Manierismus

Florenz, Giardini di Boboli, Grotte des Buontalenti da HEN-Magonza
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Die Grotte des Bountalenti, ein Werk des Manierismus, ist nach dem Architekten benannt, der sie im Auftrag des Großherzogs Francesco de'Medici von 1583 - 1585 vollendete. Die Fassade war mit Ausnahme der Stalaktiten bereits 1556 nach einem Entwurf von Giorgio Vasari ausgeführt worden. Die Nischenfiguren Apollo und Ceres wurden von Baccio Bandinelli geschaffen und waren eigentlich als Adam und Eva für einen Altar vorgesehen. Das großherzogliche Wappen, das an der Fassade prangt, ist von allegorischen Darstellungen des Friedens und der Gerechtigkeit und Steinböcken, dem Emblem von Cosimo I. de'Medici, das Männlichkeit, Stärke und Sieg symbolisiert. Die Stalaktiten im Inneren der Grotte entpuppen sich bei genauerer Betrachtung als Hirten und Schafe. Ursprünglich ließ Cosimo I. die Sklaven Michelangelos in vier Nischen aufstellen, aber Anfang des 20. Jahrhunderts wurden sie durch Gipsabgüsse ersetzt, als man die Originale in die Accademia brachte. In einer hinteren Höhle, einem Nymphäum, steht die Marmorgruppe Pairs und Helena von Vincenzo de'Rossi und in der hintersten Grotte befindet sich von außen kaum sichtbar Giambolognas Venus, dem Bad entsteigend von 1573. Durch ein Leitungs- und Düsensystem in der Grotte konnte man es früher “regnen” lassen, um den Boden unter Wasser zu setzen.