Wenn Kinder trauern und andere Neuerscheinungen - Diese Woche sehr verschiedene Bücher bei EDITION digital

GODERN bei Schwerin – Mit gleich vier, allerdings sehr verschiedenen Neuerscheinungen wartet die EDITION digital aus Godern bei Schwerin in dieser Woche auf:

In ihrem Buch und E-Book „Das trauernde Kind.
Aktuelles Basiswissen und konkrete Hilfestellung im Rahmen der Kinderbetreuung“ setzt sich Dörte Jost aus Wismar mit den vielen Gesichtern kindlicher Trauer auseinander. Damit sich die Trauer entfalten und
letzten Endes selbst überwinden kann, braucht es begleitende Erwachsene und deren Verständnis und Toleranz. Wegen ihrer eigenen Betroffenheit sind Eltern in Trauerzeiten jedoch kaum eine Stütze für ihre
Kinder. Dörte Jost plädiert daher in ihrem Ratgeber für die Hilfe von Erziehern sowie von Tagesmüttern und Tagesvätern. Verbunden mit ihrem Fachwissen um mögliche Trauerreaktionen, um zu durchlaufende
Traueraufgaben und Erkenntnisse aus der Hirnforschung zu Trauerprozessen können sie ins tiefere Verstehen gelangen und in ihre Rolle als wichtige Begleitperson für Kinder hineinwachsen. Im zweiten Teil ihres Buches widmet sich die Autorin begleitenden Hilfsangeboten durch pädagogische Fachkräfte, die zur Trauerbewältigung bei Kindern beitragen können. Abgerundet wird ihr Buch durch Antworten auf Kinderfragen und Empfehlungen zu hilfreichen Kinderbüchern.

Mit einer Auswahl von 140 seiner insgesamt 200 ursprünglich für die Magdeburger „Volksstimme“ verfassten Zeitungskolumnen überrascht der vor allem als Kinderbuchautor bekannte Schriftsteller Martin Meißner. Unter dem Titel „Elitepartner und Omatyp“ reichen die Themen seiner im besten Sinne satirischen Kurzgeschichten von Aufklärung, Datenschutz und Gesundheitsreform über Elternhaus und Schule, über die Idealfigur und die Unterschiede zwischen Tier und Mensch bis zum schönen Geschlecht und zur Zungenfertigkeit. Außerdem veröffentlicht EDITION digital den ungewöhnlichen Schwerin-Reiseführer „Viel
Sehenswertes und schöne Architektur“ als Buch und E-Book, in dem Erika Rieckhoff ihre Heimatstadt – für sie eine der schönsten Städte Deutschlands – auf originelle Weise vorstellt. Ausgangspunkt für ihre
Einladung zur Entdeckungsreise ist eine Vielzahl von ihr fotografierter Gebäude und Gegenden, Straßen und Plätze der inzwischen 854-jährigen Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern. Los geht es übrigens
am Schweriner Hauptbahnhof. Eine außergewöhnliche Begegnung mit Asien, mit dem Glück und mit der Liebe bietet der in den USA lebende Christoph S. Eberle mit seinem Buch „Wanderer, du“, das zu weiten Teilen ein Gedichtband ist. Wer sich darauf einlassen kann und will, den zieht dieser außergewöhnliche Besuch in einer Gedankenstadt in seinen Bann. Alle vier diese Woche neu erschienenen E-Books können ab sofort unter www.ddrautoren.de, bei Weltbild, Google, Apple und Amazon gekauft werden.

Die vor knapp 20 Jahren von Gisela und Sören Pekrul gegründete EDITION digital hat sich seit 2011 verstärkt dem E-Book verschrieben. Wie Verlagschefin Gisela Pekrul erläuterte, bestehe der Vorteil der E-
Books vor allem darin, dass man immer ausreichend Lektüre bei sich habe, die Schrift vergrößern und sich mit manchen Geräten die Bücher sogar vorlesen lassen könne. Außerdem seien digitale Bücher oft
preiswerter als gedruckte. Als sein erstes digitales Erzeugnis hatte der Verlag 1994 die CD-ROM „Mecklenburg-Vorpommern digital“ herausgebracht. Als erstes tatsächliches E-Book legte EDITION digital zur
Leipziger Buchmesse 2011 „Schloss Karnitten“ von Manfred Kubowsky vor. Insgesamt umfasst das E-Book-Programm über 500 Titel (Stand August 2014) von 100 DDR-Autoren, wie Wolfgang Held, C. U. Wiesner, Wolfgang Schreyer und Erik Neutsch sowie den Sience-Fiction-Autoren Carlos Rasch und Karsten Kruschel. Nachzulesen ist das Gesamtprogramm unter www.ddrautoren.de. Jährlich erscheinen rund 200 E-Books neu, so als Nächstes das Gesamtwerk der Schweriner Schriftstellerin Christa Grasmeyer, Jahrgang 1935, deren Bücher sich vorwiegend an jugendliche Leser wenden. Dazu gehören die Erzählungen „Kapitän Corinna“, „Ein Fingerhut voll Zuversicht“, „Verliebt auf eigene Gefahr“ und „Aufforderung zum Tanz“.


Weitere Informationen und Angaben finden Sie unter http://www.prseiten.de/pressefach/edition-digital/news/3025 sowie http://www.ddrautoren.de/autorenliste.htm.

Über EDITION digital Pekrul & Sohn Gbr:
EDITION digital wurde 1994 gegründet und gibt neben E-Books Bücher über Mecklenburg-Vorpommern und von Autoren aus dem Bundesland heraus. Ein weiterer Schwerpunkt sind Grafiken und Beschreibungen von historischen Handwerks- und Berufszeichen.

Pressekontakt:
EDITION digital Pekrul & Sohn GbR
Gisela Pekrul
Alte Dorfstr. 2 b
19065 Pinnow
Deutschland
03860 505788
verlag@edition-digital.com
http://www.ddrautoren.de

Donnerschlag am Donnerstag (2)

Jahrhundertflut, NSA-Affäre, Papstrücktritt: Drei Ereignisse aus dem Vorjahr, von denen man bereits jetzt behaupten kann, dass sie künftig in Geschichtsbüchern ihren festen Platz haben werden. Noch in Jahrzehnten werden sich Menschen gegenseitig fragen “Wo warst du, als es passierte?”.

Schon jetzt zeichnet sich für 2014 ein Ereignis ähnlicher Größenordnung ab. Die Rede ist vom Stendaler Blitz (außerhalb Deutschlands inzwischen auch als  “The Stendal Lightning” bekannt). Obwohl dieses unfassbare Politikum gerade einmal eine Woche alt ist, kann man mit Fug und Recht behaupten, dass es das Leben vieler Menschen völlig aus der Bahn geworfen hat. Gerade vergangene Nacht rannte an meinem Fenster ein offenbar geistig verwirrter, obendrein nackter Mann vorbei, der völlig aufgebracht etwas von “bitteren Rache der Frau Holle” schrie und sich dabei die Haare ausriss. Zugegeben, das hatte er vor dem Blitzschlag auch schon regelmäßig gemacht, aber diesmal trug er eine Multisteckdose um den Hals.

Zurück zu den Tatsachen: Es gab neue Entwicklungen im größten Spektakel Stendals seit  der Fertigstellung einer Schnitzwand im Rathausfestsaal anno 1462. Die Altmark-Zeitung, erbitterter Konkurrent der Volksstimme, berichtet nämlich von Blutregen, der sich nach dem Blitz über den Straßen Stendals ergossen haben soll. Pah! Was ein lausiger Versuch, das ohnehin schon mysteriöse Ereignis noch auszuschlachten und mit einer Portion Horror zu garnieren. Wohl zu viele Stendaler Schaugeschichten™ gelesen, wie?! Okay, Blutregen bezeichnet auch einen Niederschlag, der von Sandstaub durchsetzt ist, aber was hat der Sahara-Sand über Europa mit dem Blitz zu tun?

Hier die wirklich Neuigkeit: Pfarrer Krüger von der Jacobi-Kirche behauptet, der Mega-Blitz wäre in seinen Kirchturm eingeschlagen. Denn seit dem fraglichen Abend steht die Kirchenuhr still. Und zwar auf kurz nach halb elf – dem fast exakten Zeitpunkt des dokumentierten Wetterphänomens. Zudem berichtet er von einem verschmorten Sicherungskasten und Funkenschlag aus Steckdosen. Moment mal! Ein Blitz? Eine stehengebliebene Uhr? Ein Kurzschluss? Ich habe eine starke Ahnung, was da wirklich passiert sein könnte…

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Donnerschlag am Donnerstag

Nein, liebe Leser, es hätte mich nicht gestört, wäre Stendal am vergangenen Donnerstag dem Erdboden gleichgemacht worden. Ferner glaube ich auch nicht, dass sich irgendjemand darüber beschwert hätte, außer vielleicht ein paar der Einwohner selbst.

Was war passiert?

Es ist Donnerstagabend kurz nach halb zehn. Die Stendaler, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht schlafen, siechen auf ihren Sofas dahin und lassen vom Flimmerkasten berieseln. Dann plötzlich geschieht es: Ein kurzer Blitz, dann ein unvorstellbar lautes Getöse, dass mit Sicherheit nicht nur mich aufschrecken ließ. Fensterscheiben vibrierten, Hunde bellten, Alarmanlagen sprangen an. Ich zog die Gardine vor dem Fenster auf in der Erwartung, das Haus auf der gegenüberliegenden Straßenseite in Trümmern zu sehen. Doch dem war nicht so. Stattdessen leichter Regen.

Natürlich werden viele jetzt entgegnen: Ha, wie dumm! Lässt der Typ sich doch durch ein harmloses Gewitter völlig aus der Ruhe bringen.

Tatsächlich erschien auch mir ein Blitzschlag mit darauf folgendem Donner die einzig brauchbare Erklärung zu sein. Dagegen sprach jedoch, dass es bei diesem singulären Ereignis blieb, weder Blitz noch Donner folgten. Zum anderen erinnerte der Lärm mehr an ein Bersten, Einstürzen oder Detonieren als an ein gewöhnliches Donnern.

Am nächsten Tag war das mysteriöse Ereignis dann auch Stadtgespräch Nummer eins. Ob beim Bäcker, auf der Straße, bei Facebook oder in der Redaktion, überall herrschte eine ungewisse Ratlosigkeit bzw. ratlose Ungewissheit, die gelegentlich durch verzweifelt wirkende Witzchen („Die Russen kommen!“) versucht wurde aufzubrechen.

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Nachdem durch Anrufe bei der Polizei und Rettungsleitstelle die Ursachen Gasexplosion und Bundeswehrübung (die Luftwaffe übt ab Mai tatsächlich über der Altmark) ausgeschlossen werden konnten, war ein so kurzes wie heftiges Gewitter die einzig mögliche Erklärung… Wäre da nicht der sensationsgeile MDR, der per Tweet und TV-Beitrag das Gerücht um einen Meteoriteneinschlag anheizte. Was hätte das für eine Story werden können!

Letztendlich brachte dann aber doch ein Anruf beim Deutschen Wetterdienst Gewissheit: Wie mir Diplom-Meteorologe Gerold Weber erklärte, sei über Stendals Stadtmitte am Vorabend tatsächlich eine ungewöhnlich starke elektrische Entladung gemessen worden. Weil diese etwa zehnmal heftiger war als ein gewöhnlicher Blitz, sei auch der Donner derartig ohrenbetäubend laut gewesen, dass man tatsächlich annehmen könnte, man befände sich in unmittelbarer Nähe zu einer Explosion. Eine dazugehörige Druckwelle sei dann durchaus in der Lage, Alarmanlagen aufheulen zu lassen und Fenster zum Wackeln zu bringen.

Dementsprechend sah sich schließlich auch der MDR gezwungen, seine Meteoriten-Geschichte zurückzunehmen und die wahre, wenngleich minder spannende Story aus der Volksstimme zu zitieren. Lesenwert sind dafür aber die Kommentare unter dem MDR-Artikel. Hier eine Auswahl:

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Hier noch schnell eine Abschlusspointe, damit der Beitrag nicht so diffus endet: Ebenfalls am Donnerstag wurde bekannt, dass ein Stendaler 6,3 Millionen Euro im Lotto gewonnen hatte. Bekanntlich ist es ja wahrscheinlicher, vom Blitz getroffen zu werden, als sechs Richtige zu haben. So frage ich mich nun: Ist Stendal – da hier beides innerhalb von nur 24 Stunden eintrat – die offiziell glücklichste Stadt der We.., äh… Moment…, habe gerade aus dem Fenster geschaut: Nein, ist sie nicht!

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