*tot

Das wird mein letzter Text gewesen sein.
Ein letztes Mal, ich schreib es auf.

Hab so viel Leid ertragen.
Hab echt gedacht, ich halt es aus.
So viel hab ich mir eingeredet.
Sie sagen, wenn ich sterbe, sei das eingebildet.
Ich fand mein Leben für mich nie so wichtig.
Sag mir, wo ist sterben bitte egoistisch?
Ich hab “gelebt” nur für die Andern.
Und hab mir immer eingeredet, jeden Tag; “Fuck, ich kann das”.

Sag mir, wie kann ich an Gott glauben, wenn er mir jeden Freund nahm, den ich doch brauche?
Und dann vergeb ich echt mein Herz, um zu erfahrn, dass wenn jemand geht, wie doll das schmerzt.

Ich steh nicht mehr auf, diesmal bleib ich liegen.
Ihr habt Scherben aufm Weg? Ich hab ne scheiß Ruine!
Ich hab mehr gekämpft, als jeder andere.
Hab keine Kraft mehr, sehn wir ein, dass ich gefallen bin.
Ich möchte nicht so weiter leben.
Vielleicht ist es ja Zeit, jetzt wieder Heim zu gehen.
Ja, vielleicht kommt es mir so vor, als würd es leichter schein.
Nur ein Schritt von ner Brücke, um endlich frei zu sein.

Es ist egal, ob du sagst, dass du keine Kraft mehr hast oder nicht. Sie werden darauf eh nicht hören, sie werden dich zwingen, dein Leben weiterzuführen. Du musst arbeiten, oder zur Schule, du musst deinen Pflichten nach kommen. Scheiß egal, ob du die Kraft dazu hast. Und selbst wenn du kurz vor dem Selbstmord bist, werden sie dich weiter zwingen. Erst wenn du tot bist, hören sie auf.