht durch seine Tür zum Balkon einfiel. Darren lag noch immer zusammen mit mir in dem Bett und schlief anscheinend. Die Nacht war echt super gewesen und er gab mir ein ziemlich gutes Gefühl. Ich brauchte keine Aufmerksamkeit von Typen, aber wenn Darren mir das Gefühl gab, ich wäre begehrenswert, verdrehte es mir einfach nur total den Schädel - Das sogar auf eine positive Art! Er lag auf dem Rücken und ich neben ihm, aber irgendwas trieb mich gerade dazu, etwas anderes zutun. Eben etwas, das ein noch besseres Gefühl in mir aufkommen ließ. Ich schob mich unter der Decke so, dass ich auf seiner nackten Brust und gerade auf ihm lag. Meine Ellenbogen bettete ich in dem Kissen, auf dem er lag und stützte sie so auf, dass meine Schulterblätter ein bisschen aneinander rieben. Mit den Händen fasste ich in das dunkle, wuschelige Haar, mit den Lippen streifte ich seine einen Augenblick und danach sah ich einfach nur aufmerksam dabei zu, wie er langsam wach wurde. Ich hatte mein Kinn dabei auf seiner Brust gebettet und machte große Augen. Das Blau glänzte berauscht und meine Wangen waren rosig…

Darren:
Die Kleine hier wohnen zu lassen war Jacksons beste Idee seit langen, wenn nicht sogar überhaupt gewesen, denn wir beide hatten eine Menge Spaß miteinander, was auf jeden Fall zutraf. Irgendwann in den frühen Morgenstunden schlief ich dann ein und selbst, wenn wir Montagvormittag hatten oder es auch schon lange nachmittags war, lag ich noch im Bett, obwohl ich schon lange hätte arbeiten müssen. So krank konnte Jack doch gar nicht sein, dass er das ganze Wochenende mit rumliegen verbracht hatte. Außerdem war es mir gerade egal und ich lag einfach nur schlafend, zusammen mit Gwen, in meinem Bett rum und hatte die Augen ermüdet zugeklappt. Anfangs schienen wir noch nebeneinander gelegen zu haben, aber als ich aufwachte, lag sie auf mir und ich blinzelte sie nur aus verschlafenen, auf halbmast stehenden Augen an, die anfangs ein bisschen geblendet waren. Danach sah ich in ihr Gesicht und musterte sie einen Moment lang aufwendig. „Schon wach?“, war das erste, was ich darauf erwidern konnte und zog leicht die Brauen nach oben. Mir war nicht ganz klar, wodurch ich wachgeworden war, vielleicht dadurch, dass sie sich auf mich geschoben hatte oder durch andere Gründe. Ich schob meine Arme um sie, sodass sie relativ dicht an mir lag und drehte mich mit ihr ein bisschen, sodass sie neben mir lag und ich halb auf ihr, wenn ich mich weiterrüber beugen sollte. Ich erhaschte dabei einen Blick auf das rotleuchtende Display. Ein Wunder, warum Dad oder Jack hier an einem Montag noch nicht aufgekreuzt war, denn eigentlich war Montag ein „wichtiger“ Arbeitstag. „Es ist 2, ich muss arbeiten.“, stellte ich fest und sah dann auf sie herab. Eigentlich müsste Gwen das auch tun, denn immerhin war das ihr Wagen, der so gut wie unbenutzbar in meiner Werkstatt auf meiner Hebebühne stand. Es würde noch eine Weile dauern und eigentlich genoss ich es doch ein bisschen, dass sie jetzt hier war und nicht etwa mit diesen beiden Flachzangen da unten bei Jack, wie es mir anfangs lieber gewesen wäre. Aber mit dem Gedanken, dass ich noch etwas zutun hatte, blieb ich danach nicht lange im Bett und kehrte ihr den Rücken zu, blieb kurz auf der Bettkante sitzen und streckte meine Arme von mir, ehe ich Ausschau nach Klamotten halten wollte, mir danach aber wieder einfiel, dass das Zeug jetzt im Bad rumlag und ich mir sowieso neue Klamotten nehmen musste. Ich lief rüber zu meinem Schrank, warf dabei noch einen Blick in Richtung Terrassenfenster, wo schon haufenweise Licht ins Schlafzimmer fiel. An sich hatte ich noch nicht allzu viel Lust, wusste aber, dass es jetzt noch etwas zutun gab. Die anderen müssten ja auch ran und Jack musste sich um die Buchhaltung kümmern, ich um Gwens Auto und der Rest um den anderen Kram, der massig angefallen war. Danach stieg ich in Boxershorts, schnappte mir meine Arbeitsklamotten, die ein bisschen wüst in meinem Schrank rumlagen und wollte dann auch schon in Richtung Tür laufen.. ebenso unter der Annahme, dass Gwen jetzt ähnlichen „Elan“ zeigte.

Gwen.
Ich genoss es nur noch mehr, als Darren sich dann so drehte, dass er auf mir lag und ich unter ihm. Meine Hände rutschten in seinen Nacken und einen Moment verweilten wir in dieser Pose, aber dann hieß es auch schon wieder Arbeiten. Wahrscheinlich musste ich mich erst noch an dieses Gefühl gewöhnen, denn ich war es nicht gewohnt, Verpflichtungen zu haben. „Ich anscheinend auch.“, erwiderte ich also und ließ ihn sich dann aufsetzen. Einen Moment blieb ich weiterhin noch so unter der Decke liegen, danach hievte ich mich auf und rieb mir die Augen, ehe ich ebenfalls aufsprang und mir erstmal Kleidung zusammensuchte. Meine Tasche stand noch immer im Wohnzimmer, aber Darren war jetzt wahrscheinlich ohnehin ins Bad verschwunden. Sehen tat ich ihn auf den ersten Blick jedenfalls nicht und schlüpfte erstmal in ein frisches Höschen, verschloss danach einen Bh hinter meinem Rücken. Am liebsten würde ich bei so einem Wetter ohne rumlaufen, aber das könnte ich im Büro der Werkstatt vielleicht nicht verantworten. Jack hatte schließlich von einem ‚seriösen‘ Auftreten gesprochen. Trotzdem verzichtete ich auf meine Strumpfhose und hatte schließlich Beine, die glatt genug waren, um sie einfach so zu zeigen. Dazu hatte ich einen schwarzen Rock an, der ein bisschen angestellt war und bei etwa der Mitte meines Oberschenkels endete. Meine Bluse war luftig und verschmerzte den Bh hoffentlich auch. Darren musste schon drüben sein, als ich auf den hohen Pumps ebenfalls in der Werkstatt ankam. „Lange Nacht. Gwen?“, fragte Jack. Er saß die meiste Zeit wohl nur herum und ich glaubte, dass seine Hose noch immer aufgrund von irgendwelchen Verbänden ausgebeult war. „So viel zu seriösem Auftreten, Chef.“, zog ich ihn nur ein bisschen auf und lachte dann, machte mich flink auf den Weg in Richtung des Büros und dann arbeitete ich den Stapel an Unterlagen durch, die er mir aufgetan hatte. Zwischenzeitlich kochte ich noch Kaffee oder rieb den Kopf des Hundes. Für diesen hatten sie sogar die Tür offen gelassen, damit er rein und raus laufen konnte. Das tat er jetzt wieder mal und ein wenig desinteressiert blickte ich ihm nach. Als ich mit einem Mal aber Darren’s Hinten begutachten konnte, konnte ich nicht schlecht staunen. Irgendwie fühlte ich mich dazu veranlasst, ihm zu schreiben. Jack hatte mir die wichtigen Nummern gegeben, falls irgendwas passierten sollte und Darren war ebenfalls dabei. Er hatte ein Bild von sich auf Whatsapp gestellt und war vor gar nicht mal so langer Zeit das letzte Mal online gewesen. So viel zum Thema arbeiten. »Mir gefällt sehr, was ich da sehe.«, lautete meine erste Nachricht. »Darf ich das heute Nacht wieder von Nahem betrachten?«, folgte sogleich und spielerisch zog ich eine Augenbraue nach oben, entsperrte das Handy dabei wieder und biss mir auf die Unterlippe, ehe ich das Kinn einen Moment auf das iPhone stützte. Er sollte mich sehen können, wenn er sich umdrehte. Meine Nummer hatte er sicher noch nicht.

Darren:
Ich betrat kurz nach Gwen die Werkstatt und hatte noch ein bisschen was zu essen aus Giulias Kühlschrank geklaut, ehe ich rüber kam und das Zeug in dem der Privaträume verschloss. Die anderen waren schon bei der Arbeit, aber ich musste mich unter ihnen ja nicht rechtfertigen, wo ich gesteckt hatte. Ich war einfach weggewesen und das wars. Mehr würde ich dazu nicht sagen. Außerdem ging es die doch auch nichts an, wo ich mich herumgetrieben hatte. Immerhin hatte ich in dem Laden mehr zu sagen, als die die Jack, Dad und ich eingestellt hatten. Dad war sowieso den ganzen Tag arbeiten, aber auf ihn lief das Ganze und Jack und ich kümmerten uns darum, dass wir Aufträge reinbekamen und eben damit unser Geld verdienten. Ich sah mir dann nochmal an, wo ich geglaubt am Freitag aufgehört hatte und stemmte die Motorhaube auf, damit ich einen Blick ins Innenleben werfen konnte. Zwischendurch vibrierte mein Handy, aber ich sah nicht direkt nach, wer das jetzt sein sollte, weil ich immerhin beschäftigt war. Nach ein paar Sekunden vibrierte es typisch noch einmal um mich daran zu erinnern, dass ich eine Nachricht bekommen hatte. Sie war von unbekannt. Ich wischte mir die dreckigen Finger an meinen Hosen ab und holte das Ding aus meiner Hosentasche, ehe ich kurz meinen Entsperrcode eingab und dann die Nachricht lesen konnte, die es nicht sofort auf dem Display zeigte. Keine Ahnung, wer das jetzt sein sollte, aber anfangs öffnete ich und zog die Brauen zusammen. Entweder einer von denen wäre schwul oder das war Gwen. Aber das zweitere war dann schon aufschlussreicher. Ich schrieb kurzerhand zurück, weil ich mich dazu animiert fühlte es zutun.
Den folgenden Abend schleifte Jack mich samt Gwen in die Stadt, weil Giulia wieder arbeiten war und irgendwelche Schichten schob. Jack meinte Einkaufen zu wollen und eigentlich hatte ich keine Lust. Er konnte nicht fahren, weswegen ich mit war und Gwen sollte ihn irgendwie unterstützen und kannte sich ohnehin nicht aus. Wie auch immer. Er saß hinten und sah durch die Werbung von Zeitungsblättern, die er nacheinander durchblätterte und irgendwas davon schwafelte, was er davon alles haben und kaufen würde. Richtig zuhören tat ich nicht, aber er legte es anscheinend auch nicht darauf an. Ich hatte das Radio schon lauter gedreht, damit man nicht die ganze Zeit sein lästiges Gebrabbel hören würde. Immerhin war das nervig und anstrengend. Giulia sollte doch länger Urlaub haben, sonst war der nicht ausgelastet…

Gwen.
Wenigstens hatte ich Ahnung von Einkaufen, denn dazu war ich anscheinend zu gebrauchen. Darren musste fahren, weil Jack sich das noch nicht zutraute, ich musste mitkommen, weil Giulia arbeiten war. Heute hatte sie Spätschicht und würde erst relativ spät aufkreuzen, aber Jack war auf die Idee gekommen, dass wir spontan noch grillen könnten. Außerdem fehlten natürlich noch andere Dinge, die alle auf seinem Zettel standen. Ich saß dabei vorn neben Darren, hatte einen Gurt umgelegt und saß gerade, aber lauschte, damit ich ihn hören konnte. Darren hörte nebenbei immerhin ziemlich laute Musik und ich konnte Jack sonst nicht verstehen. Insgeheim glaubte ich, dass ich Pluspunkte damit sammelte, wenn ich ihm Beistand. Darren meinte, er wäre immer sehr lange beleidigt und ich wollte mich wieder ins rechte Licht rücken. Vielleicht würden so ein paar freie Nachmittage rausspringen. Jetzt war es kurz nach sechs und als Darren den Wagen auf dem Parkplatz des Supermarkts parkte, schob mir Jack einen dieser Einkaufswagenchips zu. Ich nahm das Ding an und holte sogar freundlicherweise den Wagen, aber schieben würde ich ihn nicht. Schon gar nicht, wenn die jetzt haufenweise Getränke kaufen wollten. „Wir brauchen erstmal Obst und sowas. Giu hat was von Früchten erzählt, aber ich weiß gar nicht mehr, welche sie wollte. Irgendwas Süßes und kernlos am besten.“, stammelte er vor sich hin und hoffte womöglich noch, dass Darren ihm genug Aufmerksamkeit schenken würde, aber der ignorierte seinen Bruder auch auf erneute Nachfrage nur. „Dann schau doch erstmal, was sie gerade im Angebot haben, ehe du dich verrückt machst?“, schlug ich Jack jetzt alternativ das Naheliegendste vor. Er nickte, als wäre meine Idee gut und wir liefen nur noch weiter durch den Eingang des Gebäudes. Hier gab es einen großen Supermarkt, aber auch einen kleinen Juwelier, einen Zeitungskiosk, ein Reisebüro, einen Bäcker und einen Blumenladen. Außerdem stand noch ein kleiner Stand mit irgendwelchem Fleisch hier, das sie zum Gleichessen verkauften, wie unmittelbar daneben einer dieser Fotoautomaten war, der Passbilder schoss, wenn man sich hineinsetzte. Wir betraten aber erstmal nur den Supermarkt und liefen zuerst durch den Gang, der uns an Elektronik und Kleidung vorbeiführte, danach in Sportartikel und irgendwelche Angebote überging und dann beim Obst, Gemüse und bei den Kühltheken endete. „Was meinst du, brauchen wir alles zum Essen, Darren? Ich will fragen, ob Dad und Fiona mit den Kurzen auch kommen.“, wandte sich Jack dabei wieder an seinen Bruder und ich lief zwischen den beiden. „Wer ist eigentlich Fiona?“, hakte ich aber unabhängig vom eigentlichen Thema nach. „Die mit den rotblonden Haaren?“ - „Ja, das ist Dad’s Frau.“, erwiderte Jack. Ich sah ihn überrascht an. „Wirklich?“ - „Ja.“ Er lachte leise und zog die Augenbrauen fragend in die Höhe. „Ich dachte, das wäre eure Schwester oder so … Immerhin sind die Kinder noch so jung?“

Darren:
Ich hatte jetzt gar keine Lust und auch nicht darauf, dass Jack jetzt noch grillen wollte, wobei wir gestern erst ein paar Würstchen und Steaks auf den Grill geschmissen hatten. Und dann wollte er auch noch, dass wir es mit Fiona und den Kindern taten, Dad eben. Darauf hatte ich noch weniger Lust und wenn ich ehrlich war, würde ich mich lieber verdrücken, damit ich nicht auf heile Welt spielen musste. Im Grunde lebten die da drüben vollkommen abgeschottet von uns und Dads Welt drehte sich nur noch um die beiden Kinder. Schon klar, die beiden waren noch klein und hatten das nötig, aber dass sich Dad tagelang nicht blicken ließ, nur weil er zu „ beschäftigt“ war, war das noch lange keine Ausrede. So grün waren wir teilweise nicht miteinander. Und Fiona konnte ich nicht ausstehen, hin oder her. Die Frau ging mir auf den Sender. Wahrscheinlich würde ich mich jetzt um Flüssignahrung und Tiefkühlkram kümmern, damit ich mich weiterhin über Wasser halten konnte und nicht ständig bei denen sitzen musste, weil ich nicht in der Lage war etwas zu kochen. Jack konnte doch auch nicht kochen, aber der hatte Giulia und bei der mussten alle mitziehen. Und jetzt schwafelte Jack auch noch von Obst. Ich blendete seine Worte gekonnt aus und lief einfach vornweg. Der Wagen wäre jetzt seine Sache, zumindest dachte ich so, weil er ständig irgendwas Neues von seiner Liste vorlas, das er unbedingt mitnehmen müsste. Wir liefen dann durch den Gang, während Jack tatsächlich schob, aber das mit der Liste und der Koordination seines Wagens nicht ganz auf die Reihe bekam. Er redete erneut von Fiona. „Was weiß ich denn, kauf irgendwas zum Grillen, Getränke..“, ich zuckte die Schultern und deutete Alternative zum Stichwort „Getränke“ in Richtung Kästen, die sich mit Säften, Limos und Bier auftürmten. Ich verließ die beiden erstmal und sah mich kurz um. Raphael und Dmitri hatten gestern, wie ich es gar nicht mitbekommen hatte, die Restbestände geleert und jetzt waren wir so gut wie knapp. Wenn man das Dosenbier mit einbezog, das Jack in seinem Kühlschrank lagerte. Ich schnappte mir zwei Kästen und griff sie links und rechts, damit ich sie zum Wagen tragen konnte und dann unterhalb des großen Gitters, das schon an Inhalt zugenommen hatte, abstellte. Gerade war noch die Rede, zu wem Fiona gehörte. Ich glaubte zu spinnen, als Gwen sie als unsere Schwester einordnen wollte. „Jap, Dads Frau und die Kinder gehören auch dazu.“, schob ich noch dazu und sah die beiden nacheinander an. Keine Ahnung, ob das jetzt komisch für sie klang. Wirklich überzeugt war ich auch nicht davon, aber wenn Dad es toll fand.. War seine Sache, außerdem lebten die nebenan und nicht direkt Tür an Tür neben uns. „Ich wette, das klingt schräg für dich oder?“, hakte Jack dann in Gwens Richtung nach, griff nebenbei noch irgendwelche Sachen aus verschiedenen Theken ab, die er in unseren Wagen lud. Er war wohl der einzige, der hier einkaufte.
Nachdem wir fertig waren, konnten wir das Zeug in den Wagen laden. Es war Jacks Auto, ein Mittelklasse BMW in schwarz, der hinten eigentlich ein bisschen zu eng war, aber eben BMW Verhältnisse ausglich. Jack war regelrecht fanatisch auf dieses Auto gewesen und pflegte es hier und da, als wäre es ein besonderes Musterstück. Danach fuhren wir die kurze Strecke zum Hof zurück nachhause, Dads und Fionas Auto stand auch schon vor deren Haus, sowie Velvet gelassen über den Hof spazierte und Radau machte, sofern ich Jacks Auto in Richtung Abstellplatz fahren ließ. Er trottete gesellig hinterher und beschnüffelte jeden einzelnen, nachdem wir ausgestiegen waren…

Gwen.
Ich war mehr als überrascht über das, was sie mir da jetzt erzählten und blinzelte einfach nur perplex, ehe ich auf Jack’s Frage nickte. „Ja, immerhin… Ich hab eine Schwester und wenn ich mich nicht irre, ist ihr älteres Kind so alt wie das jüngere. Da liegen ja Welten dazwischen.“, berichtete ich, hatte Jack damit aber angestachelt. Er war fast schon besessen davon, jetzt herauszufinden, wie es eigentlich um meine familiäre Lage stand. Ich hatte ihm nicht erklärt, woher ich kam oder dass ich Familie hatte. Darren interessierte sich für sowas nicht und das war auch gut so, Jack bohrte aber die ganze Zeit nur total nervig herum, bis er selbst schnallte, dass ich darüber nicht so gerne sprach. Somit schlugen wir uns durch die Fleischabteilung, in der es Steaks und Würstchen gab, die Jack wollte, außerdem kaufte er eingeschweißte Wurst und abgepackten Käse, Sachen wie Milch und Jogurt, Butter und Süßkram, außerdem Wasser und Jack debattierte auch gut zwei Minuten lang, was für Binden er wohl Giulia mitbringen sollte. Da wollten weder Darren noch ich uns einmischen und hatten vorsorglich das Weite gesucht, ehe irgendwelche Super-Binden im Wagen landeten und wir langsam die Kasse ansteuerten. Darren und Jack trennten ihre Einkäufe, bezahlten separat voneinander und mein Geld reichte gerade noch so für Kippen. Eigentlich war im Grunde ja auch für alles gesorgt, weil ich bei Darren mitessen durfte und er bislang noch nichts gesagt hatte. Ich arbeitete ja auch für Jack und hatte eben noch nicht so viel Geld. Als ich hierher gekommen war, hatte es gerade mal für das Festivalwochenende gereicht, aber jetzt sah die Sache ja ein bisschen anders aus.
Ohne Umwege fuhren wir wieder in Richtung des Hofs und ich hatte die Kippen in meine Handtasche geschmissen, saß erneut vorne neben Darren und checkte mein Handy. Ein Anruf meiner Mutter erschien auf dem Display als bereits verpasst, aber ich wollte sie nicht noch einmal zurückrufen und sperrte das Gerät dann wieder, ehe ich es in die Tasche zurückwarf und dann geradeaus sah. Jack diskutierte mehr oder weniger mit sich selbst, denn dieses Mal sprachen Darren und ich nicht mit ihm. Auch als wir wieder auf dem Gelände ankamen und Darren den Wagen abstellte, wir ausstiegen und gemeinsam die Taschen und die Kästen mit Wasser und Alkohol hineintrugen, redete nur Jack. Er rief dann aber auch auf der Veranda noch einmal über den gesamten Hof, dass er die anderen zum Grillen einladen wollte. „Du isst doch auch mit, oder? Hab noch gar nicht gefragt.“, wandte er sich dann aber mit einem Mal in der Küche angekommen an mich und ich zuckte die Schultern. „Ja, wenn du willst.“ Eigentlich war ich sowieso schon von vornherein davon ausgegangen, aber die Nachfrage schadete ja nicht und war höflich. „Super… Äh und Darren? Willst du schon mal den Grill vorheizen? Er muss ja warm werden und so. Ich kann das heute nicht. Ich muss das hier machen. Schatzi kommt doch erst so spät und so, verstehst du?“

Darren:
Nachdem der Wagen stand, trugen wir das ganze Zeug noch nach drinnen und Jack brüllte über den Hof, ob Dad und Anhang nicht rüber zum Essen kommen wollten. Und ob sie das wollten. Dann müsste Fiona einen Abend bloß nicht kochen. Zumindest dachte ich mir das so. wie gesagt, ich konnte sie nicht ausstehen und ob ich daran etwas ändern sollte, war mir relativ gleich. Nachdem wir dann drinnen waren, quasselte Jack irgendwas von Grill anwerfen. Ich sah ihn nur danach an, als ob das denn jetzt sein müsste, ehe ich ein genervtes „Okay“ dazu gab und mich dann mit Grillkohle und dem Rost, das irgendeiner heute Morgen sauber gemacht zu haben schien, nach draußen begab. Ich schüttete eine paar Kohlen in den Grill, ehe ich dann ein bisschen Zeitung zerknüllte und anzündete, sodass es auf die Kohle überging. Aber das Zeug musste ja sowieso erstmal anfangen zu grillen und solange konnte Jackson sich damit abtun die Einkäufe nach drinnen zu schaffen. Zwischendurch holte ich mir noch ein Bier und trank ein paar Schlucken, rauchte eine Zigarette und drehte von drinnen das Radio laut. Velvet gesellte sich auch zu mir und lag etwas weiter vom Grill auf Sicherheitsabstand bedingt herum, verfolgte aber meine Bewegungen oder gähnte einfach nur. Ich zündete mir nebenbei noch eine Zigarette an und legte allmählich, nach gewisser Zeit, den Grill in die Halterung, ehe Jack langsam nach draußen kam, wie auch Gwen schickte, damit das Zeug auf die Fläche käme. Die Steaks zuerst, weil sie sonst nicht zeitig genug durch wären. Barbecue Rippchen hatte keiner gekauft und wir hatten beide keine Ahnung von der „besonderen“ Marinade, die man vorbereiten musste. Sowas war sonst immer Giulias Aufgabe, aber vermutlich schlief sie jetzt nach ihrer Schicht erstmal. Oder käme noch nachhause? So recht wusste ich das gar nicht. Aber Giulia würde schon irgendwann antanzen, wenn sie der Hunger lockte. Es dauerte keine zwei Minuten, nachdem das Fleisch auf dem Grill war und der Duft rüberging, da standen die beiden Kids auch schon auf der Matte und löcherten mich, wann das Essen fertig wäre. „Am besten geht ihr nach drinnen und nervt Jack ein bisschen. Der braucht zu viel Zeit.“, empfahl ich ihnen, ehe die beiden aus den Schuhen fuhren und ab ins Haus stürzten, der Hund sofort hinterher. Ich schüttete provisorisch ein bisschen von meinem Bier über das Fleisch, worauf ein spitzes Zischen ertönte. Jack schien bis dahin gut beschäftigt zu sein, was mir auch recht war. Fiona und Dad kamen nacheinander angewackelt und sie fragte noch, ob etwas zu helfen wäre. Etwas besseres, als sie an Jack weiterzuleiten, fiel mir nicht ein. Dad ließ sich draußen nieder, trank eins von dem neugekauften Bier, das ich ihm mit dem Feuerzeug geöffnet hatte. Er schien müde zu sein, ein bisschen kaputt, aber noch wach genug und betrachtete das alles jetzt. „Und sie waren noch gleich?“, hakte er dann unter Gwens Anwesenheit nach.

Gwen.
„Was brauchen wir jetzt eigentlich noch gleich? Du bist hier die Frau, hast du keine Idee?“ Darren war schon verschwunden und Jack hatte zusammen mit mir die Einkäufe in die Küche geräumt. Zwischenzeitlich musste ich noch ein bisschen Tiefkühlkram von Darren nach oben tragen, aber das war ja kein Problem. Mittlerweile trug ich auch nicht mehr die Kleidung aus dem Büro, sondern hatte mich für ein Top und eine Shorts entschieden. „Du wolltest doch Grillen.“, verteidigte ich mich sogleich. Jack sah mich kläglich an. Das war mein Boss, ich sollte mich zusammenreißen. Auch wenn ich eigentlich der dominantere Part von uns beiden war. „Na ja, wie wär’s mit Salat? Ich glaub, Giu ist dir dankbar, wenn du nicht nur Fleisch servierst.“, schlug ich erstmal vor und er nickte. „Du hast recht.“, warf er in den Raum und ich nickte. Meine Ellenbogen stützte ich auf der Tischplatte auf und leckte mir erstmal nur über die Lippen. „Und jetzt sagst du mir, wie ich einen schönen Salat hinbekomme?“ - „Na ja, hast du ein Smartphone? W-Lan? Internetzugang?“, redete ich auf ihn ein. Er nickte nur und zückte sein Gerät. Keine Ahnung, was für eine Firma das war. „Ja.“ - „Nutz es.“, erwiderte ich nur und dann legte ich meinen Kopf schief. „Kann ich helfen?“, ertönte es aber auch schon aus einer komplett anderen Richtung. Das war .. war das noch Fiona? Mein Eindruck bestätigte sich, als ich mich herumdrehte und sie dann erst zu Jack sah, danach zu mir. Ihr Blick war kurzzeitig ein bisschen überrascht. „Oh, ich kenne Sie ja noch gar nicht.“, stellte sie dann aber einfach fest und kam lächelt auf mich zu, ehe wir unsere Hände schüttelten. „Stimmt.“, erwiderte ich nur. „Ich bin Fiona und Sie?“ - „Nennen Sie mich einfach Gwen.“ Sie nickte und sah dann zu Jack. Wenn ich ehrlich sein sollte, würde ich sicher nach einem Bruch in genau DIESER Gegend niemandem meiner Familie so schnell wieder in die Augen sehen und wäre beschämt, aber Jack hatte daraus sofort ein ziemliches Drama gemacht, von dem jeder Wind bekam. „Ja… Das ist eine Freundin von ‚damals‘. Wir sind zusammen mit ihr auf die gleiche Highschool gegangen und so.“, log er jetzt wie gedruckt, aber ich nickte. Vielleicht bräuchten wir diese Story ja heute nochmal, demnach sollte ich sie mir besser einprägen. „Zur Zeit macht sie eine Art ‚Tour‘ durch die Staaten und dann ist ihr Auto kaputt gegangen.“ - „Ja, ich wollte wegen den vielen Filmen auf das Festival und dann ist bei meinem Motor irgendwas durchgebrannt? Keine Ahnung, da müssen Sie lieber einen der Fachleute fragen.“, erwiderte ich lachend und sie grinste ebenfalls, machte dann eine herunterspielende Bewegung mit der rechten Hand. „Davon müssen wir auch nichts verstehen. Wie gesagt, kann ich helfen?“ Zusammen mit Fiona machte ich mich an den Salat und Jack kümmerte sich um Baguette, dann trugen wir das alles gemeinsam nach draußen und richteten es auf dem Tisch an, den die beiden ‚Kleinen‘, die immerhin theoretisch die Geschwister von Darren und Jack waren, schon eingedeckt hatten. Kaum zu glauben, dass die wirklich ein Alter waren. Ich hätte immerhin eher darauf getippt, dass sich hier drei verschiedene Generationen befinden würden. Der Dad der beiden wurde aber auch ziemlich schnell auf mich aufmerksam und fragte ebenfalls, wer ich denn wäre. Ohne lange zu fackeln berichtete ich auch ihm in ungewohnter Höflichkeit darüber, dass ich die beiden von damals kenne und hier letztens eine Autopanne gehabt hätte. Jetzt durfte ich hier unterkommen, aber Jack beteuerte, ich würde ihnen nicht viel Arbeit machen. Fiona fand die Tatsache lustig und lachte, ich lächelte nur. Hoffentlich würde er nicht kritischer werden und mehr ins Detail gehen, denn ich konnte ihn fast schon so einschätzen.

Darren:
Ich zog die Brauen nach oben, als Gwen meinem Dad lügend erklärte und das wohl ohne Zweifel, dass wir uns noch von früher kennen würden und Jack sie von einer High School kannte. Entweder sprach sie von Seattle oder Traverse. Mitreden konnte ich nicht wirklich, weil ich mehr Zeit außerhalb, als in der Schule verbracht hatte und das wusste mein Dad. Also kein Wunder. Zumindest war es mir egal und ich fand es irgendwo auch schon wieder lustig, dass Jack so ein Drama daraus machte, dass er nicht zugeben wollte, dass er eine anfangs Fremde bei uns hatte wohnen lassen. Aber darauf würde ich ihn später nochmal ansprechen. Immerhin tat er ja sonst auch immer wie pflichtbewusst. Dann aber saßen wir am Tisch und ich hatte das fertig gegrillte Zeug in eine Schüssel getan, zu der ein Deckel gehörte, damit es innen noch arm blieb. Sie war ordentlich gefüllt, aber leerte sich verhältnismäßig schnell, weil jeder hineingriff und sich den Teller vollschlug. Mein Dad zog darunter aber noch die Brauen nach oben, als sich Gwen und Jack irgendeine Geschichte zusammenreimten. Währenddessen saß ich dann schon biertrinkend auf meinem Stuhl, hatte mein Handy und die Schachtel mit den Zigaretten aus den Tisch gelegt, würde jetzt aber vor Max und Jenna keine mehr anzünden. Im Grunde hatte ich gar keine Lust darauf, aber Jackson wollte ja unbedingt für irgendeinen Familienzusammenhalt sorgen. Sollte er mal. Lange würde ich hier nicht draußen sitzen. Die Kinder quasselten zwischendurch auch noch durcheinander und manchmal verstand man den Zusammenhang des vorherigen Themas der anderen gar nicht, weil sich hier jeder kreuz und quer mit jedem unterhielt. Für den Spätsommer war es jetzt immer noch warm, fast schon zu warm in der Abendsonne. Velvet lief ebenfalls um den Tisch und legte sich dann wieder auf seinen Platz, verzog eine benommene Miene, weil es ihm scheinbar zu warm war und er nicht großartig Bewegung aufwenden wollte. Er sah schon mitleidig in unsere Richtung, als würde er darum betteln. Ab und an bekam er etwas von meinem Steak, das nicht schon in Sauce ertränkt wurde und verputzte es hastig. Nur würde ich dann nochmal verschwinden. „Ich fahr dann nochmal raus zum Arbutus mit Vel.“, begann ich zwischendurch in einem Moment der Stille und Jack reagierte sofort. Der Arbutus war ein See direkt nebenan, relativ groß und Velvet war richtig heiß auf Wasser. „Oh man ich würde auch gerne schwimmen, aber ich kann nicht.“, stöhnte Jack. „Wieso kannst du nicht schwimmen? Ich kann dir auch von früher meine Schwimmflügel leihen.“, schlug Jenna vor und grinste in Jacks Richtung. „Ne lass mal, ich bin krank.“, meinte er bloß und winkte die Sache mit einer knappen Handbewegung ab. Ich räusperte mich nur und grinste leicht, ehe ich aufstehen wollte und meinen Kram packte. „Was hast du denn? So krank siehst du gar nicht aus!!“, mischte sich Max jetzt ein. Da hatte sich Jack ja etwas eingebrockt, aber das war mir jetzt egal. Der Hund nahm es schon als Signal, dass jemand aufstand und Bewegung in die Sache kam…