Jacques Derridas Audio-Essay „What comes before the Question?“

Es wird oft gesagt, dass Philosophen, wenn sie einen Philosophiekurs beginnen, mit der Frage beginnen: "Was ist?" - die Seinsfrage - ist die Antrittsfrage der Philosophie. Sie sagen, dass alles in Griechenland begann, als sich die Philosophen fragten: "Ti esti?" - "Was ist der Sinn von diesem oder jenem?". "Was meinen wir mit dem Wort Sein?". Aber im Grunde ist die erste Frage zu der Frage, die mich beschäftigt hat - ich habe sie nicht erfunden, sie kam aus meinen Lektüren - die erste Frage zu der Frage besteht aus zwei Teilen. Erstens: Ist - wie oft gesagt wird - in der Denkweise Heideggers die privilegierte Form der Philosophie in Frage gestellt? Ist Denken wirklich hinterfragend, wie es oft gesagt wird? Könnte es nicht vor der Frage eine ältere, tiefere und radikalere Bewegung geben, die nicht hinterfragt, sondern eher bejaht.

Von Eisheiligen und Kellergeistern Deutsch-dänisches Geistertreffen im Rabenholzer Wald Ein Projekt der Schleswig-Holsteinischen Kulturerben in Zusammenarbeit (Barbara von Campe / Inga Momsen) mit der deutsch-dänischen Schule Boel-Struxdorf/ Bøl-Strukstrup Danske Skole (Anne Karin Balle Sjøstrø) In Kooperation mit der Ausstellung "7 Walks in the Woods - Künstlerische Spurensicherungen im Rabenholzer Wald” der Gesellschaft für zeitgenössische Konzepte e.V. (Verena Voigt M.A.) und Weltkunst Angeln e.V. (Anka Landtau)

http://kulturerben-sh.pageflow.io/lernort-kulturlandschaft-von-eisheiligen-und-kellergeistern Archäologische Grabungen im Rabenholzer Wald legen Spuren zu einem rätselhaften Eiskeller. Ein Stück Angelner Kulturlandschaft wird zum Forschungsgegenstand eines deutsch-dänischen Schulprojekts. Gefördert von der IB.SH und der GFZK e.V.

Samstag, 5. August, ab 15 Uhr: Kuratorenführung mit anschließendem Künstlergespräch mit Sabine Linse

Die Ausstellung „7 Walks in the Woods – Künstlerische Spurensicherungen im Rabenholzer Wald“ thematisiert das Abwesende und Anwesende. Sie nimmt dabei eine verdeckt skulpturale Perspektive ein, die dem Betrachter Wege physischer Perzeption eröffnet.     

Die abwesende Anwesenheit der „29 Bodies“ von Linda Lammert-Lildholdt, die den Ausstellungsraum dominieren, spricht im Betrachter die Phantasie als rekonstruierenden Sinn an, ebenso die anthropomorphen  Formationen in der Eiskeller-Baumlandschaft von Anja Jensen, die Nymphen im Jungbrunnen (Anka Landtau) und das versteckte Atmen des Laubhaufens von Clement Price-Thomas. Vor dem Hintergrund der Unsichtbarkeit des Eiskellers und im Ausstellungszusammenhang werden sie zu künstlerischen Rekonstruktionsversuchen und sensibilisieren für die Ambivalenz von Präsenz und dem Gegenteil davon. In diesen Zusammenhängen erhalten die drei  versunkenen Körper in Sabines Linses Video „Im Grünen“ etwas surreal Landschaftsbezogenes, denn das Gelände zwischen dem ehemaligen Eiskeller und dem trockengelegten Rabenholzer See ist bis heute ein Sumpfgebiet.