Die Insolvenzanträge bei den Schiffsfonds häufen sich

Vor kurzem musste wieder ein Schiffsfonds Insolvenz anmelden. Diesmal war es die MS Vega Turmalin. Dies ist bereits der 40. Schiffsfonds der in diesem Jahr insolvent gegangen ist. Seit der Finanzkrise 2008 sind es inzwischen 120. Denn seit der damaligen Krise, befinden sich die Preise auf dem Chartermarkt immer weiter im freien Fall. Dieser konnte bis jetzt nicht gestoppt werden.

Im internationalen Vergleich traf es die Schiffe der deutschen Schiffsfonds am härtesten. Denn diese haben einen sehr hohen Treibstoffverbrauch und sind zudem für die heutigen Ansprüche einfach zu klein.

Aber das ist nicht der einzige Grund warum die Fonds pleitegehen. Es liegt auch daran, dass viele Emittenten immer weiter neue Schiffsfonds auf den Markt gebracht haben, obwohl der Bedarf gedeckt war und die Nachfrage schon lange nicht mehr bestanden hatte.

Die Insolvenz  der MS Vega Turmalin ist schon der vierte insolvente Schiffsfonds des Emittenten FHH. Auch der Initiator Dr. Peters musste innerhalb von vier Monaten für bereits zwanzig Schiffsfonds Insolvenz beantragen. Die Düsseldorfer Kanzlei für Kapitalmarktrecht MZS hat nun auf ihrer Homepage eine Liste veröffentlicht, in der noch elf weitere insolvente Schiffsfonds gelistet sind. Die Dunkelziffer dürfte bestimmt jedoch um einiges höher ausfallen.

Lloyd Fonds Schiffsportfolio II - KAP Rechtsanwälte informieren über Schiffsfonds

Lloyd hatte den aus insgesamt 6 Vollcontainerschiffen bestehenden Schiffsfonds Schiffportfolio 2 im Jahre 2007 mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von ca 500 Mio Dollar aufgelegt, wobei Privatanleger ca. 180 Millionen Euro des Gesamtvolumens eingebracht.  Am 19. März 2007 startete die Deutsche Bank als Hauptvertriebspartner mit der Platzierung des Lloyd Fonds Schiffsportfolio II.

Lloyds Fonds Schiffsportfolio 2 investiert in 6 Vollcontainerschiffe:

  • Zweite MS ANNINA SCHULTE Shipping GmbH & Co. KG
  • Zweite MS VALENTINA SCHULTE Shipping GmbH & Co. KG
  • MS MEMPHIS Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG
  • MS CHICAGO Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG
  • MS LLOYD DON CARLOS Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG
  • MS LLOYD DON GIOVANNI Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG

Lesen Sie bei KAP Rechtsanwälte weiter, warum betroffene Schiffsfonds Anleger sich nicht mit der schlechten wirtschaftlichen Lage und drohenden Verlusten abfinden müssen und was Sie dagegen tun können.

Anlageprodukte des Grauen Kapitalmarkts wie beispielsweise Schiffsfonds werden inzwischen EU-weit vertrieben - oft zum Schaden tausender Anleger. Dementsprechend braucht auch die Vertretung von geschädigten Schiffsfonds-Anlegern eine europäische Dimension. Mit dem Wiener Anlegeranwalt Dr. Benedikt Wallner und dem Heidelberger Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Mathias Nittel kooperieren jetzt zwei renommierte Anlegerschutzkanzleien aus Österreich und Deutschland bei der Durchsetzung der Schadenersatzansprüche von Schiffsfonds-Anlegern.

Erstes gemeinsames Projekt ist der vom Hamburger Emissionshaus MPC im Jahr 2006 für österreichische Anleger aufgelegte Fonds MS “Merkur Sky”. Knapp 600 österreichische Anleger haben sich im Jahr 2006 mit durchschnittlich € 23.900 an dem Fonds beteiligt. Nach der Insolvenz des Schiffsfonds im Jahr 2012 wurde das Schiff um 3,4 Mio. € an einen Schrotthändler in Singapur verkauft. Die Anleger haben einen Totalverlust erlitten.

Zur Information der Anleger des gescheiterten MPC Schiffsfonds MS “Merkur Sky” haben die Anwälte aus Wien und Heidelberg unter www.merkursky.at eine gemeinsame Seite im Internet eingerichtet.

Auch Schiffsfonds des Emissionshauses HCI sind von der Krise betroffen. 17 Schiffe von HCI Fonds mussten in diesem Jahr bereits Insolvenz anmelden.

MS “Magellan Star”
MS “Magellan Meteor”
Hellespont Commander (HCI Shipping Select 28)
Hellespont Crusader (HCI Shipping Select 28)
Hellespont Centurion (HCI Shipping Select 26)
Hellespont Challenger (HCI Shipping Select 26)
Hellespont Charger (HCI Shipping Select 26)
Hellespont Chieftain (HCI Shipping Select 26)
Voge Prestige (HCI Shipping Select XXV)
Voge Prosperity (HCI Shipping Select XXV)
Vogetrader (HCI SHipping Select XXV)
Vogevoyager (HCI Shipping Select XXV)
MS “Hammonia Majesty” (HCI Shipping Select XVII)
MS “Hellespont Trader” (HCI Shipping Select XVI)
MS “Hellespont Trooper” (HCI Shipping Select XVI)
MS “Hellespont Triumph” (HCI Shipping Select XVII)

Bei zahlreichen weiteren HCI Fondsschiffen ist es in der gegenwärtigen Situation nur eine Frage der Zeit, bis die finanzierenden Banken die notleidenden Kredite kündigen und die Schiffe verwerten. Auf der Strecke bleiben dabei die Anleger, deren Kapital in der Regel verloren ist.

König & Cie. - Suezmax-Tanker-Flottenfonds II - Anleger sollen neue Gesellschaftermittel zur Verfügung stellen

Die Liquiditätslage des Suezmax-Tanker-Flottenfonds II ist offensichtlich kritisch. Wie die auf die Vertretung von Anlegern an Schiffsfonds spezialisierte Kanzlei KAP Rechtsanwälte mitteilt, werden derzeit die Anleger des Suezmax-Tanker-Flottenfonds II von der Fondsgesellschaft aufgefordert bis zum 31.03.2013 neue Gesellschaftermittel zur Verfügung zu stellen. In den Schreiben wird den Anlegern gedroht, dass die Banken die Schiffe weit unter Verkehrswert verkaufen würden und der Gesellschaft somit die Insolvenz drohe, falls das Neukapital nicht gewährt würde.

In der Vergangenheit haben schon viele wirtschaftlich angeschlagene Schiffsfonds ihren Anlegern ähnliche Schreiben geschickt, um sie zu weiteren Investitionen zu bewegen.

Was ist von diesen Schreiben des Suezmax-Tanker-Flottenfonds II zu halten?

Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht Alice Wotsch von der Kanzlei KAP Rechtsanwälte stellt klar: “Zunächst sollten sich Anleger im Klaren darüber sein, dass sie nach dem Wortlaut der übersandten “Erklärung zur Bereitstellung von Gesellschaftermitteln” dem Fonds neue Gesellschaftermittel zur Verfügung stellen würden; es handelt sich also nach dem Wortlaut um eine Kapitalerhöhung und nicht um eine Rückzahlung von Ausschüttungen an den Suezmax-Tanker-Flottenfonds II.” Damit würde aber eine eventuelle Haftung der Anleger auf Rückzahlung von Ausschüttungen, die nicht von Gewinnen der Gesellschaft gedeckt sind, gem. § 172 Abs. 4 HGB nicht erlöschen. “Gerade dies wird aus dem Schreiben nicht deutlich, was wir als sehr bedenklich erachten. Eine eventuelle Haftung wäre durch die weiterer Einzahlung auch nicht per se erledigt, was dem Anleger hätte erklärt werden müssen.” so Rechtsanwältin Wotsch weiter. Hinzu kommt nach ihren Anmerkungen, dass bei den von der Kanzlei KAP Rechtsanwälte vertretenen Geschädigten des Suezmax-Tanker-Flottenfonds II ohnehin bereits bei Beteiligungsbeitritt fehlerhaft versäumt wurde, auf diese Rückzahlung aufmerksam  zu machen.

Negativ fällt an den Schreiben des Suezmax-Tanker-Flottenfonds II weiter auf, dass mit keinem Wort erwähnt wird, dass sich auch die Banken an dem Sanierungs- bzw. Betriebsfortführungskonzept mit einem Beitrag, zum Beispiel einer Reduzierung des Darlehensbetrages oder der Zinsverpflichtungen, beteiligen. Dem Schreiben ist lediglich zu entnehmen, dass die Initiatoren wohl auf einen Teil Ihrer Gebühren verzichten würden. Die Höhe dieses Verzichts wird wohlweislich ebenfalls nicht genannt. “Ein solcher Verzicht dürfte angesichts der vereinnahmten immens hohen Weichkosten zu Beginn nicht allzu schwer fallen.” macht Rechtsanwalt Thorsten Krause, Partner der Kanzlei KAP Rechtsanwälte, deutlich.

Hier will der Suezmax-Tanker-Flottenfonds II die Last einer Sanierung/Betriebsfortführung offensichtlich fast ausschließlich auf die Anleger übertragen. Dieses Betriebsfortführungskonzept ist, was die Gläubigerbeteiligung betrifft stark zu Lasten der Anleger ausgestaltet, die bei Zahlung des geforderten Neukapitals zusätzlich Gefahr laufen neben der bisher gezahlten Beteiligungssumme auch dieses neue Kapital zu verlieren. Auch angesichts des derzeit schwierigen wirtschaftlichen Umfelds für Schiffsfonds kann bezweifelt werden, ob dieses Betriebsfortführungskonzept des Suezmax-Tanker-Flottenfonds II zum Erfolg führen wird.

“Nach den derzeitigen Erkenntnissen zu … weiter lesen bei KAP Rechtsanwälte

FHH-Fonds Nr. 32 MS Rubina Schulte - MS Valerie Schulte: Totalverlust für Anleger

Falschberatung und Prospektfehler begründen Schadenersatzansprüche der Anleger

Die im Vertrieb des FHH-Fonds Nr. 32 MS “Rubinia Schulte” und MS “Valerie Schulte” beteiligten Berater haben die Anleger mit denen wir bislang gesprochen haben über die Risiken dieser hochspekulativen Schiffsfondsbeteiligung gar nicht oder nicht ausreichend informiert. Wir haben bei einer Analyse der Beratungen eine Vielzahl von Beratungsfehlern festgestellt. Daher sehen wir vielversprechende Chancen zur Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen gegen die Berater wegen der Verletzung von Pflichten aus den jeweils geschlossenen Beratungsverträgen. Die Gründungsgesellschafter des Fonds haften ebenfalls auf Schadenersatz, da sie sich die Beratungsfehler der Anlageberater zurechnen lassen müssen und für etwaige Prospektfehler haften.

Haben Sie Fragen zu Ihrer Fondsbeteiligung am FHH-Fonds Nr. 32?
Möchten Sie wissen, wie Ihre Chancen stehen, Schadenersatzansprüche durchzusetzen?

Rufen Sie uns an, wir wissen, wie Sie zu Ihrem Recht kommen!

Nittel | Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht
Ihre Ansprechpartner
Mathias Nittel, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Michael Minderjahn
, Rechtsanwalt
info@nittel.co

Artikellink: http://www.nittel.co/kanzlei/aktuell/fhh-fonds-32-ms-rubina-schulte-und-ms-valerie-schulte.html

Mehr Informationen zu Nittel | Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht finden Sie im Internet unter www.nittel.co oder www.schiffsfonds-anleger.de.

Schiffsfonds Insolvenz? Was ist der Grund hinter der aktuellen Schiffsfonds-Entwicklung?

Ähnlich der Immobilienblase, wurden auch hier enorme Überkapazitäten aufgebaut. Es wurden deutlich mehr Schiffe gebaut und finanziert, als überhaupt benötigt. Das führt dazu, dass sich die Schiffe untereinander einen starken Wettbewerb liefern müssen und die Charterraten zu Dumping-Preisen angeboten werden müssen, um überhaupt Aufträge zu bekommen. Im besten Falle können die Schiffe gerade einmal ihre Kosten einfahren. Von den erwarteten Gewinnen sind die meisten Schiffe meilenweit entfernt. Die Weltwirtschaftskrise trägt zu dieser Entwicklung bei, ist aber nicht - wie die meisten Fonds behaupten - der alleinige Auslöser der Krise.

Embdena Schiffsfonds – bereits 7 Schiffe insolvent

Anleger die Ihr Geld in Schiffe, wie die des Emissionshauses Embdena Partnership AG, gesteckt haben, haben sich ihre sicher geglaubten Investitionen in die Globalisierung anders vorgestellt. So haben sich die versprochenen ansehnlichen Renditen dank wachsendem Welthandel nicht bewahrheitet, im Gegenteil. Es stellt sich für die Embdena Anleger nun die Frage, wie es zu dieser Entwicklung kommen sollte. Fest steht: allein der nachlassende Handel auf den Weltmeeren ist nicht der einzige Auslöser dieser Verläufe.

Manche der an Anleger verkauften Schiffe sollen von Anfang an vermutlich eher Schrott gewesen sein. So ist es keine Überraschung, dass z.B. schon in den ersten Jahren teilweise immense Rechnungen für zwingend für die Sicherheit der Schiffe und der Besatzung notwendige Reparaturen gestellt wurden. 

All dies spricht nicht gerade für den Schiffsfondsmarkt. So seien laut der Wirtschaftswoche 2012 und 2013 bei etwa 400 deutschen Schiffsgesellschaften eine Insolvenzen zu erwarten. Dies treffe u.a. auch bei Schiffen des Embdena Partnership Emissionshauses zu. Erst 2005 gingen sie mit vier Fonds auf “Geldsammeltour” für gebrauchte Schiffe. Die dabei gesammelten über zehn Millionen Euro z.B. für die “MS Eaststar”, “MS Nordstar" und "MS Oceanstar” scheinen verloren zu sein. Im vergangenen August wurde den Eaststar-Anlegern, von der GFI Treuhand mitgeteilt, dass die Geschäftsführung der Gesellschaft den Insolvenzantrag beim zuständigen Amtsgericht gestellt habe. Für die Anleger könnte das heißen, dass Nachzahlungen drohen, um Schulden des Fonds zu begleichen. Anlegern könnte das Schicksal der MS Adele C-Anleger drohen, bei der rund 50% der Ausschüttungen durch die Fondsgesellschaft zurückgefordert werden, wobei hier noch versucht werden soll, die Insolvenz abzuwenden.

Die optimistischen Prognosen, die in den Prospekten angepriesen wurden, sind größtenteils nicht einmal ansatzweise erreicht. Die MS “John Mitchell" und weitere Schiffe liegen seit Monaten ohne Aufträge und somit auch ohne Einnahmen im Hafen. Auch hier sollen die Gesellschafter immer wieder Nachschüsse leisten, ohne dass es einen vernünftigen und nachhaltigen Sanierungsplan gäbe. Bereits sieben Schiffe des Emissionshaus Embdena Partnership AG aus Emden sind Insolvent. Zu diesen Schiffen zählen u.a. MS Jamina, Atlantic Star, MS Vanessa, Knock, MS Hannes C und MS Carl C.

König & Cie. Renditefonds 44 Suezmax-Tanker Flottenfonds II

Seit 2009 haben die Schiffsfonds König & Cie Anleger aufgrund der zwischenzeitlich eingetretenen wirtschaftlichen Schieflage keine Ausschüttungen mehr erhalten. Von den Verantwortlichen wird dies mit schlechten wirtschaftlichen Rahmenfaktoren für Schiffsfonds begründet. Es spricht aber vieles dafür, dass die Schieflage Ihren Ursprung nicht in den schlechten wirtschaftlichen Rahmenfaktoren hat, sondern sozusagen “hausgemacht” ist.

Bei dem Beteiligungsangebot der König & Cie an den vier Schiffsfonds handelt es sich um Unternehmensbeteiligungen an geschlossenen Fonds des “Grauen Kapitalmarktes” mit hohen (Verlust-) Risiken. Als treuhänderische Kommanditisten tragen die Anleger insbesondere das typische Unternehmerrisiko bis hin zum Totalverlustrisiko der Einlagebeträge.

Dabei wurden bereits zu Beginn sehr hohe sog. Weichkosten von den Initiatoren, Hintermännern und Gründungsgesellschaftern (über 28 % des Kommanditkapitals) abgeschöpft, die nicht für wertbildende Investitionen zur Verfügung standen. Diese Kosten müssen zunächst von den Schiffsfonds wieder hereingewirtschaftet werden, bis überhaupt eine Rendite für die Anleger erwirtschaftet werden konnte. Daneben erhält die König & Cie. einen jährlichen Gewinnvorab von 12,5 % (die Quote kann sich bis zu 25 % erhöhen), durch den die Renditeerwartungen der Anleger zusätzlich erheblich geschmälert werden. Mit dieser immensen Kostenbelastung und dem hohen Gewinnvorab war es unserer Ansicht nach wirtschaftlich von Anfang an nicht möglich die prognostizierten Renditen (durchschnittlich 8,4 % p.a.) für die Anleger zu erwirtschaften. Unserer Auffassung nach weist auch der Prospekt unter anderem bezüglich der Weichkosten erhebliche Prospektfehler auf.

Betroffene Schiffsfonds Anleger müssen sich daher nicht mit der schlechten wirtschaftlichen Lage und drohenden Verlusten abfinden

Die Zeit läuft ab für den Lloyd Fonds LF 58 - Lloyd Flottenfonds VII, in den Anleger im Jahr 2005 rund 29,25 Mio. € investiert haben. Die beiden Fondsschiffe, die MT “Hamburg Star” Schiffahrtgesellschaft GmbH & Co. KG sowie die MS “Patricia Schulte” Shipping GmbH stehen vor dem Aus. Bereits Mitte Dezember 2012 hatte die Lloyd Treuhand GmbH die Anleger über die desaströse finanzielle Lage des Fondsschiffs MT “Hamburg Star” aufgeklärt und zur Rückzahlung der Ausschüttungen aufgefordert. Zusätzlich sollten für die Sanierung des Fonds weitere 10% der ursprünglichen Kapitaleinlage nachgeschossen werden.

Auch die Situation der MS “Patricia Schulte” ist wenig erfreulich. Nach dem Auslaufen des ursprünglichen Chartervertrages konnte kein neuer Charterer gefunden werden. Die finanzierenden Banken seien, wie die Anleger am 01. Februar 2013 erfuhren, ohne eine Rückzahlung der Ausschüttungen und ohne Einzahlung zusätzlichen Eigenkapitals zur weiteren Kreditgewährung nicht mehr bereit.

Da dem Fonds ohne einen annähernd auskömmlichen Chartervertrag für die MS “Patricia Schulte” jede wirtschaftliche Fortführungsperspektive fehlt, wird sich der Weg in die Insolvenz für beide Fondsschiffe wohl schwerlich vermeiden lassen. Für die Anleger bedeutet dies den Totalverlust ihrer - sicher geglaubten - Einlage.

HC “Container-Flotten-Fonds” GmbH & Co. KG und HC Container 1100 SchiffsVerwaltungs GmbH melden Insolvenz - was können Anleger tun

München, den 24.04.2012 - Mit Beschluss des Amtsgericht (AG) Lingen vom 18.04.2012 wurde das Insolvenzverfahren über die HC Container-Flotten-Fonds GmbH & Co. KG eröffnet. Als Insolvenzverwalter ist Dr. Christoph Morgen aus Münster bestellt worden. Damit hat es den nächsten Schiffsfonds, in der bereits stark gebeutelten Schiffsfonds-Szene, getroffen. Für Anleger des Containerflotten-Fonds, an dem sich viele mit hohen Summen beteiligt haben, ein Schock. Diese fragen sich nun zu Recht, was die Insolvenz für sie bedeutet und was zu beachten ist.

HC “Container-Flotten-Fonds” GmbH & Co. KG

Bei der HC Container-Flotten-Fonds GmbH & Co. KG (kurz HC Container Flotten-fonds), handelt es sich um einen größeren Schiffsfonds. Bei den von uns geprüften Fällen liegen sowohl bei der Beratung als auch nach Prospektangaben eine ganze Reihe von Verletzungen gegenüber den Anlegern vor, die zu Ansprüchen auf Schadloshaltung führen. Viele Anleger wollen  jetzt nur noch eins: Schnellstmöglich raus aus dem Fonds und dabei am besten noch den entstandenen Schaden ersetzt bekommen.

Zusammenfassend ist unseren Mandanten die Beteiligung an dem Schiffsfonds als eine angeblich sichere Anlage verkauft worden. Dabei wurden weder auf die Risiken einer solchen Schiffsfonds-Beteiligung generell, noch auf die hier vorliegenden besonderen Risiken des HC Container-Flotten-Fonds hingewiesen.

Bei der treuhändischen Kommanditbeteiligung an der HC Container Flottenfonds GmbH & Co. KG handelt es sich um eine riskante Unternehmensbeteiligung, bei der hohe Weichkosten aus den Anlegergeldern abgeschöpft werden (über 20 % der Zeichensumme zzgl. 3 % Agio), die zunächst wieder hereingewirtschaftet werden müssen, bevor die Fondsgesellschaft überhaupt Gewinne erzielen kann. Die Anleger tragen das typische Unternehmerrisiko und partizipieren in vollem Umfang am Gewinn und Verlust der Gesellschaft bis hin zum Totalverlustrisiko der Einlage-beträge. Die lange Laufzeit mit frühster Kündigungsmöglichkeit zum 31.12.2022 erhöht das Verlustrisiko des Anlegers. Auch die hohe Fremdfinanzierung durch Darlehen von über 50 % des Gesamtinvestitionskapitals birgt ein weiteres erhebliches Risiko für die Anleger. Darüber hinaus haben wir weiter recherchiert, dass es eine ganze Reihe von weiteren Risiken, die sich nicht im Prospekt finden, gibt.

Weiter wären nach unserer Auffassung die finanziellen Ungereimtheiten in den Prognosen des Emissionsprospektes zu prüfen, die unter anderem die Vermutung zulassen, dass der HC Container Flottenfonds die Investitionsgüter zu teuer eingekauft oder die Schiffsbetriebskosten zu niedrig angesetzt haben könnte.

Was sich zunächst sehr negativ anhört, könnte sich für betroffene Anleger zu einem Glücksfall entwickeln. Gerade die letzten Punkte ermöglichen einen Durchgriff auf die hinter der Gesellschaft stehenden Konzeptionäre und Initiatoren, sowie die Geschäftsführung.

Anleger sollten daher, neben der Anmeldung ihrer Forderung im Insolvenzverfahren der Schiffsgesellschaft HC Container-Flotten-Fonds GmbH & Co. KG bis zum 14.05.2012, auch prüfen lassen,  ob sie noch weiteres Geld an den Container-flottenfonds zahlen müssten und woher sie ihren Schaden ersetzt erhalten können.

HC Container 1100 SchiffsVerwaltungs GmbH

Dabei wäre beinahe die Meldung, dass das Insolvenzverfahren über das Vermögen der HC Container 1100 SchiffsVerwaltungs GmbH am 18.04.2012 eröffnet wurde und Gläubiger ihre Ansprüche ebenfalls bis zum 14.05.2012 zur Tabelle anmelden sollen, untergegangen.

Doch die Meldung ist brisanter, als sie auf den ersten Blick scheint. Denn bei der nun insolventen HC Container 1100 SchiffsVerwaltungs GmbH handelt es sich um die persönlich haftende Gesellschafterin des HC Container Flottenfonds GmbH & Co. KG, gegen die aus unserer Sicht Ansprüche wegen Prospektfehlern bestehen. Eine Anmeldung der Forderung auf Schadensersatz ist aus unserer Sicht sinnvoll, wenn man die genauen Hintergründe der Haftung der HC Container 1100 SchiffsVerwaltungs GmbH benennen kann.

KAP Rechtsanwälte werden bei diesen groben Verletzungen für ihre Mandanten den Ausstieg aus dem Fonds und die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen durchsetzen, notfalls auch mit entsprechenden Klagen.

Was können Anleger angesichts des Totalverlusts tun?

Der vom Fondshaus Hamburg (FHH) aufgelegten Fonds Nr. 17 MS „Aquitania“ ist insolvent. 335 Privatanleger haben ihre in den Jahren 2003 und 2004 investierten rund 13 Mio. € verloren. Die Krise der Schiffsbranche hat damit ein weiteres Opfer gefordert.

Totalverlust für Anleger

Die Anleger stehen jetzt vor der Frage, den drohenden Verlust zu akzeptieren, oder um ihr Geld zu kämpfen - die Chancen stehen nicht schlecht.

HCI Shipping Select 26 und HCI Shipping Select 28 – die Schiffsfondskrise setzt sich fort

München, den 10.02.2012 - Dass die Krise der Schiffsfonds noch nicht ausgestanden ist, spüren Anleger des Emissionshauses HCI nun erneut sehr deutlich. Die Fonds HCI Shipping Select 28 und HCI Shipping Select 26 befinden sich in erheblichen Schwierigkeiten. Anleger sollten sich nun informieren wie sie dem drohenden Totalverlust ihres Geldes entgegenwirken können.

Gerade in der letzten Zeit machten die Fonds HCI Shipping Select 26 und HCI Shipping Select 28 Schlagszeilen. Im Falle des Fonds HCI Shipping Select 28 hat dies dazu geführt, dass zwei der sechs Schiffe dieses Fonds bereits Insolvenzantrag stellen mussten. Betroffen sind die Tankschiffe „Hellespoint Crusader“ und die „Hellespoint Commander“. Bereits im September letzten Jahres wurde die Sanierung angeschoben und der Tanker „Hellespoint Trust“ für U$D 20 Mio. verkauft. Ein schwerer Rückschlag für den Fonds, denn der Wert des Tankers wurde im Prospekt noch mit U$D 87,5 Mio. geschätzt.

Aufgrund von Problemen, die sich bei diesem Fonds bereits in der sensiblen Finanzierungsphase zeigten, sind hier gute Chancen auf eine Rückabwicklung der Beteiligungen gegeben.

Beim HCI Shipping Select 26 scheinen nach Medienberichten die Sanierungsbemühungen gescheitert zu sein. Die finanzierenden Banken hätten, so die Informationen, die Gespräche abgebrochen. Ein für die Sanierung aufgelegter “Rettungsfonds” (Shipping Select 26 Vorzugskapital 2011), der eine Zwischenfinanzierung bei Engpässen gewährleisten sollte, wurde rückabgewickelt. Auch hier geben sich nach unserer Ansicht gute Ansatzpunkte um eine Rückabwicklung der Beteiligung für geschädigte Anleger zu erreichen.

Der Totalverlust ist nicht mehr abzuwenden

Für Minderjahn ist klar: durch den Verkauf der Schiffe wird, sofern er beschlossen werden sollte, nur noch den finanzierenden Banken geholfen. Kein Anleger sollte sich mehr Hoffnungen machen, dass der Verkauf soviel Erlöse bringe, dass noch irgendetwas zu verteilen wäre. Der organisierte Verkauf der Schiffe hat für die Anleger grundsätzlich keinen Vorteil, dafür sind die vorhandenen Darlehensschulden (per 31.12.2011 waren das rd. 163 Millionen US$ sowie 17,7 Milliarden JPY) zu hoch.

Für die finanzierenden Banken bietet er jedoch die Chance einen höheren Preis zu erhalten als bei der Zwangsversteigerung. Für die Reederei Claus-Peter Offen bietet der Verkauf die Chance, noch eine Vergütung von "2% des Nettoerlöses" (so im Emissionsprospekt enthalten) zu bekommen.

Banken bieten Verzicht auf Anlegerhaftung an

Immerhin bieten die Banken den Anlegern an, die Beschlussfassung über den Verkauf der Schiffe durch einen Verzicht auf die Anlegerhaftung zu versüßen. Was hat es damit auf sich?

Nach der gesetzlichen Regelung (§ 171 Abs. 1 HGB) haftet der Anleger als (Treuhand-) Kommanditist auf seine Einlage. Die Haftung ist beendet, sobald diese geleistet ist. Erhält er später jedoch Ausschüttungen, die nicht durch Gewinne gedeckt sind, dann handelt es sich um Kapitalrückzahlungen, die gem. § 172 Abs. 4 HGB die Haftung wiederaufleben lassen. Gläubiger der Fondsgesellschaft oder ein Insolvenzverwalter können die Rückzahlung der Ausschüttungen verlangen.

Dem Emissionsprospekt ist zu entnehmen, dass die prognostizierten Ausschüttungen nicht aus Gewinnen geleistet werden (können), sondern lediglich aus nicht benötigter Liquidität. Da der Jahresabschluss 2007 - ebenso wie schon der für 2006 - einen Verlust auswies, haben die Banken tatsächlich das Recht, die Rückzahlung der einzigen Ausschüttung, die der Fonds überhaupt geleistet hat, zu fordern.

Sofern die Anleger also dem Verkauf der Schiffe zustimmen, erreichen sie damit, dass sie nicht auch noch die 4% zurückzahlen müssen, die sie bereits erhalten haben.

Anlegeranwalt Minderjahn rät: Nachdem nunmehr also endgültig für die Anleger feststeht, dass sie das eingesetzte Kapital verloren haben, sollten sie spätestens jetzt einen spezialisierten Rechtsanwalt aufsuchen um prüfen zu lassen, ob sie richtig beraten wurden.

Haben Sie Fragen zu Ihrer Fondsbeteiligung am MPC “Santa B Schiffe”? Möchten Sie wissen, ob wie Ihre Chancen stehen, Schadenersatzansprüche durchzusetzen? Rufen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne.

Nittel | Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht
Ihr Ansprechpartner
Michael Minderjahn, Rechtsanwalt
info@nittel.co

Heidelberg:
Hans-Böckler-Straße 2 A, 69115 Heidelberg
Tel.: 06221 - 915770 | Fax: 06221 - 9157729

München:
Residenzstraße 25, 80333 München
Tel.: 089 - 25549850 | Fax: 089 - 25549855

Hamburg:
Dörpfeldstraße 6, 22609 Hamburg
Tel.: 040 - 53799042 | Fax: 040 - 53799043

Berlin:
Rotherstraße 19, 10245 Berlin
Tel.: 030 - 95999280 | Fax: 030 - 95999279

Leipzig:
Rosa-Luxemburg-Straße 27 (Listhaus), 04103 Leipzig
Tel.: 0341 - 21 8296 00 | Fax: 0341 - 21 8296 01

Schiffsfonds: Dr. Peters Schiffsfonds verklagen DS Fonds Anleger

München, den 13.01.2012 – Vor rund zwei Jahren erhielten Anleger des Dr. Peters Schiffsfonds „MS Cape Norman“ („DS-Rendite-Fonds Nr. 47 MS Cape Norman GmbH & Co. Containerschiff KG“) Post vom Fondsverwalter. Dieser forderte die Anleger auf, angeblich erhaltene „Darlehen“ an den Fonds zurückzuzahlen. Anlegern, die diese Zahlung nicht leisten, wurde mit Klage gedroht. Offensichtlich wurde diese Drohung nun wahr gemacht, da erste Schiffsfonds Anleger bereits Klagen durch das Landgericht Dortmund erhielten.

Der Rechtsanwalt Thorsten Krause von der Kanzlei KAP für Anlegerrecht und Anlegerschutz erläutert dieses Handeln, wie folgt: “Nach Auffassung des Dr. Peters Schiffsfonds sind die in den ersten Jahren an die Anleger gezahlten Ausschüttungen, keine Ausschüttungen im eigentlichen Sinne, sondern wurden durch den Fonds als „Darlehen“ an die Anleger ausgegeben. Diese Darlehen fordert die Fondsgesellschaft nun wieder zurück”.

Aus Sicht der Rechtsanwälte Anja Appelt und Thorsten Krause, beide Partner der auf Bankrecht und Kapitalmarkrecht spezialisierten Kanzlei KAP Rechtsanwälte, handelt es sich bei den Vereinbarungen, dass Auszahlungen als angebliche Darlehen zu behandeln sind, jedoch um sogenannte „überraschende Klauseln“. “Im wesentlichen Text zu der Beteiligung ist von dieser praktischen Nachschusspflicht nie die Rede. Dies taucht lediglich an versteckter Stelle im Gesellschaftsvertrag sehr stark verklausuliert auf. Ob dies tatsächlich genügt, um eine Zahlungspflicht der Anleger auszulösen, erscheint fraglich”, äußert sich Rechtsanwältin Appelt abschließend.

Schiffsfonds Anleger, die eine entsprechende Klage erhalten, sollten sich von einem auf diesem Gebiet spezialisierten Rechtsanwalt über die Möglichkeiten und Erfolgsaussichten einer Verteidigung beraten lassen.

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