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Hubert Kriegel: «Mit der Ural bin ich langsamer unterwegs»

Seit 2004 fährt der Franzose Hubert Kriegel mit einem Ural-Gespann um die Welt. Er pfeift auf die Zuver­läs­sig­keit japa­ni­scher Motorräder, «weil bei einer Ural zwar manchmal etwas kaputt­ geht, das man aber beim sprich­wört­lichen kasa­chi­schen Huf­schmied repa­rie­ren kann – und muss.»

«Zudem produziert Ural das ein­zige Gespann mit Zweirad-Antrieb. Ich bin sehr zufrie­den damit, es ent­spricht genau mei­nen Vor­stel­lun­gen. Ich bin mit meiner Ural aus Dut­zen­den schwie­ri­gen Situa­tio­nen her­aus­ge­kom­men, aus dem Schnee am Nord­kaps genauso wie aus dem Sand um den Aral­see. Man ist mit der Ural einfach lang­samer unterwegs, nicht schnel­ler als 80 Kilometer pro Stunde. Aber Geschwin­dig­keit ist rela­tiv zu den ande­ren Ver­kehrs­teil­neh­mern, vor allem in Ländern, wo die ande­ren Ver­kehrs­teil­neh­mer auf Eseln sit­zen.»

Der Video zeigt einen Tag aus dem Leben des Ural-Fahrers Hubert Kriegel, im Winter irgendwo im Hohen Norden. Unspektakulär, und gerade deshalb eindrücklich. Der schönste Moment ist bei 4:00 Minuten, als Hubert Kriegel nach einer eiskalten Nacht am Morgen seine Ural (zu seiner eigenen Überraschung) mit einem einzigen Kick startet – und mit viel Ironie kommentiert: «Na, habe ich Euch damit beeindruckt? Mich auch!»

Once in a blue moon, the thought of buying an Ural creeps up to me. I browse some second hand sites, and find one that doesn’t look too bad, and start imagining riding through deep mud with the two-wheel drive axle engaged, or smoothly cruising the French countryside…

These short honeymoon-thougts always end when I remind myslef of it’s horrible build quality, awful fuel mileage, bad dealer coverage, low topspeed… 

Still the bike appeals, it’s a sidecar you want to be seen on, you could compare it to the landrover. It is a motorcycle with huge pedigree, dating back to even before the second world war. Soviet spies stole the blueprints of a BMW R71, and tried to copy it as best as they could. How’s that for a gaspump story?

The Urals are still being made at the original plant, located in the town of Irbit, at the outskirts of Siberia. 

(Photo: Jason Means, Flickr.com, CC license)

Retro Russian Import Lures Older Riders

By Andrew E. Kramer, New York Times NYT

Published: May 28, 2011

This is the story of how a dying Soviet-era industry and an aging biker population in the United States met and found happiness together on the streets and highways of America.

Think of it as Easy Rider, the golden years.

It started as a matter of survival for the Irbit Motor Works, which for decades had churned out its signature Ural motorcycle with sidecar attachment, but which discovered that its business was sputtering into the Post-Communist sunset like so many other Soviet enterprises.

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M-70 – die lebendige Geschichte der Ural-Motorräder

Am 19. November 1941 traf in Irbit – einer Kleinstadt 1200 östlich von Moskau – der erste Zug mit Maschinen, Werkzeugen, Teilen für die Produktion von Motorrädern ein. Das damalige Moskauer Motorradwerk wurde damit vor der drohenden Gefahr des Angriffs deutscher Truppen evakuiert.

Die übersiedelte Motorradfabrik hiess Irbiter Motorrad Werk (Irbitski Motozikletny Sawod) oder kurz IMZ und produzierte die erste M-72 als schweres geländegängiges Motorrad respektive Gespann für den Einsatz im Vaterländischen Krieg. Bis 1945 wurden für die Rote Armee 9500 Einheiten der M-72 produziert, oft von Frauen und auch Kinder, die im Westen Sibiriens Motorräder für die Kriegsfront zusammenbauen mussten.

Am 19. November 2011 feiert das Irbiter Motorradwerk seinen 70. Geburtstag und stellt dazu das Jubiläumsmodell Ural M-70 vor. Es ist den Pionieren unter den Arbeitern und Ingenieuren des Irbiter Motorradwerks aus der Zeit des Vaterländischen Krieges gewidmet.

Die Ural M-70 erinnert in den Details an das Original aus den 1940er Jahren, von der Farbgebung über das Material und die Farbe der Beiwagenabdeckung bis zum ursprünglichen roten, runden IMZ-Logo am Tank. Die Technik der M-70 ist natürlich – im Rahmen der bewährten Ural Retro – auf dem Stand des Jahres 2011.

Die Ural M-70 ist ein waschechtes Strassengespann mit 18 Zoll Rädern, stabilem Doppelschleifenrahmen, niedriger Bauweise und tiefem Schwerpunkt. Hinten und am Beiwagen dämpfen ZF Sachs Federbeine, vorne eine schwarze Marzocchi-Telegabel. Gebremst wird die M-70 von einer Brembo Vierkolben-Bremszange.

Die M-70 wird vom 19 November 2011 genau ein Jahr lang bis 19. November 2012 erhältlich sein.