Wachstum

Wachstum?!?!? Da krieg ich die Krise!!!

Ich kann das nicht mehr hören dass dauernd weiter von ‘Wachstum’ als Hoffnungshaken gesprochen wird…blind, taub aber leider nicht stumm verdammt!!!!

Wo ist die Alternative?

Wo sind die Entscheider die Verantwortung für das Ganze übernehmen???

Wo steigen wir endlich ein ins Geschehen?

welt.de
Demografischer Wandel: Wenn die Welt nicht mehr wächst, sondern altert >> WELT ONLINE

So wuchs die Weltwirtschaft in den vergangenen drei Jahrzehnten im Durchschnitt um etwa 3,5 Prozent pro Jahr. „Knapp zwei Prozent davon gingen allerdings allein auf das Bevölkerungswachstum zurück“, sagt er, „also mehr als die Hälfte.“ Die Wirtschaft wuchs zu einem guten Teil einfach deshalb, weil die Zahl der Menschen zunahm.

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sz-magazin.sueddeutsche.de
Vom Wahnwitz unserer Konsumgesellschaft - Wirtschaft/Finanzen

“Der Wachstumsgedanke steckt schon in den Vorstellungen über uns selbst. Nur: Wie ist er dort hineingekommen? So etwas wie eine Biografie, ein selbst gestaltbarer Lebenslauf, war für Menschen vor der industriellen Revolution ein Luxus, den sich nur wenige leisten konnten. Unter vormodernen Verhältnissen herrschten göttlicher Wille und fest gefügte Ordnung. Das Leben der meisten Menschen verlief in vorgezeichneten Bahnen: Man lebt, arbeitet, heiratet und stirbt so, wie es von Geburt festgelegt ist; erst mit dem massenhaften Arbeitskräftebedarf der neu entstehenden Industrien im 19. Jahrhundert wird die Loslösung aus der Vorbestimmung möglich: Die Menschen werden »frei, ihre Haut zu Markte zu tragen«, wie Karl Marx gesagt hat. Erst damit werden sie verantwortlich für ihre eigene Biografie. Zu dieser Zeit entsteht auch erstmals eine Pädagogik, die von der Vorstellung getragen ist, dass die »Anlagen« der Kinder unter bestimmten Bedingungen besser oder schlechter »entwickelt« werden können. Der Mensch ist jetzt nicht mehr, wie er eben ist, sondern kann etwas aus sich machen. Er wird seines Glückes Schmied. Er kann sich bilden, sich entfalten, etwas erreichen. Ich wachse, also bin ich.”

„Alles Wachsen ist Veränderung.
Wir lassen einen Zustand, eine Welt,
hinter uns
und begegnen der Angst vor dem Ungewohnten.
Eine Welt, in der Farben nicht mehr zusammenpassen,
heilige Worte erschüttern
und Brüche zu Visionen werden,
nimmt uns auf.

Wir haben einen Bereich verlassen,
aber den neuen noch nicht erreicht.
Wir haben eine Sicherheit aufgegeben,
aber noch keine neue bezogen.
Über der staunenden Menge
lässt der Trapezkünstler eine Schaukel los
und, wenn sein Zeitempfinden gestimmt hat,
schnappt dann die andere Schaukel.
Das ist der Flug ins Wachstum. 

Das ist der Wechsel,
in dem wir unsere Nacktheit
bis hin zum Schmerz empfinden.
Aber es gibt kein Wachstum, ohne zu springen,
ohne Brücken hinter sich zu verbrennen
und dann großäugig und fröstelnd an
an einem neuen Ufer zu stehen.

Und doch,
ohne Wachstum
ist nichts.“



- Ulrich Schaffer