verschlungen

Und ich bin ich soweit geschwommen, dass mich die Wellen verschlungen, bin so tief gefallen, dass niemand meinen Aufprall hörte. Habe so laut geschrien, dass man mein Schreien nicht mehr von der Stille unterscheiden konnte und ich habe so viel geweint, bis meine Tränen meine Familie wurden.

anonymous asked:

How do you say I've been engulfed by the dark abyss in German? Asking for a friend

Ich habe durch den dunklen Abgrund verschlungen worden

i think?? 

anonymous asked:

Lorenz: Ja ! Also da lagen ein Mann und eine Frau genauso verschlungen, wie ich das mal bei dir und Mama gesehen habe. Da stand auch was von Geräuschen und alles und so...

Gut, äh… Ähem. Ja, soetwas… passiert.

Der Rausch

Der Rausch der Gefühle ist das eine, man kann aber auch nachhelfen. Was hat das Fräulein nicht schon alles in der Seife gesehen. Da wurde gekifft, gekokst, geschnüffelt, Pilze und Pillen eingeworfen, ein einziger Drogensumpf. Erstaunlich genug für eine brave Vorabendserie, noch erstaunlicher aber ist die akkurate Typologie von Droge und Rausch. Man könnte fast meinen, hier würde jemand Erfahrungen aus erster Hand teilen.

Das Tiefenentspannte des notorischen Kiffers fügt sich auf amüsante Weise mit der trägen Heiterkeit derjenigen, die rein zufällig an Haschkekse geraten sind und sich schon genügend reingepfiffen haben, bevor ihnen dämmert, was genau sie gerade so bleiern beschwingt. Für psychedelisch eingefärbte Trance sind die Pilze gut, bunt und amorph ist dieser Rausch ein einziger Trip ins Land der Geister und Schamanen. Allzu schnell wird die Farbenpracht von den Flammen eines sehr realen Feuers verschlungen. Der Brand scheint im Übrigen die Moral zu bilden, die den heiteren Drogen das Heitere zu nehmen hat.

Die traurigen Drogen fächern sich zwischen Unterschicht und Leistungsträgern auf, eine ernsthafte Differenz beinhalten sie nicht. Es ist das gleiche trostlose Ungemach, das aus Klebstoff und Pillen resultiert. Im Alkohol wird es nochmals indifferenter: Eine Unmenge an Sektkorken knallt schon am Vormittag, ohne dass es einmal problematisiert werden würde. Nur der Anwalt mit seiner Vorliebe für gleichermaßen teuren wie einsamen Cognac lässt den Suff schon mal ins Fatale abgleiten. Seine gemeinsamen Gelage mit dem Chefredakteur aber lassen den Ernst seines Suchtpotenzials vermissen, ertrinken sie doch regelmäßig in der Komik ihres Katers, der sie nicht nur mit Kopfschmerzen sondern auch mit fassungslosem Entsetzen über ihre nächtlichen Eskapaden erwachen lässt.

Und dann gab es noch den, der sich immer von Drogen fernhalten wollte und dennoch fast die gesamte Palette mitgenommen hat. Mit schlechtem Beispiel ging Zac voran, immerhin endeten seine Experimente verlässlich im Kater. Und doch, spätestens bei der Typologie des Kokains wurde es, nun sagen wir mal, faszinierend. Es war ein überdreht, abgefahrener Trip, voller Energie, in dem die Berauschten glaubten die Größten zu sein und Millionendeals auf einem Bierdeckel abschlossen. Wenn wir als nächstes Zac kotzend über der Spüle erblicken, kommt die Moral auf dem Fuß und dass ausgerechnet der professionelle Kiffer ihn belehrt, wie schädlich das Koksen ist, kann man gut oder schlecht finden. Ja sicher, eine Warnung sollte obligatorisch sein: Liebe Kinder, Drogen sind nicht gut, lasst die Finger davon. Aber war diese Folge nicht irre lustig?

meeresgott asked:

Liest Du gerne? Wenn ja, welche Bücher mochtest Du am liebsten?

Früher habe ich jedes Buch was ich in die Finger bekommen habe verschlungen. Aber leider finde ich nicht mehr die Zeit zu lesen.
Also ja ich lese gerne und eins der besten Bücher waren die Tribute von panem Bücher (besonders das erste und das zweite)

48 stunden sind es woh, die man als neuwhiskeytrinker warten muss, ehe man in das separee der bar darf. separee finde ich übrigens ein nettes wort, was so schön plüschig klingt. plüschig wiederum passt nicht wirklich zum morgen, zumindest nicht wenn er geduscht und aufpoliert daher kommt. ‘wach’ wäre noch eine tolle eigenschaft - die aber zu plüsch auch nicht passt. ‘liegend’ - passt nicht zum morgen, aber zum plüsch, und das wäre nett gerade. es müsste auch nicht gerade sein - das liegend. es könnte meinetwegen auch gebogen, gekrümt, verknäuelt oder verschlungen sein. ich verschlinge jetzt erstmal obst - das soll ja helfen… :)

3

Beim Geburtstagsfruehstueckmachen ist mir in der Kueche die geruhsame Hostelschildkroete ueber die Fuesse spaziert, die eigentlich unter den Avocado- und Mandarinenbaeumen im Garten wohnt.

Am naechsten Tag sind wir ueber insgesamt zwei Kilometer Zipline durch den Dchungel gerauscht -Spielplatztraeume wurden war! Manche lines konnte man auch ueber Kopf, auf dem Bauch (mit den Beinen in einer Schlinge) oder sogar zu zweit (kamasutramaessig verschlungen) machen!

Bjoern nachdem er mit den Worten “Geh as Fenter” aus dem Hostelzimmer geflitzt war, um zwei verdatterten Kindern gegenueber ihr BMX (oder war es doch ein Kiderfahrrad?) abzuquatschen und zur Verwunderung aller ein bisschen damit umherzuhuepfen. (erinnerte an Martie McFly, als er sich im 2. Teil von BttF das pinke Hoverboard ausleiht)

Das hier ist beachtenswerteste16 (16, w) passiert: Vote auf schlimmergehtnimmer.de, Like oder kommentiere - “Ich habe vor einigen Woche die Harry-Potter-Bücher meiner Schwester gefunden und sie verschlungen. Als ich das letzte Buch aus dem Schrank nehmen will, greife ich nur nach einem leeren Schutzumschlag. Ich rufe sie ganz aufgeregt an: "Ach ja, das habe ich vorgestern Benny ausgeliehen - Du hättet halt neulich das Bad freimachen sollen, als ich Dich drum gebeten hatte!”“ http://nimmerschlimmer.de/9M72wW #witzig #lustig #schlimmergehtnimmer

Bücher: Darren Shans Dämonicon

Darren Shan ist mein absoluter Lieblingsautor. Seine erste Buchreihe, die einfach nur den Namen Darren Shan (oder im englischen The Darren Shan Saga) trägt, dürfte etwas mehr bekannt sein als diese Reihe, welche direkt danach folgte, allein schon da es auch einen Film dazu gibt (der für die meisten Buchfans leider enttäuschend war) „Der Mitternachtszirkus“. Diese Reihe hatte ich damals in der sechsten Klasse angefangen zu lesen (Gott ist das lange her) und hatte damals das zweite Buch von meiner Freundin geschenkt bekommen (leider stand auf den Büchern keine Nummern und so griff sie leider das falsche). Zu meinem Glück verstand man die Handlung trotzdem ohne das erste Buch gelesen zu haben, da Details noch einmal wiederholt wurden. Danach habe ich die Bücher regelrecht verschlungen.

Als ich dann erfuhr, dass es noch eine nächste Buchhreihe gab, hab ich diese auch sofort angefangen und hab diese Bücher noch schneller verschlungen. Da die Zielgruppe der Bücher eher jüngere Jugendliche sind, sind die Bücher auch nicht all zu dick und lassen sich daher auch schnell lesen. Die letzten Bücher der Reihe habe ich dann sogar auf Englisch gelesen, weil sie mir in Deutschland nicht schnell genug auf den Markt kamen. Hier muss man sagen, dass die Bücher auch für Leute geeignet sind, die nicht ganz so gut in Englisch sind. Die Bücher sind dank ihrer Zielgruppe in sehr leicht zu verstehenden Englisch geschrieben und daher auch zum üben zu empfehlen.

Grubbs Grady ist ein ganz normaler Teenager – bis er eines Tages entdecken muss, dass auf seiner Familie ein uralter Fluch lastet. Diesen kann nur abwenden, wer sich dem unerbittlichen Dämonenfürsten Lord Loss in einem Turnier auf Leben und Tod entgegenstellt. Grubbs nimmt die Herausforderung an – denn er ahnt nicht, was ihm bevorsteht.

-Quelle: Amazon

Das Genre ist hier eindeutig Horror, auch wenn es für Jugendliche ist. Viele Dämonen, die alles andere als freundlich sind, genauso wie viele Tote, auch von Charakteren, die man vielleicht lieb gewonnen hat.

Am meisten bin ich ein Fan von dem Dämonenfürsten Lord Loss. Nicht nur, dass er verdammt gruselig aussieht (zumindest ist er so beschrieben), sein Charakter ist auch meiner Meinung nach ziemlich undurchschaubar und man fragt sich eigentlich immer was in seinem Kopf wohl vorgeht.

Was mich nicht so wirklich überzeugt hat ist das Ende. Schon bei seiner ersten Reihe fragte ich mich beim Ende „Muss das sein?“ und eigentlich macht er hier genau dasselbe. Etwas genaueres werde ich hier nicht verraten, da dies zu sehr ein Spoiler wäre. Da mir der Rest der Story aber so gut gefallen hat, sehe ich darüber ein bisschen hinweg.

Alle zwölf Bücher der Reihe fassen gut aneinander und man bekommt nach und nach immer mehr Details verraten, was einen hungrig auf mehr macht. Wer Bock auf Horror, Dämonen und Spannung ist, der ist hier genau richtig.

Elena aus Pforzheim / "Das süsse Leben"


Heute: Elena aus Pforzheim
Blog: “Das süsse Leben”
http://www.suessesleben22.blogspot.de/

• Stell’ dich doch einmal kurz mit Namen, Alter, Wohnort, Beruf und Hobbys vor!
> Mein Name ist Elena, ich bin Mitte 20, wohne in der Goldstadt Pforzheim und bin als Industriekauffrau tätig. Ich liebe natürlich das Backen nicht weniger aber auch das Fotografieren.

• Was hat dich dazu motiviert, einen Blog zu starten? Und warum überhaupt ein Foodblog?
> Vor 3 Jahren - als mir die Bloggerwelt noch fremd war - schickte ich einer Freundin mit Beautyblog immer wieder Handyfotos meiner gebackenen Werke. Und sie sagte dann irgendwann das es viel zu schade wäre meine Leckereien und Rezepte für mich zu behalten und warum ich denn keinen Backblog starten würde!

• Wer oder was hat in dir die Leidenschaft für das Kochen/Backen geweckt?
> Back- und Kochbücher habe ich schon immer regelrecht verschlungen und fleissig daraus nachgebacken. Und irgendwann wurde der Reiz Eigenes und Neues zu probieren immer größer.

• Büro, Café, vom heimischen Sofa oder direkt aus der Küche – von wo aus bloggst du?
> Meistens vom Sofa aus, während ich das Ergebnis noch esse „wink“-Emoticon

• Gibt es Lebensmittel, mit denen man dich jagen kann?> Ingwer und Fenchel• Und auf der anderen Seite: Gibt es Lebensmittel, die du am liebsten überall verwenden würdest?
> Schokolade vereint mit frischem Obst!

• Welches Land ist deiner Meinung nach eine kulinarische Reise wert?
> Die spanische Küche kenne ich schon sehr gut und liebe ich sehr! Die süße Seite Frankreichs kennen zu lernen wäre ein Wunsch von mir!

• Hast du irgendeine Macke, die besonders beim Kochen/Backen deutlich wird?
> Nein

• Auf was kannst du beim Werken in der Küche so gar nicht verzichten?
> Meine Rührmaschine. Ohne sie wäre ich wirklich aufgeschmissen.

• Was ist deine Inspirationsquelle? Und wo befindet sie sich?
> Oft in der Natur oder im täglichen Leben: z.B. der Spaziergang über den Wochenmarkt, hier können die Eindrücke und Farben die man mit den Augen aufnimmt sehr inspirierend sein.

• Ganz unter uns: Wie sieht es bei dir in der Küche nach deinem Experimentieren aus?
> sagen wir mal so: wenn ich das Licht ausmache gehts.

• Hand auf ’s Herz: Sehen deine Gerichte immer so perfekt aus oder geht auch mal etwas schief?
> Klar geht auch mal was schief, aber wenn der Geschmack überzeugt ist die Optik nicht mehr ganz so wichtig!

• Folgst du dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ oder ist für dich das Verkosten am Ende das Wichtigste?
> Wenn es um das Bloggen geht ist schon der Weg zum Ziel das Wichtigste. Am Ende sollen meine Leser die Rezepte ja auch ohne Probleme nach backen können.

• Gute Gerichte und Lebensmittel verlieren zunehmend an Wert. Woran liegt das und was kann bzw. sollte man dagegen tun?
> Wichtig fände ich eine gute und frühe Erziehung im Umgang mit Lebensmitteln. Spätestens im Schulaltern sollte es wieder mehr Angebote rund um das Thema Kochen & Ernährung geben!

• Wie privat ist dein Blog? Was gehört für dich ins Internet und was nicht?
> Auf dem Blog geht es wirklich nur ums Backen. Wer mehr über mich erfahren möchte schaut mal bei Instagram unter das_suesse_leben vorbei.

• Hast du dein Smartphone oder deinen Laptop rund um die Uhr parat oder gibt es Zeiten, in denen du offline bist und es auch bleibst?
> Ich würde zu gerne schreiben das das Handy auch mal aus bleibt, ist unter der Woche aber wirklich schwierig. Das Wochenende gehört aber der Familie.

• Wie wichtig ist dir die Anzahl deiner Leser?
> Die Anzahl ist mir nicht so wichtig. Spannender finde ich die Resonanz der Leser auf die Blog Beiträge.

• Bloggst du für dich oder für die Welt?
> Ich blogge für alle, die Lust auf leckere Rezepte und Freude an schönen Bildern haben.

• Welche deiner „Kollegen“ schätzt du am meisten?
> Die, die mein Leben mit einem freundlichen Lächeln und lieben Worten bereichern.

• Wie groß ist deine Küche?
> Leider relativ klein

• Und zu guter Letzt ein Klassiker: Wenn du die Zeit zurückspulen könntest, was würdest du an deinem Leben (und vielleicht an deinem Blog) ändern?
> Nichts - würde ich etwas ändern wäre ich heute nicht da wo ich jetzt bin. Und ich bin gerne da wo ich jetzt bin.


• Wen oder was würdest du auf eine einsame „Kochinsel“ mitnehmen? TOP3

> Foodblogs:
1. Sandra´s Tortenträumerein
2. Miss Blueberrymuffin
3. Fabulous Food

> Kochutensilie:
1. Rührmaschine
2. Messbecher
3. Backpapier


• Salz oder Pfeffer?
> Pfeffer

• Bier oder Wein?
> Wein

• Süß oder Herzhaft?
> Süß

• Hauptgang oder Dessert?
> Dessert

• „Early Bird“ oder „Night Owl“?
> Early Bird

• Kaffee oder Tee?
> Kaffee


• Lieblings…:
> …rezept: Möhrenkuchen


Vielen Dank, liebe Elena, dass du dir die Zeit genommen hast, uns unsere Fragen zu beantworten!

Hast du auch einen Blog? Möchtest Du, dass wir dich und deinen Blog vorstellen? Dann schick uns eine E-Mail an: redaktion(at)germanfoodblogs.de

Fotos © Elena http://www.suessesleben22.blogspot.de/

Rauf aufs Rad zur Zeitreise durch 1100 Jahre auf 160 Kilometer! Von Paris aus folgte ich dem Band der Seine, die sich als blaues Band in weiten Schleifen Richtung Küste windet. Jahrhunderte lang hat der Strom die Geschichte und Geschicke der Normandie geprägt, Maler inspiriert – und mit gefürchteten “mascaret“, Gezeitenwellen, so manches Leben verschlungen…

Um dem Verkehrsgefühl der Hauptstadt zu entfliehen, habe ich mein Rad erst einmal in die RER nach St-Germain-en-Laye gehievt. Außerhalb der Spitzenzeiten – hier gibt es die Info dazu – ist die Radmitnahme gestattet! Wer das Schloss von St-Germain mit dem Nationalmuseum der Archäologie und seinen herrlichen Garten von Le Notre schon kennt, kann sich gleich auf den Sattel schwingen und durch den Staatsforst von St-Germain mit seinen Steineichen, Rot-und Weißbuchen, Kiefern, Ahorn und Eschen radeln hin nach Poissy radelt, wo ihr die Seine überquert… und danach stundenlang durch die abwechslungsreiche Naturlandschaft des vor 20 Jahren gegründeten Parc naturel régional du Vexin français radelt. Wer Kondition hat, sollte nicht schon in Moisson an die Seine zurückkehren, sondern noch weiter radeln bis zur Domaine de Villarceaux, wo im 17. Jahrhundert eine damals legendäre Kurtisane lebte, der fast alle Berühmheiten ihrer Zeit zu Füße lagen. Dass Ninon de Lenclos auch eine begnadete Gärtnerin war, beweist der parkartige Garten, den ihr schmuckes Landhaus umgibt.

Danach gehts schnurstracks nach Giverny, wo ein Maler mit grünem Daumen lebte: Claude Monet. Kunst und Natur verschmelzen auf dem Anwesen des Vaters der Impressionisten zu einem Gesamtkunstwerk, dass er immer wieder – wie den Seerosenteich – auf die Leinwand bannte. Seine Staffelei stellte Monet auch im mittelalterlichen Städtchen Vernon auf, wo die Fachwerkmühle auf einer Seine-Brücke als Motiv diente. Und besucht auch das Château de Bizy – es besitzt einen Pool für Pferde! Und nun ist Fitness gefordert. Hinauf zur Festung von Les Andelys, die Richard Löwenherz auf einem Felsdorn 1196 errichteten ließ, führen viele steile Kehren. Château de Gaillard ist übrigens ein toller Picknickspot – mit wundervollem Weitblick auf die begrünten Kreidefelsen und Schleifen und der Seine.

Rouen, mein nächstes Ziel, gehörte ebenfalls zu den Sujets, die Monet immer wieder malte.  1892/93 hatte er sich im Herzen der Altstadt ein Zimmer gemietet und gemalt, was er gegenüber sah: die Fassade der Kathedrale im wechselnden Licht der Tageszeiten – 30 Meisterwerke, deren Licht aus der Leinwand tritt, die Fassade zum Glühen bringt – die Hitze der Sonne ist förmlich zu spüren. Mitten in der Altstadt entdeckte ich ein ungeheuer charmantes wie ruhiges Hotel: “Le Vieux Carré“, dessen 14 Zimmer rund um einen Baum bestandenen Innenhof gruppiert sind.

Am nächsten Morgen fahre ich sehr früh, um den Stadtverkehr zu meiden, erst auf der D 6015, dann der D 982 zur  Abbaye Saint-Georges de Boscherville. Die ausgedehnten Gärten, die die spätromanischen Abteikirche umgeben, wurden von den Mönchen erst 1685 angelegt.

Die wohl schönste Perle normannischer Sakralkunst an der Seine ist die jedoch die Abbaye de Jumièges mit ihren 46 m hohen Zwillingstürmen. Hungrig? Dann picknickt im Schatten der 500 Jahre Eibe, die sich im Inneren des Klosters erhebt! Wer bleiben will, dem kann ich das B&B Relais du Passage de la Roche von Françoise Rose mit gutem Gewissen empfehlen.


Setzt dann mit einer kleinen, kostenlosen! Autofähre ans andere Ufer über und radelt durch den königlichen Jagdwald Forêt de Brotonne nach La Mailleraye sur Seine und auf der D 490 weiter nach Caudebec-en-Caux, das die spätgotische Église Notre-Dame dominiert – für Heinrich IV. die „schönste Kapelle meines Königreiches“. In Villequier,5 km westlich an der D 81, erinnert das Musée Victor Hugo an den Dichter von „Les Misérables“ und an dessen Tochter Léopoldine, die 1843 frisch vermählt in der Seine ertrank.

Die letzte Schleife der Seine schmückt das Château d’´Ételan, das als Burg um 1050 erbaut und im 15. Jh. in eine Residenz im Stil der Flammengotik umgebaut wurde. Mit einer Autofähre wechselt ihr in Port-Jérôme wieder ans linke Flussufer nach Quillebeuf-sur-Seine und durchqueren auf der D 103, der Route du Marais, das Schwemmland im Mündungsgebiet der Seine. Vorbei an alten Gehöften, Weizenfeldern und Kuhweiden erreicht ihr La Rivière Saint-Sauveur, wo die Pont de Normandie als größte Schrägseilbrücke Europas seit 1994 die fast einen Kilometer breite Mündung der Seine überbrückt – die Aussicht ist atemberaubend!!

Wer sich für die Brücke und das Biotop der Seinemündung interessiert, sollte das Maison de l’Estuaire aufsuchen, an dem auch sechs Rundwege durch das Schutzgebiet beginnen. Und dann seit ihr endlich – und, je nach Schlenker, 160 – 220 km – in Le Havre, und am Meer. Bei den Bombardements der Briten versank das alte Le Havre am 5./6 September 1944 in Schutt und Asche. Auferstanden ist es als Vision eines Mannes, dessen architektonische Zeugnisse der Hafenstadt heute UNESCO-Welterbe-Status verleihen: August Perret. Mitten im Welterbe-Viertel könnt ihr im Le Vent d’Ouest ganz komfortabel maritimen Ambiente schlummern. Oder ganz im Stil der jener Jahre im Hôtel Oscar.

Radeln an der Seine: von der Metropole zum Meer Rauf aufs Rad zur Zeitreise durch 1100 Jahre auf 160 Kilometer! Von Paris aus folgte ich dem Band der…
3. April 2015 (Karfreitag) - Trends des Tages (Mittagsausgabe)

Morpheus Anhänger

  • in den kleinen Stunden
  • ein Uhu vor dem Fenster
  • versunken
  • das Entwirren der Welt
  • klare Sommertage und kalte Frühlingsnächte
  • die Geisterstunde ohne Geister
  • verschlungene Pfade davor
  • ein Ruck
  • Begegnungen bei Nacht
  • die letzten Buchstaben tanzen

Störe nicht die Schlafenden. Sie sind mit Dir.