staatspleite

Griechenland hat kein Geld mehr für Schulbücher ...

Das haben die Schüler zum Schulauftakt am Wochenanfang in Griechenland erfahren. Da sieht man mal wohin man mit zu viel Sparen kommt. Nicht einmal für die Bildung ist Geld da …

Könnte man denken …

Die Story hat nämlich noch ein weiteres Kapitel. Die Lösung für das Problem lautet nämlich, dass die Schüler ihre Bücher vom Vorjahr bitte mitbringen sollen und an die nächste Klasse weiter geben soll.

Wow. In Griechenland wurden die Schulbücher scheinbar nach einmaliger Verwendung weggeworfen …

Tjoah.

(Übrigens liegt der Schulbuchmangel direkt am Geldmangel der Regierung. Diese zahlt auch andere Rechnungen nicht und auch manche Pensionszahlungen werden nicht mehr pünktlich geleistet. Ich habe übrigens noch nichts davon gehört, dass Griechenland jetzt plant, Schulbücher mehrfach zu verwenden …).

Griechenland winkt die Staatspleite!

Seit je her stritt die politische Führung in Deutschland vehement ab, dass der Staat Griechenland eines Tages zahlungsunfähig gehen würde. Häuptling der FDP ist der erste Politiker, welcher nun mindestens mal vorsichtig von einer bevorstehenden Insolvenz der Griechen redet. Auf einmal redet man von einer “geordneten Insolvenz”. Zahlreiche Investoren und Inhabern von Anleihen Griechenlands haben Sorgen um ihre Investitionen. Dennoch ist sich niemand sicher, was die Ausweirkungen einer Pleite Griechenlands sein werden. Das Hauptproblem besteht darin, dass die europäische Zentralbank, viele Banken und andere Besitzer auf ihren griechischen Anleihen sitzen würden. Das würde die EZB besonders schlimm treffen, denn diese hat gerade erst vor einer kurzen Zeitperiode einige Staatsanleihen aus Griechenland gekauft. Sollten die Einkäufe nicht mehr zurückbezahlt werden, muss die EZB mit Einbußen in Milliardenhöhe rechnen. Aber ebenfalls viele Banken haben ihr Geld in Griechenland investiert und bangen jetzt um ihre Milliarden. Die Finanzkrise 2008, als die große Lehman Brothers Bank unterging, hat gezeigt, was passiert, wenn ein Teil aus der Bankenkette entschwindet.
Des Weiteren sind die Folgen für andere hochverschuldete Staaten wie z.B Spanien, Portugal, Irland und Italien nicht abschätzbar. Wenn Frankreich und Deutschland, beides große Geldgeber der EU, einen Schaden davontragen und finanziell durch eine Insolvenz von Seiten der Griechen belastet werden, wäre es den beiden Ländern wohl nicht mehr erlaubt, für andere bedrohten Staaten aufzukommen. Es könnte der totale Kollaps in Europa drohen.

Ukraine: Jazenjuk will wegen drohender Staatspleite Geberkonferenz

Ukraine: Jazenjuk will wegen drohender Staatspleite Geberkonferenz

Ukrainische Flagge auf dem Parlament in Kiew – Foto über dts Nachrichtenagentur

(dts Nachrichtenagentur) Kiew.  Wegen der drohenden Staatspleite hat sich der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk für eine internationale Geberkonferenz ausgesprochen. Ohne die Hilfe ihrer internationalen Partner werde die Ukraine die aktuelle Krise nicht überwinden können, erklärte Jazenjuk am Donnerstag…

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Griechenland in Not: Staatspleitenpanik in Europa

Die Athener Tageszeitung „Eleftherotypia“ berichtete, Griechenlands Finanzminister Giorgos Papaconstantinou habe die Euro-Zonen-Finanzminister am 8. April im ungarischen Gödöllö im Namen seiner Regierung um die Vorbereitung einer Umschuldung gebeten. Detaildiskussionen hätten gleichzeitig in Athen beim Besuch von Fachleuten der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank und des IWF begonnen. Gleichzeitig sei vereinbart worden, eine Umschuldung „bis zum letzten Augenblick zu dementieren“, zitierte die Zeitung einen „hochrangigen IWF-Vertreter“. „Es war von Anfang an klar, dass wir umschulden müssen“, sagte ein amtierender Minister der griechischen Regierung.

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Griechenlands Staatsdefizit 22% *höher* als im Vorjahr

Ich dachte, Griechenland wollte das Staatsdefizit senken … 

Aber auch wenn es nur ein Zwischenstand für die ersten 8 Monate 2011 inkl. August ist, macht das wenig Hoffnung.

Naja, immerhin ist das Defizit geringer als in den letzten Planungen angenommen (18,1 statt 18,97 Mrd. Euro). Außerdem ist dieses Minus des Zentralstaats nicht das Defizit, das für die Troika gilt. Die Regionalregierungen und Staatsbetriebe werden bestimmt einen dicken Überschuss produziert haben und so das höhere Minus ausgleichen.

Jaja, sicherlich …

Greece’s Jan-Aug deficit widens 22 pct, beats target | Reuters

Mehr Hoffnung habe ich schon für die geplante Immobiliensteuer, die 2 Milliarden Euro pro Jahr einbringen soll. Diese ist allein schon deshalb hilfreich, weil man Immobilienbesitz nicht einfach in die Schweiz verschieben kann. Allerdings: Bei einem Loch von 18 Milliarden in den ersten zwei Dritteln des Jahres wirken 2 Mrd. Mehreinnahmen so doll auch nicht …

US-Haushalt (so gut wie) durch. Ganz ohne Palaver.

Nach mehreren Verhandlungsmarathons in den Vorjahren und sogar einem Shutdown im Herbst hat es die US-Politik tatsächlich geschafft, einen Haushalt für das laufende Jahr zu verabschieden, ohne wochenlang darüber zu diskutieren, und (mindestens) den Weltuntergang zu prophezeihen.

Schau an, geht doch!

Dabei sind die grundlegenden Probleme nicht wirklich gelöst. Das geplante Minus für 2014 liegt bei 744 Mrd. Dollar. Das ist zwar nur noch gut die Hälfte des Minus von 1,413 Billionen 2009, aber es sind noch immer gut 4% des BIPs. Der Schuldenberg des USA ist inzwischen über 17 Billionen Dollar hoch. Die nächste Erhöhung der Schuldengrenze steht im nächsten Februar an …

Die Zustimmung der oppositionellen Republikaner kaufte sich Obama vor allem dadurch, dass er bestimmte Kürzungen nicht vornahm. Ihr weisst bestimmt auch schon wo: Klar, beim Militär. Das Handelsblatt schreibt, dass das Militär damit der größte Posten sei. Meine Zahlen sind etwas anders, aber Fakt ist, dass für die drei Posten Pensionen, Healthcare und Militär jeweils etwa ein Viertel des Budgets drauf geht.

Mal schauen, ob die Erhöhung der Schuldenobergrenze im Februar auch nochmal ruhig über den Bühne geht ….

Haushaltsstreit: US-Etat nimmt auch Hürde im Senat - International - Politik - Handelsblatt

Moody's warnt vor baldiger Staatspleite der Ukraine

Moody’s warnt vor baldiger Staatspleite der Ukraine

Die Ratingagentur Moody’s hält eine offizielle Staatspleite der Ukraine bereits im Januar 2015 für möglich. Sollte sie eintreten, sind möglicherweise die Milliarden der europäischen Steuerzahler weg, die die EU laufend in die Ukraine gepumpt hat.

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QE2 European Edition läuft an ...

22 Milliarden Euro Anleihenkäufe durch die EZB.

Ganz schönes Tempo, wenn man das mit den insgesamt 70 Mrd. Euro vergleicht, die in QE1 in Europa aufgekauft wurden. 

Naja, immerhin sind die Renditen die italienischen und spanischen Anleihen deutlich in Richtung der 5%-Marke gesunken.

Gibt es für das Quantitative Easing eigentlich irgendeine definierte Obergrenze, wie sie bei QE1 mit 70 Mrd. Euro im Vorfeld festgelegt wurde?

Kampf gegen Euro-Krise: EZB kaufte für 22 Milliarden Staatsanleihen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

Strafanzeige ans Finanzministerium wegen Hitlergruß

Sehr geehrter Herr Dr. Seltsam,
eben erfahre ich aus der Oberhessischen Presse, daß für zweimal Hitlergruß zeigen der Künstler Jonathan Meese 12.000 Euro zahlen sollte.
Also 6.000 Euro pro Gruß.

Da Sie als Finanzminister ja permanent auf dem Schwarzen…

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Man sollte aus meiner Sicht eine Information ergänzen: An den letzten Streiks haben sich einigen Informationsquellen zufolge deutlich weniger Leute beteiligt als noch am Anfang. So sollen sowohl Taxis gefahren sein als auch die U-Bahnen. Natürlich deutlich weniger als normal, aber es war eben auch nicht ein Totalausfall wie noch zu Beginn der Streiks.

Der Rückhalt in der Bevölkerung für die Dauerstreiks der durchaus privilegierten Angestellten in den staatlichen Unternehmen bzw. dem Staatssektor sinkt deutlich.

Das sollte man ruhig auch mal erwähnen, weil sich in Deutschland das Bild verfestigt, dass alle Griechen permanent auf der Straße sind und streiken. Ja, es wird viel demonstriert, IMHO auch zu viel. Aber es streiken eben doch nicht alle und auch nicht immer.

Fitch: Italien A+ (AA-), Spanien AA- (AA+)

Zu Italien muss man nicht viel schreiben, Moody’s und S&P sind schon länger (bzw. kürzer) auf dem gleichen Niveau (siehe Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: S&P stuft Italien herab)

In Spanien ist es etwas interessanter. In Spanien schätzt Fitch das Hoch der Staatsverschuldung auf 72% des BIPs in 2013, was aber unter dem Eurozonenhoch von 89% liegt. Die Achillesferse Spaniens ist die hohe Verschuldung der Privathaushalte, die dummerweise auch noch zum großen Teil im Ausland liegt. Damit liegt die Gesamtverschuldung der spanischen Volkswirtschaft im Ausland bei 91% des BIPs. Und das ist verdammt viel … (kennt jemand den griechischen Wert? Der dürfte nicht viel höher sein … Die griechische Staatsverschuldung ist zwar deutlich höher, die Verschuldung der Privaten aber viel niedriger ….)

FT Alphaville » Fitch downgrades Spain and Italy

Ich erinnere daran, dass China auch in Griechenland mit großem Tamtam Hilfe angekündigt hat. Wir haben gesehen, wie weit das geholfen hat … Geflossen ist (IIRC) nichts, aber auch gar nichts …

Update (15.09.11):

Hach, bin ich überrascht ;-)

China hilft wohl doch nicht. Wenn sich die Europäer nicht gegenseitig helfen, warum sollten wir helfen?

Finanzhilfe: China rudert beim Schuldenkauf zurück - Europas Schuldenkrise - Wirtschaft - FAZ.NET

Update 2 (16:10):

Um es vielleicht etwas deutlicher zu machen: Die Chinesen werden vielleicht irgendwas machen, was ein wohlgesonnener Politiker als “Hilfe” verkaufen kann. Für die Chinesen wird das aber nur ein Investment sein, das Rendite abwerfen soll. Ich halte es für quasi ausgeschlossen, dass China zum Beispiel die ganz normalen italienischen Staatsanleihen zum ganz normalen Börsenkurs kauft. Wenn China überhaupt Schulden kauft, müssten diese zumindest irgendwie besichert sein. Noch viel wahrscheinlicher sind aber Assetkäufe, also Beteiligungen an Firmen oder Infrastruktur. Und das ist dann eben nicht das, was man unter Hilfe verbuchen würde. Das ist Geldanlage …

Griechischer Staat schuldet Firmen 2,8%/BIP (und weitere Desaster)

Ganz schön viel … Griechenland spart ganz schön hart: Durch Nichtbezahlung von Rechnungen … Dummerweise wirkt das nicht …

Staat ist hier der Staat inkl. allem, was in Griechenland noch dazu zählt: Krankenhäuser, Sozialsystem, …

In Geld entspricht das 6,63 Mrd. Euro, am Anfang des Jahres waren es noch “nur” 5,2 Mrd.

Aber auch die Gesamtzahlen für den Haushalt sehen alles andere als toll aus (um es mal vorsichtig zu formulieren …)

Das Staatsdefizit hat sich im Juni von 12,55 Mrd. Euro auf 14,69 Mrd. nach oben geschraubt. Die Planung für das Gesamtjahr lautet auf 17 Mrd. Nach einem halben Jahr sind bereits

86%

des Defizits für das Gesamtjahr erreicht … Das gibt eine Verfehlung, die die Welt noch nicht gesehen hat … Das kann eigentlich nur ein Defizit geben, das *höher* ist als im Vorjahr und nicht niedriger …

Die Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben ist ebenfalls ernüchternd. Auf 22,5 Mrd. Einnahmen kommen 38,94 Mrd. Ausgaben. Satte 43% des Ausgaben sind also nicht durch Einnahmen gedeckt.

Und dabei haben nicht einmal alle Behörden ihre Zahlen gemeldet. Bei 59 von 853 Behörden fehlt die Meldung noch. Das Loch dürfte also noch etwas größer werden …

(ich hätte jetzt gerne die Zahlen für das Vorjahr, gerade bei den Ausgaben wäre das interessant. Schlägt da überhaupt irgendwas von den Sparprogrammen an?!?)

ekathimerini.com | Deficit target ever more distant

Verbot von nackten CDS in Europa beschlossen

Wird aber nichts nützen. Zumindest wenn man damit Spekulation gegen Länder verhindern will.

Beispiel Griechenland: Das Net Notional auf Griechenbonds liegt bei weniger als 4 Mrd. Euro. Griechenlandbonds gibt es im Gesamtvolumen von 350 Mrd. Euro. Wir reden also über 1% der Griechenlandbonds, die versichert sind. Ein Volumen, das man vernachlässigen kann.

Es gibt aber auch ein Bruttoexposure, also die Summe aller CDS, die abgeschlossen wurden. Diese Summe soll im Fall von Griechenland bei 80 Mrd. Euro liegen (es gibt aber keine verlässlichen Zahlen). Ein großer Teil der Marktteilnehmer hält also sowohl die eine, wie auch die andere Seite der Geschäfte.

Man kann davon ausgehen, dass ein großer Teil dieser Positionen nackt sind, also keine vorhandene Anleihe damit abgesichert wird. Ergo: Im Wesentlichen dürften das Positionen sein, die von Market-Makern stammen. Diese Positionen existieren also nicht, weil damit jemand gegen Griechenland spekuliert oder gegen Griechenlandrisiken absichert.

Verbietet man diese nackten Geschäfte jetzt, bricht der Markt wahrscheinlich komplett zusammen, weil es niemanden mehr gibt, der die Gegenseite einnehmen kann. Ich rede hier bewusst von einem Zusammenbruch des Markts (und nicht nur von einem weniger effizienten Markt), weil ich den CDS-Markt für so intransparent und vor allem illiquide halte, dass ich das für den wahrscheinlichen Ausgang halte.

Am Ende wird der CDS Markt nicht mehr funktionieren, die Absicherung über CDS damit auch nicht mehr und dann werden die Anleger die Anleihen, die sie bisher abgesichert haben, einfach verkaufen.

Für die Stabilität des Markts im Fall einer Pleite ist das gut. Man muss halt nur noch schauen, wer die Anleihen hält und kann sich die Aufrechnerei mit den CDS sparen. Vor allem muss man sich keine Gedanken mehr darüber machen, wer denn die Kreditausfallversicherungen geschrieben hat und ob er die Zahlung überhaupt leisten kann (Counterparty-Risk). Für die Stabilität des Markts insbesondere bei einem Schock wie einem tiefen Haircut ist das Verbot daher möglicherweise gut.

Nur sollte sich niemand einreden, dass nach dem Verbot von nackten CDS auch nur eine kritische Anleihe auch nur einen Cent höher notieren wird. Ganz im Gegenteil könnte ich mir vorstellen, dass die Verkaufspanik in Griechenbonds noch früher noch schlimmer gewesen wäre, wenn sich die Marktteilnehmer nicht hätten absichern können.

Schuldenkrise: Europa untersagt Wetten auf Staatspleiten | FTD.de