- Joker
Es gibt Menschen, die nicht verstehen, dass der eine Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte, gar nicht der eigentliche Grund ist, dass man nicht mehr kann oder will... Sonder die vielen Tropfen davor...
Manchmal befindet sich der schlimmste Ort, an dem du sein kannst, direkt in deinem Kopf...
“Kommunikation bedeutet mir wirklich viel, denn ohne sie denke ich zu viel nach und erinnere mich an Vergangenes und genau ab diesem Punkt kann eine wirklich gute Sache unglaublich hässlich werden.”
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Ich hatte heute eines der inspirierendsten Gespräche die ich je hatte und mir ist einiges klar geworden. Tiefpunkte sind so wichtig im Leben oder in einer Beziehung weil man sonst nie die Höhepunkte genießen könnte. Und umso mehr ich falle umso schöner wird es sein auf Wolken zu schweben. Wenn du immer nur alles bekommst was du willst, wirst du es nie wertschätzen können. Beziehungen sind extrem individuell und ich werde mir nie wieder sagen lassen, dass etwas nicht normal, krank oder Psycho ist. Jede Beziehung hat etwas was sie ausmacht, etwas was man miteinander geteilt hat und was diese für einen besonders gemacht hat. Das schlimmste ist es, Angst zu haben. Angst, jemanden zu verlieren und sich damit so vieles zu verbocken. Jemandem von Anfang an Misstrauen entgegen zu bringen ist sehr toxisch. Keiner kann dir versprechen, dass er für immer mit dir zusammen bleiben wird und genau so kannst du das auch nicht. Ich müsste es eigentlich wissen, nachdem ich eine 6-jährige Beziehung beendet habe, nach 3 Jahren zusammen leben und gemeinsamen Haustieren. Aber warum beherrscht mich dann diese Angst immer? In der Entwicklung von Kindern ist die Bindung zu den eigenen Eltern essenziell. Wenn man eine unsichere Bindung zu seinen Eltern hatte, wird man es immer schwer haben zu vertrauen und sich zu öffnen, so heißt es in der Psychologie. Aber ich werde in Zukunft mein bestes geben, mich nicht mehr von der Angst beherrschen zu lassen und jeden Moment der mir im Leben geschenkt wird zu genießen. Daraus besteht das Leben nun mal. Aus Höhen und Tiefen. Streits gehören dazu und streiten muss man auch erstmal lernen. Und irgendwann weiß ich, dass ich jemanden anschreien kann oder, dass er mich ignoriert und am Ende des Tages lieben wir uns immer noch. Es fällt mir schwer mich zu öffnen, weil ich eine Person kennengelernt habe und sie mir gezeigt hat was ich in einem Menschen suche. Keiner kann dieser Vorstellung gerecht werden und ich werde niemals jemanden finden, der gut genug sein wird, wenn ich doch nur ihn in jedem Menschen suche. Das ist mir jetzt klar geworden. Ich glaube aber an Schicksal und ich glaube daran, dass ich die richtige Person finden werde, wenn ich das nicht schon getan habe. Auch wenn es sich so anfühlt, als wäre ich, wie ein Spielzeug behandelt worden, was ein Kleinkind unbedingt haben wollte, es zu Hause dann aber nach einigen Monaten spielen langweilig geworden ist und in die Ecke geworfen wurde. Aber vielleicht wird ihm irgendwann klar, dass das Spielzeug ihm immer beigestanden hat und ein treuer Begleiter war und vielleicht wird er sich schlecht fühlen, es so behandelt zu haben und es ganz fest drücken und behalten. Vielleicht war es aber auch nicht das richtige Spielzeug und es wird sein Lieblingsspielzeug noch finden. Krank, Menschen mit Objekten zu vergleichen. Aber wir waren alle mal Kinder und wir haben alle unser inneres Kind in uns. Ich werde nicht aufhören glücklich zu sein. Ich werde nicht aufhören traurig zu sein. Ich nehme alles mit und ich bin super aufgeregt, wer mich auf meinem Weg alles begleiten wird, wer geht, wer kommt und wer mit mir alle Höhen und Tiefen durchmachen wird und am Ende meine Hand hält.
Aufatmen
Ich erinnere mich an den schlimmen Schmerz als mich meine erste Liebe verlassen hat. Wir führten eine sehr toxische Beziehung. Als er mich verlassen hat, fühlte es sich so an als würde es mir die Luft abschnüren, als würde ich ersticken. Ich habe geschrien und geweint. Jede Nacht habe ich mich in den Schlaf geweint. Morgens wachte ich auf und habe weiter geweint. Es ging immer so weiter. Es fühlte sich immer mehr so an, als würde ich langsam und qualvoll ersticken. Irgendwann wurde meine Nacht zum Tag und mein Tag zur Nacht. Ich habe mich komplett selbst verloren. Ich habe nichts mehr mit Freunden unternommen, habe mich von allem und jedem distanziert und habe selbst Interesse an den Dingen verloren die ich eigentlich geliebt habe. Jeder Tag war gleich: dunkel, einsam, grau und eiskalt. Mein Herz schmerzte unendlich und es gab keinen Tag ohne Tränen und Vermissen. Doch an einem gewöhnlichen Dienstag wachte ich auf und konnte plötzlich wieder atmen. Plötzlich waren seit der schlimmen Trennung bereits 4 Jahre vergangen. Mein Herz schmerzte nicht mehr so sehr wie am Anfang und das Vermissen wurde erträglich. Die Tränen flossen nur noch ganz selten. Ich habe wieder angefangen die Dinge zu tun die ich liebe und habe mich wieder mit meinen Freunden getroffen. Die Erinnerungen verfolgen mich bis heute noch, aber es ist okay. Es fühlt sich nicht mehr wie sterben an, das Gefühl des Erstickens ist nicht mehr da. Nach 4 Jahren kann ich endlich wieder aufatmen.
Ja, toxische Beziehungen sind schwer, aber weißt du was noch schwerer ist?
Die normalen Beziehungen nach einer toxischen Beziehung. Niemand spricht darüber, wie schwer es ist, all die Verhaltensweisen abzulegen, die man sich als Schutzmechanismus angeeignet hat wegen toxischen Menschen!
Die traurigste Wahrheit ist die, zu erkennen, dass du dich in etwas verliebt hast, was niemals sein kann.
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“…you can hate a place with all your heart and soul and still be homesick for it.”
— Joseph Mitchell
„Was um Alles in der Welt hast du zwei Jahre lang getrieben ?
- Ich hab' nachgedacht
Und über was, wenn ich fragen darf ?
-Über mich, über dich, über alles.“
Majan - Kalt
“Promise me not to hide yourself when you’re in pain, it’s unfair that we laughed together but you cried alone”
— Unknown



