pfingsten

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Pfingsten 2011

Während im letzten Jahr zu Pfingsten ein Stammeslager sämtliche Altersstufen erfreuen konnte, entschieden wir uns dieses Jahr für ein lauschiges Lager ausschließlich für Rover und Leiter. Im Sommerlager trifft sich hingegen wieder der gesamte Stamm für eine tolle gemeinsame Zeit.

Erfrischungstuch (720)

VON MATTHIAS ROTH

Eine Raststätte an der A7. Pfingsten. Pfingsten!!! Wie blöd muss man sein. Generell. Und erst recht ich. Allein. Unglücklich. Zwischen Paaren und Familien. Glücklich. Ich hab einen Platz an einem dreckigen Plastiktisch gefunden und trinke Pappbecherkaffee, der zu heiß ist und zu dünn. Um mich penetrante, laute Fröhlichkeit. Nicht nur die Seele wird empfindlicher, wenn man frisch verlassen wurde, sondern auch die Ohren. Und dann, plötzlich, Stille, obwohl das Toben weitergeht. Ich merke, dass nur ich diese Stille hören kann. Ich sehe, wer sie bewirkt. Ein kleines Mädchen (zwei Jahre alt?) kommt zielsicher auf mich zu, absorbiert alles um sich. Es lächelt nicht, als es vor mir stehenbleibt. Tiefblaue Augen sehen mich an. Die Weisheit aller Welten und Zeiten sprechen daraus. Feierlich übergibt mir das Mädchen etwas, das es in der Hand gehalten hat, geht wie auf Schienen zurück zu seinen Eltern. Ich betrachte, was der Kosmos mir geschenkt hat. Ein Erfrischungstuch. Ich spüre, wie es wirkt.

Feiertage

Woran merkt man in Deutschland, dass ein Feiertag ist?

Vielleicht daran, dass kaum ein Mensch auf den Straßen unterwegs ist? Daran, dass rund um die Uhr Kinderfilme im Fernsehen laufen? Oder daran, dass der Postbote ausnahmsweise keine Briefe ausliefert? Daran, dass man sich zu Tode langweilt? Vielleicht auch daran, dass die Familie vorbeischneit?

Mag vielleicht alles zutreffen, aber ganz sicher kann man einen Feiertag erst daran ausmachen, dass man nirgends die Vollmilch erwerben kann, die man zuvor vergessen hatte einzukaufen, weil man den Feiertag nicht beachtet hatte.