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Lieder ohne Worte Op.62 No.6"Frühlingslied"/ Mendelssohn,Felix

演奏は,よく聴くとボロだらけという感じ­なのですが,楽しんで頂けて何よりです.

Though it really sucks when playing with my chromatic harmonica.

Wie es zur Idee für eine Oper "Caravaggio" kam

nikolausschapfl.com

Ich habe Caravaggio erst überhaupt beim Betreten der Villa Borghese im März 2004 kennengelernt, in die ich geschickt worden war, Berninis wegen. Ich wußte nichts von Caravaggio.

Ein Licht, um die Dunkelheit zu vertreiben

Also ist meine Beziehung zu ihm völlig persönlich - vom Ursprung her. Als ich die Worte an mich persönlich gerichtet vernahm: “Der war ja so schrecklich unverstanden”, spitzte ich die Ohren. Dieser Herr, den ich gerade kennengelernt hatte, leitete eine deutschsprachige Führung, der ich mich - etwas abseits - angeschlossen hatte. Ich war mit ihm ins Gespräch gekommen, da er in Raffaels Grablegung Maria Magdalena mit der Muttergottes verwechselt hatte. Ich stand also in den Räumen mit den Caravaggios in wacher Trance: Das Licht, die auf den Punkt gebrachte Unmittelbarkeit, die Essenz des Augenblicks, die Intensität der Blicke z.B. des kranken Bachus’ oder Johannes des Täufers, klangen in mir sanft und mächtig wie eine riesige Glocke. Überhaupt schien Caravaggios Aggressivität von der Art zu sein, wie sich das Licht bemerkbar macht, um die Dunkelheit zu vertreiben: Gleißend, blendend, Paulus vom Pferd werfend, ein sich nicht unterkriegen lassen im Vorhaben, die Menschen doch endlich aufzuwecken aus ihrer unerträglichen Schwere, Angepaßtheit, ihrem Mitläufertum, der heimtückischen, schleichenden Banalität, die sich äußert im Gleichschalten, im Unterdrücken, im Zufriedensein mit Pöstchen und Orden und damit die urmenschliche Begabung zu verneinen.

Ein neues Opernthema nach dem Kleinen Prinzen

In der Geschichte gab es immer Personen, die wie kleine Pflänzchen eine Betonplatte durchbrechen, oder wie Ruder, mit denen das Schiff neu ausgerichtet wird, und die klarerweise starken Widerspruch erfahren. Es war schwer gewesen, auf den Kleinen Prinzen nach Saint-Exupéry ein neues Opernthema zu finden. Ohne Zweifel ging in mir ein neues Sujet auf.

Chiaroscuro: Hell und Dunkel, Tremendum und Faszinosum

Wenige Wochen später erzählte ich Matthew Faulk in London davon. Er war genauso fasziniert, nannte es eine gute Idee, und, obwohl er für Arbeiten für Hollywood-Movies und durch Aufträge der BBC randvoll ausgelastet war, machte er sich sogleich an die Arbeit, die immerhin bis 2006 dauern sollte. Ich beschrieb ihm eine Fülle von Szenen und möglichen Arienthemen, sodaß er meinte, ich sollte das Libretto schreiben, er würde mir helfen, was ich aber ablehnte. Zur Musik ließe sich vielleicht in Worten sagen: “Chiaroscuro” - Hell-Dunkel: in der Malerei, im Leben, in der Moralität der Handlungen (die einzigen schriftlichen Zeugnisse, die wir haben, sind Prozessakten), in der Musik. Diese Gegensätze waren Caravaggio bewusst - behaupte ich. Der Dirigent Franz Schottky äußerte zur Ouvertüre: “Kantabilität, die von rhythmischen Expressionen durchbrochen wird.”, worauf mir das Tremendum und Faszinosum in den Sinn kommt - von Caravaggio bis in die letzte Faser des Lebens verfolgt. Aber nicht nur Ästhetik allein: Eine geniale Darstellung entkommt nicht der Bewertung des Handelns: Wie sonst hätte er in einem seiner letzten - oder dem letzten - Gemälde “David mit dem Haupt des Goliath”, dem Schwert eingravieren können: “Humilitas occidit superbiam”? Die Demut überwindet den Hochmut.

“Musik verspricht nie mehr, als sie ist”

Natürlich bringt ein Komponist eine Geschichte ganz in seine Art getaucht heraus. Komponieren ist ein sowohl einsamer als auch sozialer Prozess, da er für das “Du” getan wird. Die Musik kann in jeder Gesamtheit von Ästhetik und Handlung tiefere Erlebnisflächen öffnen und somit eine Neubewertung ermöglichen. Oberfläche und Inhalt, das heißt Sein und Schein, sind in der Musik identisch. Musik verspricht nie mehr, als sie ist und ist daher reine Unmittelbarkeit. Sie entspringt aus Staunen, Tanz, Trauer, Freude, Du und Ich, und ist es zugleich. Sie ist weder nur konstruiert noch nur unüberlegt. Sie ist im Spannungsfeld aus Spontaneität und Bedachtheit. Diese Fragen stehen alle im Raum, inwieweit die Tötung Tommassonis im Duell bedacht oder unbedacht, billigend in Kauf genommen und damit Folge eines Charakters war, der heute nur nicht als „haltlos“ sondern als „erst richtig künstlerisch“ eingeordnet wird, denn unserem Klischee nach stellt die ethische Frage immer nur der Minderbegabte. Baglione verhält sich zu Caravaggio, wie Salieri zu Amadeus.

“Lieblingskritiken Aber er hatte es von Anfang an geahnt: Der Heavy Metal ist die klassische Musik des 21. Jahrhunderts. Eine feste Burg der Andacht, des Geniekults und des Virtuosentums. ”

“Lieblingskritiken (1) Aber er hatte es von Anfang an geahnt: Der Heavy Metal ist die klassische Musik des 21. Jahrhunderts. Eine feste Burg der Andacht, des Geniekults und des Virtuosentums. ”

http://www.welt.de/print/welt_kompakt/kultur/article11855536/Grand-Zappa-und-Heavy-Metal.html

Die Kraft klassischer Musik

Irgendwann vor Urzeiten - genaugenommen vor ein paar Tagen war ich mir in keiner Weise der klassischen Musik bewusst. Man hört als angesagter Teenager keine Opern und Konzerte. Es wird Pop und Rock gehört. Musik mit einem starken Beat. Ich selbst bin großer Fan von dieser Musik, es gibt Lieder von denen ich wochenlange Ohrwürmer bekomme. Hin und wieder habe ich auch schon mal ein bisschen Klassik aufgeschnappt, fand sie ganz “nett”. Bis ich erkannt habe, dass dieses Adjektiv wirklich weitgefehlt ist hat es lange gedauert. Ich musste erst mit meiner Stimmung bis zur bodenlosen Verzweiflung kommen, unterbewusst den Drang verspürt haben mich zu bilden, sich von der Masse abzuheben und dann musste das Wort Matthäus passion irgendwo in meinem Herzen aufgeleuchtet sein. Ich hab mir eine schlaflose Nacht die ganze Matthäus passion angehört. Dann immer immer wieder. Ich habe mich in einzelne Arien, Takte und Noten verliebt. Keine Musik hat mich bisher so sehr berührt. Keine Musik mich so verstanden. Kein Ton der Welt war in meinen Ohren je so sanft und stark. Ich bin ein sehr offener Mensch und versuchte meine Passion zu teilen und stieß dabei auf taube Ohren - ich gab auf. Aber für mich selbst ist es meine Quelle der Gefühle geworden, ein Geheimnis, dass nicht gelüftet werden wird, eine Kraft, die in den Noten schlummert, in meinen Ohren entfesselt wird und in meinem Herzen zur Musik wird.
Ich bin 16 und dankbar, dass ich nun den warscheinlich größten Teil meines Lebens fähig bin die klassische Musik nicht zu versäumen, weil ich ihre Kraft endlich erkannt habe.
Danke

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