alles wird zu viel

Für mich ist die Leere einfach kein Gefühl, viel mehr beschreibt es den Zustand im Leben. Viele denken man fühlt nichts bei der Leere, aber ganz im Gegenteil. Es prasseln so viele Gefühle auf einen ein: Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit, das große schwarze Loch. Es wird alles zu viel und man fängt an die Gedanken zu verdrängen. Alle Gedanken verschwinden, auch die positiven. Einfach ein Haufen von Nichts. Aber vielleicht ist es auch nur ein Rückzugsort indem die Gedanken schlafen und das Leben erträglicher machen?
Du sitzt in der Schule und bekommst nichts von all dem mit, was gesagt wird. Du bist viel zu sehr mit deinen Gedanken beschäftigt. "Ich bin müde." "Ich will ins Bett." "Lasst mich doch bitte aus diesem Klassenzimmer gehen." "Wie geht das?" "Kapier ich nicht." "Ich bin überfordert." "Nein, hab ich nicht." "Halt die Fresse." "Nerv nicht." Du bist den Blicken deiner Mitschülern und Lehrern ausgesetzt, fühlst dich unwohl. Wenn du etwas gefragt wirst, weißt du die Antwort nicht oder reagierst erst gar nicht.
Alles ist egal

Egal.
Alles ist egal.
Alles fühlt sich so weit weg an.
Aber das ist es nicht.
Nichts ist egal. Es fühlt sich aber so an.
Es fühlt sich nach nichts an. Einfach nach nichts.
Aber dann kommen die Momente, in denen nichts mehr egal ist. In denen alles zu viel ist.
Und du weinst. Still. Allein.
Alles wird zu viel. Alles ist so gegensätzlich.
Du bist überfordert. Überfordert mit deinen Gedanken. Mit deinen Gefühlen.
Du weißt nicht weiter. Du willst, dass es aufhört. Aber du willst nicht, dass es aufhört. Denn jetzt gerade fühlst du.
Du fühlst den Schmerz.
Du fühlst die Angst.
Du fühlst, dass dir überhaupt nichts egal ist.
Und dann ist die Leere plötzlich wieder da.
Eben war alles so nah und jetzt ist es wieder weg.
Alles ist weg.
Alles ist egal.

Panik. Herzrasen. Atemnot. Der Druck steigt. So lange, bis du unter ihm zerbrichst. Du erträgst das alles keinen Tag länger. Weißt nicht was du noch tun sollst. Dissoziation. Schneidedruck. Selbsthass. Alles wird zu viel. Es wird immer schlimmer und alles was du tun kannst, ist dabei zusehen und leiden. So lange, bis du aufgibst. Bis du dich selbst verlierst. Bis du kapierst, dass Sterben der einzige Ausweg zu sein scheint. Doch du bist gefangen. In dir selbst. In dieser Welt. Zwischen Leben und Tod. Zwischen der Entscheidung, ob du dich retten willst oder nicht. Und niemand bemerkt es. Niemand bemerkt, wie am Ende du bist. Denn es ist nicht weiter wichtig. Niemand fragt genauer nach. Niemand sieht dir in deine leeren Augen. Niemand blickt hinter die Fassade. Und während du zu ertrinken drohst, während du um jeden Atemzug kämpfen musst, siehst du alle um dich herum atmen als wäre es das einfachste dieser Welt.
Panikattacke

Herzrasen, Atemnot, Zittern…Und diese schreckliche innere Unruhe und Panik… Aber vor was? Ich hab so Angst… Die Angst ist so stark, dass ich blockiert bin, nicht mehr klar denken kann. Ich will wegrennen… Vor der Angst, vor mir selbst. Mir ist schwindlig. Hilfe…Ich weiß nicht wohin mit diesen Gefühlen. Das ist alles zu viel. Wenn ich aufstehe, wird alles schwarz und ich hab das Gefühl umzukippen, mich übergeben zu müssen… Alles fühlt sich taub an… Wie lange dauert das noch? Das bin nicht ich… Was passiert mit mir? Ich hab keine Kontrolle mehr und ich will, dass das aufhört. Ich kann nicht mehr…