rstls

Tag 17 - Ozapft is!

Donnerstag, 26.02.2015

Ich hatte mir für diese Woche noch zwei Schmankerl vorgenommen. Den ersten gab es heute. Ich habe auf der Seite der deutschen Gemeinde in Tokio ein Event gefunden. Heute war “Starkbierfest” und Ich habe mir gedacht, dass Ich da hingehe, denn man bekam einen Gutschein und in Kombination mit dem Studentenausweis sogar freien Eintritt. Das wollte Ich mir nicht entgehen lassen und habe gehofft, dass Ich dadurch vielleicht ein paar Japaner kennen lernen, die sich für Deutschland oder deutsche Kultur interessieren. Somit hätte man gleich ein Gesprächsthema. Außerdem war es die Gelegenheit mal an ein echtes deutsches Paulaner Weizenbier zu kommen. Es war ein kleines bayrisches Lokal im 6. Stock. So etwas ist typisch in Tokio, denn Platz ist knapp und so wird vieles in die Höhe gebaut. Die Hälfte der Leute war Deutsch und es gab echtes bayrisches Bier, Leberkas und Nurnberger Würstl. ich habe mich auf das Bier konzentriert, was mit 500 Yen für Tokioter Verhältnisse sehr preiswert war. Ich wusste nicht so recht, ob Ich bleiben sollte oder nicht, denn Ich war ja allein und es war brechend voll. Ich habe mir aber vorgenommen Kontakte zu knüpfen und bin geblieben. Ich sollte nicht enttäuscht werden! Nach ca. 15 Minuten sprach mich ein japanisches (!!!) Mädchen an. Man soll es nicht glauben aber Sie hatte Germanistik studiert und konnte Deutsch. Ich war tief beeindruckt und bin es immer noch. Ich verstehe nicht, warum sich so viele Leute auf der Welt mit so einer sinnlos komplizierten Sprache befassen. Ich hatte also meinen ersten selbst geknüpften Kontakt mit einer Japanerin. Ich war sehr froh und stolz und wir haben uns sehr gut unterhalten. Wir sprachen über Essen, die Arbeit, die Deutschen, die Japaner und über unsere Hobbys. Ich würde ja fast behaupten wir hätten heftig geflirtet aber Ich bin ja immer zu jedem freundlich und außerdem war Ich einfach begeistert, dass Ich Kontakt zu einer Einheimischen hatte. Ihr Name ist Chizuru-san und sie ist Angestellte bei einer Firma, die Aufzüge herstellt. Wir werden zusammen japanisch lernen und Ich werde Ihr helfen weiter Deutsch zu lernen. Nach ca. 3 Stunden haben wir uns verabschiedet. Ich habe Ihre Email-Adresse und wir haben zum Abschied noch ein Bild gemacht:

Ich weiß zwar nicht wie alt sie ist aber Ich weiß, dass Sie nicht verheiratet ist. :/ Morgen muss ich mit Daniel besprechen, wie Ich mich jetzt weiter verhalten muss. Schließlich bin Ich verheiratet und will in keine komische Situation geraten. Jetzt freue Ich mich erstmal, dass Ich einen schönen Abend mit einem netten Mädel hatte! :)

In diesem Sinne…