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Sign up to find more cool stuff to followDu faszinierst mich
Was mich an dir so fasziniert?
Ich glaube, das ist die Welt in dir. Wenn ich mit dir rede und dich ansehe, kenne ich die Gedanken die hinter deinen Worten stecken, ich weiß wie tief die Abgründe deiner Seele sind und ich weiß, dass du viel über deine Worte nachdenkst.
Wenn ich mit anderen rede habe ich dieses Gefühl nicht. Jeder andere kommt mir oberflächlich vor und unüberlegt im Gegensatz zu dir. Deine Worte, deine Taten, alles was du machst hat mehr Bedeutung als wenn es jemand anderes machen würde.
YOLO - Du lebst nur einmal.
Es ist faszinierend, wie viele Probleme andere zu haben scheinen, wo ich mit meinem glücklichen Leben so herrlich unproblematisch dasitze. Stress, Liebeskummer und sonstige Motivation zerschmetternden Gefühlstiefs rauschen einfach an mir vorbei. Und das haben sie die letzten 16 Jahre meines Lebens genauso gemacht. Langzeitig hat mir nie etwas wirklich zu schaffen gemacht, mich nie lange aus der Bahn geworfen.
Versteht mich nicht falsch – ich bin unwahrscheinlich dankbar dafür, dass diese Stärke für mich eine solche Selbstverständlichkeit ist. Ich bin stolz auf sie.
Aber sie verhindert eben auch, Verständnis für andere aufzubringen. Andere, die vielleicht keine so wunderbare Gefühlswelt haben, die mit Dingen zu kämpfen haben, die für mich absolut nicht nachvollziehbar sind. Auf der einen Seite ist vielleicht genau das gut - ich setze mich nicht intensiv mit ihnen auseinander und lasse sie schon gar nicht nah an mich heran. Ich belaste mich ganz einfach nicht mit ihnen. Aber das ist eben nur die eine Seite. Im Beweisen von Feingefühl, Toleranz und dem Timing, das Richtige im richtigen Moment zu sagen, bin ich fürchterlich. Trösten fällt mir schwer. Zwar kann ich Leute hervorragend in den Arm nehmen, aber was dann zu sagen ist, ist mir ein Rätsel. Ein wahrlich verworrenes und nicht lösbares Rätsel. So ähnlich wie Mathematik. Ja, genau. Trauer und Funktionsgleichungen lassen sich hervorragend assoziieren. Kompliziert, störend, bisweilen unnütz und fordern beide nicht selten ein dezent ironisches Lächeln.