Kurden

The government has tried to assimilate the Kurdish people for years, oppressing them, banning publications in Kurdish, persecuting those who speak Kurdish, forcibly deporting people from fertile parts of Kurdistan for uncultivated areas of Anatolia where many have perished. The prisons are full of non-combatants, intellectuals are shot, hanged or exiled to remote places. Three million Kurds, demand to live in freedom and peace in their own country.
—  Nuri Dersimi, 1937
Was gesagt werden muss

Ich bin kein Politiker und ich möchte auch keiner werden. Die richtige Politik überlasse ich denen, die mehr Ahnung davon haben. Doch was ich als Mensch machen kann, ist mich zu informieren und nicht die Augen vor dem zu verschließen,was um mich herum passiert. Ist das die Welt, die ich irgendwann meinen Kindern hinterlassen werde ? Gezeichnet von so viel Gier, Macht und Hass ?
Es ist nicht ok, wenn hunderte unschuldige Jugendliche in Suruc, die beim Wiederaufbau einer zertrümmerten Stadt helfen wollen, umgebracht und schwer verletzt werden.
Es ist nicht ok, wenn daraufhin Polizisten mit ihrem Leben bezahlen müssen.
Es ist nicht ok, wenn in Cizre eine ganze Stadt- Frauen,Männer,Kinder - wiederum zerstört und bombardiert und verbarrikadiert wird. Wenn die zivile Bevölkerung für die Taten Einzelner mit dem Leben bußen muss.
Noch weniger ist es ok, wenn Flüchtlinge umgebracht und ihre Organe auf dem türkischen Schwarzmarkt verkauft werden.
Wann lernen wir Menschen unseren gesunden Verstand einzusetzen und zu realisieren,dass Gewalt nur noch mehr Gegengewalt nach sich zieht ?
Ich bin gegen jegliche Art von Extremismus und vertrete keine Partei,Ideologie oder einen Führerkult und befürworte keine Taten, bei der Unschuldige ums Leben kommen. Doch auch ich verfolge das Ziel eines Freien (Groß-)Kurdistan, dass meine Heimat und meine Landsleute endlich ein Selbstbestimmungsrecht haben, dass sie nicht um ihr Leben fürchten müssen, dass sie sich keiner Assimilationspolitik beugen müssen und vor allem, dass meine Kinder nicht selbst in Deutschland dumme Sprüche hören müssen wie „Kauf dir ein Land bei eBay!“ oder sonst was. Denn Keiner sollte seine Herkunft rechtfertigen- geschweige denn verschweigen müssen. Ich könnte die Augen verschließen vor dem was passiert, aber nicht mein Herz, denn das blutet für jede Landsfrau, die vergewaltigt und auf Schwarzmärkten versteigert wird, für jedes Kind, das jetzt ohne Familie aufwächst, für jede Mutter, der ihre Kinder genommen wurden und für jeden Freiheitskämpfer, der denselben Traum hat wie ich und dafür jeden Tag sein Leben im Kampf riskiert. Müssen wir unsere politischen Differenzen auch hierhin verlagern und uns hier bekämpfen ? Wie krank sind wir, dass selbst hier Demonstranten aufgrund von Angriffen sterben müssen ?
Was haben wir damit bewirkt Partei- und Nationalflaggen zu schwenken oder Religionen in den Dreck zu ziehen als eine Art Rechtfertigung für unsere Untaten? Muss ein totes Kind angeschwemmt werden, damit wir das Ausmaß des Flüchtlingsdramas und unserer Unmenschlichkeit realisieren ? Geht in euch und begreift, dass Auge um Auge die Menschheit nur blind macht.
Jeder Deutsche, der sich jetzt denkt „Geht alle zurück in euer Land und klärt das dort!“ oder „Ausländer nehmen uns die Arbeit weg!“ oder generell Angriffe auf Flüchtlingsheime und Ausländer befürwortet, den möchte ich an dieser Stelle an die alleine schon 12 Millionen deutschen Flüchtlinge vor 70 Jahren im Ausland erinnern, die genau in derselben Situation waren wie die Kriegsflüchtlinge, die heute nach Deutschland kommen um dem Elend in ihrer Heimat zu entkommen.

Kurdistan lives. It burns in the mind of every single person of the 35 million people who were robbed of their identity and made into refugees in Turkey, Iraq and Europe. It is burning and living in the fires of Newroz and in jails where 12,000 political prisoners are buried in isolation cells. It lives in the memory of those who disappeared and in the scars of those who were tortured. It is burning and living in the mountains of the popular resistance, called terrorism by the western world.
—  Dario Fo, 1997 Nobel Prize for Literature Laureate

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“Benim iktidarla ne gibi bir ilişkim olabilir,ne bir köle ne bir işbirlikçi ne de bir tanık olmadığıma göre?”
Zavallı Barthes,Türk aydınının muhalefetteyken bile iktidar düşü gördüğünü nerden bilsin
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Bu ne biçim ülke,
bu ne mene bi dönem.
İnsanların ağzı göt kokuyor

Ferit Edgü - Tüm Ders Notları 

Görsel :  Sal 1930, hemalekî ji Kurdên Cihû

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Hundreds of Kurds marched in Berlin on International Women’s Day for a society in which equality between men and women is realized and to overcome prejudices about different sexual orientations. They also remembered female Kurdish fighters of YPJ. 03/08/2015.

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Dozens of Kurds rallied in front of the Iranian Embassy in Berlin to protest against recent executions of Kurdish activists in Iran and to free all political detainees in Iran. The group rallied against the planned execution of Saman Naseem. 02/27/2015.

Was wollen die Kurden in der Türkei?

Seit Wochen und Monaten wird über Friedensverhandlungen zwischen Kurden und Türken in der Türkei berichtet. Ein Weisenrat wurde gegründet. Konferenzen in verschiedenen Städten organisiert und viele Reden gehalten. Trotz dieser zahlreichen Veranstaltungen, Treffen und Meetings ist bisher nicht wirklich deutlich geworden, was die Kurden genau wollen.

Die Frage ist, wie die kurdischen Wortführer verhandeln wollen, wenn sie keine klaren Forderungen haben. Eine Forderung beispielsweise ist, dass die kurdische Sprache den Schutz der Verfassung geniessen soll. Aber was genau bedeutet dies? Wie sollte dieses kulturelle Ziel tatsächlich in die Praxis umgesetzt werden?

Auch bei den politischen Forderungen ist nicht genau klar, was gefordert wird. Der PKK-Chefkommandant Murat Karayilan ist gegen ein unabhängiges Kurdistan, weil er glaubt, dass von einem Staat Gewalt und Unterdrückung ausgehe. Er befürwortet vielmehr einen “Demokratischen Konföderalismus”, eine Art grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Völkern des Nahen Osten. Wie kann man eine solch utopische Forderung stellen, wenn die Türkei und andere Länder der Region nicht einmal in der Lage sind, ihre eigenen Bevölkerungen zu befrieden und nunmehr eine Art Europäische Union gründen sollen.

Ob von einem Staat Gewalt ausgeht, hängt von den Menschen, die diesen Staat führen, ab. Im übrigen kann man beobachten, dass in ausnahmlos allen sogenannten “failed states”, Mehrheiten gewaltsam und skrupellos gegen andere Minderheiten vorgehen.

Für die Mehrheit der Kurden sind die Forderungen der politischen Verantwortlichen ein Schlag ins Gesicht. Wer nur mit Minimalforderungen in Verhandlungen ziehen möchte, riskiert am Ende nichts zu erhalten. 

Vielmehr müsste die Strategie sein, die kurdische Unabhängigkeit zu fordern und bei den konkreten Verhandlungen Zugeständnisse in Richtung einer kurdischen Autonomie zu erzielen. Eine zumindest dezentralisierte Türkei wie in Frankreich müsste den Kurden ein eigenes regionales Parlament und eine eigene regionale Regierung zubilligen. Darüber hinaus müsste Kurdisch als offizielle Sprache neben Türkisch in die Verfassung aufgenommen werden. Die kurdische Frage in der Türkei ist, wie der Soziologe Ismail Besikci zutreffend beschreibt, politischer Natur. Die bisherigen Verlautbarungen türkischer Politiker Kurden und Türken seien Brüder und das Kurdenproblem lediglich ein Demokratie- und Kulturproblem sind eine Fortsetzung der Assimilations-und Unterdrückungspolitik.

Wenn die türkische Seite nicht bereit ist, auf die konkreten Forderungen der Kurden einzugehen, müsste das kurdische Volk den Weg der Unabhängigkeit suchen. Genauso wie die Kurden im Irak, in Syrien sowie in Iran. Das im Völkerrecht verankerte Selbstbestimmungsrecht der Völker stützt diesen Weg und legitimiert das Ziel eines unabhängigen und geeinten Kurdenstaat. 

Erdoğans Zielgruppe wird immer größer

Die Äußerungen der türkischen Regierung zu dem Massaker von Paris sind genau besehen ein unfassbarer Skandal. Nach dem stellvertretenden AKP-Vorsitzenden Mehmet Ali Şahin vor einigen Tagen, hat nun auch der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdoğan selbst geäußert, dass ähnliche Morde in Deutschland zu erwarten seien.

Die türkische Regierung distanzierte sich zwar von diesen Morden, hat aber offenbar keine Hemmungen, die Angst und den Schrecken dieses Verbrechens für ihre Drohungen zu benutzen.

Das ist so ähnlich, als wenn Angela Merkel zwar die NSU-Morde verurteilt, zugleich aber davor gewarnt hätte, solche Morde würden wieder geschehen, solange Türken und Kurden dazu Anlass böten.

Und in einer Sendung des türkischen TV-Senders „Kanal 24“ hat Erdoğan die Drohung nun offenbar auch auf die Alevitische Gemeinde in Deutschland ausgedehnt.

Was viele in Europa nicht wissen: Aleviten vertreten einen sehr aufgeklärten, modernen Islam, in dem zum Beispiel Frauen völlig gleichgestellt sind. Sie werden von religiösen Fanatikern in der Türkei bis in heutige Tage verfolgt, unterdrückt und sogar getötet.

Erdoğan und seine chauvinistisch-religiöse AKP-Regierung drohen offenbar der Bundesregierung, entweder sie liefere das Führungspersonal der kurdischen oder alevitischen Opposition aus oder diese würden wie die Kurdinnen in Paris ermordet.

Tauchen alevitische Organisationen nun auch bald auf den Terrorlisten der EU und USA auf?

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About 1,500 Kurds and members of left wing groups march in Berlin against the ongoing attacks on Syrian-Kurdish Kobane (Ain al-Arab) by forces of the Islamic State (IS). Also Turkey was criticized for allegedly supporting the IS. 10/04/2014.