plastilin

Action mit Knete

Was wurde nicht schon alles aus Plastilin oder Knete, wie die kittartige Masse zum Modellieren auch genannt wird, gemacht: Dem einen oder anderen dürften noch die Politikerporträts aus Knetmasse - unter anderem Helmut Schmidt als Kapitän mit Segelohren - aus den 1970er Jahren auf den Titelseiten der Zeitschrift ‘Pardon’ in Erinnerung sein. 

Plastilin wird aber auch bei sogenannten Stop-Motion-Animationen eingesetzt. Das sind Trickfilme, bei denen die Figuren aus Plastilin auf Drahtgestellen modelliert und animiert werden. Dabei wird jede einzelne Bewegung wie bei einem Zeichentrickfilm ‘fotografiert’. 

Dieser Prozess wird auch als Claymation bezeichnet. Zu den bekanntesten Animationsfilmen dieser Gattung gehören zum Beispiel ‘Wallace & Gromit’, ‘Chicken Run’, ‘Pingu’ oder die ‘Celebrity Deathmatch’-Reihe. Darüber hinaus findet man diese Technik auch in einigen Computerspielen wie zum Beispiel Dark Oberon, The Neverhood, Platypus oder Bert the Barbarian. Mit dem ‘Ani-Mate Filmset’ und einem Smartphone kann jetzt jeder zum Animationsfilmer werden. 

Ani-Mate Filmset

Der ‘Hollywood-Studio’ für das Arbeitszimmer beinhaltet eigentlich alles, was der künftige Animationsfilmer benötigt: Modelliermasse in acht unterschiedlichen Farben , über 50 verschiedene Requisiten aus Papier, vier Hintergrundbilder , Googly-Augen für die Knetfiguren und eine Halterung für das Smartphone .

Um zu starten, muss zunächst die kostenlose App ‘Stop-Motion-Studio’ heruntergeladen werden. Sind Kulissen und Hintergründe aufgestellt, die Figuren geknetet, kann jeder seine Version von ‘Vom Winde verknetet’ oder ‘Germanys next Knetmodel’ drehen.

Gesehen bei www.coolstuff.de zum Preis von 19,99 Euro (ohne Smartphone).

CO. 2015 STUTTGARTER ZEITUNG

Foto: coolstuff.de

Ausstellungen am 01.03.2015, Kellers Modelle / Tip des Berliner Stadtmagazin

Museum für Naturkunde

Invalidenstraße 43
10115 / Berlin Tel.: 030 - 2093 - 8591E-Mail: info@mfn-berlin.deHomepage: http://www.naturkundemuseum-berlin.de

Ausstellungen am 01.03.2015 ab 10:00Uhr

Kellers Modelle

Die Modelle des Präparators Alfred Keller (1902-1955, Berlin) gelten noch heute als Meisterwerke der Modellpräparation.

Als wissenschaftlicher Modellbauer war Keller von 1930 an bis zu seinem Tod in unserem Museum tätig. Er schuf in dieser Zeit eine Vielzahl einmaliger biologischer Modelle. Seine Arbeiten stellen noch heute einen international gültigen Maßstab dar.

Keller schuf zunächst Plastilin-Modelle, von denen er Gipskopien anfertigte, die er akribisch überarbeitete. Für das Endmodell mussten sie später in Pappmaché gedoubelt werden. Aus den ersten Kunststoffen (Zelluloid und Galalith) wurden Flügel und Borsten hergestellt und am Modell montiert. Mit partieller Blattvergoldung und Kolorierung wurden die aufwändigen Arbeiten vollendet. Dieses präzise Arbeiten war sehr zeitintensiv. So dauerte die Herstellung des maßstabgetreuen Fliegenmodelles fast ein Jahr.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.berliner-stadtmagazin.de.