Voll

Wie ein See
  • Therapeutin: Wie geht´s dir?
  • Ich: Ich fühle mich wie ein See. So voll und trotzdem leer. Die Leute kommen und gehen, ich kann nichts dagegen tun. Denn ich bin still und leblos, in mir aber ist Leben wenn man tief hinein geht. Ich bin ne Abkühlung, wenn jemand nicht mehr kann, bin eiskalt, wenn mir jemand nicht passt.
Ich küsse dein Herz und falls es verletzt ist, nimm mein Herz und ich hoff es ersetzt es.
Wenn du einmal so sehr verletzt wurdest, dass du dein Leben beenden wolltest, wirst du niemals mehr so sehr Vertrauen fassen können wie davor. Du wirst dir ständig Vorwürfe machen, du wirst dir ständig einreden schlecht und falsch zu sein. Du wirst nie wieder der sein, der du davor warst. Liebe wird für dich zum täglichen Kampf, Hass und Traurigkeit sind deine ständigen Begleiter. Der dumpfe Druck in deiner Brust macht dich müde. So geht es weiter, und weiter, und weiter, und du hängst darin fest wie eine Schallplatte. Wir können nur hoffen, dass unser aller letzter Gedanke positiv ist. Damit dieser lebenslange Kampf nicht ganz umsonst war.
—  melancholiecal