stadtplanung

Ebenezer Howard, Garden City Concept, 1902. England. A Group of Smokeless, Slumless Cities. Via spur.org

Howard published one of the most influential visions in the history of city planning, called Garden Cities of To-morrow.  In it, he created a series of diagrams that helped to establish the orthodoxy of 20th-century city planning.

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#bike #love: Erfolgsgeschichte #Portland. Die Stadt braucht keine #CriticalMass mehr!

Liebe Kunden!

Ab heute wird, voraussichtlich bis Oktober, ein Teil der Meiendorfer Strasse (B75) in Richtung Innenstadt gesperrt. Die Sperrung von knapp 200m befindet sich direkt vor unserem Ladengeschäft. Stadtauswärts bleibt die Strasse geöffnet.

Wir bedanken uns bei der Stadt Hamburg für diese planerische Meisterleistung!!!

Überseestadt Bremen - Konversion der alten Hafenreviere

Letzte Woche war ich in Bremen, um mir dort die Überseestadt anzuschauen. Die Überseestadt entsteht auf dem Gelände der alten Hafenreviere, die durch den Strukturwandel in der Hafenwirtschaft frei wurden. Durch das Brachliegen dieser innerstädtischen Flächen, gibt es nun Potenzial diese Räume für die Stadtentwicklung zu nutzen. Jetzt wird dort ähnlich wie auch in der HafenCity Hamburg eines der größten Städtebauprojekte Europas realisiert. Da ich mich quasi fast täglich in der HafenCity Universität (HCU) und somit auf der größten Baustelle Europas aufhalte, wollte ich mir die Überseestadt in Bremen mal im direkten Vergleich anschauen.

Das Areal befindet sich in zentraler Lage und in direkter Nachbarschaft zu der Bremer Innenstadt, sowie den Stadtteilen Walle und Gröpelingen. Es hat eine Größe von 288 Hektar, wovon 118 Hektar schon durch bestehende Dienstleistungen, Produktionsbetriebe sowie Handel, Lager und Logistik belegt sind. 70 Hektar sind für Verkehrs- und Grünflächen verplant. Folglich stehen noch ca. 100 Hektar Landfläche für eine Neuerschließung und -planung zur Verfügung. Davon sollen ca. 80% mit Dienstleistungen, 15% mit Produktion, Handel und Logistik und die restlichen 5% mit Wohnfläche beplant werden.

Der Grund für die geringe Entwicklung der Funktion Wohnen, trotz der perfekten Lage nahe der Innenstadt sowie am Wasser, ist der hohe Bestand an gewerblicher Nutzungen. Die dadurch entstehenden Lärm- und Geruchsimmissionen (viel Nahrungs- und Genussmittelindustrie) stehen einer Entwicklung zu einem tragfähigen Wohnquartier entgegen. Des Weiteren sind in den Nachbarquartieren Walle, Gröpelingen sowie im Stephaniquartier (gehört zum Stadtteil Mitte) bereits viele Wohngebiete vorzufinden. So ist auch das Interesse der Wohnungswirtschaft an der Überseestadt vergleichsweise gering.

Im Jahr 2003 wurde zu diesen Planungen der „Masterplan Überseestadt Bremen“ vorgelegt (hier: Masterplan Teil 1 und Teil 2). Darin wurde das Areal in acht Entwicklungsgebiete unterteilt (Hafenvorstadt, Weserufer, Europahafen, Speicherhof, Überseetor, Frischzentrum, Holz- und Fabrikenhafen, Überseepark). Diese sollen zu unterschiedlichen Quartieren mit eigener städtebaulicher Milieuprägung und Identität entwickelt werden.

Dafür ist es von großer Bedeutung, dass die prägenden historischen Bauwerke in der Überseestadt erhalten bleiben und in die Entwicklung des Stadtteils integriert werden. Dazu zählen beispielweise:

Der denkmalgeschützte Speicher XI: Dieser wurde zwischen 1908 und 1912 erbaut und hat eine Länge von ca. 400 Metern. Dort befindet sich zurzeit die Hochschule für Künste, das Hafenmuseum Speicher XI, das Infocenter Überseestadt, ein Designzentrum, Gastronomie sowie weitere diverse Kultureinrichtungen und Dienstleistungsunternehmen.

Die alte Feuerwache: Diese befindet sich am Kopf des Holz- und Fabrikenhafen und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts für die Feuerwehr sowie den Zoll errichtet. Diese Nutzungen wurden jedoch 2003 aufgegeben. Derzeitig befinden sich ein italienisches Restaurant und zahlreiche Büros für die Kultur- und Kreativwirtschaft in den Räumlichkeiten des Gebäudes.

Allgemein weist die Überseestadt eine lineare städtebauliche Struktur mit einer hafentypischen Architektur auf. Durch die Planung von großzügigen öffentliche Räumen sollen die Binnenlagen mit dem Wasser verbunden werden und die Überseestadt zu einem Stadtteil am Wasser werden. 

So bilden die Grün- und Freiflächenverteilung das Grundgerüst und integralen Bestandteil der städtebaulichen Struktur der Überseestadt. Dadurch sollen die Aufenthaltsqualität gesichert und gestärkt sowie die Bewohner der angrenzenden Stadtteile angesprochen und deren Interesse an wassernahen Grün- und Freiflächen geweckt werden.

Da sich das Projekt Überseestadt noch am Anfang der Entwicklung befindet, ist eine Bewertung des Erfolgs zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich möglich. Jedoch kann man sagen, dass mit den Planungen Möglichkeiten gefunden werden, die für eine positive Entwicklung des neuen innerstädtischen Stadtteils sprechen. Dennoch sollte bei der Umsetzung darauf geachtet werden, dass es in der Überseestadt trotz des geringen Wohn- und des extrem hohen Arbeiteranteils, auch außerhalb der üblichen Arbeitszeiten zu einer Belebung und Stabilisierung des Quartiers, zum Beispiel durch die Errichtung diverser gastronomischer und kultureller Einrichtungen, kommt. So könnte ein attraktives Quartier für Gewerbe und Dienstleistungen, Freizeit und Kultur sowie auch Wohnen entwickelt werden.

Hier noch einige Eindrücke zum jetzigen Stand der Überseestadt Bremen: 

Geplante Städte, die sehr grünen Ansprüchen genügen wollen und damit Vorreiterrollen einnehmen können, sind im Kommen. Eine davon ist SongDo in Südkorea. SongDo geht mit gutem Beispiel voran und verarbeitet dennoch noch seine Kinderkrankheiten. Lies mehr auf Raumzeichner.de

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7.6 One-point perspective: Contemporary City (Ville Contemporaine) illustrations by Le Corbusier (1922)

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Neues Bürogebäude am Sentmaringer Weg

Neues Bürogebäude am Sentmaringer Weg

Da die WL-Bank Platz für rund 300 weitere Arbeitsplätze benötigt, möchte sie am Sentmaringer Weg ein neues Bürogebäude errichten. Wie das aktuelle Planungskonzept für das Grundstück zwischen Sentmaringer Park und Straße aussieht, erläutert das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung am Dienstag, 20.01.2015, ab 18 Uhr in der WL-Bank, Sentmaringer Weg 1. Es informiert zu diesem…

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Amsterdam & Rotterdam - Wohnen am und auf dem Wasser

Im Juni 2014 war ich im Rahmen des Exkursionsseminars im 4. Semester meines Studiengangs Stadtplanung an der HCU Hamburg eine Woche in Amsterdam. Das Thema der Exkursion lautete „Wohnen am und auf dem Wasser“. 

Da sich große Teile der Niederlande unter dem Meeresspiegel befinden und dieser stetig steigt, beschäftigt sich auch die Bevölkerung von Amsterdam schon sehr lange und intensiv mit diesem Thema. Um mehr über die Thematik aus erster Hand zu erfahren, besuchten wir einige Projekte.   

Zu Beginn erkundeten wir die Altstadt Amsterdams mit ihren Grachten und vielen historischen Hausbooten, auf welchen ca. 4400 Menschen wohnen. 

Aber wir haben auch einige neuere Projekte zu diesem Thema besucht. So besichtigten wir unter anderem den „Silodam“. Ein modernes Gebäude, welchen von dem Büro MVRDV Architekten entworfen wurde und an ein voll beladenes Containerschiff erinnert. Das gesamte Gebäude steht auf Stelzen im Wasser und bietet Raum zum Wohnen und Arbeiten, aber auch öffentlich zugängliche Bereiche.

Hier hatte man Mut zur Farbe:

Im weiteren Verlauf besuchten wir die östlichen Hafengebiete Amsterdams: KNSM-eiland, Java-eiland, Borneo und Sporenburg. In der Vergangenheit wurden die Gebiete hauptsächlich für den Hafen genutzt und große Reedereien wie KSNM waren dort ansässig. Heute findet man dort ähnlich wie in der Hamburger HafenCity hauptsächlich Wohnungen und Bürogebäude. Erstaunlich ist die vielfältige und individuelle Architektur, die dort vorzufinden ist. 

Ein weiteres Ziel der Exkursion war der derzeitig neu entstehende Stadtteil „IJburg” im Osten von Amsterdam. Sieben künstlich aufgeschüttete Inseln sollen dort realisiert werden, wovon ein Teil bereits Wirklichkeit geworden ist. Auch hier beeindruckt eine von Insel zu Insel unterschiedliche Architektur, die ganze Siedlungen mit schwimmenden Wohnhäusern Realität werden lässt.

Zum Abschluss der Reise machten wir einen Tagesausflug nach Rotterdam. Dort besuchten wir unter anderem den „schwimmenden Pavillon” im Rijnhafen, wo wir den Architekten des Bauwerks, Bart Roeffens trafen (von der Firma DeltaSync). Der „schwimmende Pavillon” ist ein futuristisches Kunstwerk, in welchem eine Ausstellung zum Thema Wasser, Klima und Energie zu sehen ist. 

Auch wenn das Bauen auf dem Wasser noch ungewohnt und extravagant erscheinen mag, ist es notwendig sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Der stetig steigende Meeresspiegel ist in den Niederlanden seit vielen, vielen Jahren alltägliche Realität. Die Entwicklungen in Amsterdam und Rotterdam haben hier sicherlich Modellcharakter und setzten auch neue Maßstäbe in Sachen Klimaanpassung. 

Somit sind die besuchten Projekte spannende Schritte in Richtung einer Zukunft der schwimmenden Stadt.