Großbritannien will schwer bewaffnete Security zulassen

Bewaffnete Security mit automatischen Waffen und Raketenwerfern soll künftig auf britischen Schiffen in den Piratengebieten vor Somalia offiziell zugelassen werden.

Das erklärte jetzt Premierminister Cameron dem britischen Fernsehsender BBC. Die Security Teams wären dann so bewaffnet wie die Piraten. Cameron erklärte, es habe sich gezeigt, dass bisher kein Schiff gekidnappt worden sei, dass bewaffnete Security an Bord gehabt hätte.

China schickt Einsatzflotte nach Somalia

China schickt einen neuen Verband von Kriegsschiffen in die Piratengebiete vor Somalia.

Er wird geführt von den Fregatten Yiyang und Changzhou sowie dem Versorger Qiandaohu. Es ist der zwölfte Kampfverband der Chinesen im Anti Piraten Einsatz. China hat nach eigenen Angaben bereits 4.700 Schiffe sicher durch die High Risk Gebiete eskortiert, jedes zweite davon fuhr nicht unter chinesischer Flagge. Mehr…

Teenie-Weltumsegler Laura Dekker wegen Piraten abgetaucht. Wochenlang gab es keine Informationen über den Kurs der 16jährigen Einhandseglerin auf ihrer homepage - jetzt ist sie wieder online. Der Grund für das Schweigen: sie passierte die Piratengebiete im Indischen Ozean. „Piraten haben auch Internet”, erläutert die junge Seglerin diesen Schritt auf der Homepage der Zeitschrift Yacht. Mehr…

Muss der Staat deutsche Schiffe gegen Piraten schützen?

In einem etwas langatmigen Artikel in der W&S referiert Ministerialdirektor a.D. Reinhard Rupprecht die Lage in den Piratengebieten und die Verpflichtung des Staates, deutsche Schiffe zu schützen.

Der wesentliche Absatz:

Nach Artikel 2 des Grundgesetzes hat zwar der Staat jedes menschliche Leben zu schützen und sich schützend und fördernd vor diese Leben zu stellen. Wie die staatlichen Organe ihre Verpflichtung zu einem effektiven Schutz des Lebens erfüllen, ist von ihnen aber grundsätzlich in eigener Verantwortung zu entscheiden. Diese – auch auf der Grundlage der Gewährleistung des Eigentums in Artikel 14 Grundgesetz basierende – Schutzpflicht des Staates verpflichtet ihn jedenfalls, im Rahmen seiner Möglichkeiten rechtliche und tatsächliche Hindernisse auszuräumen, die es den Reedern erschweren, ihre Schiffe selbst mit angemessenen Mitteln zu schützen.

Der gesamte Artikel: hier.

Knöllchen für Reeder ohne Security

Schnapsidee aus Berlin: Reeder, die künftig ihre Schiffe ohne bewaffnete Security in Piratengebiete fahren lassen, sollen ein Bussgeld bezahlen.

Darüber denkt anscheinend das  deutsche Innenministerium nach. Die Reeder sind empört:

„Strafe statt Hilfe lehnen wir ab. Die Regierung will uns nicht nur keinen wirksamen Schutz durch Bundespolizei und Bundeswehr gewähren, sondern Reeder auch noch bestrafen“.

Der Bundesregierung ist der Einsatz von Bundespolizisten auf deutschen Handelsschiffen zu teuer. Erste Schätzungen sprechen von mindestens 150 Mio Euro pro Jahr, wenn 600 Bundespolizisten auf hoher See eingesetzt werden sollen. Dafür sollen nun die Reeder verpflichtet werden, sich selbst zu schützen. Mehr…

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