Zwiebelrostbraten, jawohl!

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Rouladen with blaukraut. Sauerbraten with spaetzle (pronounced schpet-zluh). Kassler ribs with sauerkraut. Those were the foods I grew up with. They were a source or nourishment and identity as a child with German parents.

Then I became a vegetarian and all those foods I loved so much disappeared from my plate.

Instead, I live vicariously through my omnivore husband. When we travel to Germany, I tell him what I think he should order at a restaurant because if I was still a meat eater, that’s what I’d have.

This is Zwiebelrostbraten (steak with fried onions and sauce) with spaetzle from a recent trip and without a doubt, my favourite German meal growing up.

Weinstube Vetter

Ich war kürzlich in der Weinstube Vetter und das kam so: Meine lieben Freunde hatten mir zum Geburtstag einen Abend mit Wein und Essen geschenkt. Leider haben Anfang September die meisten Besen hier im Raum Stuttgart geschlossen, weswegen wir auf eine der zahlreichen Weinstuben ausweichen mussten. Auch hier hatte die erste Wahl Betriebsferien (in Baden-Württemberg werden die Sommerferien auch in der Gastronomie Ernst genommen), sodass wir in der Weinstube Vetter im Heusteigviertel landeten.

Die Weinstube Vetter ist die unweinstubigste Weinstube, in der ich jemals war. Der Laden ist eher modern und schlicht gehalten, die niedrigen Decken und der Wirtshauscharme, der sonst durch Weinstuben weht, fehlen hier völlig. Die Küche bewegt sich irgendwo zwischen deutscher und italienischer Ausrichtung und die Preise sind gehoben. Es gibt sowohl Zwiebelrostbraten als auch Ossobuco, es gibt Semmelknödel und Ziegenkäse, Blutwurst und Tintenfisch. (Zum Glück nicht auf einem Teller.) Allenfalls die Weinauswahl lässt erahnen, dass man sich in einer Weinstube befindet. Der Grauburgunder aus der Region Offenburg kam dann praktischerweise auch in der Literflasche auf den Tisch und war sehr lecker; womit die Badener mal wieder beweisen, dass sie weinmäßig mehr drauf haben als die Württemberger.

Nachdem wir draußen auf der schönen, großen Terrasse Platz genommen hatten, bekamen wir von der bemühten und aufmerksamen Kellnerin alsgleich die Karten gereicht. Es gab an unserem Tisch drei Vorspeisen, zwei Mal die obligatorische Flädlesuppe, ein Mal eine Steinpilzsuppe. Die Steinpilzsuppe war meine Wahl und ich habe es nicht bereut. Würzig, pilzig, heiß, wirklich gut. Auch die Flädlesuppe war würzig und lecker.

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Nach diesem vielversprechenden Start kamen dann auch recht bald die Hauptspeisen auf den Tisch. Der Mann bekam Ossobuco mit Tagliatelle und Spinat, ich einen Zwiebelrostbraten mit Bratkartoffeln. Ebenfalls gegessen wurden: Seeteufel mit Nudeln und Spinat, Ziegenkäse mit Rotebeete (war eigentlich eine Vorspeise, deswegen ist die Portion auch so übersichtlich) und Kalbstafelspitz. Letzterer wurde von den Kellnerin leider zunächst vergessen, wofür sie sich im Verlaufe des Abends aber gefühlte 200 Mal entschuldigte.

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Mein Rostbraten war geschmacklich tiptop und wie versprochen medium gebraten, für mich hätten es noch mehr Zwiebeln sein dürfen, aber da bin ich nicht objektiv, ich könnte meinen Braten in Zwiebeln ertränken. Was ich aber sehr schade fand: Der Braten kam ohne Beilagensalat auf den Tisch. Und ich muss sagen: Für den Preis hätte ich einen Salat als zusätzliche Beilage mehr als berechtigt gefunden.

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Das Ossubuco des Mannes war sehr saftig und lecker, bemerkenswert auch die Spinatbeilage. Hammer!

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Fazit: Der Wein war super, die Begleitung auch. Die Qualität des Essens ging absolut in Ordnung, allerdings hat es auch echt seinen Preis. Für mich ein Lokal, in das man mit seinen Eltern geht, um etwas zu feiern oder wenn Geld nicht die ganz große Rolle spielt. Denn rein vom Preis-Leistungs-Verhältnis her gibt es bessere gutbürgerliche Adressen.

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